Assamstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Assamstadt
Assamstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Assamstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 26′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Main-Tauber-Kreis
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 17,2 km²
Einwohner: 2200 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97959
Vorwahl: 06294
Kfz-Kennzeichen: TBB, MGH
Gemeindeschlüssel: 08 1 28 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bobstadter Straße 1
97959 Assamstadt
Webpräsenz: www.assamstadt.de
Bürgermeister: Joachim Döffinger
Lage der Gemeinde Assamstadt im Main-Tauber-Kreis
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Über dieses Bild

Assamstadt ist eine Gemeinde im Main-Tauber-Kreis im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Assamstadt ist in der Region bekannt für seine Fasnacht. Zu Assamstadt gehören außer der Wohn- und Industriegemeinde Assamstadt keine weiteren Ortschaften.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Assamstadt liegt in 300 bis 401 Meter Höhe im Taubergrund, einer Hügellandschaft zwischen Tauber und Jagst.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Boxberg, im Osten an die Stadt Bad Mergentheim, im Süden an Dörzbach und im Westen an die Stadt Krautheim, beide im Hohenlohekreis.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Landschaftsschutzgebiet Assamstadt gibt es seit 1981 ein 84 Hektar umfassendes Schutzgebiet. Dieses liegt auf der Gemarkung Assamstadts und dient der Erhaltung des Dachtales samt Hanglagen in seiner landschaftlichen Schönheit und Eigenart.

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Assamstadt wurde im Jahre 1228 erstmals urkundlich erwähnt. 1806 kam der Ort zu Baden.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da an Assamstadt die Reformation vorbeiging, ist der Ort auch heute noch römisch-katholisch geprägt. Für die protestantische Bevölkerungsminderheit erfolgt die geistliche Versorgung durch die evangelische Gemeinde in Krautheim.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Kilianskirche in Assamstadt (heute Gemeindezentrum)
Neue Kilianskirche

Der Gemeinderat in Assamstadt hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[4]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Freie Wähler 48,0 % 6 Sitze
Bürgerliste 52,0 % 6 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In geteiltem und fünfmal von Rot und Silber in verwechselten Farben gespaltenem Schild ein achtspeichiges Rad in verwechselten Farben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Alte Kilianskirche in der Ortsmitte von Assamstadt geht in ihren ältesten Teilen auf das 12. Jahrhundert zurück. Nach wechselvoller Geschichte und dem Bau der modernen Kirche St. Kilian stand die alte Kirche seit 1973 leer und war dem allmählichen Verfall preisgegeben. Von 1991 bis 1994 wurde die alte Kirche dann saniert und zum Gemeindezentrum umgebaut.
  • Mit der Friedhofskapelle ist im Ort eine weitere historische Kirche erhalten.
  • Im Ort befinden sich verschiedene historische Bildstöcke.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt noch eine große Rolle, hauptsächlich angebaut werden Weizen und Dinkel sowie Braugerste.

Die beiden größten Unternehmen sind die Ansmann AG und die Magna Spiegelsysteme GmbH, die zum Magna-Konzern gehört.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist über die zwölf Kilometer entfernte Anschlussstelle Boxberg der A 81 an das Fernstraßennetz angebunden. Landes- und Kreisstraßen schaffen die Verbindung zu den Nachbarstädten und -gemeinden. Die früher bestehende Anbindung an das Schienennetz ist mit der Einstellung der Jagsttalbahn verloren gegangen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Assamstadt verfügt über eine Grundschule mit allgemeinbildendem Unterricht bis zur 4. Klasse. Außerdem gibt es einen römisch-katholischen Kindergarten im Ort.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Jäger (* 16. Februar 1826; † 22. September 1849), badischer Revolutionär, in Rastatt erschossen
  • Elmar Beierstettel (1948–1985), Degenfechter, mehrfacher Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burkhart Oertel: Ortssippenbuch Assamstadt, Kreis Tauberbischofsheim, Baden, 1669-1945. Neubiberg: Selbstverlag des Verfassers 1986 (= Badische Ortssippenbücher 54)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Main-Tauber-Kreis: Main-Tauber-Kreis: Städte und Gemeinden. Online auf www.main-tauber-kreis.de, abgerufen am 25. Oktober 2014
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Assamstadt.
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Kommunalwahlergebnis 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Assamstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien