Grünberg (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grünberg
Grünberg (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grünberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 35′ N, 8° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Gießen
Höhe: 264 m ü. NHN
Fläche: 89,24 km2
Einwohner: 13.634 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35305
Vorwahlen: 06401, 06400 (Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen, Weickartshain), 06408 (Harbach), 06634 (Weitershain)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: GI
Gemeindeschlüssel: 06 5 31 006
Stadtgliederung: 14 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rabegasse 1
35305 Grünberg
Webpräsenz: www.gruenberg.de
Bürgermeister: Frank Ide (FWG)
Lage der Stadt Grünberg im Landkreis Gießen
Niederdorfelden Biebertal Wettenberg Lollar Staufenberg (Hessen) Allendorf (Lumda) Rabenau (Hessen) Heuchelheim (Hessen) Gießen Buseck Grünberg (Hessen) Fernwald Linden (Hessen) Langgöns Pohlheim Reiskirchen Lich Hungen Laubach Wetteraukreis Vogelsbergkreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-KreisKarte
Über dieses Bild

Grünberg ist eine Stadt im Landkreis Gießen in Hessen. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein winziger Teil des nordwestlichen Vogelsberges liegt auf der Gemarkung Grünbergs. Durch die Gemeinde fließt der Äschersbach von Norden nach Süden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rabenau (GI) Homberg (Ohm) (VB) Mücke (VB)
Reiskirchen (GI) Nachbargemeinden Ulrichstein (VB)
Laubach (GI)

VB = Vogelsbergkreis GI = Landkreis Gießen

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwoherzahlengrünberg.jpg Grünberg ist eine Stadt mit ca. 13.500 Einwohnern, die aus einer Kernstadt und 13 weiteren Stadtteilen besteht. Zur Stadt gehören die Stadtteile:

Beltershain, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Klein-Eichen, Lardenbach, Lehnheim, Lumda, Queckborn, Reinhardshain, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz, nördliche und westliche Seite
Marktplatz, südliche Seite
Im Vordergrund, im Schatten: Der Brunnengucker am Brunnenrand

Ende des 12. Jahrhunderts gründete Landgraf Ludwig III. von Thüringen Grünberg, um seinen Besitz im Süden gegen die feindlichen Mainzer Erzbischöfe zu schützen. Es befindet sich auf einem Plateau, das an drei Seiten steil abfällt: strategisch sehr günstig. 1186 wird die Burg Grünberg (Castrum Gruninberc) zum ersten Mal in einer Urkunde genannt. Im Jahr 1222 wurde Grünberg erstmals als Stadt genannt.

1195 zerstörten Mainzer Truppen die Anlage. Die Burg wurde schnell wieder aufgebaut, und dabei hat man von vornherein eine größere, umgebende Stadt geplant. Schon im Jahr 1222 stellte das Gericht der Stadt Grünberg Urkunden aus und verwendete ein Siegel, das dem des Landgrafen ähnelte.

Innerhalb der Stadtmauer lag die landgräfliche Burg nahe dem steilen Südhang. Die bürgerlichen Wohnbezirke schlossen sich daran an. Im relativ ungeschützten Norden befanden sich die Klöster. Wollte jemand die Stadt angreifen, hätte er diese zuerst zerstören müssen. Das jedoch zog unweigerlich den Kirchenbann nach sich.

Das wohl um 1193 gegründete Antoniterkloster Grünberg (Lage→) war eines der ältesten und wichtigsten. Um 1200 war es zwar noch ein einfaches Kloster mit integriertem Hospital, jedoch führte seine strategisch günstige Position unweit zweier Hauptverkehrswege dazu, dass es sich im Laufe der Zeit zu einer Generalpräzeptorei des Antoniter-Ordens entwickelte. Mit seinen Tochtergründungen reichte sein Gebiet in seiner größten Ausbreitung von Friedberg in Hessen bis zum Nonneseter Kloster[3] in Bergen (Norwegen) und von Wetzlar bis nach Lennewarden im heutigen Lettland. Die erste dieser Filialen wurde am 7. Juni 1222 in Tempzin bei Wismar gegründet.

Etwas später ließen sich auch die Franziskaner in Grünberg nieder.

Wartturm zur Sicherung des nördlichen Vorfeldes

Schon 1230 war Grünberg Münzstätte. 1254 trat Grünberg zusammen mit heute viel größeren Orten wie Marburg und Alsfeld dem „Rheinischen Städtebund“ bei.

Am 16. Oktober 1272 stellte der hessische Landgraf Heinrich I. den Grünbergern einen Freiheitsbrief aus, der ihre städtischen Rechte bestätigte. Er verlieh allen Bürgern die Freizügigkeit und unterstellte sie unmittelbar seiner Gerichtsbarkeit.

Die Stadt wuchs. Ende des 13. Jahrhunderts wurde die gotische Marienkirche errichtet, deren Vorbild die Marburger Elisabethkirche war. Erstmals 1304 wird die Neustadt genannt, die vor der Stadtmauer lag. 1324 baute man eine neue Wehrmauer, die auch die Neustadt umschloss. 1353 weihte die Stadt die erste Schule ein.

Bürgerfleiß war sicherlich eine Wurzel des städtischen Reichtums. Wichtiger war jedoch die Lage an einem der großen Handelswege von Frankfurt am Main nach Mitteldeutschland: die kurzen Hessen oder die Hohe Straße. Zwei große Brandschatzungen verwüsteten 1370 und 1391 fast die ganze Stadt. Mit landgräflicher Unterstützung ging der Wiederaufbau recht schnell voran. Allerdings erlangte Grünberg nicht mehr seine alte Bedeutung.

Trotzdem ließ die Stadt 1419 eine zentrale Wasserversorgung einrichten, für die damals modernste Technik eingesetzt wurde. Aus dem 60 m tiefen Brunnental wurde Quellwasser mechanisch auf den Berg gepumpt. Kaiser Friedrich III. stiftete 1481 der Stadt einen jährlichen Markt, den Gallusmarkt, der acht Tage dauern sollte. Er wurde auf den 16. Oktober, den Gallustag, gelegt, um an den Tag zu erinnern, an dem die Stadt 1272 den Freiheitsbrief erhielt. Bis heute wird der Gallusmarkt jedes Jahr gefeiert.

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In historischen Dokumenten ist der Ort im Laufe der Jahrhunderte unter wechselnden Ortsnamen belegt:[4]

  • Gruninberc (1186)
  • Grunenberg (1194)
  • Gruninberc, in (1222)
  • Grunberc (1258)
  • Gruenenberg (1343)
  • Grunenburg, zue (1364)
  • Grunbergk (1591)

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünberg – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655
Restaurierte Einkaufsstraße

Auch Grünberg wurde zwischen 1524 und 1527 lutherisch, und Landgraf Philipp von Hessen löste die Klöster auf. Das Antoniterkloster ließ er 1578 bis 1582 von Ebert Baldewein zum Witwensitz (heutiges „Schloss“) umbauen, es erhielt unter anderem zwei schöne Renaissance-Erker. Die Ländereien erhielt die Landesuniversität. Das Augustinerinnenkloster wurde städtisches Hospital – (In diesem Gebäude eröffnete im Oktober 2005 das Stadtgeschichtsmuseum samt ethnografischer Theo Koch-Grünberg Sammlung.) Zur gleichen Zeit stellte die Stadt zwei weitere Lehrer für die Schule ein, und auch die Mädchen erhielten jetzt Elementarunterricht.

Das 1526 errichtete Universitätsgebäude ist Oberhessens höchstgelegener Fachwerkbau. Während der Pestepidemie 1542 wurde die Universität Marburg in das Gebäude ausgelagert.

Bei der Landesteilung 1567 kam Grünberg an Hessen-Marburg, 1604 an Hessen-Darmstadt.

1593 lebten 432 Vollbürger in der Stadt; nach dem Dreißigjährigen Krieg und einer Pestepidemie waren es nur noch 220. Der städtische Rat ließ damals über 100 leer stehende Häuser abreißen.

Nur langsam erholte sich die Stadt. Da sich auch die politischen und wirtschaftlichen Zentren verlagert hatten, entwickelte sich Grünberg zu einer Ackerbürgerstadt, wie sie für Oberhessen typisch ist. Die Friedhofskirche, ein Barockbau des frühen 18. Jahrhunderts, zeigt dieses deutlich. Als 1816 die gotische Kirche einstürzte, konnte die Stadt erst 1846 mit dem Neubau beginnen. Kluge Politik hatte in dieser Zeit bewirkt, dass sich die Schulden innerhalb von 20 Jahren halbiert hatten.

Diebsturm (Wahrzeichen der Stadt)

Erst im fortschreitenden 19. Jahrhundert gewann Grünberg wieder seine alte Bedeutung. Von 1832 bis 1874 war Grünberg Kreisstadt. Jetzt war die wirtschaftliche Grundlage nicht mehr die Lage an einer bedeutenden Handelsstraße, sondern das örtliche Handwerk, besonders Weber und Schuster. 1869 war Grünberg an das Eisenbahnnetz (Vogelsbergbahn) angeschlossen und Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich die ersten Textilfabrikanten hier an.

Städtische Bauvorhaben waren besonders eine moderne Wasserversorgung mit Hausanschlüssen im Jahr 1896 und ein Stromnetz, das 1913 elektrisches Licht brennen ließ. In den folgenden Jahrzehnten entstanden weitere kommunale Einrichtungen wie Schulgebäude und ein Schwimmbad. Die Baustruktur blieb weitgehend erhalten, erst zwei Bombenangriffe zerstörten 1945 zahlreiche Gebäude und töteten 150 Einwohner.

Da nach dem Krieg über 800 Flüchtlinge und Heimatvertriebene in die Gemeinde zu integrieren waren, wurde möglichst schnell Wohnraum geschaffen. Bald kamen Industriebetriebe dazu. Seit 1969 wird die Grünberger Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern umfassend saniert. Heute ist sie ein Wohn- und Einkaufsort auf dem grünen Berg, mit einem geschlossenen Stadtbild. 1980 war Grünberg der Austragungsort des Hessentags. Seit 1983 ist Grünberg staatlich anerkannter Luftkurort. Schon 1845 schrieb der Gymnasiallehrer und Chronist Dr. Carl Glaser: „Die Luft in unserer Stadt ist rein. Von Epidemien weiß man hier seit Jahren nichts. Hier in Grünberg ist die Luft rau aber herzlich.“

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden auf freiwilliger Basis 13 bis dahin selbstständige Gemeinden und heutige Stadtteile nach Grünberg eingegliedert:

  • 31. Dezember 1970: Beltershain, Göbelnrod, Klein-Eichen, Lumda, Queckborn, Stangenrod, Stockhausen, Weickhartshain und Weitershain
  • 1. Februar 1971: Harbach und Lardenbach
  • 31. Dezember 1971: Lehnheim (bis dahin im Landkreis Alsfeld)
  • 1. April 1972: Reinhardshain[5].

Seit 2007 besitzt die Stadt ein eigenes Museum, das Museum im Spital, das über die Stadtgeschichte Grünbergs berichtet und eine Ausstellung zum Leben und Werk ihres berühmtesten Bürgers, des Ethnologen Theodor Koch-Grünberg (1872–1924), zeigt.

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Grünberg unterstand im Überblick:[4][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1982 sind:[4]

  • 1577: 0420 Hausgesesse
  • 1630: 0390 Männer (318 über 30 Jahre, 72 unter 30 Jahre), 62 Witwen, 30 Vormundschaften
  • 1677: 0342 Hausgesesse, davon 25 freie
  • 1742: 0017 Geistliche/Beamte, 508 Untertanen, 103 junge Mannschaften 4 Beisassen/Juden
  • 1804: 2142 Einwohner
  • 1830: 2540 evangelische, 2 römisch-katholische Einwohner
  • 1885: 2149 Einwohner
  • 1925: 2170 Einwohner
  • 1939: 2403 Einwohner
  • 1950: 3550 Einwohner
  • 1961: 3915 (2943 evangelische, 798 römisch-katholische) Einwohner. Erwerbspersonen: 172 Land- und Forstwirtschaft, 776 Prod. Gewerbe, 328 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 425 Dienstleistungen und Sonstige
  • 1970: 11.054 Einwohner
  • 1982: 11.242 Einwohner
Grpmberg: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
2.415
1840
  
2.494
1846
  
2.635
1852
  
2.456
1858
  
2.306
1864
  
2.267
1871
  
2.221
1875
  
2.245
1885
  
2.149
1895
  
2.032
1905
  
2.164
1910
  
2.223
1925
  
2.170
1939
  
2.403
1946
  
3.318
1950
  
3.550
1956
  
3.711
1961
  
3.915
1967
  
4.320
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[9] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[10][11]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Von 37 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FW Freie Wählergemeinschaft Grünberg 35,6 13 31,3 12 28,4 10 15,0 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,9 9 27,0 10 31,1 12 41,0 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,2 8 23,6 9 26,3 10 32,4 12
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,7 4 14,4 5 9,4 3 6,8 2
FDP Freie Demokratische Partei 6,5 3 3,2 1 4,8 2 4,8 2
LINKE Die Linke 0,5 0
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 50,9 47,8 47,1 54,7

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Ide (FWG) wurde am 27. September 2009 im ersten Wahlgang mit 65,3 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 73,9 % gewählt. Somit tritt er in die zweite Legislaturperiode ein. Die Gegenkandidatin Birgit Otto (CDU) hat 14,7 % der Stimmen erreicht, und der SPD-Vorsitzende Tobias Lux hat 20,0 % der Stimmen bekommen. Bei der Bürgermeisterwahl am 14. Juni 2015 trat der Amtsinhaber ohne Gegenkandidaten an, und wurde mit 71,8 % im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,4 %. Die neue Amtszeit beginnt am 2. Dezember 2015 und geht über sechs Jahre.[12]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theo-Koch-Schule Grünberg – Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und Ganztagesangebot
  • Grundschule am Diebsturm, Grünberg
  • Grundschule Sonnenberg, Grünberg-Stangenrod
  • Gallusschule Grünberg
  • Bildungsstätte Gartenbau Grünberg

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altstadt: Viele schöne Hausfassaden, vornehmlich im Fachwerkstil (15. Jahrhundert)
  • Rathaus am Marktplatz: Renaissancebau von 1586/87 von Amtmann Hermann Rüdiger aus Hersfeld, seit 1593 im städtischen Besitz, früher Markt- und Handelsraum in der Halle im Erdgeschoss, eiserne Elle am Eingang
  • Brunnen am Markt mit „Brunnengucker“: 36 m tiefer Ziehbrunnen, bis um 1500 in Betrieb, wurde 1820 verfüllt und vergessen, 1980 wiederentdeckt
  • Diebsturm: Wahrzeichen der Stadt, um 1300 als Teil der Stadtbefestigung erbaut, Höhe 25 m, diente später einige Zeit als Gefängnis, 1895/95 zum Wasserturm umgebaut, beherbergt eine Ausstellung zur Stadtgeschichte, Aussichtsturm
  • Barfüßerkloster (Franziskanerkloster): 1272, ab 1528 verfielen die Gebäude wegen Abzugs der Mönche, einzig übrig geblieben ist das Mönchswohnhaus, das unmittelbar auf der Stadtmauer steht und heute kulturellen Zwecken dient
  • Schloss: Ehemaliges Antoniterkloster
  • Universitätsbau: Oberhessens höchstes Fachwerkhaus, um 1500 erbaut, diente zeitweise als Verwaltungsgebäude des Universitätsvogts, wird auch "Stammlersches Haus" genannt[13]
  • Winterplatz mit Brauhaus (18. Jahrhundert) und Löwenbrunnen: das ehemalige Brauhaus beherbergt heute die Stadtbücherei und das städtische Trauzimmer
  • Evangelische Stadtkirche: erbaut 1846–1853, anstelle der 1816 eingestürzten Marienkirche
  • Tränenweibchen: eine Replik des sogenannten Tränenweibchens (Grabplastik Samuel Nahls) befindet sich an der Südseite der Evangelischen Stadtkirche[14]
  • Geburtshaus Friedrich Gottlieb Welckers
  • Alte Schmiede, Judengasse: alte, vollständig eingerichtete Schmiedewerkstatt
  • Haus der Zünfte: beherbergt Ausstellungsstücke zu historischen Handwerksberufen
  • Geburtshaus Theo Kochs
  • Museum im Spital, Augustinerinnenkloster; Hospitalkirche: Ausstellung zur Geschichte der Stadt und zum Leben Theo Kochs
  • Brunnental: Ehemaliges Zentrum der Wasserversorgung, heute Naherholungsgebiet mit zwei Teichen und Wasserrad der letzten Förderanlage, Brunnenhäuschen von 1582 mit einer Ausstellung zur Wasserversorgung im Mittelalter
  • Dingstühle: ehemaliger Gerichtsstandort, heute Ehrenmal für die Kriegsteilnehmer 1870/71
  • Grünberger Warte (Wartturm, vermutlich 12. Jahrhundert): vorgeschobener Verteidigungsposten vor der alten Stadtmauer. Der rund 11,7 m hohe Turm dient heute als Aussichtsturm[15]
  • Höfetränke: Hier gab es schon früh eine kleine Siedlung außerhalb der Stadtmauer

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünberg besitzt eine Anschlussstelle an die A 5. In den Stadtteilen Grünberg, Göbelnrod und Lehnheim befinden sich Haltepunkte der Vogelsbergbahn. Zudem verfügt die Kernstadt über ein eigenes Stadtbussystem, genannt "De kleene Grimmicher", das aus den beiden VGO-Linien 71 und 72 besteht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Grünberg verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grünberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. 78. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 15. November 2012. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 7, 2013, ISSN 0724-7885, S. 309.
  3. Den katolske kirke – Norges klostre in middelalderen – Nonneseter Kloster i Bergen
  4. a b c Grünberg, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 17. Juni 2014, abgerufen am 11. Juli 2014.
  5. Gerstenmeier, K.-H.: Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen 1977, S. 294
  6. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  7. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 8 (online bei Google Books).
  8. Neuste Länder und Völkerkunde, Band 22, S. 418, Weimar 1821
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Grünberg, St. 2015, Hessen-Statistik
  13. Tourismusbüro Stadtverwaltung Grünberg (Hrsg.) (2015): Historischer Rundgang Grünberg, Grünberg: punctum, ohne Seitenzahlen (Station 5)
  14. Tourismusbüro Stadtverwaltung Grünberg (Hrsg.) (2015): Historischer Rundgang Grünberg, Grünberg: punctum, ohne Seitenzahlen (Station 9)
  15. Grünberger Warte auf warttuerme.de