Bergama

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Dieser Artikel befasst sich mit der türkischen, modernen Stadt Bergama, für die antike Stadt Pergamon siehe: Pergamon

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Bergama
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Bergama (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Izmir
Koordinaten: 39° 7′ N, 27° 11′ OKoordinaten: 39° 7′ 22″ N, 27° 10′ 42″ O
Höhe: 68 m
Einwohner: 101.813[1] (2014)
Telefonvorwahl: (+90)
Postleitzahl: 35 700
Kfz-Kennzeichen: 35
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Mehmet Gönenç (CHP)
Webpräsenz:
Landkreis Bergama
Einwohner: 101.813[1] (2014)
Fläche: 1.722 km²
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Kaymakam: Osman Nuri Canatan
Webpräsenz (Kaymakam):
Blick auf die Stadt vom Burgberg

Bergama (lateinisch Pergamum, griechisch Pergamon) ist eine Kreisstadt der Provinz Izmir nahe der Westküste Kleinasiens in der heutigen Türkei. Nach einer Gebietsreform ist die Stadt einwohner- und flächenmäßig identisch mit dem Landkreis. In der Antike befand sich hier die Stadt Pergamon, im Hellenismus die Hauptstadt des Reichs der Attaliden, das sich über große Teile des westlichen Kleinasiens erstreckte. Deren Ruinen sind Forschungsgegenstand von Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Am nordöstlichen Stadtrand, östlich des Burgbergs (Akropolis), befindet sich die Kestel-Talsperre.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Geschichte im Altertum und zur Grabungsgeschichte siehe den Artikel Pergamon.

Nachdem um 1300 die Türken in Kleinasien eingewandert waren, gehörte Bergama zum Beylik Karesi. Als die Osmanen unter Sultan Orhan I. das Beylik annektierten, wurde die Stadt zum Gerichtsbezirk (kaza) des Sandschaks Khudāwendigār (Bursa) im Eyâlet Anatolien, später des Sandschaks İzmir im Vilâyet von Aydın. In den Jahren 1919–1923 wurde Bergama von griechischen Truppen besetzt. Im Zuge des Bevölkerungsaustauschs nach dem Vertrag von Lausanne verlor die Stadt ihre griechischen Einwohner und wurde von umgesiedelten Türken aus Griechenland besiedelt. Im Jahr 1950 wurde die Bevölkerungszahl mit 16.500 angegeben.[2]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trajan-Tempel in Pergamon

Bergama unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunsthandwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreis werden Teppiche gewebt, die auch den Ortsnamen tragen:

  • Yağcıbedir
  • Kazdağı
  • Yuntdağı
  • Yüncü Karakeçili
  • Kozak

Einige ältere Exemplare sind vor Ort im staatlichen Archäologischen Museum ausgestellt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Radt: Pergamon. Geschichte und Bauten einer antiken Metropole. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-89678-116-2.
  • Stephan W. E. Blum, Frank Schweizer und Rüstem Aslan: Luftbilder antiker Landschaften und Stätten der Türkei. Mit Flugbildern von Hakan Öge. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2006, 144 S. mit 97 Farbabb., ISBN 3-8053-3653-5, Seite 24–29.
  • Manfred Klinkott: Die byzantinischen Befestigungsanlagen von Pergamon mit ihrer Wehr- und Baugeschichte, de Gruyter 2001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bergama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 19. Januar 2016 auf WebCite), abgerufen 19. Januar 2016
  2. V. J. Parry: Bergama. In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. 1, Brill, Leiden, S. 1187.
  3. Побратимени градове; Städtepartnerschaften von Assenowgrad (bulgarisch)