5-cm-KwK 38

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
5-cm-KwK 38


Panzer III Ausf. H mit Turmbewaffnung 5-cm-KwK 38

Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: 50 mm Kampfwagenkanone
Herstellerland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Entwickler/Hersteller: Rheinmetall AG
Produktionszeit: 1938 bis 1945
Waffenkategorie: Kanone
Technische Daten
Rohrlänge: 2.100 mm
Kaliber:

50 mm

Kaliberlänge: L/42
Seitenrichtbereich: 360°

Die 5-cm-KwK 38 war eine Kampfwagenkanone mit der Kaliberlänge L/42, die als Hauptbewaffnung/Turmkanone hauptsächlich im mittleren Panzer III (Panzerkampfwagen III Ausf. F[1], G, H, J)[2] verwendet wurde.

Die KwK 38 basiert nicht wie ihr Vorgänger, die KwK 36, auf einer stationär eingesetzten Kanone (wie im Falle der KwK 36, die PaK 36), sondern war eine reine Panzerkanone, die speziell für den Einsatz im Panzer III entwickelt wurde.

Ihr Nachfolger war die etwas längere und leistungsfähigere, auf der PaK 38 basierende KwK 39, die ab Ende 1941 serienmäßig in alle späteren Modelle (Ausnahme war die Ausf. N) des Panzers III verbaut wurde.

Beide Kanonen lieferten jedoch unbefriedigende Ergebnisse im Kampf gegen die gut gepanzerten sowjetischen Muster wie den T-34 oder KW-1, sodass der Panzer III, ohne Möglichkeit für eine entscheidende Kampfwertsteigerung in puncto Feuerkraft, allmählich vom Schlachtfeld verschwand.

Munitionsarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die 5-cm-KwK 38 ist im Wesentlichen mit folgende Typen von Panzergranaten (PzGr) zum Einsatz gebracht wurde.

Mittlere Durchschlagskraft gegen homogene, gewalzte Panzerstahlplatten bei einem Auftreffwinkel von 30° zur Vertikalen des Panzerfahrzeugs.

Munitionsart und Durchschlagskraft
Munition Projektilgewicht Mündungs-
geschwindigkeit

()
Durchschlagskraft nach ...
100 m 500 m 1000 m 1500 m 2000 m
PzGr. 39 2,060 kg 685 m/s 60 mm 50 mm 42 mm 32 mm
PzGr. 40 0,925 kg 1.050 m/s 94 mm 55 mm

Die Angaben sind bezogen auf die mittlere Durchschlagskraft gegen homogene, gewalzte Panzerstahlplatten bei einem Auftreffwinkel von 30° zur Vertikalen des Panzerfahrzeugs.[3]

Trägerplattformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Panzerkampfwagen III (Sd. Kfz. 141) Ausf. F bis J (Serienausrüstung). Verschiedene frühere Modelle wurden mit dieser Kanone umgerüstet.
  • VK 20 Serien: vorgeschlagen als Ersatz für Panzer III und IV[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergleichbare Waffensysteme anderer Streitkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bei der „Ausführung F“ erhielten nur die letzten 100 Stück die 5-cm-Kanone
  2. Sonderkraftfahrzeuge (kurz: SdKfz oder Sd.Kfz.)
  3. Christian Ankerstjerne: Armor Penetration Table. Abgerufen am 10. November 2014.
  4. Thomas Jentz, Hilary Doyle: Germany's Panther Tank. Schiffer Publishing, Ltd., , ISBN 0-88740-812-5, S. 11.