Assamstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Assamstadt
Assamstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Assamstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 26′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Main-Tauber-Kreis
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 17,2 km2
Einwohner: 2246 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97959
Vorwahl: 06294
Kfz-Kennzeichen: TBB, MGH
Gemeindeschlüssel: 08 1 28 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bobstadter Straße 1
97959 Assamstadt
Webpräsenz: www.assamstadt.de
Bürgermeister: Joachim Döffinger
Lage der Gemeinde Assamstadt im Main-Tauber-Kreis
Ahorn Assamstadt Bad Mergentheim Boxberg Creglingen Freudenberg Großrinderfeld Grünsfeld Igersheim Igersheim Königheim Külsheim Lauda-Königshofen Niederstetten Tauberbischofsheim Weikersheim Werbach Wertheim WittighausenKarte
Über dieses Bild
Blick auf Assamstadt im Sommer (2017)

Assamstadt ist eine Gemeinde im Main-Tauber-Kreis im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Assamstadt liegt in 300 bis 401 Meter Höhe im Taubergrund, einer Hügellandschaft zwischen Tauber und Jagst.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Assamstadt gehören außer der Wohn- und Industriegemeinde Assamstadt keine weiteren Ortschaften.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Boxberg, im Osten an die Stadt Bad Mergentheim, im Süden an Dörzbach und im Westen an die Stadt Krautheim, beide im Hohenlohekreis.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Landschaftsschutzgebiet Assamstadt gibt es seit 1981 ein 84 Hektar umfassendes Schutzgebiet. Dieses liegt auf der Gemarkung Assamstadts und dient der Erhaltung des Dachtales samt Hanglagen in seiner landschaftlichen Schönheit und Eigenart.

Daneben gibt es auf dem Gebiet der Gemeinde Assamstadt drei Naturdenkmale.

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Assamstadt wurde im Jahre 1228 erstmals urkundlich erwähnt. 1806 kam der Ort zu Baden. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kamen im März 1945 aus westlicher Richtung amerikanische Soldaten nach Assamstadt. Das gesamte Dorf blieb jedoch von Kriegseinwirkungen verschont.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Assamstadt entwickelte sich wie folgt:

Jahr Bevölkerung
1961 1486
1970 1541
1991 1815
1995 2076
2005 2092
2010 2056
2015 2246

Quellen: Gemeindeverzeichnis[5] und Angaben des Statistischen Landesamtes

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da an Assamstadt die Reformation vorbeiging, ist der Ort auch heute noch römisch-katholisch geprägt. Für die protestantische Bevölkerungsminderheit erfolgt die geistliche Versorgung durch die evangelische Gemeinde in Krautheim.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Assamstadt hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[6]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Freie Wähler 48,0 % 6 Sitze
Bürgerliste 52,0 % 6 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In geteiltem und fünfmal von Rot und Silber in verwechselten Farben gespaltenem Schild ein achtspeichiges Rad in verwechselten Farben.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Assamstadt bildet mit der Stadt Bad Mergentheim und der Gemeinde Igersheim zur gemeinsamen Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte die vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft Bad Mergentheim.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte und Neue Kilianskirche in Assamstadt. Alte und Neue Kilianskirche in Assamstadt.
Alte und Neue Kilianskirche in Assamstadt.

Bauwerke und Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte und neue Kirche St. Kilian[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Kilianskirche in der Ortsmitte von Assamstadt geht in ihren ältesten Teilen auf das 12. Jahrhundert zurück. Nach wechselvoller Geschichte und dem Bau der modernen Kirche St. Kilian stand die alte Kirche seit 1973 leer und war dem allmählichen Verfall preisgegeben. Von 1991 bis 1994 wurde die alte Kirche dann saniert und zum Gemeindezentrum umgebaut.

Friedhofskapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Friedhofskapelle ist im Ort eine weitere historische Kirche erhalten.

Kreuzweg zum Steffeskirchle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein holzgeschnitzter Kreuzweg mit vierzehn Stationen beginnt im Wald oberhalb der Asmundhalle. Von dort führt der Kreuzweg den Berg hinauf bis zum Steffeskirchle. Einige hundert Meter weiter befindet sich auch eine Mariengrotte im Wald.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wanderwege zu den Sehenswürdigkeiten rund um Assamstadt

Um den Ort sind mehrere Rad- und Wanderwege ausgewiesen, die an verschiedenen Kulturdenkmalen vorbeiführen.

Bildstöcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befinden sich verschiedene historische Bildstöcke.

Assamstadter Fasnacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Assamstadt ist in der Region bekannt für seine Fasnacht. Die Fasnachtsgesellschaft Assamstadter Schlackohren e. V. veranstaltet in Schlackohrhausen zur Karnevalszeit neben drei Prunksitzungen auch einen großen Rosenmontagsumzug.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt noch eine große Rolle, hauptsächlich angebaut werden Weizen und Dinkel sowie Braugerste.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden größten Unternehmen sind die Ansmann AG und die Magna Spiegelsysteme GmbH, die zum Magna-Konzern gehört.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist über die zwölf Kilometer entfernte Anschlussstelle Boxberg der A 81 an das Fernstraßennetz angebunden. Landes- und Kreisstraßen schaffen die Verbindung zu den Nachbarstädten und -gemeinden. Die früher bestehende Anbindung an das Schienennetz ist mit der Einstellung der Jagsttalbahn verloren gegangen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschule Assamstadt

Assamstadt verfügt über eine Grundschule mit allgemeinbildendem Unterricht bis zur 4. Klasse. Außerdem gibt es einen römisch-katholischen Kindergarten im Ort.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Jäger (* 16. Februar 1826; † 22. September 1849), badischer Revolutionär, in Rastatt erschossen
  • Elmar Beierstettel (1948–1985), Degenfechter, mehrfacher Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burkhart Oertel: Ortssippenbuch Assamstadt, Kreis Tauberbischofsheim, Baden, 1669-1945. Neubiberg: Selbstverlag des Verfassers 1986 (= Badische Ortssippenbücher 54)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Main-Tauber-Kreis: Main-Tauber-Kreis: Städte und Gemeinden. Online auf www.main-tauber-kreis.de, abgerufen am 25. Oktober 2014
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Assamstadt.
  4. http://assamstadt.de/historisches/weltkriegsende.html Weltkriegsende in Assamstadt
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1.
  6. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Kommunalwahlergebnis 2014
  7. Assamstadter Schlackohren e. V.: Willkommen & Helau bei den Assamstadter Schlackohren. Online auf www.schlackohren.de. Abgerufen am 10. März 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Assamstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien