Carrie Underwood

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Carrie Underwood (2012)

Carrie Marie Underwood (* 10. März 1983 in Checotah, Oklahoma) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin. Ihre Karriere begann 2005 mit dem Gewinn der vierten Staffel der US-amerikanischen Castingshow American Idol.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Underwood wuchs als drittjüngste Tochter des Papierfabrikarbeiters Stephen und der Lehrerin Carole Underwood auf einer Farm in Checotah auf. Als Mitglied der Free Will Baptist Church sang Underwood schon in frühen Jahren in der Kirche.

Nach dem High-School-Abschluss 2001 besuchte Underwood die Northeastern State University in Tahlequah. Im Jahr 2006 beendete sie ihr Studium erfolgreich mit einem Bachelorabschluss in Kommunikation und Journalismus.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005–2006: Some Hearts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Underwood in Tikrit (Irak) (2006)

Am 25. Mai 2005 setze sich Underwood im Finale der Casting-Show American Idol gegen den Rocksänger Bo Bice durch. Mit dem Sieg war ein Plattenvertrag von Arista Records verbunden. Underwoods erste Single Inside Your Heaven erschien in den USA am 14. Juni 2005, verkaufte sich in der ersten Woche über 100.000 Mal und stieg auf Anhieb auf Platz 1 der Billboard-Charts ein. Insgesamt verkaufte sich ihre Debüt-Single über 200.000 Mal, was ihr ihre erste Platin-Schallplatte bescherte.

Das Album Some Hearts mit Songbeiträgen unter anderem von Diane Warren stieg auf Platz 2 der amerikanischen Billboard 200 ein und hielt sich dort 19 Wochen. Die zweite Single Jesus, Take the Wheel erreichte die Top 20 und verkaufte sich ebenfalls mehr als 200.000 Mal, wofür Underwood erneut Platin erhielt. 2005 wurde die Single Some Hearts veröffentlicht, die Platz 12 der amerikanischen Adult Top 40 erreichte. 2006 konnte sich ihr Song Don´t Forget to Remember Me in den Top 50 der offiziellen US-Singlecharts platzieren.

Auch in Kanada konnte Underwood 2005 und 2006 Erfolge verzeichnen. Im Gegensatz zu anderen American Idol-Siegern wie Kelly Clarkson wechselte Underwood nach ihrem Sieg zur Country-Musik, womit sie große Erfolge in den entsprechenden Charts feierte. Dafür wurde sie 2006 mit vier Billboard-Awards belohnt. Neben countrylastigen Songs hat Underwood auch klassisch instrumentierte Pop-Hymnen für Some Hearts wie I Just Can´t Live a Lie und Starts With Goodbye aufgenommen.

Billboard veröffentlichte Anfang 2007 eine Liste mit den meistverkauften Alben des Jahres 2006. Underwood erreichte mit ihrer Debütplatte Platz eins. Some Hearts wurde in den USA fünfmal mit Platin ausgezeichnet. Außerdem trat sie in der Sitcom How I Met Your Mother als Tiffany auf.

2007: Carnival Ride[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Underwoods zweites Album Carnival Ride wurde am 23. Oktober 2007 in den USA veröffentlicht. Die erste Single So Small erschien am 31. Juli. Auf Carnival Ride hat Underwood mehr eigene Songs geschrieben als auf dem Debüt-Album Some Hearts, und wurde auch von Songwritern wie Hillary Lindsey, Craig Wiseman, Rivers Rutherford und Gordie Sampson unterstützt. Das Album wurde am 14. Dezember 2007 mit Doppel-Platin ausgezeichnet.

2009/2010: Play On und Super Bowl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Underwoods drittes Album Play On wurde in den USA am 3. November 2009 veröffentlicht. Die erste Single Cowboy Casanova wurde von Underwood, Brett Hames und Hip-Hop-Produzent Mike Elizondo geschrieben.

Underwood sang am 7. Februar 2010 zur Eröffnung des Super Bowl XLIV im SunLife Stadium der Miami Dolphins die amerikanische Nationalhymne.[1]

2012: Duett mit Aerosmith/Steven Tyler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Album Music from Another Dimension der amerikanischen Band Aerosmith befindet sich ein Duett mit der Countrysängerin. Der Song heißt Can’t Stop Lovin’ You.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrem Auftritt beim Thanksgiving-Footballspiel 2006 im Stadion der Dallas Cowboys wurde Underwood eine Beziehung mit dem Quarterback Tony Romo nachgesagt. Romo begleitete die Sängerin zu den CMA Awards, beide haben die Beziehung nie bestätigt. Im August 2007 ging Underwood eine Beziehung mit dem Gossip-Girl-Seriendarsteller Chace Crawford ein; die beiden beendeten ihre Beziehung im Sommer 2008. Seit Oktober 2008 ist sie mit Mike Fisher, einem Eishockeyspieler der Nashville Predators, liiert. Beide lernten sich laut einem Interview des People Magazines[2] auf einem Konzert in Toronto über gemeinsame Freunde kennen. Seit Dezember 2009 ist das Paar verlobt. Am 10. Juli 2010 heirateten die beiden im Kreise ihrer Familien.[3] Anfang September 2014 gaben Underwood und Fisher auf Twitter bekannt, dass sie beide ihr erstes Kind erwarten.

Carrie Underwood ist seit ihrem 14. Lebensjahr Vegetarierin und wurde 2007 zu PETA’s World’s Sexiest Vegetarian gewählt.[4] Nach eigener Aussage ist sie seit dem Jahr 2011 Veganerin.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grammy Awards:[5] 7-fache-Preisträgerin, weitere Grammys gab es für drei ihrer Lieder
    • 2007 erhielt Underwood zwei Grammys in den Kategorien Best New Artist und Best Female Vocal Performance für Jesus Take the Wheel. Zudem wurde das Lied als Bester Countrysong ausgezeichnet und als Song des Jahres nominiert. Es war das erste Mal, dass ein American-Idol-Gewinner für den Grammy in der Kategorie Best New Artist nominiert wurde.
    • 2008 erhielt Underwood den Grammys in der Kategorie „Beste weibliche Gesangsdarbietung – Country (Best Female Country Vocal Performance)“ für Before He Cheats. Erneut gewann das Lied auch die Kategorie „Bester Countrysong (Best Country Song)“ und war als Song des Jahres nominiert. Eine weitere Nominierung gab es für das Duett Oh Love mit Brad Paisley.
    • 2009 konnte Underwood zum dritten Mal in Folge den Grammy in der Kategorie „Best Female Country Vocal Performance“ entgegennehmen, diesmal für den Song Last Name. Ever Ever After aus dem Soundtrack von Enchanted wurde als bester Filmsong nominiert.
    • 2010 gewann sie mit dem Duett I Told You So mit Randy Travis den Grammy für die beste „Country Collaboration“. In der Kategorie „Best Female Country Vocal Performance“ war sie mit Just a Dream nominiert, konnte aber diesmal nicht gewinnen.
    • 2011 blieb es bei der Nominierung von Temporary Home in der Kategorie „Best Female Country Vocal Performance“.
    • 2012 war sie mit Mama’s Song für die diesmal nicht nach Geschlechtern getrennte Kategorie „Best Country Solo Performance“ nominiert.
    • 2013 brachte Blown Away einen weiteren Grammy für die beste Country-Solodarbietung und war Countrysong des Jahres.
    • 2015 folgte der Grammy für die beste Country-Solodarbietung für den Song Something in the Water. Das Duett Somethin’ Bad mit Miranda Lambert war in der entsprechenden Kategorie für Duo oder Gruppe nominiert.
    • 2016 war ihre Darbietung von Little Toy Guns in der Country-Kategorie nominiert.
  • CMA-Awards:[6] von 2006 bis 2008 wurde Underwood dreimal in Folge als Sängerin des Jahres ausgezeichnet. 2006 gewann sie außerdem den „Horizon Award“, Before He Cheats war 2007 Single des Jahres.
  • American Music Awards:[7] 9-fache-Preisträgerin, darunter „Breakthrough Artist“ 2006 und dreimal Country-Sängerin des Jahres (2007, 2014, 2015).
  • 2009 veröffentlichte das Forbes Magazine eine Analyse der Einnahmen aller American-Idol-Teilnehmer für den Zeitraum Juni 2008 bis Mai 2009. Underwood schnitt dabei mit 14 Millionen US-Dollar am erfolgreichsten ab.[10]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel CH[11] UK[12] US[13] Anmerkungen[14][15]
2005 Some Hearts 2 7x Platin (US); 3x Platin (CA)
2007 Carnival Ride 1 3x Platin (US)
2009 Play On 93 1 2x Platin (US); Platin (CA)
2012 Blown Away 11 1 Platin (US), (CA)
2014 Greatest Hits: Decade #1 4 Platin (US)
2015 Storyteller 38 13 2 Gold (US)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
US[13] Anmerkungen[14]
2005 Inside Your Heaven/Independence Day
Some Hearts
1 Gold (US); 2x Platin (CA)
2005 Jesus, Take the Wheel
Some Hearts
20 3x Platin (US); Gold (CA)
2006 Don’t Forget to Remember Me
Some Hearts
49 Gold (US)
2006 Before He Cheats
Some Hearts
8 5x Platin (US); Platin (CA), Gold (CA, Ringtone)
2007 Wasted
Some Hearts
37 Platin (US)
2007 I’ll Stand by You
Idols Give Back 2007
6 Charity Single
2007 So Small
Carnival Ride
17 Platin (US)
2008 Do You Hear What I Hear 90
2008 All-American Girl
Carnival Ride
27 2x Platin (US)
2008 Last Name
Carnival Ride
19 Platin (US)
2008 Praying for Time
Idols Give Back 2008
27
2008 Just a Dream
Carnival Ride
29 Platin (US)
2009 I Told You So
Carnival Ride
9 Platin (US); feat. Randy Travis
2009 Home Sweet Home
21 Original: Mötley Crüe
2009 Cowboy Casanova
Play On
11 2x Platin (US); Gold (CA)
2009 Temporary Home
Play On
41 Platin (US)
2010 Undo It
Play On
23 Platin (US)
2010 Mama’s Song
Play On
56 Gold (US)
2011 Remind Me
This Is Country Music
17 2x Platin (US); mit Brad Paisley
2012 Good Girl
Blown Away
18 2x Platin (US); Platin (CA)
2012 Blown Away
Blown Away
20 3x Platin (US); Platin (CA)
2012 Two Black Cadillacs
Blown Away
41 Platin (US)
2013 See You Again
Blown Away
34 Platin (US)
2014 Somethin’ Bad
Platinum
19 Platin (US); mit Miranda Lambert
2014 Something in the Water 24 Platin (US)
2015 Little Toy Guns
Greatest Hits: Decade #1
47 Gold (US)
2015 Smoke Break 43 Gold (US)
2015 Heartbeat
Storyteller
42 Gold (US)
2016 Church Bells 43

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: The Blown Away Tour Gold (US)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carrie Underwood – Sammlung von Bildern

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Underwood to sing National Anthem at Super Bowl XLIV, National Football League, 28. Januar 2010
  2. Mike Fisher: No Serenades for Carrie Underwood, Eileen Finan, People Magazine, 22. Oktober 2009
  3. bild.de: Carrie Underwood hat sich verlobt, abgerufen am 22. Dezember 2009
  4. Carrie Underwood und Kevin Eubanks sind die „World’s Sexiest Vegetarians“, PETA, Juni 2007
  5. Carrie Underwood in der Grammy-Datenbank
  6. Archiv der CMA-Awards
  7. Carrie Underwood in der Winners Database der American Music Awards
  8. See Carrie Underwood’s Passionate Opry ‘Smoke Break’, Stephen L. Betts, Rolling STone, 20. Oktober 2015
  9. Carrie Underwood to Be Inducted Into Oklahoma Music Hall of Fame, CMT News, 10. August 2009
  10. The Year’s Top-Earning ‘Idols’, Evan Hessel und Dirk Smillie, Forbes, 18. Mai 2009
  11. Chartdiskografie Schweiz
  12. UK-Chartstatistik
  13. a b US-Charthistorie
  14. a b Carrie Underwood Gold-/Platindatenbank USA
  15. Gold-/Platindatenbank Kanada