Alain Robidoux

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Alain Robidoux
Geburtstag 25. Juli 1960
Geburtsort Saint-Jérôme
Nationalität KanadaKanada Kanada
Spitzname(n) Scoobie,
The Eel
Profi 1988–2002
Preisgeld £ 662.744
Höchstes Break 147 (1x)
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften -
Ranglistenturniersiege -
Minor-Turniersiege -
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 9 (97/98)

Alain Robidoux (* 25. Juli 1960 in Saint-Jérôme) ist ein kanadischer Snookerspieler.

Seine beste Saison war 1996/97, als er das Finale der German Open 1996 erreichte und gegen Ronnie O’Sullivan 7:9 verlor. In der Saison 1997/98 hatte er mit Platz 9 seine höchste Platzierung in der Snookerweltrangliste.

Karriere[Bearbeiten]

Mitte des Jahres 1988 wurde Alain Robidoux Profi. Bei dem Qualifikationsturnier zur Snookerweltmeisterschaft zogen seine Gegner in der ersten und zweiten Runde zurück und er erreichte kampflos die dritte Runde. Obwohl er in der dritten Runde ausschied, erhielt er genug Weltranglistenpunkte um in der Saison 1988/89 als 102. für die Tour zugelassen zu werden.

Seine erste komplette Saison begann sehr erfolgreich. Er gewann den Titel bei den Canadian Open und in der Qualifikation zur European Open in Blackpool gelang ihm ein Maximum Break. Er erreichte das Halbfinale beim Grand Prix in Reading und das Achtelfinale bei den European Open. Das brachte ihn auf Platz 35 der Weltrangliste.

In der darauffolgenden Saison erreichte er bei den BCE International das Halbfinale, bei zwei weiteren Turnieren das Achtelfinale und bei vier Turnieren die Runde der letzten 32. Er durfte zum ersten Mal im Crucible Theatre an den Snookerweltmeisterschaften teilnehmen und kletterte in der Snookerweltrangliste bis auf Platz 17.

In der Saison 1990/91 erreichte er das Viertelfinale bei den British Open und das Achtelfinale der WM. Er kletterte durch diese Erfolge auf Platz 13 der Weltrangliste. Mit drei weiteren Viertelfinalteilnahmen in der Saison 1991/92 festigte er seinen Ranglistenplatz.

In der Spielzeit 1992/93 verlor er jedoch bei sechs von neun Ranglistenturnieren sein Auftaktmatch. Das führte zu einer Verschlechterung seiner Ranglistenplatzierung auf Platz 18. Auch die nächste Saison lief miserabel und er rutschte aus den besten 32 der Weltrangliste.

Alain Robidoux kam nach guten Platzierungen und einer Halbfinalteilnahme bei den International Open in der Saison 1994/95 zurück auf Platz 14 der Rangliste. Er kam ins Finale der German Open, welches er gegen Ronnie O'Sullivan verlor und erreichte sowohl beim Grand Prix als auch bei der UK Championship das Viertelfinale. Am Saisonende erreichte er mit Platz 9 der Weltrangliste seine beste Ranglistenplatzierung. 1996 wurde er in Südafrika Trickshot-Weltmeister. 1997 erreichte er bei der WM das Halbfinale, wo er gegen den späteren Turniersieger Ken Doherty verlor.

Dann folgte wieder eine miserable Saison. Bei einer Reparatur wurde sein Spielqueue zerstört und Alain Robidoux gewann in dieser Saison kein einziges Match. Er fiel in der Weltrangliste bis auf Platz 36 zurück. Im darauffolgenden Jahr hielt seine Niederlagenserie an und er fiel in der Weltrangliste der Saison Saison 1999/2000 bis auf Position 49. Er versuchte einen neuen Anfang, doch seine Erfolge blieben bescheiden. Er fiel in der Rangliste bis auf Platz 78 ab. Ziemlich frustriert beendete er 2002 seine Snooker-Karriere.

Alain Robidoux ist heute hauptsächlich im Snooker-Trickshot-Circuit aktiv. In seiner Snookerkarriere erreichte er mit Ende der Saison 2001/02 ein Preisgeld von 662.744 £.

Anekdoten[Bearbeiten]

  • Bei der WM 1996 spielte Alain Robidoux gegen Ronnie O'Sullivan. Während des Matches wechselte O'Sullivan von der rechten zur linken Hand und siegte sicher. Robidoux fasste das als Beleidigung auf und verweigerte nach Matchende den üblichen Handschlag. Darauf sagte O'Sullivan, der das beidhändige Spiel in Perfektion beherrscht und dadurch häufig den Einsatz eines Hilfsqueues vermeiden kann, in einem Interview, dass für Robidoux die linke Hand reichen würde.
  • Als Alain Robidoux im Jahr 1997 sein von einem kanadischen Handwerker gebautes Queue bei ihm reparieren lassen wollte, entdeckte dieser ein Logo des englischen Billardartikel-Produzenten Riley auf dem Queue und zerschmetterte dieses daraufhin in viele Einzelteile. Danach gelang es Alain Robidoux nicht mehr, mit der Snooker-Elite mitzuhalten und so beendete er 2002 frustriert seine Karriere.