Beiseförth

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Beiseförth
Gemeinde Malsfeld
Koordinaten: 51° 4′ 48″ N, 9° 32′ 54″ O
Höhe: 189 (175–235) m
Fläche: 5,11 km²[1]
Einwohner: 1256 (31. Dez. 2012)[2]
Bevölkerungsdichte: 246 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34323
Vorwahl: 05664
Die Fuldaseilbahn

Beiseförth ist ein Ortsteil der Gemeinde Malsfeld im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beiseförth liegt an der Einmündung der Beise in die Fulda. Im Ort treffen sich die Kreisstraße 31 und die Landesstraße 3126; jenseits der Fulda verläuft die Bundesstraße 83. Durch den Ort verlaufen der Fulda-Radweg, der Beisetal-Mühlen-Radweg, mit hiesigem Ende, und im Osten die Bahnstrecke Bebra–Baunatal-Guntershausen mit dem Bahnhof Malsfeld-Beiseförth.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1348 wurde das Dorf erstmals als Beysenvorte urkundlich erwähnt. Die Ortsnamenendung -furth lässt aber auf eine sehr viel frühere Gründung schließen. Bis vor etwa 140 Jahren wurde die Fulda in diesem Bereich von Schiffen befahren, die Kassel und Hersfeld miteinander verbanden. Nach der Leinenweberei verdienten sich die Einwohner den Lebensunterhalt mit der Korbflechterei. Von diesem Wirtschaftszweig zeugt heute noch das örtliche Korbmachermuseum, das einzige in Hessen.

Am 1. Januar 1974 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz die Gemeinden Malsfeld (mit den Ortsteilen Elfershausen und Dagobertshausen), Beiseförth, Mosheim (Landkreis Fritzlar-Homberg), Ostheim und Sipperhausen (Landkreis Fritzlar-Homberg) zur neuen Großgemeinde Malsfeld zusammengeschlossen. Gleichzeitige wechselte Malsfeld in den neu errichteten Schwalm-Eder-Kreis.[3][4] Als Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Malsfeld bestimmt. Für alle ehemalig eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke eingerichtet.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Malsfeld ist für das Kirchspiel Malsfeld und Beiseförth zuständig. Die Kirche wurde 1820 im typisch niederhessisch-reformierten Stil gebaut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beiseförth ist Sitz der Dr. Schumacher GmbH, eines 1978 gegründeten, auf die Entwicklung und Produktion von Desinfektions-, Hygiene- und Pflegemitteln und Kosmetikprodukten spezialisierten Chemieunternehmens.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beiseförth, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Beiseförth im Internetauftritt der Gemeinde Malsfeld
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, §§ 13 und 27 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 405.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beiseförth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien