Dornstetten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dornstetten
Dornstetten
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dornstetten hervorgehoben
48.4702777777788.4994444444444621Koordinaten: 48° 28′ N, 8° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Freudenstadt
Höhe: 621 m ü. NHN
Fläche: 24,21 km²
Einwohner: 7842 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 324 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72280
Vorwahl: 07443
Kfz-Kennzeichen: FDS, HOR
Gemeindeschlüssel: 08 2 37 019
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1 + 2
72280 Dornstetten
Webpräsenz: www.dornstetten.de
Bürgermeister: Bernhard Haas
Lage der Stadt Dornstetten im Landkreis Freudenstadt
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Über dieses Bild

Dornstetten ist eine Kleinstadt im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg (Deutschland), rund sieben Kilometer östlich der Kreisstadt Freudenstadt.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Blick auf die Altstadt, von Osten her.

Dornstetten liegt im nördlichen Schwarzwald. Der Ort liegt auf einer Höhe von 600–715 m ü. NN.[2] Im Stadtteil Aach entsteht die Glatt als Zusammenfluss der Quellbäche Ettenbach, Stockerbach und Kübelbach.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Dornstetten. Abbildung aus dem Buch „Das Königreich Württemberg“, 1905.

Die Stadt Dornstetten besteht aus der früheren Stadt Dornstetten und den ehemaligen Gemeinden Aach und Hallwangen. Zur ehemaligen Gemeinde Aach gehören das Dorf Aach, das Gehöft Benzinger Hof und die Häuser Glattal. Zur früheren Stadt Dornstetten gehören die Stadt Dornstetten und das Gehöft Lattenberg (die eine Hälfte, der andere Teil des Lattenberg mit zwei Anwesen gehört zur Gemeinde Glatten). Zur ehemaligen Gemeinde Hallwangen gehört das Dorf Hallwangen.
Im Gebiet der früheren Stadt Dornstetten liegen die Wüstungen Brennenweiler, Bühlerhof und Diffenthal oder Niedertall.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Dornstetten um 1900

Die erste urkundliche Erwähnung Dornstettens erfolgte bereits im Jahre 767 im Lorscher Codex, zu dieser Zeit existierte auf dem heutigen Gemeindegebiet das Dornstetter Waldgeding. Zwischen 1267 und 1276 wurde der Ort zur Stadt erhoben. Dornstetten gehörte damals den Grafen von Urach-Fürstenberg. Über die Grafen von Hohenberg kam die Stadt 1320 an Württemberg. 1461 wird erstmals eine Schule in der Stadt erwähnt. 1755 wird Dornstetten Sitz des gleichnamigen Oberamts, das aber schon 1807 aufgelöst und in das Oberamt Freudenstadt eingegliedert wird.

Am 1. Januar 1975 vereinigte sich Dornstetten mit Aach und Hallwangen zur neuen Stadt Dornstetten.

Religionen[Bearbeiten]

Seit der Reformation ist Dornstetten evangelisch geprägt. In Dornstetten gibt es eine Römisch-Katholische Kirche – die römisch-katholische Einwohnerschaft wird jedoch von der Kirchengemeinde Freudenstadt betreut. Daneben gibt es eine neuapostolische und eine evangelisch-methodistische Gemeinde in der Stadt.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus und Gasthaus Ochsen in Dornstetten

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG/CDU 55,3 % −29,4 12 Sitze −4
Freie Bürger 30,7 % +30,7 6 Sitze +6
SPD 14,0 % −1,3 3 Sitze +1

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold unter einer liegenden fünfendigen schwarzen Hirschstange ein schwarzer Dornstrauch.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Dornstetten unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Scey-sur-Saône-et-Saint-Albin in der Region Haute Saône in Frankreich, mit der das Gymnasium Dornstetten alljährlich einen Schüleraustausch durchführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt ist mit einigen Buslinien erschlossen und gehört der Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt an. Zudem verfügt Dornstetten über einen Bahnhof an der Gäubahn. Die Strecke wird zwischen Freudenstadt Hbf und Eutingen im Gäu im Stundentakt bedient. Alle zwei Stunden erreicht man die Städte Karlsruhe und Stuttgart umsteigefrei. Die Stadt liegt sowohl an der Deutschen Fachwerkstraße als auch an der Deutschen Alleenstraße[4].

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Neben dem Gymnasium, das mit dem Schuljahr 2006/07 vom Progymnasium in drei Stufen zum Vollgymnasium ausgebaut wurde, und der Realschule gibt es auch eine Werkrealschule, welche mit der Realschule in einem Gebäude ist, und drei Grundschulen (in jedem Ortsteil eine). Die Außenstelle Dornstetten der Dreifürstensteinschule (Körperbehindertenschule der Stiftung KBF) und die Eichenäcker-Schule, eine Förderschule für Schüler mit geistiger Behinderung, runden das Schulangebot ab. Hinzu kommen noch sieben Kindergärten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

im Besucherbergwerk „Himmlisch Heer“ im Stadtteil Hallwangen

Museen[Bearbeiten]

Neben dem Heimatmuseum beherbergt Dornstetten auch ein Puppen- und Spielzeugmuseum (im „Kaufhaus Hegel“).

Im Stadtteil Hallwangen kann das historische Silber-, Kupfer- und Schwerspatbergwerk „Himmlisch Heer“ besichtigt werden.

Gebäude[Bearbeiten]

Sehenswert ist die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern und Gassen. Dornstetten liegt an der Südroute der Deutschen Fachwerkstraße (MosbachHaslach im Kinzigtal), die an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

Eine weitere Attraktion ist der Barfußpark im Ortsteil Hallwangen. Auf diesem 2,4 km langen Rundweg mit vielen Erlebnis-, Kneipp- und Spielstationen wird abwechslungsreiches Naturerlebnis für Jung und Alt geboten, aber auch das Barfußlaufen gezielt als Naturheilmittel gegen Venenleiden eingesetzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Jacob Beurlin (* um 1520; † 28. Oktober 1561 in Paris), evangelischer Theologe und Reformator
  • Wolfram Graf (* 1965), Komponist, Pianist und Organist
  • Heinrich Schäff (d.i. Hermann Zerweck) (1862–1937), Schriftsteller, Maler

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Dornstetten in Zahlen
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 613–616.
  4. www.alleenstrasse.com

Literatur[Bearbeiten]

  • Renate Karoline Adler: Demographie und Familiengeschichte der beiden Schwarzwalddörfer Aach und Schönmünzach im Kreis Freudenstadt. Rückwirkungen der beginnenden Industrialisierung auf die ländliche Sozialstruktur. (= Beiträge zur südwestdeutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte; Bd. 14). Scripta-Mercaturae-Verlag, St. Katharinen 1991, ISBN 3-922661-98-X (zugl. Dissertation, Universität Tübingen, 1990)
  • Gottlob Herbert Bidermann (Hrsg.): Städtle und Stadt. Dornstetten und Freudenstadt. Spurensuche zur Jahrtausendwende. Ritter und Leute, Kirchen und Bauten. Steinach, Reutlingen 2000, ISBN 3-929652-02-1
  • Hermann Haeberlin: Dornstetten. Das wirtschaftliche und soziale Leben im 16. und 17. Jahrhundert. Schwarzwald-Verlag L. Lauk, Altensteig 1932 (zugl. Dissertation, Universität Frankfurt 1931)
  • Gerhard Wein: König, Adel und freie Bauern zwischen Neckar und Schwarzwald. Gedanken zur älteren Geschichte des Kreises Freudenstadt und der Stadt Dornstetten. Heimat- und Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt, Freudenstadt 1985

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dornstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien