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DFB-Pokal 1972/73

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
DFB-Pokal 1972/73
Pokalsieger Borussia Mönchengladbach (2. Titel)
Beginn 9. Dezember 1972
Finale 23. Juni 1973
Finalstadion Rheinstadion, Düsseldorf
Mannschaften 32
Spiele 61
Tore 254   4,16 pro Spiel)
Zuschauer 657.583   10.780 pro Spiel)
Torschützenkönig Deutschland Hannes Löhr
(1. FC Köln, 8 Tore)
Gelbe Karten 2   0,03 pro Spiel)
Rote Karten 1   0,02 pro Spiel)
DFB-Pokal 1971/72

DFB-Pokalsieger 1973 wurde Borussia Mönchengladbach, der im Achtelfinale Titelverteidiger FC Schalke 04 ausschaltete. Wie bereits ein Jahr zuvor wurden die Ausscheidungsspiele 1973 wieder in Hin- und Rückspielen ausgetragen.

Das Finale gegen den 1. FC Köln sollte zum Abschiedsspiel von Günter Netzer aus der Fußball-Bundesliga werden, bevor dieser zu Real Madrid wechselte. Trainer Hennes Weisweiler hatte Netzer jedoch nicht von Beginn an aufgestellt, da er bereits ohne ihn plante, weshalb er Herbert Wimmer zentral im Mittelfeld und als Kapitän aufstellte. Einige Zuschauer forderten während der gesamten ersten Spielhälfte Netzer aufzustellen. Weisweiler wollte ihn darauf in der Halbzeit einwechseln, Netzer lehnte es jedoch ab. Erst in der Verlängerung des Finales wechselte Netzer sich quasi selbst ein. Er zog die Trainingsjacke aus, ging zu Weisweiler und sagte ihm nur kurz: „Ich spiel dann jetzt.“ Vorher hatte er mit Christian Kulik gesprochen, der mit den Kräften am Ende war. Kurz nach der Einwechslung, mit seiner zweiten Ballberührung, schoss Netzer den Siegtreffer zum 2:1 für die Gladbacher. Netzer räumte später ein, dass er den Ball nur mit seinem schwächeren linken Fuß getroffen hatte, das Tor gewissermaßen versehentlich erzielte.

Im Europapokal der Pokalsieger erreichten die Mönchengladbacher das Halbfinale, in dem sie gegen den AC Mailand ausschieden.

Die erstgenannte Mannschaft hatte zuerst Heimrecht am 9. Dezember 1972, die zweitgenannte am 20. Dezember 1972.
In den Spielen, in denen Bundesligisten auf unterklassige Mannschaften trafen, traten die Bundesligisten zuerst auswärts an.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Hannover 96 3:4 Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0) 2:4 (1:1)
VfL Wolfsburg 4:5 VfB Stuttgart 2:2 (2:0) 2:3 (1:2)
OSV Hannover 0:9 Hertha BSC 0:6 (0:3) 0:3 (0:1)
FK Pirmasens 4:5 Rot-Weiß Oberhausen 4:1 (2:0) 0:4 (0:1)
Stuttgarter Kickers 2:6 Eintracht Braunschweig 1:1 (0:1) 1:5 (0:4)
Wacker 04 Berlin 1:9 Werder Bremen 1:5 (0:3) 0:4 (0:1)
Rot-Weiss Essen 5:8 Hamburger SV 5:3 (5:0) 0:5 n. V.
FC St. Pauli 3:4 Kickers Offenbach 3:1 (2:0) 0:3 (0:2)
Wormatia Worms 5:7 VfL Bochum 4:4 (2:4) 1:3 (1:2)
Südwest Ludwigshafen 2:6 FC Schalke 04 1:3 (0:2) 1:3 (1:0)
Preußen Münster 2:4 MSV Duisburg 2:1 (2:0) 0:3 (0:1)
HSV Barmbek-Uhlenhorst 1:11 FC Bayern München 1:4 (0:2) 0:7 (0:2)
Freiburger FC 4:8 Borussia Mönchengladbach 3:1 (1:1) 1:7 (1:3)
SpVgg Bayreuth 4:6 1. FC Kaiserslautern 4:2 (3:1) 0:4 (0:1)
SC Fortuna Köln 2:5 1. FC Köln 2:1 (2:0) 0:4 n. V.
Wuppertaler SV 3:2 Fortuna Düsseldorf 3:0 (2:0) 0:2 (0:1)

Die erstgenannte Mannschaft hatte zuerst Heimrecht am 3. März 1973, die zweitgenannte am 14. März 1973.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Eintracht Braunschweig 3:2 Eintracht Frankfurt 1:0 2:2
Wuppertaler SV 3:5 Kickers Offenbach 3:2 0:3
MSV Duisburg 3:6 Hertha BSC 1:2 2:4
FC Schalke 04 1:3 Borussia Mönchengladbach 0:2 1:1
Hamburger SV 3:6 1. FC Köln 2:2 1:4
Rot-Weiß Oberhausen 2:5 FC Bayern München 1:2 1:3
VfL Bochum 5:6 Werder Bremen 4:4 1:2
VfB Stuttgart 2:3 1. FC Kaiserslautern 2:1 0:2 n. V.

Die erstgenannte Mannschaft hatte zuerst Heimrecht am 14. April 1973, die zweitgenannte zwischen dem 17. und dem 19. April 1973.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Eintracht Braunschweig 2:8 1. FC Köln 0:5 2:3
Kickers Offenbach 6:4 FC Bayern München 2:2 4:2
Werder Bremen 4:2 Hertha BSC 2:0 2:2
Borussia Mönchengladbach 5:2 1. FC Kaiserslautern 2:1 3:1

Die erstgenannte Mannschaft hatte zuerst Heimrecht am 1. bzw. 2. Mai 1973, die zweitgenannte am 15. Mai 1973.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
SV Werder Bremen 3:7 Borussia Mönchengladbach 1:3 2:4
1. FC Köln 6:1 Kickers Offenbach 5:0 1:1

Das Finale wurde am 23. Juni 1973 im Düsseldorfer Rheinstadion ausgetragen.

Paarung 1. FC Köln 1. FC KölnBorussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach
Ergebnis 1:2 n. V. (1:1, 1:1)
Datum 23. Juni 1973 um 16:00 Uhr
Stadion Rheinstadion, Düsseldorf
Zuschauer 69.600
Schiedsrichter Kurt Tschenscher (Mannheim)
Tore 0:1 Wimmer (24.)
1:1 Neumann (40.)
1:2 Netzer (94.)
1. FC Köln Gerhard Welz, Herbert Hein, Herbert Neumann, Wolfgang Weber, Bernhard Cullmann, Heinz Simmet, Jürgen Glowacz (71. Rainer Gebauer), Heinz Flohe, Jupp Kapellmann, Wolfgang Overath (C)ein weißes C in blauem Kreis (71. Harald Konopka), Hannes Löhr
Cheftrainer: Rudi Schlott
Borussia Mönchengladbach Wolfgang Kleff, Heinz Michallik, Berti Vogts, Klaus-Dieter Sieloff, Rainer Bonhof, Dietmar Danner, Herbert Wimmer (C)ein weißes C in blauem Kreis, Christian Kulik (91. Günter Netzer), Henning Jensen, Bernd Rupp (117. Uli Stielike), Jupp Heynckes
Cheftrainer: Hennes Weisweiler
Gelbe Karten Gelbe Karten Jürgen Glowacz – Jupp Heynckes
Besonderheiten Welz hält Foulelfmeter von Heynckes (58.)

Beste Torschützen

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Nachfolgend sind die besten Torschützen des DFB-Pokals 1972/73 aufgeführt.[1] Sortiert wird nach Anzahl der Treffer, bei gleicher Trefferzahl alphabetisch.

RangSpielerVereinTore
1  Hannes Löhr1. FC Köln8
2  Erich BeerHertha BSC7
 Jupp HeynckesBorussia Mönchengladbach7
 Gerd MüllerFC Bayern München7
5  Bernd RuppBorussia Mönchengladbach5
6  Werner BalteVfL Bochum4
 Ludwig BründlEintracht Braunschweig4
 Heinz-Dieter HasebrinkWerder Bremen4
 Herbert LaumenWerder Bremen4
 Günter NetzerBorussia Mönchengladbach4
 Willi NeubergerWerder Bremen4
 Amand TheisKickers Offenbach4

Einzelnachweise

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  1. Beste Torschützen 1972/73 des DFB-Pokals auf transfermarkt.de
    Bei transfermarkt.de wird Löhr mit neun Toren geführt, alle anderen Quellen, darunter dfb.de, geben jedoch 8 Tore an.