Postbauer-Heng

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Postbauer-Heng
Postbauer-Heng
Deutschlandkarte, Position des Marktes Postbauer-Heng hervorgehoben
49.311.35450Koordinaten: 49° 18′ N, 11° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 24,65 km²
Einwohner: 7398 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 300 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92353
Vorwahlen: 09188
(09180 Pavelsbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NM, PAR
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 155
Marktgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Centrum 3
92353 Postbauer-Heng
Webpräsenz: http://www.postbauer-heng.de
Bürgermeister: Horst Kratzer (CSU)
Lage des Marktes Postbauer-Heng im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Pilsach Velburg Neumarkt in der Oberpfalz Seubersdorf in der Oberpfalz Sengenthal Pyrbaum Postbauer-Heng Parsberg Mühlhausen (Oberpfalz) Lupburg Lauterhofen Hohenfels (Oberpfalz) Freystadt Dietfurt an der Altmühl Deining Breitenbrunn (Oberpfalz) Berngau Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz Berching Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Roth Landkreis Schwandorf Landkreis Regensburg Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Kelheim Landkreis EichstättKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Postbauer-Heng ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Der Doppelname leitet sich aus den beiden ehemals selbständigen Gemeinden Postbauer und Heng ab. Das Marktrecht wurde der Gemeinde am 17. September 2005 verliehen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Markt Postbauer-Heng liegt in der westlichen Oberpfalz zwischen Nürnberg und Regensburg (ca. 8 km westlich von Neumarkt in der Oberpfalz).

Der Hauptort Postbauer-Heng liegt am Fuße des Dillbergs, der mit 595 m der höchste Punkt des Marktes ist. Der Dillberg gilt als Grenzberg zwischen der Oberpfalz und Mittelfranken; zugleich als Unterquellberg für die Schwarzach bzw. den Siegenbach und damit auch als Europäische Wasserscheide.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Zum Markt Postbauer-Heng gehören die Ortsteile Postbauer-Heng, An der Heide, Brandmühle, Buch, Dillberg, Kemnath, Köstlbach, Kothmühle, Pavelsbach und Wurzhof. Der jetzige Ort Postbauer-Heng ist aus den früheren Orten Heng und Postbauer zusammengewachsen.

Ortsteil Hauptwohnsitze
(31. Dezember 2012)
Hauptwohnsitze
(31. Dezember 2013)
+/-
Postbauer-Heng
(ohne Ortsteile)
4.412 4.405 - 7
Kemnath 1.615 1.624 + 9
Pavelsbach 889 887 - 2
Buch und Wurzhof 219 223 + 4
Köstlbach 143 134 - 9
Dillberg 93 93 +/- 0
An der Heide 46 41 - 5
Insgesamt 7.417 7.407 - 10

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind von Norden aus im Uhrzeigersinn: Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Neumarkt in der Oberpfalz, Berngau, Freystadt, Pyrbaum und Burgthann.

Geschichte[Bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten]

Ehemaliges Pflegschloss des Deutsch-Ordens

Um das Jahr 1000 wurde der Ortsteil Heng das erste Mal geschichtlich erwähnt.

1068 wurde mit der Kirche St. Jakobus in Heng das älteste Bauwerk der Gemeinde erbaut.

Von 1283 bis 1805 war der Deutsche Orden mit einem Schloss in Postbauer vertreten, welches 1996 renoviert wurde und heute als Kulturstätte benutzt wird. Der Ort gehörte während dieser Zeit zur Deutschordensballei Franken und somit auch zum Fränkischen Reichskreis.

1381 wurde der Raubritter Eppelein von Gailingen im Ort Postbauer festgenommen und wenige Tage später in Neumarkt hingerichtet.

Die Gemeinde entstand am 1. April 1971 im Zuge der Gebietsreform in Bayern durch die Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Gemeinden Postbauer und Heng.[2]

Am 1. April 1975 wurde die Gemeinde Pavelsbach ebenfalls im Rahmen der Gemeindereform eingegliedert.[3]

1998 wurde die neue, evangelische, Martin-Luther-Kirche eröffnet.

Postbauer-Heng liegt in der europäischen Metropolregion Nürnberg und wurde am 17. September 2005 zum Markt erklärt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Rathaus Postbauer-Heng

Der Marktgemeinderat von Postbauer-Heng besteht aus 20 Marktgemeinderäten und dem 1. Bürgermeister.

CSU SPD Grüne Bürgerblock UPW-FW Gesamt
2014 11 2 2 3 2 20 Sitze
2008 10 3 1 3 3 20 Sitze
2002 11 3 1 3 2 20 Sitze
1996 9 4 0 4 3 20 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen[Bearbeiten]

„Über blauem Schildfuß in Silber ein schwarzes Tatzenkreuz, dessen Arme mit je einem goldenen Lilienstengel belegt sind.“ Das Wappen wird seit 1975 verwendet.

Kommunale Allianz "Schwarzachtalplus"[Bearbeiten]

Markt Postbauer-Heng ist Mitglied der Kommunalen Allianz "Schwarzachtalplus"[4]. Zu dieser gehören auch die Stadt Altdorf bei Nürnberg, die Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, die Gemeinde Burgthann, der Markt Feucht, die Gemeinde Leinburg, der Markt Pyrbaum, die Gemeinde Schwarzenbruck und die Gemeinde Winkelhaid. Es soll ein integriertes ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) erstellt werden. Ziel ist die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Kommunen, unter anderem um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Dazu gehört die Erhaltung von Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Postbauer-Heng unterhält seit 1979 eine Partnerschaft mit der österreichischen Gemeinde Sankt Ulrich bei Steyr und seit 1991 mit der ungarischen Gemeinde Gárdony.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

In Postbauer-Heng gibt es ein großes kulturelles Angebot, welches durch den Treffpunkt PH im Rahmen der Agenda 21 koordiniert wird. Im ehemaligen Deutschordenschloss, das von der Gemeinde betrieben wird, finden Vorträge und klassische Konzerte statt; im KiSH, welches durch einen Verein betrieben wird, werden überwiegend Konzerte der Richtungen Jazz, Blues, Rock und Kabarett geboten. Im Ort gibt es zudem noch ein Jugendkino, genannt die „Kurbelkiste“, welches einmal monatlich auch reguläres Kinoprogramm bietet. Seit 2011 gibt es auch wieder einen Jugendtreff im ehemaligen Feuerwehrhaus, welcher von zwei Streetworkern betreut wird. In diesem ehemaligen Feuerwehrhaus gibt es auch regelmäßig Rockveranstaltungen, welche auch im Nachmittagsprogramm speziell für Jugendliche ausgerichtet sind. Seit 2011 gibt es auch eine Open-Air-Veranstaltung („Rock im Bad“) im Naturbad.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfmuseum Fleischmichelhaus
Denkmal am Goldkegelplatz

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Postbauer-Heng

Kirchen[Bearbeiten]

St. Cäcilia in Pavelsbach
  • Die St. Elisabeth-Kirche stammt aus dem Jahr 1975, der Glockenturm wurde 1980 errichtet.
  • Die St. Jakobus-Kirche, errichtet 1068, ist das älteste Gebäude der Gemeinde. Sie wurde 1881/82 erweitert.
  • Die St. Johannes-Kirche wurde durch den Deutschen Orden in den Jahren 1722–1724 errichtet.
  • Die St. Leonhard-Kirche in Pavelsbach aus dem Jahr 1736 ist eine beachtenswertes Bauwerk des Rokoko.
  • Die St. Cäcilia-Kirche in Pavelsbach wurde 1602 bis 1608 an der Stelle einer 1552 zerstörten Kirche neu erbaut.
  • Die Martin-Luther-Kirche, 1998 geweiht, ist das Gotteshaus der evangelischen Christen in der Gemeinde.

Kapellen[Bearbeiten]

  • Die Marienkapelle Kemnath entstand im Jahr 1740.
  • Die Ortskapelle „Antonius von Padua“ in Buch wurde von den Bürgern des Ortes 1786 erbaut.
  • Die Ortskapelle „Mariä Namen“ in Köstlbach wurde 1999 eingeweiht und ersetzt eine Kapelle von 1792, die wegen Baufälligkeit abgetragen werden musste.
  • Die Hauskapelle in Postbauer wurde 1834 von einem Gastwirt als Hauskapelle errichtet.

Natur[Bearbeiten]

Bucher Höhlen, Innenansicht

Geotope[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich drei vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Siehe auch die Liste der Geotope im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

  • Familien- und Naturerlebnisbad (freier Eintritt)

Infrastruktur[Bearbeiten]

Industrie und Dienstleistung[Bearbeiten]

Postbauer-Heng hat eine große Anzahl mittelständischer Firmen in den Bereichen Handwerk und Dienstleistung. Zu den größten Firmen des Marktes zählen die Bock GmbH & Co. KG, die Fa. Dennert Poraver, die Fa. Schaller Electronic und die Fa. Irema Filter. Die hervorragende Lage zwischen der Kreisstadt Neumarkt und der Metropolregion Nürnberg zeichnet sich auch durch eine optimale Verkehrsanbindung aus. An der Bundesstraße 8 gelegen, wenige Kilometer zu den beiden Autobahnen A3 und A9 und vor allem die S-Bahn S3 ist für die Bürger von großer Bedeutung. Zum Hauptbahnhof Nürnberg beispielsweise benötigt man weniger als 25 Minuten und dies im 20-Minuten-Takt.

Aber auch das gut ausgebaute Angebot an ärztlicher, fachärztlicher und weiterer medizinischen Versorgung sowie eine optimale Nahversorgung beim täglichen Einkauf findet man im aufstrebenden Markt.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Postbauer-Heng

Postbauer-Heng liegt direkt an der B 8 und an der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg. Durch die B 8 kann man das 30 km entfernte Nürnberg gut erreichen. Die Entfernung zur A 3 mit Anschluss in Neumarkt und zur A 9 mit Anschluss in Allersberg beträgt jeweils 10 km.

Am 1. Dezember 1871 wurde der Ort Postbauer an die Eisenbahn angeschlossen, 1978 wurde der Bahnhof in Postbauer-Heng umbenannt, 1998 wurde er auf S-Bahn Niveau umgebaut. Die S-Bahn ist seit Dezember 2010 in Betrieb.

Postbauer-Heng ist in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert und wird täglich durch zahlreiche Bahnverbindungen nach Neumarkt und Nürnberg mit der S-Bahnlinie S3 des VGN und Busverbindungen nach Neumarkt und Allersberg mit der Linie 505 des OVF angefahren.

Bildung[Bearbeiten]

In Postbauer-Heng befindet sich mit der Erich-Kästner-Schule die von der Schülerzahl her (709 Schüler im Schuljahr 06/07) größte Volksschule der Oberpfalz. Ca. 400 Schüler besuchen die Bildungseinrichtungen (Gymnasium, Realschule, FOS/BOS und Förderschule) in Neumarkt. In Postbauer-Heng befindet sich auch eine Musikschule des bdpm, die ihren Sitz im Schulhaus der ehemaligen Gemeinde Heng hat (heute „Haus der Musik“).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Postbauer-Heng – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 533.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 649.
  4. Zukunftsregion Schwarzachtalplus – Homepage der Kommunalen Allianz Schwarzachtalplus. Abgerufen am 29. März 2013.
  5. Öffnungszeiten und Bilder des Fleischmichlhauses auf der Homepage von Pavelsbach
  6. Geotop: Sandgrube am Gitzberg (abgerufen am 6. Januar 2014)
  7. Geotop: Ehemalige Sandgrube in der Oberen Haid (abgerufen am 6. Januar 2014)
  8. Geotop: Ehemalige Tongrube bei Heng (abgerufen am 6. Januar 2014)