Evelyn Insam

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Evelyn Insam Skispringen
Evelyn Insam in Courchevel 2013

Evelyn Insam in Courchevel 2013

Nation ItalienItalien Italien
Geburtstag 10. Februar 1994
Geburtsort BrixenSüdtirol
Beruf Maturantin
Karriere
Verein Fiamme Gialle
Debüt im Weltcup 3. Dezember 2011
Debüt im Continental Cup 18. Januar 2006
Status aktiv
Medaillenspiegel
IM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
IJM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Platzierungen
 Gesamtweltcup 12. (2012/13)
 Sommer-Grand-Prix 09. (2014)
 Continental Cup 13. (2009/10)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 1 1
 Mixed-Teamspringen 0 0 1
 Continental-Cup-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 1 0
letzte Änderung: 23. März 2014
Evelyn Insam beim Weltcupspringen in Hinzenbach, 2014
Evelyn Insam beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel, 2013.

Evelyn Insam (* 10. Februar 1994 in Brixen) ist eine italienische Skispringerin. Sie wurde italienische Staatsmeisterin 2012 sowie Vize-Junioren-Weltmeisterin 2012. Insam wohnt in Plan da Tieja, einem Ortsteil von Wolkenstein in Gröden, und legte im Juni 2013 am Sportzweig der Handelsoberschule [italienisch: ITC] Raetia in St. Ulrich die Matura ab.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003–2009/10[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evelyn Insam springt seit 2003 Schi und nahm am 18. Januar 2006 an ihrem ersten internationalen (FIS-) Wettkampf teil, dem Skisprung-Continental-Cup 2005/06 in Toblach, wo sie den 32. Rang erreichte. Seit diesem Jahr gehört Insam dem italienischen Nationalteam an. Bis zur Aufnahme in den Sportverein der Finanzpolizei, den Fiamme Gialle, am 13. Dezember 2011 trat Insam für ihren Heimatverein Sci Club Gardena an.

In der Saison 2006/07 bestritt Insam fünf Continental-Cup-Springen, zweimal erreichte sie dabei den 14. Platz.

In der Saison 2007/2008 kam Insam bei den Continental-Cup-Bewerben (COC) zwar nie unter die besten Zwanzig, allerdings sicherte sie sich bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Zakopane am 28. Februar 2008 den 8. Platz und zum Saisonabschluss gewann sie Silber bei einem FIS-Juniorinnen-Springen in Bois d‘Amont. Bei der italienischen Meisterschaft 2008 gewann Insam hinter Elena Runggaldier und Lisa Demetz die Bronzemedaille.[1]

Im Skisprung-Continental-Cup 2008/09 bestritt Insam 16 Bewerbe und war vier Mal unter den Top Ten: in Baiersbronn, Toblach und Ljubno wurde sie 5., 2., 10. und 8, damit hatte sie ihre erste Medaille im Continental-Cup (COC) gewonnen. Bei der Junioren-WM in Štrbské Pleso am 6. Februar 2009 wurde Insam, so wie schon im Jahr zuvor, 8. und bei der allerersten Damen-Schisprung-WM in Liberec am 20. Februar 2009 wurde Insam 13. Die Saison beendete Insam wiederum, wie schon 2007/08, mit einer Silbermedaille bei einem FIS-Juniorinnen-Springen, dieses Mal in Baiersbronn.

In der COC-Saison 2009/2010 nahm Insam an 15 Bewerben teil und erzielte sieben Top-Ten-Ergebnisse mit Platz 5 in Rovaniemi als bestem Ergebnis. Obwohl der Winter ohne besondere Höhepunkte blieb, erreichte Insam mit Platz 13 der COC-Gesamtwertung ihr bis dahin bestes Ergebnis. Auch bei der Junioren-WM in Hinterzarten (29. Januar 2010) festigte Insam mit ihrem 12. Platz ihre Stellung im oberen Mittelfeld der Weltbesten.

Saison 2010/11[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 2010/11 brachte mit den Juniorenweltmeisterschaften in Otepää (27. Januar 2011) und der Weltmeisterschaft in Oslo (25. Februar 2011) zwei Großereignisse, bei denen sich Insam mit dem 5. bzw. 8. Platz endgültig in der Weltspitze etablierte. Bei den vier Sommerspringen kämpfte sich Insam von Platz 31 auf Platz 12 vor. Die FIS-Ladies-Winter-Tournee 2011 wurde überschattet vom Tod ihrer Mannschaftskollegin Simona Senoner, weshalb Insam nur am ersten Springen in Schonach (Rang 7) teilnahm. Unter den übrigen 16 COC-Springen der Saison gelangen Insam noch vier Top-Ten-Platzierungen: Platz 7 in Liberec und Schonach, Platz 8 in Brotterode und Zakopane. Die beiden Weltmeisterschaften des Jahres 2011 bescherten Insam die bis dahin besten WM-Ergebnisse: ein 5. Platz bei der Junioren-WM in Otepää und ein 8. Platz bei der Weltmeisterschaft in Oslo.

Saison 2011/12[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Dezember 2011 nahm Insam am allerersten Damen-Weltcup-Springen der Geschichte in Lillehammer teil und erreichte den 6. Platz. In dieser Saison ging Insam dann an zwölf weiteren Weltcup-Bewerben an den Start und schloss die Saison am 9. März 2012 in Oslo mit einem 8. Platz bzw. dem 13. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung ab. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2012 in Erzurum am 23. Februar 2012 wurde Insam 4. - hinter den beiden großen Dominatoren Sara Takanashi und Sarah Hendrickson sowie der Dritten Carina Vogt.

Den Sommer-Grand-Prix 2012 schloss Insam als 20. ab, hatte allerdings, wie viele Springerinnen, an zwei der vier Springen (Almaty) nicht teilgenommen.

Saison 2012/13[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 gewann Insam, die frisch gebackene italienische Staatsmeisterin, ihre zwei ersten Weltcup- bzw. Weltmeisterschafts-Medaillen: in Schonach (5. Januar 2013) wurde sie Zweite, ebenso wie bei der Junioren-WM in Liberec (24. Januar 2013). Im Weltcup erreichte Insam den 12. Platz, obwohl sie an vier der 16 Wettkämpfe (Zaō, Ljubno) nicht teilgenommen hatte.

Höhepunkt der Saison war die Weltmeisterschaft in Predazzo, Val di Fiemme, dem Stützpunkt der italienischen Schisprung-Nationalmannschaft. Insam wurde im Einzelbewerb am 22. Februar 2013 Achte bzw. im Team-Bewerb Siebte und erreichte damit ihr bislang bestes WM-Ergebnis. Nach dem durch den Schulabschluss bedingten Trainingsrückstand nahm Insam am Sommer-Grand-Prix-Springen in Hinterzarten nicht teil, in Courchevel (15. August 2013) wurde sie 47.

Trainiert wird Insam bzw. die italienische Damen-Mannschaft von dem im Sommer 2011 bestellten, bis dahin glücklosen französischen Kurzzeit-Nationaltrainer Julien Eybert-Guillon. Bis zu seinem Rücktritt im Sommer 2013 war auch Alessio Bolognani als Damen-Nationaltrainer tätig, so wie auch der Österreicher Fabian Ebenhoch, der im Frühling 2013 zur Schweizer Damen-Mannschaft wechselte.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FISI.svg Italienische Meisterschaften
Bronze ItalienItalien 2008 in Predazzo Bronze im Einzel
Silber ItalienItalien 2009 in Predazzo Silber im Einzel
Gold ItalienItalien 2012 in Predazzo Gold im Einzel
FISI.svg Italienische Junioren-Meisterschaften
Gold ItalienItalien 2011[2] in Gallio Gold im Einzel
Silber ItalienItalien 2010 in Gallio Silber im Einzel

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2011/12 13. 267
2012/13 12. 373
2013/14 19. 235
2015/16 30. 075

Continental-Cup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2006/07 39. 059
2007/08 50. 026
2008/09 27. 063
2009/10 13. 315
2010/11 23. 206
2011/12 26. 062

Grand-Prix Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2012 20. 42
2013 27. 54
2014 09. 58
2015 35. 15
2016 27. 19

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evelyn Insam legte im Juni am ITC Raetia die Matura mit gutem Erfolg (80/100 Punkte) als Zweitbeste ihrer Klasse ab. Ihre Präsentation im Rahmen der mündlichen Prüfung behandelte den Fall Breivik. Evelyn Insams jüngerer Bruder, Alex Insam (geb. 19. Dezember 1997), ist ebenfalls Skispringer und besucht seit 2012/13 das Schigymnasium Stams (Handelsschule). Er gehört dem Südtiroler Landeskader an.[3] Insam (sprich: Insóm) ist ein typischer und häufiger ladinischer Name (Etymologie: < lat. in summo/sommo «oben», daher endbetont und mit der im Dt. hyperkorrekten Schreibung a statt o für dumpfes Tiroler a) und entspricht der Wortbedeutung nach dem dt. Familiennamen Obrist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Evelyn Insam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Italienische Meisterschaften 2008 (PDF; 134 kB) Abgerufen am 10. März 2010.
  2. Diese Junioren-Meisterschaft fand zwar im August 2010 in Gallio statt, wird aber offiziell für das Jahr 2011 gewertet, Insam gilt daher als italienische Juniorenmeisterin des Jahres 2011
  3. Skispringen. FISI. Abgerufen am 23. Dezember 2012.