Eric Friedler

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Grimme-Preisträger Eric Friedler bei der Verleihung 2014

Eric Friedler (* 20. Juni 1971 in Sydney, Australien) ist ein deutsch-australischer Fernsehjournalist, Regisseur, Reporter und Buchautor. Er wurde für seine Dokumentationen und Dokumentarspiele mehrfach auch international ausgezeichnet; seine Features und Filme gelten teilweise als „Fernsehklassiker“.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur in Köln volontierte Eric Friedler beim „Aufbau“ in den USA und arbeitete dort für verschiedene Radio-Stationen und Printmedien.[1] Vor seinem Wechsel 2002 zum NDR arbeitete Friedler mehrere Jahre als Redakteur und Reporter für das Politmagazin Report des SWR. Für die ARD entwickelte und betreute er seitdem etliche Dokumentar-, Spiel- und Fernsehfilme. Der von ihm mitentwickelte erste Hamburger Tatort mit Mehmet Kurtuluş als türkischstämmiger Kommissar erhielt 2009 den Grimme-Publikumspreis.

Seit 2011 leitet er beim NDR die Abteilung Sonderprojekte im Programmbereich Kultur & Dokumentationen als Nachfolger von Horst Königstein. Darüber hinaus veröffentlichte er unter anderen die Bücher Zeugen aus der Todeszone: Das jüdische Sonderkommando in Auschwitz und zusammen mit Peter Loewy das Kochbuch Bagels. Für seine Produktionen und Filme wurde Friedler als Regisseur und Drehbuchautor vielfach international und national ausgezeichnet, unter anderen mehrfach mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. 2016 wurde Eric Friedler für seinen Film „Aghet“ mit dem armenischen Staatspreis ausgezeichnet. „Aghet“ (armenisch: Die Katastrophe) thematisiert den Völkermord 1915/16 an den Armeniern.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Meinung des FAZ-Journalisten Franz Josef Görtz ist Friedler von den „politischen Dokumentaristen in diesem Land […] zweifellos einer der exzellentesten.“[1] Görtz bescheinigt ihm „politische Courage und beherzte Angriffslust“.[1]

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Ekotop Umweltpreis / Beste Reportage
  • 2003: Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis / Förderpreis für Fernsehjournalismus
  • 2003: Houston Film Festival / Gold Special Jury Award / Beste Dokumentation
  • 2003: SONY International Impact Award
  • 2003: Rory Beck Award for hard News für Afghan Massacre: The Convoy of death
  • 2005: Axel-Springer-Preis / 1. Platz für beste Reportage
  • 2006: New York Film Festival / Beste Dokumentation
  • 2007: Norddeutscher Filmpreis / Beste Dokumentation
  • 2008: Deutscher Fernsehpreis / Beste Dokumentation
  • 2008: Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus
  • 2008: Houston Film Festival / Platinum Award
  • 2009: New York Film Festival / World Gold Medal / Beste Dokumentation
  • 2009: Grimme-Publikumspreis / Tatort: Auf der Sonnenseite
  • 2010: Deutscher Fernsehpreis / Beste Dokumentation
  • 2011: Humanitarian Award, ARPA Filmfestival, Los Angeles
  • 2011: New York Film Festival / World Gold Medal / Beste Dokumentation
  • 2011: Grimme-Preis / Beste Dokumentation
  • 2011: Robert-Geisendörfer-Preis
  • 2012: Goldene Spectra
  • 2013: Grimme-Preis / Ein deutscher Boxer
  • 2014: Grimme-Preis / The Voice of Peace.
  • 2014: Grimme-Publikumspreis / The Voice of Peace.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eric Friedler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Görtz: Der besessenste aller Rechercheure. Auf Faz.net, abgerufen 20. Juni 2011.
  2. Arno Orzessek: Ein Völkermord. ARD-Doku Aghet über das Massaker an den Armeniern. In: Deutschlandradio. 10. April 2010.
  3. Steffen Reiche: Aghet – Die Katastrophe (Memento vom 7. Januar 2014 im Internet Archive). Film über den Genozid am armenischen Volk. In: Vorwärts. 8. April 2010.
  4. Norddeutscher Rundfunk: Die Olympia Intrige. Das Doppelleben der Dora Ratjen.
  5. NDR Fernsehen: Der Sturz. Honeckers Ende
  6. Filmseite (Memento vom 4. Juli 2014 im Internet Archive) beim ARD-Fernsehen, abgerufen am 7. Januar 2014.
  7. Rezension von Michael Hanfeld in der FAZ vom 7. Januar 2014, S. 31 (Der Pirat, der unter der Friedensflagge segelte)