Bahnhof Hamburg-Elbbrücken

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Hamburg-Elbbrücken
Modell der Bahnhofslage
Modell der Bahnhofslage
Daten
Lage im Netz Endbahnhof (U-Bahn),
Haltepunkt (S-Bahn)
Bauform Kopfbahnhof (U-Bahn),
Durchgangsbahnhof (S-Bahn)
Abkürzung AHEB
Eröffnung 6. Dezember 2018 (U-Bahnhof)
Lage
Ort/Ortsteil HafenCity
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 32′ 5″ N, 10° 1′ 24″ OKoordinaten: 53° 32′ 5″ N, 10° 1′ 24″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Hamburg
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Der Bahnhof Hamburg-Elbbrücken ist ein im Bau befindlicher Knotenpunkt der U-Bahn Hamburg und der S-Bahn Hamburg im Elbbrückenzentrum, einem Teilquartier der HafenCity am nördlichen Ende der Freihafenelbbrücke bzw. der Eisenbahnelbbrücke. Die Stationen werden von der Zweibrückenstraße unterquert. Zwischen beiden verlaufen mehrere Fernbahngleise sowie der Straßenzug Freihafenelbbrücke, über die eine Fußgängerbrücke, der sogenannte Skywalk, hinwegführen soll. Geplant ist damit eine ÖPNV-Erschließung der östlichen HafenCity, von Teilen Rothenburgsorts sowie der nördlichen Veddel.[1] Der U-Bahnhof des Knotenpunktes wurde am 6. Dezember 2018 eröffnet und ging am 7. Dezember 2018 in Betrieb.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An nahezu gleicher Position wie die heute in Bau befindlichen Bahnhöfe, wird auf einem Stadtplan von 1905 eine „im Bau“ befindliche Haltestelle angezeigt.[2] Diese Planung war eine der Folgemaßnahmen anlässlich des Umbaues der Bahnanlagen zur Eröffnung des Hamburger Hauptbahnhofes im Dezember 1906 auf der Strecke von Hamburg Hauptbahnhof nach Hamburg-Harburg über die sogenannte Pfeilerbahn. Nach dem Haltepunkt Oberhafen am 1. Mai 1908 wurde der Haltepunkt Elbbrücke am 1. Juli 1908 eröffnet.[3] 1944 wurde der Verkehr auf diesen Haltepunkten eingestellt. Die Bahnsteige waren allerdings noch Jahrzehnte danach vorhanden.

Eine U-Bahn- bzw. Hoch-Bahn-Station war bereits in den 1920er und in den 1950er Jahren an den Elbbrücken in Planungen für den Alsterhalbring vorgesehen. Dafür sollte die zweite Ebene der Freihafenelbbrücke die Gleise dieser Linie zum Freihafen aufnehmen.[4]

U-Bahnhof Elbbrücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtansicht der Bahnsteighalle (Februar 2018)

Der U-Bahnhof Elbbrücken des Knotenpunktes ist eine oberirdische Haltestelle, die Eröffnung fand am 6. Dezember 2018 statt. Ein alter Arbeitstitel war Chicago Square.[5] Das Stationskürzel der Hamburger Hochbahn AG lautet EB.

Planungs- und Bauablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Januar 2013 beschloss der Hamburger Senat den Weiterbau der U4 um etwa einen Kilometer und eine weitere Station bis zu den Elbbrücken.[6] Baubeginn für die Verlängerung war der 21. Juni 2013[7]. Für den Bahnhof mussten im Bahnhofsbereich zwei Straßen verlegt, ein Bunker abgerissen und ein Gelände des Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, auf dem mehrere Gebäude standen, geräumt werden.

Baubeginn für die eigentliche Station war der 7. April 2015.[8]

Station[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnsteige
Blick vom Skywalk auf die Bahnsteige

Der U-Bahnhof liegt direkt am Nordufer der Norderelbe und auf der Westseite der Freihafenelbbrücke. Damit ist entschieden, dass der obere Teil der Freihafenbrücke, der ursprünglich für eine U-Bahn-Trasse vorgesehen war, bei einer möglichen Verlängerung der U4 zur Veddel nicht genutzt wird. Der Bahnhof befindet sich auf einer Brücke über die verlegte Zweibrückenstraße.

Die Seitenbahnsteige haben eine Länge von 130 Metern, dadurch liegt das Nordende des Bahnsteigs noch in einer Kurve. Bei einer eventuellen Verlängerung würde der Bahnsteig um 13 Meter in Richtung Süden ausgebaut werden. Die Bahnsteige sind durch eine Fußgängerbrücke, einem sogenannten „Skywalk“, verbunden. Bei der Fertigstellung der parallel gelegenen S-Bahn-Station Elbbrücken wird diese Brücke über die Straße Freihafenbrücke und die Fernbahngleise hinweg bis zur S-Bahn verlängert und bietet somit eine wettergeschützte Umsteigemöglichkeit.

Noch vor dem Bahnhof und damit im Steigungsbereich aus dem Tunnel heraus ist eine doppelte Weichenverbindung zwischen den Gleisen eingerichtet, da es wegen der Norderelbe dahinter nicht möglich ist.[9]

Die Ausgestaltung des U-Bahnhofs ist das Ergebnis einer Ausschreibung, die das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner für sich entscheiden konnte. Außen liegende Stahlträger tragen die innere Glasfassade in Röhrenform.[10]

Eröffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit fand die feierliche Eröffnung des U-Bahnhofes Elbbrücken am 6. Dezember 2018 statt. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Enak Ferlemann, Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, eröffneten den Bahnhof.[11][12]

Linie Verlauf
U 4 Elbbrücken – HafenCity Universität – Überseequartier – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner Tor – Burgstraße – Hammer Kirche – Rauhes Haus – Horner Rennbahn – Legienstraße – Billstedt

S-Bahnhof Elbbrücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurvenlage und Steigung am zukünftigen S-Bahnhof
zukünftige Lage des Bahnhofs über der Zweibrückenstraße

Der S-Bahnhof Elbbrücken ist eine in Bau befindliche Haltestelle auf der Strecke der Harburger S-Bahn der S-Bahn Hamburg. Die Haltestelle schließt sich direkt an die Eisenbahnelbbrücke über die Norderelbe an und endet wenige Meter vor der Brücke über den Billhafen. Der Baubeginn erfolgte Ende August 2017, die Eröffnung ist für das erste Halbjahr 2019 vorgesehen. Ursprünglich sollte die Station zusammen mit dem Bahnhof der U-Bahn zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 eröffnet werden, nach unerwarteten Problemen mit dem Baugrund und daraufhin erforderlichen Änderungen der Statik musste die Eröffnung des S-Bahn-Haltepunkts jedoch verschoben werden.[13] Das Hallendach wird voraussichtlich noch später im Laufe des Jahres 2019 fertiggestellt.[14]

Die Deutsche Bahn prognostizierte die Kosten Ende 2015 mit 43,39 Mio. EUR[15]. Im Juni 2018 wurde die öffentlich bekannte Kostenprognose auf 57 Mio. EUR erhöht.[16] Im Dezember 2018 schrieb das Hamburger Abendblatt, die Deutsche Bahn habe einen Anstieg der Kosten auf nunmehr 69 Millionen Euro bestätigt.[17]

Untersuchungen erwarten etwa 17.000 bis 20.000 Fahrgäste pro Tag, die Zahl der Umsteiger zwischen U- und S-Bahn wird mit 6.400 Personen/Tag prognostiziert.[18]

Durch den zusätzlichen Halt verlängerte sich daher die Fahrzeit zwischen den Stationen Veddel und Hammerbrook um knapp zwei Minuten.

Typologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Planungen sehen zwei je 210 Meter lange und 6 Meter breite Außenbahnsteige für die Station vor.[19] Die S-Bahnstrecke verläuft in diesem Bereich in einem Bogen mit starkem Gefälle zwischen zwei Brücken. Die Bahnsteige weisen hierdurch eine Längsneigung von bis zu 25 Promille auf. Warnschilder sollen die Fahrgäste der Station auf diese Situation aufmerksam machen. Zudem sollen in Teilbereichen der Bahnsteige jeweils fünf Meter lange waagerechte Podeste, die mit Geländern vom übrigen Bahnsteig abgetrennt werden, errichtet werden.[20]

Linie Verlauf
S 3 Pinneberg – Thesdorf – Halstenbek – Krupunder – Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Hammerbrook – (im Bau: Elbbrücken –) Veddel – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben – Fischbek – Neu Wulmstorf – Buxtehude – Neukloster – Horneburg – Dollern – Agathenburg – Stade
S 31 Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof | – Hammerbrook – (im Bau: Elbbrücken –) Veddel – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben | – Berliner Tor

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skywalk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U-Bahnhof und Skywalk, der S-Bahnhof im Bau

Da zwischen der U-Bahn sowie der S-Bahn-Station Fernbahngleise der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg, Bahnstrecke Hannover–Hamburg und Güterumgehungsbahn Hamburg sowie die Straßenanbindung der Freihafenelbbrücke verlaufen, werden die Stationen über eine Brücke, den sogenannten Skywalk, verbunden. Dieser ist 65 Meter lang und verläuft in 9 Metern Höhe. Er wurde im Mai 2018 eingebaut.[21] Die Kosten für dieses Bauwerk werden mit 9,17 Millionen Euro geschätzt.[15]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zwischenbilanz Zukunftsbild Elbinseln 2013+. (PDF) S. 14, abgerufen am 12. März 2014.
  2. Archiv Hamburger Nahverkehr: Stadtplan 1905
  3. Erich Staisch: Hamburg und die Eisenbahn. Eppstein/Taunus 1969, S. 150.
  4. Das Projekt der Freihafen – Hochbahn
  5. Elbbrücken auf hamburger-untergrundbahn.de (Memento des Originals vom 7. Dezember 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburger-untergrundbahn.de
  6. „Verlängerung bis Elbbrücken beschlossen“ auf hamburg.de
  7. „Feierlicher Spatenstich für die Verlängerung der U4“ In: Hamburger Abendblatt vom 21. Juni 2013
  8. „Bauarbeiten für U4-Haltestelle Elbbrücken starten heute“ (Memento vom 13. April 2015 im Internet Archive)
  9. „Beschluss: U4 wird bis zu den Elbbrücken verlängert“ auf nahverkehrhamburg.de (Memento vom 21. Januar 2013 im Internet Archive)
  10. „Riesige Glasröhre für neue U-Bahn-Station an den Elbbrücken“ auf nahverkehrhamburg.de (mit Bildern) (Memento vom 14. Juni 2013 im Internet Archive)
  11. Hochbahn eröffnet heute neuen U-Bahnhof Elbbrücken. In: nahverkehrhamburg.de. 6. Dezember 2018, abgerufen am 7. Dezember 2018.
  12. Hamburger Hochbahn eröffnet U-Bahn-Station Elbbrücken. In: Hamburger Abendblatt. 6. Dezember 2018, abgerufen am 7. Dezember 2018.
  13. Probleme mit dem Baugrund S-Bahn-Haltestelle Elbbrücken wird später fertig. In: Hamburger Morgenpost. 31. Juli 2018, abgerufen am 31. Juli 2018.
  14. http://www.nahverkehrhamburg.de/neuer-s-bahnhof-elbbruecken-bau-beginnt-im-herbst-8296/. NahverkehrHAMBURG, 30. Mai 2017, abgerufen am 7. Juni 2017.
  15. a b S-Bahn-Haltestelle Elbbrücken kostet 43 Millionen Euro
  16. Station Elbbrücken wird viel teurer als geplant, Hamburger Abendblatt vom 8. Juni 2018
  17. Weitere Kostenexplosion beim Bau des S-Bahnhofs Elbbrücken Hamburger Abendblatt vom 6. Dezember 2018
  18. Antwort der Hamburger Verkehrsbehörde auf eine Anfrage bei "FragDenStaat.de" am 3. April 2018, abgerufen am 4. April 2018
  19. Eröffnung 2018 – Vorplanung für neuen S-Bahnhof an den Elbbrücken ist fast fertig (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)
  20. S-Bahnhof Elbbrücken: Im Sommer starten Bauvorbereitungen, NahverkehrHamburg.de vom 10. März 2016
  21. Pia Gängrich: 7 Fakten zum Skywalk Elbbrücken auf https://dialog.hochbahn.de,/ abgerufen am 4. Juni 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Elbbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien