Empfingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Empfingen
Empfingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Empfingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 8° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Freudenstadt
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 18,29 km2
Einwohner: 3979 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 218 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72186
Vorwahlen: 07485, 07483
Kfz-Kennzeichen: FDS, HOR
Gemeindeschlüssel: 08 2 37 024
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mühlheimer Straße 2
72186 Empfingen
Webpräsenz: www.empfingen.de
Bürgermeister: Albert Schindler
Lage der Gemeinde Empfingen im Landkreis Freudenstadt
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Über dieses Bild
Blick auf Empfingen vom Flugzeug aus

Empfingen ist eine Gemeinde im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Nordschwarzwald.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehört die ehemalige Gemeinde Wiesenstetten zu der das Dorf Wiesenstetten und der Weiler Dommelsberg gehörte. Zur Gemeinde Empfingen im Gebietsstand vom 30. November 1971 gehört das Dorf Empfingen. Im Gebiet der früheren Gemeinde Empfingen liegt die nicht genau lokalisierte Wüstung Taha.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfingen wurde erstmals 772 im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Bis 1341 war es im Besitz der Grafen von Geroldseck, bevor es an die Grafen von Hohenberg kam. Diese verpfändeten den Ort 1373 an einen Volz von Weitingen. 1356 verkaufte das Kloster Reichenau den Kelnhof Empfingen an Konrad den Stahler von Rottenburg, Hofmeister Bischof Albrechts von Freising. Über verschiedene andere Herren, die Rechte an Empfingen erwarben, kam es 1552 an Jos Niklas II. von Zollern, seit 1576 gehörte es zur Herrschaft Hohenzollern-Haigerloch, die 1634 von der Herrschaft Hohenzollern-Sigmaringen übernommen wurde. Seit 1806 war es Teil des hohenzollerischen Oberamts Haigerloch im nun zum Fürstentum erhobenen Kleinstaat, der nach der Abdankung des Fürsten 1849 in Preußen aufging.

Von 1925 an gehörte Empfingen zum Landkreis Hechingen in der preußischen Quasi-Provinz Hohenzollernsche Lande. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Ort zunächst zum neuen Bundesland Württemberg-Hohenzollern, das 1952 in Baden-Württemberg aufging. Im Zuge der Kreisreform 1973 kam Empfingen mit fünf weiteren hechingschen Gemeinden zum Landkreis Freudenstadt. Der heutige Ortsteil Wiesenstetten blickt auf eine vorderösterreichische und württembergische Geschichte zurück; vor der 1971 erfolgten Eingemeindung gehörte er zum damaligen Landkreis Horb.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als hohenzollernsche Gemeinde blieb Empfingen auch nach der Reformation römisch-katholisch und gehört heute zum Dekanat Zollern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Wiesenstetten
  • 1. Dezember 1971: Wiesenstetten mit Dommelsberg (1833 nach Wiesenstetten eingemeindet)[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1844: 2000 Einwohner
  • 1961: 1747 Einwohner, in den Grenzen von 1972: 2120
  • 1970: 2247 Einwohner, in den Grenzen von 1972: 2630
  • 1991: 2620 Einwohner
  • 1995: 4156 Einwohner
  • 2000: 4037 Einwohner
  • 2005: 4133 Einwohner
  • 2010: 4137 Einwohner
  • 2015: 3979 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1975 bildet Empfingen mit Horb am Neckar eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:

Unabhängige Bürgerliste 8 Sitze
Bürgerunion 2 Sitze
WIR - Bürger für Empfingen 4 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert Schindler ist seit 1986 Bürgermeister, er wurde 1994, 2002 und 2010 wiedergewählt.[4] Seine Amtszeit endet am 31. Dezember 2017 vorzeitig aus Altersgründen.[5] Im Juli 2017 suchte die Gemeinde Kandidaten mit einem Video auf YouTube.[6]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfingen ist durch die Bundesautobahn 81 (StuttgartSingen) an das überregionale Straßennetz angebunden. Außerdem führt die Bundesstraße 463 (PforzheimSigmaringen) durch den Ort.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfingen verfügt über eine Grund- und Werkrealschule, die auch für zwei Horber Stadtteile zuständig ist. Für die Kleinsten gibt es zwei gemeindliche und einen römisch-katholischen Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfschmiedemuseum
  • Heimatmuseum in der Zehntscheuer

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche St. Georg in Empfingen wurde 1858 vom fürstlich-hohenzollerischen Baumeister Josef Laur im neuromanischen Stil erbaut.[7]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Kneller“ der Narrenzunft Empfingen
  • In Empfingen wird alljährlich die schwäbisch-alemannische Fastnacht gefeiert. Ein Gerichtsprotokoll von 1784 beschreibt erstmals das „Masqueren“-Gehen. Die einheimischen Traditionsfiguren entstammen zum größten Teil aus dem bäuerlichen Umfeld, so der Strohbär und der Ausgestopfte oder Sauigel, welcher vom Typus her mit dem Wuascht oder Wuescht der Narrozunft Villingen verwandt ist. Ein seltenes Brauchtum sind die Rußhexen, die am Rußigen Donnerstag (Schmotziger) den Passanten im Ort mit Ofenruß das Gesicht beschwärzen. Ursprüngliche Vermummung waren Stoffgardinen, heute noch von Rußhexen und Ausgestopften getragen. Holzmasken hielten erst zwischen 1920 und 1930 mit der Figur des „Schantle“ in Empfingen Einzug und wurden teilweise von den einheimischen Handwerkern selbst geschnitzt. Die Narrenzunft Empfingen gibt es seit 1951. Sie übernahm nach ihrer Gründung die Traditionsfiguren Kneller, Hexe, Schantle, Bäuerle, Bajass und Domino aus dem freien, überlieferten Brauchtum der einheimischen dörflichen Fastnacht. Der peitschenknallende Kneller entstammt einer alten Fuhrmannstradition. Die Hexen trugen ursprünglich die einheimische abgelegte Frauentracht und waren mit Ofengabeln am Fasnetssonntag, -montag und -dienstag unterwegs. Die Narrenzunft gestaltete zwischen 1952 und 1955 diese alte Figur um, um die Trachtenbekleidung vor dem Untergang zu retten, ebenso die männliche Trachtenkleidung des „Bäuerle“. Aus dem „Bäuerle“ wurde das Osterbachmännle. Seit 2005 gibt es bei der Narrenzunft eine Gruppe „Alt-Empfinger Fasnet“, in der alle historischen Empfinger Fasnetsfiguren vertreten sind.
  • Beatparade, die einzige Technoparade in Baden-Württemberg und eine der größten noch durchgeführten deutschen Technoparaden.[8][9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konstantin Hank (* 18. Juni 1907 in Wiesenstetten; † 19. März 1977 in Schramberg), Politiker (CDU), erster Oberbürgermeister von Schramberg
  • Hubert Deuringer (* 18. Januar 1924 in Empfingen; † 16. Juni 2014 ebenda), Orchesterleiter und Liedgutsammler

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 643–645
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 528.
  4. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dornstetten-haas-holt-absolute-mehrheit.ef6b4c85-23cf-4d30-8341-c25e36d0c2fc.html
  5. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.empfingen-banner-macht-werbung-fuer-buergermeisteramt.26bbc354-6937-4770-85a9-c2471df58e9c.html
  6. Bürgermeister verzweifelt gesucht
  7. St. Georgskirche; abgerufen am 9. Januar 2011
  8. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.empfingen-beatparade-legt-empfinger-hotel-lahm.6ff6b460-b08a-4422-bbec-fb0d2d935eb0.html
  9. http://www.ravesite.de/paraden/index.php?sort=besucherzahl

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW
 Commons: Empfingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien