Berngau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Berngau
Berngau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Berngau hervorgehoben

Koordinaten: 49° 15′ N, 11° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Verwaltungs­gemeinschaft: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 436 m ü. NHN
Fläche: 27,12 km2
Einwohner: 2594 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92361
Vorwahlen: 09181, 09188
Kfz-Kennzeichen: NM, PAR
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 114
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ramoldplatz 6
92361 Berngau
Website: www.berngau.de
Erster Bürgermeister: Thomas Meier[2]
Lage der Gemeinde Berngau im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
PilsachVelburgNeumarkt in der OberpfalzSeubersdorf in der OberpfalzSengenthalPyrbaumPostbauer-HengParsbergMühlhausen (Oberpfalz)LupburgLauterhofenHohenfels (Oberpfalz)FreystadtDietfurt an der AltmühlDeiningBreitenbrunn (Oberpfalz)BerngauBerg bei Neumarkt in der OberpfalzBerchingNürnbergNürnbergLandkreis Nürnberger LandLandkreis RothLandkreis SchwandorfLandkreis RegensburgLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis KelheimLandkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
Ortsansicht von Berngau
Rathaus in Berngau

Berngau ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindekanzlei. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt in der Oberpfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort liegt knapp 5,5 km südwestlich von Neumarkt. Die Staatsstraße 2238 von Freystadt nach Neumarkt durchquert die Gemeinde von West nach Ost. Nordwestlich von Berngau liegt die Quelle der Sulz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren acht amtlich benannte Ortsteile[3]:

Es gibt die Gemarkungen Berngau, Mittelricht, Röckersbühl und Woffenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berngau wurde 1142 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.[4] Der Ort war seit dem 12. Jahrhundert Mittelpunkt eines Reichsguts und bis in das 17. Jahrhundert eine sogenannte kaiserliche Hofmark, die sich seit 1280 im Besitz der Wittelsbacher befand. Berngau gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Neumarkt im Kurfürstentum Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Röckersbühl mit Teilen der am 1. April 1933 aufgelösten Gemeinde Mittelricht eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Tyrolsberg aus der aufgelösten Gemeinde Woffenbach hinzu, die bis zum 4. Januar 1950 den Namen Tyrolsberg trug.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.714 auf 2.613 um 899 Einwohner bzw. um 52,5 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Er setzt sich seit der Kommunalwahl am 15. März 2020 wie folgt zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Mai 2020 ist Thomas Meier (CSU/Bürgerliste Berngau) der 1. Bürgermeister; dieser wurde am 15. März 2020 mit 61,7 % der gültigen Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war von Mai 2008 bis April 2020 Wolfgang Wild (ebenfalls CSU/Bürgerliste Berngau).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bechhofen
Blasonierung: „Unter schwarzem Schildhaupt, darin ein von Rot und Silber in zwei Reihen geschachter Schrägbalken, in Gold wachsender schwarzer Adler.“[6]

Wappengeschichte: Der wachsende Adler erinnert daran, dass Berngau seit dem 12. Jahrhundert Mittelpunkt eines Reichsgutkomplexes und bis in das 17. Jahrhundert eine sog. kaiserliche Hofmark war, die sich seit spätestens 1280 im Besitz der Wittelsbacher befand. Ludwig der Bayer übertrug 1315 das Patronatsrecht über die Pfarrkirche an das Zisterzienserkloster Waldsassen; auf diese enge Verbindung verweist der geschachte Schrägbalken, das Wappenabzeichen der Zisterzienser, im Schildhaupt.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Peter und Paul in Berngau
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul mit dem 56 m hohen Kirchturm
  • Kleine Wallfahrtskapelle in Wolfsricht, die dem Bruder Klaus geweiht ist
  • Filialkirche St. Leonhard in Mittelricht
  • Filialkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit in Röckersbühl
  • Kapelle Zur Heiligen Dreifaltigkeit in Tyrolsberg
  • Wegekapelle an der Neumarkter Straße

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Dippenricht befindet sich die sogenannte Keltenschanze. Auch auf dem Buchberg ist ein solcher Ringwall zu finden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einen Sportverein, den FSV Berngau. Dessen größter Teilbereich ist die Fußballabteilung.

Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es die Freiwillige Feuerwehr Röckersbühl-Mittelricht und als überregionale Stützpunktfeuerwehr die FF Berngau-Tyrolsberg, die zu den ältesten Feuerwehren des Landkreises Neumarkt i.d.Opf. zählt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Berngau gibt es eine Grund- und Hauptschule sowie einen Kindergarten. Außerdem betreibt die Gemeinde eine Bücherei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Rackl (* 1931 in Allershofen, † 27. September 2011), katholischer Geistlicher, 1975 bis 2002 Orgelsachverständiger der Diözese Eichstätt
  • Albert Deß (* 1947 in Röckersbühl), Politiker (CSU), MdB 1990–2004, seit 2004 MdEP

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Berngau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Berngau, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Bayerische Landesbibliothek Online
  4. Geschichte. Gemeinde Berngau, abgerufen am 30. Mai 2020.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 533 f.
  6. Eintrag zum Wappen von Berngau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Zitat Eintrag zum Wappen von Berngau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte