21-cm-Mörser 18

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21-cm-Mörser 18


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: 21-cm-Mörser 18
Herstellerland: Deutsches Reich
Entwickler/Hersteller: Krupp
Entwicklungsjahr: 1933
Produktionszeit: 1939 bis 1942
Waffenkategorie: Mörser
Technische Daten
Rohrlänge: 6,07 m
Kaliber:

210 mm

Kaliberlänge: L/31
Gewicht Einsatzbereit: 16.700 kg
Kadenz: 1 Schuss/min
Höhenrichtbereich: 0° bis +70 Winkelgrad
Seitenrichtbereich: Drehscheibe 360°, Lafette 16°
Ausstattung
Geschossgewicht: 121 kg (Sprenggranate)

Der 21-cm-Mörser 18 war ein Mörser der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Entwicklung und Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschütz wurde ab 1933 durch Krupp in Essen entwickelt und 1939 in Dienst gestellt.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 21-cm-Mörser 18 war unkonventionell. Aussehen und Aufbau erinnerten eher an eine Haubitze als an einen klassischen Mörser. Der Mörser hatte einen doppelten Rohrrücklaufmechanismus, sowohl das Geschützrohr als auch die Oberlafette verfügten über separate Rücklaufeinrichtungen. Somit wurde alle Rückstoßenergie absorbiert und es erfolgte praktisch keine Relativbewegung der Lafette zum Boden. Dies erhöhte die Genauigkeit. Das auf der Grundplatte mittels dreier mit Rollen versehenen Zwischenstücke gelagerte Geschütz ließ sich um den Drehzapfen im Mittelpunkt auch weitaus effektiver schwenken, was durch einen einzigen Bediener erfolgen konnte. Nachdem 1941 die 17-cm-Kanone 18 in der Heeresartillerie eingeführt wurde, die sich die Lafette mit dem Mörser teilte, stellte sich deren Munition als nur geringfügig weniger wirksam als die des Mörsers heraus, bei einer Reichweite von etwa 29,6 km im Vergleich zu 16,7 km beim Mörser. Somit erhielt die Kanone ab etwa 1942 den Vorrang und die Produktion des Mörsers wurde eingestellt. Aufgrund des hohen Gewichtes von 22.700 kg in Fahrstellung wurde das Geschütz in zwei Teilladungen transportiert und über ein System von Winden und Rampen in Feuerstellung (Gewicht dann 16.700 kg) gebracht. Über kurze Entfernungen war es möglich das Geschütz in Feuerstellung als Gesamtlast mit einem schweren Halbkettenfahrzeug zu bewegen.

Die beiden Teillasten des 21-cm-Mörsers 18 in Fahrstellung

Munition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben normaler hochexplosiver Munition bestand die Möglichkeit, betonbrechende Granaten zu verschießen. Die Splitterwirkung der Sprenggranate betrug 10 Meter nach vorn und 40 Meter nach den Seiten. Bei direkten Treffern konnten sechs Meter Erddeckung, ein Meter Mauerwerk oder ein Meter Betondecke durchschlagen werden.[1]

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 21-cm-Mörser 18 wurde in den schweren Heeresartillerieabteilungen zur Schwerpunktbildung eingesetzt. Als Notlösung wurden 1941 einige Rohre der 15-cm-Kanone 16 in die Lafette des 21-cm-Mörser 18 eingelegt und unter der Bezeichnung 15-cm-Kanone 16 in Mörserlafette geführt.

Der Südturm der Küstenbatterie Maxim Gorki I in der Stadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim wurde in der Schlacht um Sewastopol 1941–1942 durch einen Volltreffer aus einem 21-cm-Mörser zerstört.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 21-cm-Mörser 18 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Fleischer: Feldbefestigungen des deutschen Heeres 1939–1935. Dörfler Verlag, ISBN 3-89555-212-7.