Diskussion:Helmut Kentler

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Pädophilie[Quelltext bearbeiten]

Zu schreiben "Seine Tätigkeit als Gerichts-Gutachter und Experte für Kinder- und Jugendsexualität machte ihn bekannt, war in ihrer Ausformung aber kontrovers rezipiert." ist ja wohl ein Euphemismus! Kentler ist ein bekennender Pädophiler!-- 77.12.9.147 19:49, 23. Jan. 2011 (CET)

Aha. Wenn man Pädophile Pädophile nennt, ist das POV.-- 77.12.9.147 08:47, 24. Jan. 2011 (CET)

Nein. Wenn ein Mensch über einen anderen Menschen etwas sagt, ist das ein POV. Solange das deutlich gemacht wird, dass es sich um POV handelt, ist das okay. Ein Vorschlag, wie das gehen könnte, ist auf meiner Disk zu finden, s.u. --Knase 12:43, 24. Jan. 2011 (CET)

Hallo Knase, habe mir die von Regi51 kommentarlos revertierten Fassungen jetzt angesehen; dort hat jemand dieselbe Information einfügen wollen wie ich. Die Reverts sind unverständlich. Warum soll hier nicht erwähnt werden, dass Kentler ein bekennender Pädophiler war? Ich bitte um Antwort! Bitte auch Kriterien angeben, wie diese Information eingefügt werden kann!-- 77.12.9.147 09:01, 24. Jan. 2011 (CET)

Hallo IP, siehe Antwort auf meiner Disk, wo Du mich angesprochen hast. --Knase 12:43, 24. Jan. 2011 (CET)

Danke für Hinweis. Bin übrigens zu doof um zu bearbeiten. Hier mein vollständiger Vorschlag:

Die Auffassung, Kinder sollten ihre Sexualität möglichst früh entwickeln, und Pädophile könnten ihnen dabei helfen, trug Kentler schon zu Lebzeiten den Vorwurf ein, dem Kindesmissbrauch Vorschub zu leisten. "Kentlers Vorschläge zur Sexualerziehung lesen sich immer wieder wie Anleitungen zum sexuellen Missbrauch. Mal sind sie als erzieherisches Handeln getarnt, mal gerieren sie sich als Wissenschaft." (Späth/Aden: Die missbrauchte Republik. Aufklärung über die Aufklärer, London/Hamburg 2010, S. 141) Alice Schwarzer schrieb dazu: "Weite Teile des fortschrittlichen Milieus und auch Mitglieder der geachteten „Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung“, wie der bekennende Pädophile Prof. Helmut Kentler, spielten damals eine fatale Rolle bei dem Versuch der Legalisierung der Sexualität von Erwachsenen mit Kindern. Eine (selbst)kritische Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels auch in der deutschen Sexual-forschung ist bis heute überfällig." (ref name="Schwarzer")Leugnung der Machtverhältnisse

Kentler selbst berichtete einmal von seinem Projekt "Leihväter": Demzufolge vermittelte er minderjährige Straßenkinder an drei aus dem Gefängnis entlassene Männer, die dort Haftstrafen "wegen sexueller Kontakte mit minderjährigen Jungen zu verbüßen hatten." Kentler betonte, dass "keinerlei Zwang" ausgeübt worden sei und er außerdem als Supervisor involviert gewesen sei. "Mir war klar, dass die drei Männer vor allem darum so viel für 'ihren' Jungen taten, weil sie mit ihm ein sexuelles Verhältnis hatten." (Helmut Kentler: Leihväter - Kinder brauchen Väter, Reinbek 1989, S. 55, zit. n. Späth/Aden S. 146)-- Knase 19:29, 24. Jan. 2011 (CET)

Hallo IP, so könnte es gehen. Ich habe die Einzelnachweise mal wikifiziert. Mal sehen, was die anderen Wikipedianer dazu sagen. Danke für die Mühe! --Knase 19:29, 24. Jan. 2011 (CET)

Die Aussage, daß Helmut Kentler ein "Bekennender Pädophiler" gewesen sei, wird ausschließlich mit einem Zitat von Alice Schwarzer belegt. Woher hat sie das? Wann und wo hätte Helmut Kentler das bekannt? Nach meiner Kenntnis ist diese Behauptung schlicht falsch. Helmut Kentler war nicht pädophil. (Es sei denn, er habe in irgendeinem Zusammenhang einmal gesagt, daß er auch Kinder mag - was wir schließlich alle von guten Lehrern und Pädagogen erwarten.) Man kann mit der ungeprüften Weitergabe solcher Behauptungen, auch wenn sie gedruckt worden sind, zwar Gerüchte bedienen oder verstärken, trägt aber nichts zur historischen Wahrheitsfindung bei. Der ganze Abschnitt mit der Überschrift "Lehre" liefert ein völlig einseitiges und verzerrtes Bild von der Person und der wissenschaftlichen und pädagogischen Bedeutung Helmut Kentlers. Das liegt daran, daß sich der Autor ausschließlich auf die schriftlichen Äußerungen Dritter beruft, ohne deren Wahrheitsgehalt nachgeprüft zu haben. Im Eifer des Gefechtes kann so etwas schon einmal passieren, vor allem, wenn man über den Gegenstand bzw. die Person nichts weiter weiß. Aber warum wurde mein Versuch vom 14. 10. d. J., sein sonstiges "Wirken" darzustellen und dadurch zur Versachlichung dieses sehr problematischen Textes beizutragen, einfach kommentarlos gelöscht? --Omrac 19:45, 18. Okt. 2011 (CEST)

Der Artikel "Lehre" ist Rufmord.[Quelltext bearbeiten]

Der gesichtete Artikel zum Thema "Lehre" erfüllt den Tatbestand des Rufmordes. Helmut Kentler war kein "bekennender Pädophile" und hat nie direkt mit Kindern gearbeitet. Verunglimpfend ist auch die Behauptung, seine sexualpädagogischen Bücher läsen sich wie eine "Anleitung zum Mißbrauch". Was er angeblich als Gutachter über Pädophile gesagt haben soll, ist in dem Artikel durch nichts belegt. Die in dem Abschnitt verwendeten Zitate belegen nur das Interesse des Verfassers, Helmut Kentler posthum als pädosexuellen Verführer erscheinen zu lassen. --Omrac 09:58, 22. Okt. 2011 (CEST)

Wieso "pädosexueller Verführer"? Kentler war ein narzisstisch-autoritärer Päderast, kein "sanfter Verführer", sondern gegenüber seinen Opfern, direkt oder indirekt, eine aggressive, vollständig entwickelte Mißbrauchspersönlichkeit. Kentler war anscheinend auch eine päderastisch-"praktizierende" Mißbrauchspersönlichkeit. Zu diesem Zweck scheint er mit einigen kranken Menschen in Berlin und Teilen der SPD dort kooperiert zu haben. Vielleicht spielten bei seinen Aktivitäten in Berlin auch päderastisch-sadistisch-voyeuristische Aspekte eine Rolle. --178.5.44.93 22:41, 25. Feb. 2020 (CET)

Versuch eines Rufmords an Helmut Kentler[Quelltext bearbeiten]

Wer Helmut Kentlers wissenschaftlich fundierte psychologische und sozialpädagogische Arbeiten wie eine "Anleitung zum Mißbrauch" liest, muß sich rückfragen lassen, durch welche (Projektions-)Brille er/sie eigentlich liest und welches eigene Interesse damit verbunden ist. Helmut Kentler hat in den 70er und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts versucht, die psychologische und pädagogische Bedeutung kindlicher und jugendlicher Sexualität wissenschaftlich herauszuarbeiten und war für sein außergewöhnlich hohes Engagement für jugendliche Randgruppen, auch innerhalb kirchlicher Jugendarbeit, bekannt und hoch geschätzt, während er mit Kindern nicht gearbeitet hat. Natürlich war er, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, an einer Befreiung des sexualpsychologischen und sozialpädagogischen Denkens und Handelns aus den Zwängen und Vorurteilen eines psychologisch ignoranten, repressiven Erziehungsmusters interessiert. Eine heutige wissenschaftlche und pädagogische Einschätzung seiner damaligen Thesen steht noch aus. Doch stand gerade Kentler in Wort und Tat gegen alle Grenzüberschreitungen gegenüber den Pesönlichkeitsrechten und der Würde von Kindern und Jugendlichen ein. Es ist grober Unfug,ihn als "bekennenden Pädophilen " zu bezeichnen, wofür es in seinen Schriften und Äußerungen keine Anhaltspunkte gibt. Diese willkürliche Behauptung, die auf eine einzelne Person zurückgeht, wird inzwischen nachgesprochen und abgeschrieben, als gäbe es dafür einen Beleg: diese beispiellose Diffamierungskampagne läuft auf einen Rufmord an Helmut Kentler hinaus, die nicht unwidersprochen hingenommen werden darf. In der Absicht, sich scharf abzugrenzen von den sexuellen Übergriffen auf Kinder- und Jugendliche in kirchlichen und bestimmten freien Einrichtungen, die heute in aller Munde sind, übersieht man, dass überall dort ein neuer Nährboden für Übergriffe entsteht, wo man, ignorant gegenüber entwicklungspsychologischen Erkenntnissen und deren offener Diskussion neue Tabus errichtet.--Rüttel --79.239.220.85 14:45, 27. Okt. 2011 (CEST)

Eine päderastisch-sadistische Mißbrauchspersönlichkeit. Words are cheap, people follow like sheep: Was er süllt und was er macht, geben zusammen das Bild. Eine bösartige Mißbrauchspersönlichkeit mit psychopathischer Schläue beim Einwickeln der Naiven und Dummen. Immer zu bedenken: Action speaks louder than words. --178.5.44.93 22:46, 25. Feb. 2020 (CET)

Wikipedia:Neutraler Standpunkt[Quelltext bearbeiten]

Es geht in diesem Artikel und der Diskussion hoch her, ist mein Eindruck. Ich selbst habe diesen Artikel nicht begonnen/verfasst und seinerzeit lediglich versucht, die Standards von Wikipedia auf Ergänzungen anzuwenden, siehe Wikipedia:Neutraler Standpunkt. Dabei werde ich sicherlich auch Unrecht getan haben in einer Verengung. Nun möchte ich helfen, die Kuh vom Eis zu holen. Um einen gesicherten Stand, der möglichst neutral und unumstritten sowie belegt ist, abzubilden, schlage ich vor, den gesamten Abschnitt "Lehre" aus dem Artikel (zunächst) zu entfernen. Der Text, der von Omrac mit welchen hehren Motiven auch immer derzeit eingestellt ist, ist ebensowenig neutral wie er den Wikipedia-Standards entspricht. Hier im Diskussionsbereich könnte in gemeinsamer Arbeit ein Text entstehen, der aus einem neutralen Blick die Lehre zu beschreiben sucht. Angesichts der vorhandenen Kontroversen wäre es dann notwendig, komplette Belegstellen korrekt zu benennen, so dass sie nachprüfbar wären. Ich bitte, diesen Vorschlag zu überdenken, denn ein Wikipedia:Edit-War ist keine anstrebenswerte Verschärfung des Konflikts. Kurze Zustimmungsposts/Antworten der zuletzt an der Diskussion Beteiligten wären hilfreich, um Klarheit über das weitere Vorgehen zu erhalten. --Knase 23:02, 1. Nov. 2011 (CET)

Ich glaube nicht, dass Wikipedia zu neuen Erkenntnissen kommen muss. Es reicht, wenn dargestellt wird, was andere Leute sagen. Wenn Alice Schwarzer sich negativ zu Kentler äußert, muss diese Äußerung hier wiedergegeben werden dürfen (außerdem: Warum hat Kentler nicht dagegen geklagt?). Aber es ist ja nicht nur Alice Schwarzer, sondern im Buch "Die missbrauchte Republik. Aufklärung über die Aufklärer" findet sich weiteres Material mit einschlägigen Zitaten aus Kentlers Büchern. Dort zitiert man aus Kentlers Buch "Eltern lernen Sexualerziehung": Wenn sich Erwachsene an Kinder heranmachen, sollen sich nach Kentler die Eltern keine Sorgen machen: "Am verkehrtesten wäre es jetzt, wenn die Eltern die Nerven verlieren, in Panik geraten und gleich zur Polizei laufen würden." (S. 103) Denn vielleicht, so Kentler, "war der Erwachsene rücksichtsvoll und zärtlich, dann hat unser Kind womöglich die sexuellen Berührungen mit ihm genossen." (S. 104) Das ist die klassische Argumentationsweise von Pädophilen: Dem Kind macht es doch Spaß! Deshalb plädiere ich dafür, den Vorwurf wieder mit aufzunehmen und die Versuche von den Kentler-Sympathisanten (die sich damit der Verharmlosung des sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig machen), diese Wahrheit unter den Teppich zu kehren, eine Absage zu erteilen.-- 77.12.38.100 14:51, 29. Nov. 2011 (CET)

Was Frau Schwarzer für Gerüchte in die Welt setzt ist und bleibt für uns irrelevant. Was Du für Interpretationen anstellst ist leider nicht minder irrelevant. Grüße --Kero 14:54, 29. Nov. 2011 (CET)

Das verstehe ich nicht. Ich habe doch Belege gebracht. Wenn Du Interesse an einer sachlichen Diskussion hättest, müsstest Du die Behauptungen widerlegen, am besten mit nachprüfbaren Zitaten.-- 77.12.38.100 15:30, 29. Nov. 2011 (CET)

Nö, muss ich nicht widerlegen, weil ich nicht anzweifle, dass irgendjemand das behauptet. Ich sage nur, dass nach den Regeln der Wikipedia solche Behauptungen, Gerüchte und Unterstellungen nicht relevant sind und damit nichts im Artikel zu suchen haben. Du müsstest also nachweisen, dass sie aus irgendeinem mit den WP-Regeln konformen Grund doch relevant sind. Beispiel: Sido behauptet in irgendeiner österreischischen Sendung, dass die Österreicher Hitler nach Deutschland geschickt hätten. Diesen Vorwurf jetzt in den Artikel Österreich einzubauen, wäre doch etwas abstrus. Behauptungen die dazu geeignet sind, die Ehre eines Menschen zu verletzen, müssen schon sehr gut begründet werden. Grüße --Kero 15:47, 29. Nov. 2011 (CET)

Der Vergleich hinkt. Die Quellen sind seriös (Schwarzer, das Buch "Die missbrauchte Republik", außerdem Kentler selbst). Was behauptet wird, ist relevant, weil es Kentler immerhin zu einem Wikipedia-Eintrag gebracht hat. Du willst diese sehr sachlichen und nicht widerlegten Aussagen aus persönlichen Gründen nicht erwähnt wissen! -- 77.12.38.100 20:08, 29. Nov. 2011 (CET)

Alice Schwarzer ist hier mit Äußerungen schon relevant. Alkim Ertegün (Diskussion) 11:42, 6. Mär. 2014 (CET)

Helmut Kentler,ein engagierter christlicher Sexualethiker[Quelltext bearbeiten]

79.239.239.16 11:47, 8. Nov. 2011 (CET)

" Helmut Kentler war mein hochgeschätzter Lehrer und Freund, ich habe viel von ihm gelernt.Wir haben gemeinsam für eine humane christliche Sozialethik und Sexualethik gekämpft, er als Pädagoge, ich als Pfarrer. Helmut Kentler hat sich immer gegen Mißbrauch und Mißhandlung von Kindern und Jugendlichen ausgesprochen, ihn jetzt als pädophil zu denunzieren ist eine Ungeheuerlichkeit und eine große Ungerechtigkeit. Helmut Kentler war ein engagierter Psychologe und Pädagoge und außerdem ein wunderbarer Mensch. Ich bin sehr froh, ihn gekannt zu haben. Hans-Georg Wiedemann."

Dieser Beitrag wurde im Auftrag von Wiedemann von mir eingegeben.--Rüttel 79.239.237.86 (Diskussion) 19:32, 4. Nov. 2011 (CET)

Wenn du hier schon einen Bekannten Helmut Kentlers zitierst, solltest du vielleicht auch irgendwie belegen können, dass diese Worte wirklich von ihm stammen und nicht nur ausgedacht sind, um deinen Standpunkt zu unterstützen. Vielleicht sollte man Herrn Wiedemann eine E-Mail schicken und ihn um eine Bestätigung bitten, am besten mit dem Open Ticket Request System. -- ISFP 01:31, 10. Nov. 2011 (CET)

Herr Wiedemann, der sich mit aktiven Beiträgen zu Wikipedia nicht auskennt, hat mich per Email gebeten,ihn hier namentlich zu zitieren und einzubringen. Gerne bitte ich ihn um eine weitere Bestätigung nach dem oben genannten System. Auch mir liegt sehr daran, dass die Beiträge zur Diskussion transparent sind und von den Unterzeichneten verantwortetet werden, in dem Fall von mir. Danke für den Hinweis.--Rüttel (nicht signierter Beitrag von 79.239.183.94 (Diskussion) 16:20, 10. Nov. 2011 (CET))

Die Mühe der Verifizierung kann man sich aber auch sparen. Subjektive Einschätzungen von Freunden haben im Artikel sowieso nichts zu suchen. Grüße --Kero 16:23, 10. Nov. 2011 (CET)
Naja, ich denke, dass das hier immer mehr zu einem Diskussionsforum verkommt mit der Frage "War Kentler ein Pädophiler oder nicht?" und dass Rüttel jetzt zahlreiche Argumente gegen eine Pädophilie anbringen will. Die Faktenlage lässt für mich bisher auch keine Pädophilie erkennen. Bisher lässt sich nur erkennen, dass Kentler Pädophilie sehr unkritisch betrachtet hat. Das kann aber auch daran gelegen haben, dass vielleicht einer seiner Freunde pädophil war oder er einfach von der positiven Wirkung jeglicher Sexualität nach seiner Definition überzeugt war. Allerdings ist das hier ja keine Abstimmung nach dem Motto "Wer die meisten Argumente hat, setzt sich durch." Wer reputable Belege bringen kann, setzt sich durch. Und wie von Kero bereits erwähnt, ist sowas kein reputabler Beleg. -- ISFP 17:24, 10. Nov. 2011 (CET)
Andererseits gilt: Wenn man nicht zweifelsfrei belegen kann, dass Kentler pädaphil war, hat eine entsprechende Behauptung hier nichts zu suchen. Gerade wenn es um den Ruf eines Menschen, Wissenschaftlers usw. geht.--sauerteig 15:54, 16. Nov. 2011 (CET)
Welcher "Wissenschaftler"? Kentler war in erster Linie Teil eines Pädosexuellen-Netzwerkes. Was er gelabert und geschrieben hat, darauf fallen nur die Naiven rein. --178.5.44.93 22:52, 25. Feb. 2020 (CET)

Ist das Buch "Die missbrauchte Republik" ein reputabler Beleg? Wenn nicht, warum? -- 77.12.45.38 10:10, 30. Nov. 2011 (CET)

Wenn Kentler ein "engagierter christlicher Sexualethiker" gewesen sein soll, aber seinen homosexuellen Kumpels in Berlin Kinder und Jugendlichen zwecks sexuellem Missbrauch und Ausbeutung zugeführt hat, dann haben Kentler-Fans eine enorm schiefe Wicklung. --178.5.44.93 22:50, 25. Feb. 2020 (CET)

Änderungen[Quelltext bearbeiten]

Die Diskussion, um seine angebliche Sexualität gehört nicht in den Artikel. Er ist nicht verurteilt worden und es ist keine weitreichende mediale Diskussion dargestellt. Das die Emma irgendwelche Gerüchte streut reicht da noch lange nicht. Ich bitte von solchen Diskussionen und gegenseitigem argumentiere im Artikelnamensraum zukünftig abzusehen. Sollte jemand anderer Meinung sein, kann er sie bitte hier auf der Disk darlegen. Grüße --Kero 13:15, 12. Nov. 2011 (CET)

Das gilt meiner Meinung nach auch für "Einschätzungen" von Prominenten. Endress hat das nett formuliert und von "pädosexuellen Positionen" gesprochen. Einziger Inhalt bleibt aber: Der war ein Pädo. Solche Behauptungen und Unterstellungen sind von der übelsten Sorte und haben hier nichts verloren. Wer solche Behauptungen tätigt ist für uns vollkommen egal, solange die Person sie nicht beweisen kann. Grüße --Kero 13:35, 15. Nov. 2011 (CET)

Kentlers Haltung zur Pädophilie[Quelltext bearbeiten]

Kentler ist nie verurteilt oder auch nur angeklagt worden und hat sich nie zu pädophilen Aktivitäten "bekannt", wie einige Kritiker (v.a. Alice Schwarzer) suggerieren. Er hat in seinen Veröffentlichungen jedoch ausführlich und über viele Jahre hinweg zu diesem Themenkreis Stellung genommen und dabei Wertungen vorgenommen, die aus heutiger Sicht unhaltbar erscheinen. Um eine nüchterne und objektive Diskussion dieses sensiblen Themas zu erleichtern, habe ich einige dieser Äußerungen mit genauen Belegen in den Artikel eingearbeitet.--DownUnder36 (Diskussion) 10:33, 12. Mär. 2013 (CET)

Es reicht ja wohl wenn man wie Kentler jahrelang pädophile Verbrechen verharmlost und rechtfertigt. Alkim Ertegün (Diskussion) 11:41, 6. Mär. 2014 (CET)
"Verbrechen", die seit 1994 selbst für gleichgeschlechtliche Taten sowieso nicht mehr strafbar sind. Das Problem bei Kentler ist, daß er durchgängig von Pädophilie gesprochen hat, wenn er Ephebophilie gemeint hat, und nachträglich ein oder zwei Fälle von Jüngeren erwähnt hat, die er vom Hörensagen kannte, die er aber nicht selber begutachtet hat. Von daher mußt du auch erstmal überhaupt die Gesetze ändern, um Kentler auch nur die: "Verharmlosung und Rechtfertigung" irgendwelcher: "Verbrechen" unterschieben zu können. --2003:71:4E16:4B56:95D7:6F91:A4E9:6283 19:57, 3. Jan. 2018 (CET)
Das sind Verdrehungen und vorgeschobene Entschuldigungen. Es geht um den sexuellen und emotionalen Missbrauch von Minderjährigen, so wie ihn viele aus Kentlers Clique und besonders seine Symbionten in Berlin geliebt haben. --178.5.44.93 22:54, 25. Feb. 2020 (CET)
Ach, die Tatsache, daß wir hier von völlig legalen Sachen reden, ist eine: "Entschuldigung"? Mir scheint, du hast nichtmal begriffen, worum es überhaupt geht, bloß weil Kentler dafür völlig unpassende Wörter benutzt hat. --2003:DA:CF17:8200:456B:96E1:5141:D884 16:59, 15. Jun. 2020 (CEST)

Adam Soboczynski in DIE ZEIT[Quelltext bearbeiten]

Die Zeit setzte sich im Oktober 2013 kritisch mit dem „pädophiliefreundlich gesinnten Wissenschaftler“ Kentler auseinander, dem auch sie Ende der 1960er Jahre Veröffentlichungsmöglichkeiten geboten hatte, und erklärte den eigenen Mangel an Sensibilität mit der von Kentler behaupteten Verbindung von Antifaschismus und sexueller Befreiung. (Adam Soboczynski: Pädophiler Antifaschismus. In: Die Zeit vom 18. Oktober 2013, http://www.zeit.de/2013/42/paedophiler-antifaschismus-kindesmissbrauch)

Die Erwähnung und Verlinkung des Artikels von Adam Soboczynski wäre hier nur lexikalisch relevant, wenn er Kentlers Texte tiefergehend analysieren und beurteilen würde. Das macht Soboczynski aber nicht. Weil es ihm gar nicht spezifisch um Kentler geht. Sondern ihm geht es allgemein um Theorien der sexuellen Befreiung, der Haltung zur Pädophilie im 68er linken und linksliberalen Milieu. Der Artikel Soboczynskis gibt daher bezüglich Kentler zu wenig her, um hier einer Erwähnung wert zu sein.

Falls keine ernsthaften Einwände erfolgen, würde ich den Passus entfernen.--Grouchomax (Diskussion) 15:30, 13. Okt. 2013 (CEST)

Dass Kentler das, was er als sexuelle Befreiung bezeichnete, mit Antifaschismus verknüpfte, kommt sonst nirgends im Artikel vor. Man könnte das auch noch ausbauen, zB dadurch, dass Kentler in der Zeit 1969 Sexualerziehung als politische Bildung bezeichnet hat, oder mit seiner Rezeption Wilhelm Reichs. --Φ (Diskussion) 17:37, 13. Okt. 2013 (CEST)
Phi, das ist eine gute Idee. Es als Anregung zu nehmen, Kentler in der Frage aufzuarbeiten, inwiefern er eine Verbindung von Antifaschismus, sexueller Befreiung und politischer Bildung sah. Welchen Stellung das bei ihm einnahm. Allerdings sollte dies aus den Originaltexten herausgearbeitet werden.
Soboczynski ist insofern jedoch zu dürftig. Ihm scheint es nur darum zu gehen, die "ZEIT-Geschichte" zu bewältigen: "U.a. Kentler hat gesagt, sexuelle Befreiung, inklusive Pädophilie sei gelebter Antifaschismus. Und da verbot sich damals jeder Einwand." Sagt eigentlich nur etwas über Bewältigungsstrategien, nicht aber wesentliches über Kentler. Deshalb habe ich die hier fragliche Passage entfernt. (nicht signierter Beitrag von Grouchomax (Diskussion | Beiträge) 02:52, 17. Okt. 2013 (CEST))
Es sagt, dass Kentler diesen Zusammenhang herbeikonstruierte, und dass sich die ZEIT heute von ihm distanziert. Was soll daran dürftig sein? Es ist immerhin mehr, als vorher drinstand, oder? Insofern verstehe ich nicht, wie eine Löschung belegter Inhalte eine Verbesserung des Artiekls darstellen soll. Ich habe die Angaben daher wieder eingesetzt, du darfst sie gerne ergänzen. Nach WP:Q sollen Artikel aber nicht auf Primärquellen beruhen, sondern auf Sekundärliteratur. --Φ (Diskussion) 16:11, 17. Okt. 2013 (CEST)

Kritik von Georg Diez an Adam Soboczynski, Überarbeitung v. 23. MÄRZ 2014[Quelltext bearbeiten]

Hallo Phi, vielen Dank nochmals für deine Bemühungen. Allerdings haben mich deine Begründungen für die Rücksetzung nur teilweise überzeugt. Deshalb hier:

Ich: >>Adam Soboczynski befasste sich im Oktober 2013 in Die Zeit kritisch mit Kentler<<
Du: >> In der Die Zeit setzte sich im Oktober 2013 Adam Soboczynski kritisch mit Kentler auseinander.<<
Das, finde ich, ist genau die Frage. Dietz, und so auch viele Leserkommentare in Die Zeit, sehen in dem Artikel weniger eine Auseinandersetzung mit Kentler, sondern eher eine pauschalisierende Abrechnung mit den Sexualtheorien der 68er. Was ja auch als Stichwort über der Überschrift stand. Kentler wird dabei als „Aufhänger“ genommen, gerade mal ein Drittel des Artikel geht über ihn. Deswegen von mir das neutralere „befasste sich kritisch“:

Ich: >> erklärte Soboczynski mit einem Mangel an Sensibilität<<
Du: >> erklärte Soboczynski mit Mangel an Sensibilität<<
Ich finde schon, dass vor „Mangel“ ein Artikel stehen muss.

Ich: >> der auf der von Kentler behaupteten Verbindung von Antifaschismus und sexueller Befreiung beruhe<<
Du: >> der auf der Verbindung von Antifaschismus und sexueller Befreiung beruhe, wie Kentler sie in Anlehnung an Wilhelm Reich behauptet hatte.<<
So nicht richtig. Mag sein, dass Kentler sich auf Wilhelm Reich gestützt hat, wahrscheinlich ist dem sogar so. Steht allerdings so nicht bei Soboczynski. Sondern lediglich: „Kentlers Position war bald Mainstream: Die sexuelle Befreiung galt als antifaschistisches Projekt. Man(!) konnte sich auf Wilhelm Reich berufen und mit freier Liebe“
Mit dem „behauptet“ war ich von vornherein nicht glücklich. In Theorien wird nicht behauptet, sondern „hergeleitet, abgeleitet, geschlussfolgert“. Ich würde daher die Formulierung „der auf der von Kentler gedachten Verbindung von“ bevorzugen.<

Ich: Georg Diez ging mit diesem Artikel scharf ins Gericht: Soboczynski habe Kentler weder ernst genommen noch wirklich analysiert. Sein Text stehe in der Reihe besessener, wirrer Abrechnungen<<
Du: >> Georg Diez kritisierte diesen Text auf Spiegel online:Soboczynski habe Kentler weder ernst genommen noch wirklich analysiert. Sein Text stehe in der Reihe besessener, wirrer Abrechnungen <<
„ kritisiert“ taucht hier ständig auf. Zudem „verreißt“ Dietz eher Soboczynski. Daher meine alternative Formulierung – Geschmackssache.
Dass Dietz auf Spiegel online geschrieben hat, ist nur bei der Benennung der Fundstelle interessant, muss daher nicht in den Fließtext.
„Text“ wird bei dir in kurzer Folge wiederholt. Daher bei mir „Artikel“, „Text“.

All das ist allerdings für mich nicht so wichtig, so dass ich mich auf die eine kleine Fehlerkorrektur beschränkt habe. Deinen Hinweis auf die Verwendung von Kursiv werde ich künftig mehr berücksichtigen, ansonsten nochmals vielen Dank.--Grouchomax (Diskussion) 02:24, 24. Mär. 2014 (CET)

Immer gerne. Das meiste ist in der Tat Geschmacksache. Dass der eine Text in der Printausgabe erschien, der andere eine Online-Kolumne ist, zeigt die unterschiedliche Dignität beider Texte. Und Wilhelm Reich wird von Soboczynski durchaus genannt, da hast du dich geirrt: Mit dem man ist Kentler doch mitgemeint. Freundliche Grüße, --Φ (Diskussion) 09:06, 24. Mär. 2014 (CET)
Ja gut, alles Unfug, siehe https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/01/berlin-klage-kentler-experiment.html Kentler war mit Personen der Berliner SPD in Kooperation, um Berliner homosexuellen Päderasten Minderjährige für den sexuellen Missbrauch zur Verfügung zu stellen. --178.5.44.93 22:56, 25. Feb. 2020 (CET)

"im Einklang mit dem Forschungsstand"[Quelltext bearbeiten]

Der Satz, in dem diese Floskel steht, beschreibt natürlich auch den aktuellen Stand sexualwissenschaftichen Wissens. Die Floskel rechtfertigt aber auch das, was im folgenden Satz steht, nämlich dass Pädosexualität kein Missbrauch sein müsse. Daher empfehle ich, das Adjektiv damalig in die Floskel wieder einzufügen. --Φ (Diskussion) 10:02, 6. Mär. 2014 (CET)

Ich denke das Problem ist nicht der Forschungsstand in Bezug auf kindliche Sexualität, sondern das was da als Sexualität gedacht wird. Das Kinder sexuelle Bedürfnisse haben, die sie sich möglichst erfüllen ist seit Freud Forschungsstand und ist auch heute im Wesentlichen unbestritten. Der Knackpunkt ist die Vorstellung, das Kinder, auch vorpubatäre, Sexualität im Sinne einer Erwachsenensexualität besitzen und diese mit Erwachsenen geteilt/ausgelebt oder was auch immer könnten/sollen/dürfen. Da gibt es sowohl einen Bruch in der Forschung, als auch gesamtgesellschaftlich seit den 70ern. Eine Idee wie das reinzubekommen ist?--Elektrofisch (Diskussion) 10:19, 6. Mär. 2014 (CET)
Da der Abschnitt ohnehin nur mit Kentlers eigenem Schrifttum belegt ist, hab ich die Angabe zum Forschungsstand ganz rausgenommen. --Φ (Diskussion) 10:45, 6. Mär. 2014 (CET)
Und das war ein Gewinn an Klarheit.--Elektrofisch (Diskussion) 10:54, 6. Mär. 2014 (CET)
Hier ist noch mehr zu SPD, Kentler und pädosexuellem Missbrauch https://www.berlin.de/sen/bjf/service/presse/pressearchiv-2019/pressemitteilung.866439.php https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/3880952-958092-duldung-von-kindesmissbrauch-erreicht-se.html --178.5.44.93 23:10, 25. Feb. 2020 (CET)

Rezeption[Quelltext bearbeiten]

Die Rezeption ist einseitig und zeitlich grottenschlecht gewichtet bzw. müsste deutlich chronologisch gegliedert werden. Mir scheint die Pädophilie-Debatte (Bündnis 90/Die Grünen) als auch die anderen die Skandale um Pädophile Lehrer (kath. Kirche, Odenwaldschule) stellen einen zeitlichen Schnitt der öffentlichen und fachwissenschaftlichen Rezeption dar. Eine Rezeption vor diesen Ereignissen ist im Artikel nicht wahrnehmbar, die Nachrufe zählen da nicht. Auch wenn der Artikel Kritik an dieser Verurteilung der Positionen Kentlers enthällt, ist dieses sicher vom Umfang her unangemessen gegenüber der Person. Im Grunde wäre der Abschnitt daher zu löschen.--Elektrofisch (Diskussion) 12:48, 24. Mär. 2014 (CET)

Eine Löschung wäre ein Verstoß gegen WP:NPOV. Positionen relevanter Stimmen müssen im Artikel dargestellt werden. --Φ (Diskussion) 13:11, 24. Mär. 2014 (CET)
Die derzeitige Darstellung ist wie ich darlegte ein Verstoß gegen NPOV, die Überschrift damit eine Mogelpackung. Über die Relevanz der Stimmen könnte man trefflich streiten.--Elektrofisch (Diskussion) 13:17, 24. Mär. 2014 (CET)
Nanu? Oben kritisierst du die Überschrift, jetzt verstößt der ganze Abschnitt gegen WP:NPOV? Das verstehe ich nicht.
Dass die Debatten um Kindesmissbrauch in katholischen und reformpädagogischen Einrichtungen sowie um die Diskussion bei den Grünen irgendetwas mit Kentlers Rezeption zu tun hätten, mag ja wohl sein, ich habe aber nirgends einen Beleg dafür gefunden. Hast du einen oder war das nur deine Theoriefindung? Frdl. Grüße, --Φ (Diskussion) 19:48, 24. Mär. 2014 (CET)
Der Artikel hier dient doch nur der Hetze und Verunglimpfung grüner Politik und ihrer Vertreter. Ein offensichtliches Diffamierungsunterfangen von konservativer und rechtspopulistischer Seite. Es werden uralte Pädo-Themen aus den 1970er-Jahren künstlich hochgekocht um den Grünen politisch zu schaden. Tobo24 (Diskussion) 11:00, 2. Apr. 2014 (CEST)
Wieso 70er? Das "Experiment" lief bis 2003... https://www.tagesspiegel.de/berlin/ermittlungen-zu-kentler-experiment-eingestellt-paedophilen-skandal-in-berlin-weiterhin-ungeklaert/24981076.html --91.6.31.7 13:59, 6. Mär. 2020 (CET)
Es gab in den 70ern ein: "Experiment", dessen untersuchte Sexualhandlungen seit 1994 (Abschaffung des Schwulenparagraphen 175) und bis heute völlig legal sind, auch wenn Kentler in den 70ern dafür irrtümlich falsche Terminologie benutzt hat, von der er sich nach den 70ern ausdrücklich distanziert hat. Was damit (auch vom TAGESSPIEGEL) ständig durcheinandergeworfen wird, ist ein Jahrzehnte später erfolgter Betrugsfall mit Taten und Altersstufen, die Kentler trotz irriger Terminologie in den 70ern niemals untersucht, verteidigt oder nur im entferntesten gutgeheißen hat, wo Kentler zum Betrugsopfer wurde. --2003:DA:CF17:8200:456B:96E1:5141:D884 17:39, 15. Jun. 2020 (CEST)
Das „Experiment“ war und ist nicht legal. §174 StGB verbietet nämlich den sexuellen Verkehr mit Personen, die man erzieht (und in dem Fall ist es sogar egal, wie alt der Jugendliche genau war). --DaB. (Diskussion) 02:22, 18. Jun. 2020 (CEST)
Von wegen! Du schreibst Unfug, siehe: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/01/berlin-klage-kentler-experiment.html https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-paedophile-pflegeeltern-kentler-experiment-missbrauch-li.4486 https://www.tagesspiegel.de/berlin/paedophiles-experiment-kentler-opfer-wollen-land-verklagen/25392708.html https://taz.de/Neues-im-Fall-Kentler/!5638757/ usw. --178.5.44.93 23:01, 25. Feb. 2020 (CET)
S. weiter unten dazu, was die Boulevardblättchen RBB24, BZ und TAGESSPIEGEL für einen Unfug schreiben. --2003:DA:CF17:8200:456B:96E1:5141:D884 17:35, 15. Jun. 2020 (CEST)

Aktueller Artikel in der FAS[Quelltext bearbeiten]

Regine Pfeiffer: Wie ein Sexualforscher beweisen wollte, dass Kinder von Päderasten profitieren. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 4. Oktober 2015, S. 4.

In Berlin sollten Stricher von vorbestraften Pädophilen „resozialisiert“ werden. Das ist lange her. Doch damals entstand ein Gutachten, das bis heute wirkt – und die Grenzen wissenschaftlichen Anstands sprengt.

Bisher ist der Artikel nicht auf faz.net erschienen. Über Blendle kann man ihn online erwerben.[1]. --KurtR (Diskussion) 21:59, 5. Okt. 2015 (CEST)

Aktueller FAZ-Artikel zum Thema: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-kentler-fall-kindesmissbrauch-in-staatlicher-verantwortung-16817974.html (nicht signierter Beitrag von 78.55.3.14 (Diskussion) 14:37, 17. Jun. 2020 (CEST))

Defekter Weblink[Quelltext bearbeiten]

GiftBot (Diskussion) 20:29, 22. Jan. 2016 (CET)

Tätigkeit als Gutachter[Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt Tätigkeit als Gerichtsgutachter vermengt unzulässig die Themen Pädophilie und Kentlers gutachterliche Tätigkeit bei Inzestfällen miteinander. Wie man schon allein am Titel des unveröffentlichten Manuskripts sehen kann, konnte in den Gerichtsverfahren zum Bereich Inzest, an denen Kentler mitgewirkt hatte, nachgewiesen werden, daß garkeine sexuellen Handlungen vorgelegen hatten; indem aber ständig Kentlers mit Inzest garnicht in Verbindung stehenden Aussagen zur Pädophilie wild dazwischengeworfen werden, wird vehement suggeriert, Kentler hätte als Gutachter ständig dafür gesorgt, daß tatsächlich vorgefallene Inzesttaten durch angebliche Pädophile nicht verfolgt worden wären, ja, nicht einmal dann, wenn sexuelle Handlungen gerichtlich festgestellt und als existent anerkannt worden wären. Ähnlich sieht es auch in weiter oben stehenden Abschnitten aus, wo Kentler eine nichtrepressive, nicht strafende bzw. entspannte Haltung der Eltern gegenüber spontanen (meist außerfamiliären bzw. autoerotischen), nicht gewaltttäigen Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen anmahnt, was durch ständiges Durcheinanderwerfen mit Kentlers Haltung zur Pädophilie auch dort andauernd suggestiv mit Inzest gleichgesetzt wird und diese umgekehrt mit Pädophilie.

Hinzukommt, daß sich die Modellstudie des Berliner Senats aufgrund des Alters der beteiligten Personen erst recht nicht zur reißerischen Assoziation mit Pädophilie eignet; daß Kentler selber fälschlich von Pädophilie sprach, wo es eigentlich um Ephebophilie ging, ändert nichts daran, daß er hier gerade aus ethischen Erwägungen heraus bewußt nur eine entsprechende Studie mit Adoleszenten im Alter von 15 bis 17 konzipierte, deren Fälle damals (ähnlich wie bei den 17-19jährigen im Falle der Odenwaldschule von 1969-1985 unter Helmut Becker, die damals entsprechend eine reine gymnasiale Oberstufe war) sämtlich unter den berüchtigten Schwulenparagraphen 175 fielen; von den wenigen jüngeren Fällen hat er erst im Nachhinein vom Hörensagen erfahren und diese ausdrücklich als reines Gerücht nachträglich in die Studie mit aufgenommen. --79.242.203.134 09:58, 20. Okt. 2017 (CEST)

Vollkommen falsch: Es ging darum, Minderjährige sexuell zu missbrauchen. Siehe dazu: http://www.demokratie-goettingen.de/forschung/projekte/berliner-senatsverwaltung-paedosexualitaet https://www.tagesspiegel.de/wissen/neues-gutachten-zu-sexualforscher-warum-die-uni-hannover-helmut-kentler-gewaehren-liess/24904536.html https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/3880952-958092-duldung-von-kindesmissbrauch-erreicht-se.html usw. --178.5.44.93 23:09, 25. Feb. 2020 (CET)
Bei den Links sehe ich eine Menge Fragen voller Ahnungslosigkeit, eine sehr, sagen wir mal gutmütig: eigenwillige und gewollte Lesung seiner Doktorarbeit bzw. der von ihm benutzten historischen Quellen durch Nentwig (wo es aufgrund des ganzen Denunziationsgeraunes schon völlig egal ist bzw. stillschweigend bösartig unterstellt wird, wie Kentler mit seinen Quellen umgegangen und welche Funktionen die Zitate in seiner Doktorarbeit überhaupt hatten), und daß sich Nentwig darüber aufregt, daß Kentler Sachen untersucht hat, die heute völlig legal sind, es in den 70ern aber aufgrund des Schwulenparagraphen 175 noch nicht waren. Ganz allein dadurch, daß man ständig marktschreierisch und hochmanipulatorisch mit völlig vagen Begriffen wie: "Kinder" und: "Minderjährige" um sich wirft, ändert man trotzdem nichts daran, daß seit der Abschaffung des Schwulenparagraphen 175 im Jahre 1994 sämtliche von Kentler in der Senatsstudie selber untersuchten und von ihm verteidigten Handlungen bis heute völlig legal sind, weil es eben mitnichten um solche Taten oder Altersstufen geht, von denen so mancher gerne hätte, daß es darum ginge.
Hinzukommt, daß Kentlers Studie aus den 70ern ständig absichtlich mit einem Jahrzehnte später erfolgenden Betrugsfall durcheinandergebracht wird (man kann hier die nahezu krimninell boshafte Absicht, die nicht nur der TAGESSPIEGEL da betreibt, fast schon aus jeder einzelnen verlogenen Zeile tropfen sehen), wo (nicht nur) Kentler zumindest Opfer wenn nicht der ihm völlig unbekannten Sexualstraftaten, so doch Betrugsopfer in einem Fall und zu einer Zeit war, als er längst keine derart mißverständliche Terminologie wie noch in den 70ern benutzt hat, von der er sich in der Zeit nach den 70ern ausdrücklich distanziert hat und die es unbelehrbaren Leuten wie Nentwig nachwievor möglich macht, ihn zu Unrecht als angeblichen Pädopapst hinzustellen, während er zu jeder Zeit ausschließlich Sachen selber untersucht und verteidigt hat, die heute völlig legal sind. Und daß die von Kentler in den 70ern untersuchten Handlungen seit 1994 völlig legal sind, liegt bestimmt nicht an irgendeiner angeblichen pädophilen Weltverschwörung, die Netwig aber wittert, wenn sie raunt, daß: "die Bedeutung der Kritik an Kentler aus systemischen Gründen nicht begriffen/ernstgenommen worden" wäre und sich die Uni nicht: "mit der Gegenposition" (die bis heute von völlig falschen Voraussetzungen bei der Senatsstudie ausgeht) "auseinandergesetzt" hätte.
Daß er diese Sachen, die heute völlig legal sind, in den 70ern mit einem falschen Ausdruck bezeichnet hat, hat er selber später zugegeben. Trotz seiner mißverständlichen Terminologie in den 70ern hat er niemals derartige Fälle mit einer solchen Sachlage wie bei dem Jahrzehnte nach seiner Berliner Studie abgelaufenen Fall als Sexualfälle untersucht oder gutgeheißen, auch wenn das unbelehrbare Leute und solche, die gerne gewisse, sehr transparente politische Machtspielchen betreiben, gerne anders hätten und sich dabei ganz allein auf eine irrige Terminologie berufen können, die Kentler längst selbst widerrufen hat. Obwohl Nentwig selber, wie man dem TAGESSPIEGEL entnehmen kann (so man denn des Lesens mächtig ist), zumindest indirekt zähneknirschend zugeben muß ("das [Straf-]Recht auf [Kentlers] Seite"), daß Kentler zu keinem Zeitpunkt im Rahmen seiner Sensatsstudie jemals irgendwelche Taten selber untersucht oder gerechtfertigt hätte, die nach 1994 noch irgendwie strafbar gewesen wären und es auch heute nicht sind. --2003:DA:CF17:8200:456B:96E1:5141:D884 17:26, 15. Jun. 2020 (CEST)
Ohne mich so zu ereifern wie der Vorredner: das nun vorliegende (finale?) Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen zum sog. „Kentler-Experiment“ (Baader/Oppermann/Schröder/Schröer 2020) ist jedenfalls sehr mager und liefert nicht einmal einen Beleg, dass das von Kentler beschriebene „Experiment“ überhaupt stattgefunden hat, geschweige denn sinnvolles zur Einordnung. Man hat drei Betroffene gefunden, von denen einer gar nichts mit Kentler oder Berlin zu tun hatte und die anderen beiden 20 Jahre nach dem angeblichen „Experiment“ in einer Pflegestelle untergebracht waren, wo der Kentler-Bezug durch ein paar Gefälligkeitsgutachten hergestellt wird. Auf bewusste Unterbringung von Jugendlichen bei pädo- oder sonstwie-philen Pflegevätern deutet also offenbar weder in den Akten noch in Zeitzeugenberichten irgendetwas hin, bis auf eben Kentlers eigene Angaben. PDD 16:36, 16. Jun. 2020 (CEST)

Ansätze der Aufarbeitung der Uni Hannover[Quelltext bearbeiten]

https://www.uni-hannover.de/fileadmin/luh/content/webredaktion/universitaet/geschichte/helmut_kentler_und_die_universitaet_hannover.pdf

Halte das für eine wichtige Quelle, dachte dass könnte hier evtl. noch gebraucht werden. --77.0.30.173 01:42, 18. Jun. 2020 (CEST)

Kategorie:Person der Pädophilenbewegung[Quelltext bearbeiten]

Die Kategorie hatte ich, wiederholt, aus dem Artikel rausgenommen, da per Kategorienbeschreibung dort explizit nur Personen aufgenommen werden sollen, die sich in der Pädophilenbewegung engagieren oder engagiert haben. Zur Klarstellung steht da noch: Die Kategorie dient nicht der Auflistung sämtlicher pädophiler, pädosexueller oder wegen sexueller Handlungen an Kindern verurteilter Personen. Die Kategorieentfernung wurde von Benutzer:Tohma zurückgesetzt mit der Begründung Rev, siehe Text. Ich sehe im Text einen (fachlich möglicherweise verirrten) Sexuualwissenschaftler, aber keine Person der Pädophilenbewegung. Daher halte ich die Kategorie für unpassend. --Salomis 00:27, 14. Okt. 2020 (CEST)

Dass Kentler pädophil, pädosexuell oder wegen sexueller Handlungen mit Kindern verurteilt gewesen sei, davon ist nichts bekannt. Das wäre also kein Grund, den Artikel aus der Kategorie zu entfernen. In welchem Umfang er in der politischen Pädophilenbewegung engagiert war, weiss ich nicht genau. Fest steht aber, dass er sich durch seine sexualwissenschaftlichen Forschungen und Publikationen für den Abbau der gesellschaftlichen Diskriminierung Pädophiler einsetzte, was auch das Ziel der Pädophilenbewegung war. Er gehörte auch zeitweilig dem Kuratorium der Deutschen Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie an (Pädophilie-Debatte – Irrwege des Liberalismus. Spiegel Politik, 28. August 2013). Ich halte es für vertretbar, Kentler in die Kategorie einzuordnen. --BurghardRichter (Diskussion) 01:28, 14. Okt. 2020 (CEST)
Ich gehe mit, dass er sich durch seine sexualwissenschaftlichen Forschungen und Publikationen für den Abbau der gesellschaftlichen Diskriminierung Pädophiler einsetzte, was auch das Ziel der Pädophilenbewegung war. Er hatte als Sexualwissenschaftler seiner Zeit aus heutigem Forschungssstand untragbare Positionen vertreten, aber in der Pädophilenbewegung war er meines Wissens nach nie aktiv. Er war wohl Kuratoriumsmitglied in der Deutschen Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie, wenn auch als Pädophilie-Theoretiker, nicht als Aktivist. Wenn das entsprechend im Artikel dargestellt würde, hätte ich auch weniger ein Problem mit der Kategorie. Derzeit gibt der Artikel die Kategorie jedenfalls nicht her. --Salomis 01:57, 14. Okt. 2020 (CEST)
Okay, ein Aktivist der Pädophilenbewegung war Kentler sicher nicht, wenngleich er natürlich deren Interessen förderte. Wenn die Kategorie:Person der Pädophilenbewegung so zu verstehen ist, dass ihr nur Aktivisten angehören sollen, gehört er dort nicht hinein. --BurghardRichter (Diskussion) 02:41, 14. Okt. 2020 (CEST)
So ist es, der Kategorienbeschreibung nach gehört er da einfach nicht hin. Da sollen nur Personen stehen, die sich in der Pädophilenbewegung engagieren oder engagiert haben. Da gehört Kentler sicher nicht dazu. Eine Kategorie:Sexualwissenschaftler, die überholte Theorien zu pädosexuellen Kontakten vertreten haben haben wir zurecht nicht. Ich nehme die Kategorie jetzt nochmal raus. --Salomis 03:07, 14. Okt. 2020 (CEST)
Ob Theorien, die heute in Frage gestellt werden, deswegen auch überholt sein müssen, würde ich mal dahingestellt sein lassen. --BurghardRichter (Diskussion) 13:24, 14. Okt. 2020 (CEST)
Die Definition der Kategorie ist einfach nicht ausreichend. Aktuell müsste z. B. entweder Rüdiger Lautmann entfernt oder Joachim S. Hohmann hinzugefügt werden. --Koschi73 (Diskussion) 14:57, 14. Okt. 2020 (CEST)
Klar, wenn Kentler nicht hineingehört, gehört Lautmann auch nicht hinein. Hohmann würde ich eher als Grenzfall ansehen. --BurghardRichter (Diskussion) 15:13, 14. Okt. 2020 (CEST)
Es ist eben eine Frage der Definition. Was versteht man unter "Bewegung"? Wenn ich mir 1-2 Untertitel (die ich anlässlich dieser Diskussion gerade zur Ergänzung eingefügt habe) von Publikationen von Hohmann ansehe, dann ist er zumindest für mich kein Grenzfall mehr. Ich verstehe durchaus, dass das im Einzefall schmerzt, insbesondere wenn sich betroffene Personen auf anderen Gebieten zweifellos Anerkennung verdient haben. --Koschi73 (Diskussion) 15:30, 14. Okt. 2020 (CEST)
Auch Hohmann war eigentlich kein „Aktivist“ der Pädobewegung (ist mir jedenfalls nicht als solcher bekannt), sondern sein Einsatz war hauptsächlich von literarischer Art, aber direkter als der von Lautmann oder Kentler. Der Einsatz gegen die Diskriminierung und Verfolgung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung muss grundsätzlich nicht negativ beurteilt werden. --BurghardRichter (Diskussion) 17:26, 14. Okt. 2020 (CEST)
Den letzten Satz teile ich grundsätzlich auch so. Nur geht es hier eben um das – aus guten Gründen – besonders umstrittene Thema Pädophilie. Mir ist der Begriff "Aktivist" einfach zu schwammig. Sind damit nur Mitglieder einschlägiger Organisationen gemeint oder auch Unterstützer von deren Thesen? --Koschi73 (Diskussion) 17:42, 14. Okt. 2020 (CEST)
Das müsste in der Definition der Kategorie präzisiert werden. Auch blosse Mitgliedschaft in einer einschlägigen Organisation wäre meines Erachtens nicht ausreichend. Ich war in den 1980er und -90er Jahren in der Schwulenbewegung engagiert; d.h. ich war nicht nur Mitglied eines politisch tätigen Vereins, sondern habe mich auch aktiv an dessen politischer Arbeit beteiligt. Das ist ein Unterschied; aber die Grenze ist schwer festzulegen. Ist einer, der nur zahlendes Mitglied eines einschlägigen Vereins war und ein einziges Mal an einer Demo teilgenommen hat, schon als Aktivist der Bewegung einzustufen? --BurghardRichter (Diskussion) 18:07, 14. Okt. 2020 (CEST)
Zunächst vielen Dank für deine Offenheit zu deinem eigenen Engagement, das ich mehr als nur respektiere. Bloße Mitgliedschaft scheint mir auch nicht ausreichend, darum geht es aber bei Helmut Kentler, Rüdiger Lautmann oder Joachim S. Hohmann nicht, sondern um deren Hervortreten durch einschlägige Publikationen. Mir geht es bei dem Thema absolut nicht um Denunziation, aber durchaus um kritische Aufarbeitung. Die aktuelle Diskussion war für mich gerade ein Anlass, mal in meiner eigenen Bibliothek nachzusehen. Wäre es heute noch denkbar, dass die Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten oder das Amt für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main eine Publikation unterstützen, in der unter der Überschrift "Knabenlieben" Bücher wie "Das Hohelied der Knabenliebe" (Zitat: Die 250 hier versammelten Gedichte aus dem antiken Griechenland gehören zu den schönsten literarischen Zeugnissen der Liebe zwischen Knsben und Männern, sie zeugen von nicht nur „platonischen“ Verhältnissen) oder "Die dorische Knabenliebe" (Zitat: Die Leser finden hier keine Rechterfertigung der Knabenliebe (das wäre auch auch überflüssig), vielmehr werden sie der Idee und Ethik einer gesellschaftlichen Institution konfrontiert, die in der Geschichte des Abendlands einmalig ist. Helmut Kentler) beworben werden? --Koschi73 (Diskussion) 18:55, 14. Okt. 2020 (CEST)
Eben, weil Kentler, wie auch Lautmann und Hohmann, nicht direkt politisch in der Pädobewegung aktiv war, sondern deren Anliegen literarisch unterstützte, darum meint ja Salomis, dass er nicht in die Kategorie gehört. Wolfram Setz, den ich gut kenne und der u.a. die beiden von dir genannten Bücher herausgegeben hat, war übrigens in der Schwulenbewegung – die schreckliche Bezeichnung „LGBT“ gab es damals noch nicht – auf beide Weisen aktiv, sowohl direkt politisch als Vorstandsmitglied des BVH als auch indirekt literarisch durch seine Herausgabe zahlreicher Bücher. Nein, solche Werbetexte wären heute wohl kaum mehr möglich. Die heutige Sexualfeindlichkeit, wenn es um Beziehungen mit Kindern und Jugendlichen geht, treibt schon sonderbare Blüten. --BurghardRichter (Diskussion) 22:06, 14. Okt. 2020 (CEST)
Würdest Du bitte so freundlich sein und mitteilen, wie dieser Satz zu verstehen ist: „Die heutige Sexualfeindlichkeit, wenn es um Beziehungen mit Kindern und Jugendlichen geht, treibt schon sonderbare Blüten.“ Auf welche Sorte Sexualfreundlichkeit sprichst Du damit an? --Andrea (Diskussion) 08:12, 15. Okt. 2020 (CEST)
Über den Satz bin ich auch gestolpert. --Eduevokrit (Diskussion) 09:48, 15. Okt. 2020 (CEST)
Der Ausdruck „sonderbare Blüten“ bezieht sich auf den vorhergehenden Satz: dass selbst eine positive Wertung antiker Kunst in diesem Bereich heute kaum mehr möglich erscheint. Was wir heute auf diesem Gebiet erleben, ist eben keine „Sexualfreundlichkeit“. --BurghardRichter (Diskussion) 22:27, 15. Okt. 2020 (CEST)

Na ja. Ich verstehe -Burghard so: Der leichtfertigen Verharmlosung des Pädosexes in den 1970er bis frühen 1980er Jahren steht heute eine öffentliche Hysterie gegenüber, als trüge jedes Kind oder jeder Jugendliche, das oder der sexuelle Erfahrungen irgendwelcher Art mit Erwachsenen gehabt hat, unvermeidlich einen schweren Schaden für sein ganzes Leben mit sich. Wer nur anmerkt, dass Kinder und Jugendliche allemal eine erotische Ausstrahlung haben (klassische Skulpturen derselben, „Tod in Venedig“), kann sich heute eines Shitstormes ("du Pottsau") sicher sein. - Sage ich mal als älterer Schwuler, der - Gott sei ´s gedankt - nichts mit Pädosex am Hut hat.

Aber das nur nebenbei. Hier geht es ja nicht um Burghard, sondern um Kentler. Genauer, ob „Person der Pädophilenbewegung“ eine operable eigenständige Kategorie ist, die eine Person valide zuordnen kann. Ist die wirklich von gleicher Ordnung wie „Schauspieler“, „Sozialdemokrat“, „Massenmörder“, oder hier „Hochschullehrer“, „Sachbuchautor“, „Deutscher“, „Geboren 1928“?

M.E. war die Pädophilenbewegung ein viel zu unbestimmter, vielschichtiger Haufen, unbestimmt wie die Außerparlamentarische Opposition etwa. Hinsichtlich letzterer werden ja auch nicht Akteure wie Dutschke, Krahl, Unterstützer wie Enzensberger, theoretisch Einflussreiche wie Marcuse, Adorno, Habermas, Horkheimer, Bloch in einer Kategorie „Person der APO“ erfasst. (Glaube ich jedenfalls, habe es nicht im einzelnen recherchiert) Daher würde ich auf die hier streitige Kategorie verzichten.--Grouchomax (Diskussion) 11:23, 15. Okt. 2020 (CEST)

Der Einsatz für das Verständnis einvernehmlicher Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen war nur ein Teil des sexualpolitischen Wirkens Kentlers, und zwar nach meiner Einschätzung der kleinere Teil. In der breiten Öffentlichkeit ist er viel stärker in Erscheinung getreten durch sein Engagement für eine nicht-restriktive Sexualerziehung sowie gegen die Diskriminierung Homosexueller. Durch letzteres habe ich ihn Anfang der 1980er Jahre kennengelernt, und zwar bei einem öffentlichen Vortrag, den er zur Frage der Akzeptanz Homosexueller in der Gesellschaft hielt, und danach vor allem durch das 1983 von ihm herausgegebene Buch Die Menschlichkeit der Sexualität – Berichte, Analysen, Kommentare, ausgelöst durch die Frage: Wie homosexuell dürfen Pfarrer sein? (Der Anlass für dieses Buch war die Entlassung bzw. Suspendierung der evangelischen Pfarrer Klaus Brinker und Hans-Jürgen Meyer wegen ihrer Homosexualität.) Von Kentlers Einsatz für Pädophile erfuhr ich erst viel später. Ähnlich könnte es Hans-Georg Wiedemann ergangen sein, der Kentler u.a. durch seinen Beitrag in dessen o.g. Buch sowie durch andere gemeinsame Buchprojekte zum Thema Homosexualität kannte, wie seine im obigen Beitrag ausgedrückte Verwunderung über die Verunglimpfung Kentlers zeigt. Es ist also nicht sehr sinnvoll, ihn als Person der Pädobewegung zu kategorisieren, wenn er nicht auch als Person der Schwulenbewegung kategorisiert wird. --BurghardRichter (Diskussion) 22:27, 15. Okt. 2020 (CEST)
Ähnliches gibt es auch in der Pädagogik, siehe z. B. Odenwaldschule. Es ist eine Frage der Kompensationsfähigkeit. Ich kenne keinen einzigen Erwachsenen, der noch heute darunter leidet, dass er nicht schon als Kind/Jugendlicher sexuelle Erfahrungen mit Erwachsenen machen durfte, aber zig Leute, die als Kinder/Jugendliche von Erwachsenen sexuell misshandelt wurden. Nur von wenigen Erwachsenen wird akzeptiert, dass selbst Umarmungen oder Küsschen zu unterbleiben haben, wenn sie das Kind nicht wünscht. Die Stärkung von Kinderrechten hat Kentler nicht auf dem Schirm gehabt. --Eduevokrit (Diskussion) 01:03, 16. Okt. 2020 (CEST)
Mir scheint, da bringst du einiges durcheinander. Sexuelle Misshandlung von Kindern oder Jugendlichen hat Kentler niemals gebilligt oder gar gefördert, sondern es ging ihm gerade um die Stärkung von Kinderrechten. Kinderrechte heisst erstens: Kinder dürfen Nein sagen zu etwas, was sie nicht wollen, und sei es auch nur ein Küsschen oder eine Umarmung, und das muss respektiert werden; und zweitens: Ebenso dürfen Kinder aber auch Ja sagen und Wünsche äussern zu dem, was sie wollen, und auch das muss respektiert werden. Auch Kinder haben sexuelle Bedürfnisse, und einige von ihnen haben von sich aus den Wunsch, diese mit Erwachsenen auszuüben. Dass sie das dürfen sollen, darum ging es Kentler und anderen aufgeklärten Sexualwissenschaftlern seiner Zeit.
Die Geschehnisse um die Odenwaldschule habe ich anders in Erinnerung. Da ging es, den Presseberichten zufolge, gerade nicht um einvernehmliche Sexualität zwischen Lehrern und Schülern (die in dem Fall natürlich auch problematisch wäre, da es sich um Schutzbefohlene handelt und Lehrer grundsätzlich zu allen Schülern ihrer Klasse ein gleich enges Verhältnis haben müssen), sondern um sexuellen Missbrauch. Missbrauch heisst, dass der Erwachsene den Jugendlichen oder das Kind nicht als gleichrangigen Partner behandelt und dessen Wünsche oder Ablehnungen respektiert, sondern ihn als Objekt zur Erfüllung seiner eigenen Wünsche gebraucht. Dass sexueller Missbrauch zu verurteilen ist, stand für Kentler, wie auch für die Pädophilenbewegung vor 30 Jahren, ausser Frage. --BurghardRichter (Diskussion) 02:24, 16. Okt. 2020 (CEST)
Was bitte wird das hier?
  • Dass sexueller Missbrauch zu verurteilen ist, stand für Kentler […] ausser Frage.“ Das stimmt nicht! Er hat Kinder in die Obhut von Pädophilen gegeben, wissend, dass sie missbraucht werden!
  • Missbrauch heisst, dass der Erwachsene den Jugendlichen oder das Kind nicht als gleichrangigen Partner behandelt“. Das stimmt nicht! Was Missbrauch ist, steht im Strafgesetzbuch in § 176 StGB und nicht zur freien Definition hier Diskutierender.
  • Kinder haben sexuelle Bedürfnisse, daran zweifelt niemand, doch kein gesundes Kind dieser Welt bedarf eines Erwachsenen, sie zu befriedigen! Kentlers Behauptung, Eltern müssten „ihre Kinder an die Sexualität heranführen“, weil sie andernfalls zu „sexuellen Krüppeln“ würden, ist nicht belegt und dient allzu durchsichtigen Interssen.
  • Für die Aussage „...einige von ihnen haben von sich aus den Wunsch, diese mit Erwachsenen auszuüben“ bedarf es eines Beleges und zwar eines vom Allerfeinsten, der Auskunft darüber gibt, wie diese Kinder zu solcherlei Wunsch kommen: in der Regel durch vorausgegangenen Missbrauch und/oder Misshandlung, durch Vernachlässigung und/oder Verwahrlosung.
  • Bitte keine Illusionen für Pädophile nähren!
MfG --Andrea (Diskussion) 05:12, 16. Okt. 2020 (CEST)
Dass ich hier Illusionen hinsichtlich Pädophile genährt habe, glaube ich nicht.
Wir sollten jedoch zum eigentlichen Thema dieses Abschnitts zurückkommen: Ob „Person der Pädophilenbewegung“ eine operable eigenständige Kategorie ist, die eine Person valide zuordnen kann. Ist die wirklich von gleicher Ordnung wie „Schauspieler“, „Sozialdemokrat“, „Massenmörder“, oder hier „Hochschullehrer“, „Sachbuchautor“, „Deutscher“, „Geboren 1928“?--Grouchomax (Diskussion) 07:48, 16. Okt. 2020 (CEST)
@Andrea014: Ich glaube, BurghardRichter redet nicht von der rechtlichen Definition von sexuellem Kindesmissbrauch. „Was Missbrauch ist, steht in § 176 StGB“ mag für Deutschland gelten, gilt aber nicht für andere Länder, da ist die Gesetzeslage zu unterschiedlich, als dass man davon ausgehen könnte, dass irgendeine rechtliche Definition einen globalen Konsens diesbezüglich widerspiegelte. Diese Uneinheitlichkeit ist natürlich hochgradig problematisch, aber nicht einfach zu ändern. Um ehrlich zu sein, bin ich etwas erstaunt, dass du, von der ich dem bisherigen Wirken nach eigentlich den Eindruck hatte, dass sie auf strikte Wissenschaftlichkeit pocht, hier eine rechtliche Definition (und nicht etwa eine wissenschaftliche) als verbindlich zu etablieren versuchst. Details lassen wir lieber, damit das hier nicht zum Laberforum verkommt. --2A02:8108:50BF:C694:ECA9:7FDE:4D81:891E 17:13, 16. Okt. 2020 (CEST)

Ich schlage vor, hier baldigst zu schließen, da Kentler offenkundig nicht in diese Kategorie gehört. Wichtiger noch, empfehle ich alle lemmafremden Meinungsäußerungen über vermeintliche „Sexualfeindlichkeit, wenn es um Beziehungen mit Kindern und Jugendlichen geht“, und angebliche Sexualbedürfnisse von Kindern, die sich auf Erwachsene richten, zu gemäß Wikipedia:Diskussionsseiten#Konventionen für die Benutzung von Diskussionsseiten, No. 11, zu entfernen. Sie können als Rechtfertigungen für Sex mit Kindern verstannden werden. --Φ (Diskussion) 10:43, 16. Okt. 2020 (CEST)

Wie auch in ganz anderen Zusammenhängen ad-hominem-Polemik entfernt, siehe Wikipedia:Diskussionsseiten#Konventionen für die Benutzung von Diskussionsseiten, No. 11 . Mich würde in diesem Zusammenhang seine Begründung interessieren, warum Helmut Kentler "offenkundig nicht in diese Kategorie gehört". --Koschi73 (Diskussion) 11:26, 16. Okt. 2020 (CEST)
Einfach weil es kein Merkmal dieser Seite ist. Es kommt im Artikeltext nirgends vor, von einem Beleg ganz zu schweigen. Und deshalb gehört es nicht in die Kategorie, in die Seiten mit diesem Merkmal eingeordnet werden können, siehe WP:KAT. MfG --Φ (Diskussion) 12:14, 16. Okt. 2020 (CEST)

Im Kentler Gutachten steht folgendes: „Er (Anm.: Damit ist Sandfort gemeint) und Kentler könnten sich durch die AHS (Anm.: Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität) kennengelernt haben, deren Kuratorium beide angehörten“ (S. 108 mwN. [2]) Das ist nach meinem Verständnis eine Organisation der Pädophilenbewegung. Von daher ist mit diesem Gutachten der Beweis geführt, dass Kentler wohl ebenfalls, als Kuratoriumsmitglied dieses Vereins, der Kategorie zuzuordnen wäre. -- Wenn gewollt, kann diese Tatsache, also dass er Kuratoriumsmitglied der AHS war, ja auch noch im Artikel ergänzt werden. --Chz (Diskussion) 13:33, 16. Okt. 2020 (CEST)

Verzeihung, aber das ist Theoriefindung. In deiner Quelle wird der Konjunktiov benutzt: Könnte. Es gibt keine Quelle, die Kentler als Person der Pädophilenbewegung bezeichnet. Es steht nicht im Artikel, dass er eine wäre, also kann der auch nicht in die Kategorie, denn die umfasst ausschließlich Artikel zu Personen, die dieses Merkmal erwähnen. --Φ (Diskussion) 13:45, 16. Okt. 2020 (CEST)
Nein, der Konjunktiv bezieht sich darauf, dass sich beide gekannt hatten. Die Tatsache, dass beide Kuratoriumsmitglieder waren steht nicht im Konjunktiv, sondern stellt die Begründung für diese Annahme dar. - Wenn das erwähnt werden muss zur Kategorisierung, dann kann man ja seine Mitgliedschaft darstellen. --Chz (Diskussion) 13:49, 16. Okt. 2020 (CEST)
Aber das ist nicht die einzige Stelle, in der das im Gutachten erwähnt wird. Z.B.: „Kentler gehörte zeitweise dem Kuratorium der AHS an, das offensichtlich 1987 eingerichtet worden war.“ (S. 48) Und weiter steht dort über die AHS: „Heute steht die 1982 gegründete AHS in der Tat gerade wegen der Verharmlosung der Pädophilie in der Kritik. Denn schon bald nach ihrer Gründung richteten frühere Mitglieder der Deutschen Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie (DSAP) in der AHS die 'Fachgruppe Kindersexualität und Pädophilie' ein, 'die alsbald den gesamten Verein majorisierte'. [...]“ (S. 129). Wenn jemand Kuratoriumsmitglied eines Vereins der Pädophilenbewegung war, dann war er wohl auch eine Person der Pädophilenbewegung. Vor Gericht würde man sagen: 'Die Beweislage ist erdrückend.' ;-) --Chz (Diskussion) 13:54, 16. Okt. 2020 (CEST)
Wenn er in der AHS war, schreib es mit Beleg in den Artikel. Und dann kann er einsortiert werden. Vorher nicht. Es ist doch bizarr, einen Artikel einkategorisieren zu wollen, dessen Text das die Kategorie definierende Merkmal gar nicht enthält: Erst kommt Artikelarbeit, danach die Kategorien. Anscheinend sehen das einige hier umgekehrt. --Φ (Diskussion) 14:03, 16. Okt. 2020 (CEST)
In Ordnung, ich nehme es auf, allein schon um des guten Friedens willen hier in der Disk, die ja recht kontrovers verlief. --Chz (Diskussion) 14:07, 16. Okt. 2020 (CEST)

So, ich habe die Mitgliedschaft mit Nachweisen ergänzt und die Kategorie wieder hinzugefügt. Ich denke damit dürfte das Streitthema erledigt sein. --Chz (Diskussion) 14:15, 16. Okt. 2020 (CEST)

so, das "Kentler-Gutachten" von Teresa Nentwig stand hier schon, bitte die Zitierweise vereinheitlichen. --Goesseln (Diskussion) 15:21, 16. Okt. 2020 (CEST)
Dann sollte auch Kentlers frühere Tätigkeit im Kuratorium der Vorgängerorganisation Deutsche Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie genannt werden. Ich werde es gleich einfügen. --BurghardRichter (Diskussion) 20:39, 16. Okt. 2020 (CEST)
Ja, guter Einwurf! --Chz (Diskussion) 00:38, 17. Okt. 2020 (CEST)

Abschnitt Wirken[Quelltext bearbeiten]

In diesem Abschnitt steht: „Aufgrund der damit verbundenen Straftatbestände – der § 175 StGB war noch in Kraft – machte er dies erst nach deren Verjährung mehr als ein Jahrzehnt später öffentlich.“. Dieser Satz ist zwar inhaltlich nicht falsch, aber er verzerrt mit dem Verweis auf den § 175 a.F. StGB die Problematik auf Homosexualität. Nicht die Homosexualität ist das, was hier im Vordergrund steht, sondern (wenigstens) die Beihilfe zum sexuellen Mißbrauch von Kindern und die Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger (§ 180 StGB). Kind ist, wer nicht das 14. Lebensjahr vollendet hat (§ 1 Abs. 2 JGG). Jugendlicher ist, wer das 14. aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet hat. Das werde ich klarstellen. --Chz (Diskussion) 09:14, 17. Okt. 2020 (CEST)

Wie es heisst, vermittelte Kentler Ende der 1960er Jahre 13- bis 15-jährige Jungen in die Pflege von Pädophilen. Soweit die Jungen unter 14 Jahre alt waren, waren die dort getätigten sexuellen Handlungen damals (wie auch heute) nach § 176 (sexueller Missbrauch von Kindern) strafbar. Handlungen mit 14-jährigen und älteren männlichen Jugendlichen waren nach § 175 strafbar. Zum § 175 in seinen wechselnden Fassungen siehe § 175 #Fassung vom 1. September 1935, #Fassung vom 25. Juni 1969 (Bundesrepublik) und #Fassung vom 28. November 1973 (Bundesrepublik). Bis 1969 waren waren nach § 175 alle sexuellen Kontakte unter Männern strafbar, nach § 175a galt für „Verführung“ von männlichen Personen unter 21 Jahren ein höheres Strafmass. Von 1969 bis 1973 waren nach dem § 175 noch sexuelle Handlungen mit Männern unter 21 Jahren strafbar; 1973 wurde die Altersgrenze auf 18 Jahre herabgesetzt. Daneben konnte auch eine Bestrafung nach dem geschlechtsneutralen § 174 (Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen) in Betracht kommen. Der § 175 war von 1969 bis 1994 ein reiner „Jugendschutz“-Paragraph: Männliche Jugendliche sollten vor gleichgeschlechtlichen Handlungen „geschützt“ werden. Genau das traf für die von Kentler in Pflegestellen vermittelten Jugendlichen, soweit sie älter als 14,0 Jahre waren, zu; nur für die Jüngeren galt für einige Monate, bis sie 14 Jahre alt wurden, der § 176. Darum war der Hinweis auf den § 175 an dieser Stelle vollkommen richtig. Soviel zur Strafbarkeit der von Kentler ermöglichten sexuellen Handlungen. Kentler selbst hat sich dagegen – damit hast du vollkommen recht – nach § 180 (Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger), der auch heute noch besteht, strafbar gemacht.
Eine Verlinkung auf das Strafgesetzbuch in seiner Fassung von 1975 ist unpassend, da der Aufenthalt der Jungen in Pflegestellen wohl durchweg vor 1975 lag. Eine Verlinkung des Strafgesetzbuches in seiner Fassung nach der Änderung von 1969 wäre meines Erachtens optimal. --BurghardRichter (Diskussion) 18:01, 17. Okt. 2020 (CEST)
Stimmt, ich sehe das Problem; danke nochmal für die historische Übersicht, die mir nicht präsent war. Wenn er vor der Neufassung 1969 Jugendliche an Pädophile vermittelt hat, wäre er zudem auch wegen Beihilfe nach § 175a a.F. 1935 i.V.m. 27 StGB insoweit strafbar, der dann in Tateinheit (§ 52 StGB) zum § 180 StGB stehen würde. Beachtlich, dass es sich hierbei um einen Verbrechenstatbestand handelt. Leider habe ich die Fassung von 1969 als Quelle nicht greifbar. Ich entferne die Verlinkung zur Fassung von 1975 gerne vorübergehend. § 174 StGB, der auch beihilfefähig ist, habe ich auch gesehen, wollte ihn aber nicht explizit aufnehmen, um den Absatz nicht allzusehr aufzublähen. Wenn Du eine kurze und prägnante Formulierung zu der § 175 StGB Problematik hast, kannst Du den Absatz gerne noch ergänzen. --Chz (Diskussion) 18:29, 17. Okt. 2020 (CEST)
Wir könnten auch hinzufügen, dass sich die Täter selbst strafbar gemacht haben wegen der von Dir richtigerweise aufgeführten Straftatbestände. Möglicherweise hat Kentler ja nicht nur wegen seiner eigenen Verstrickung die Veröffentlichung vermieden, sondern auch, um seine Projektteilnehmer nicht zu gefährden. --Chz (Diskussion) 18:33, 17. Okt. 2020 (CEST)
Nicht nur vor 1969, sondern durchgängig bis 1994 waren sexuelle Handlungen von Männern mit männlichen Jugendlichen nach § 175 strafbar. Dass es sich dabei um gleichgeschlechtliche Handlungen handelte, galt nach damaliger Auffassung als weitaus schlimmer als das minderjährige Alter der Opfer bzw. der „Opfer“. Denn man fürchtete, sie könnten dadurch homosexuell werden. Sexuelle Handlungen von Männern mit weiblichen Jugendlichen und von Frauen mit männlichen Jugendlichen galten dagegen als vergleichsweise harmlos; wenn die Jugendlichen dadurch heterosexuell wurden, war es ja nicht schlimm. Wenn es sich nicht um Schutzbefohlene handelte, waren die letzteren (Frauen mit Jungen) straffrei, und für die ersteren (Männer mit Mädchen) galt der damalige § 182 (Verführung): „Wer ein Mädchen unter sechzehn Jahren dazu verführt, mit ihm den Beischlaf zu vollziehen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. … Die Verfolgung der Tat ist ausgeschlossen, wenn der Täter die Verführte geheiratet hat“ (zum Vergleich das Strafmass nach § 175: bis zu fünf Jahren).
Dass die Unterbringung der Jungen bei Pädophilen nicht publik gemacht wurde, dürfte drei Gründe gehabt haben: Erstens hätte damals die Tatsache, dass dadurch homosexuelle Handlungen mit Jugendlichen gefördert wurden, einen Skandal ausgelöst; zweitens sollten die Männer, die die Jugendlichen aufnahmen, vor Strafverfolgung geschützt werden, und drittens musste Kentler natürlich auch sich selbst davor schützen, wegen Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger nach § 180 belangt zu werden. --BurghardRichter (Diskussion) 20:37, 17. Okt. 2020 (CEST)