FC Eilenburg

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FC Eilenburg
Logo
Voller Name Fußballclub Eilenburg e.V.
Gegründet 1. Januar 1994
Vereinsfarben blau-rot
Stadion Ilburg-Stadion
Plätze 5.600
Präsident Gerd Stephan
Trainer Tomislav Piplica
Homepage www.fceilenburg.com
Liga Landesliga Sachsen
2013/14 2. Platz
Heim
Auswärts
Ilburg-Stadion
Front des Ilburg-Stadions
Ilburg-Stadion

Der FC Eilenburg ist ein Fußballverein aus dem sächsischen Eilenburg. Die Farben des Vereins sind Blau-Rot. Der FCE ist der größte und erfolgreichste Fußballverein im Landkreis Nordsachsen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein sieht sich ausweislich seiner Vereinssatzung in der Tradition des am 14. Dezember 1912 in der Eilenburger Schankwirtschaft „Zur Torgauer Höhe“ von acht Minderjährigen gegründeten FC 1912 Eilenburg.[2]

Aufgrund einer Fusion benannte sich der Verein 1919 in „Spielvereinigung 1912 Eilenburg“ um. In der Weimarer Zeit spielte man zumeist in der 2. Klasse des Gaus Nordwestsachsen im Verband Mitteldeutscher Ballsportvereine (VMBV). Innerhalb der Stadt konnte man als bürgerlicher Verein jedoch weder die Spielstärke noch die Beliebtheit der im ATSB organisierten Sportvereinigung „Vorwärts“ Eilenburg erreichen.

Nach der Machtübernahme durch die Nazis und dem Vorwärts-Verbot waren die „Zwölfer“, nunmehr im Kursachsen-Kreis (Gau Mitte) spielend, für kurze Zeit die Nummer 1 der Stadt. Da jedoch die Vorwärts-Sportler nach und nach zur „Reichsbahnsportgemeinschaft“ (RB) Eilenburg wechselten, verlor die SV 1912 Mitte der 1930er-Jahre diesen Status wieder. Im Juli 1939 fusionierten schließlich die „Zwölfer“ und RB, wobei der Spielbetrieb als RB Eilenburg weiter geführt wurde. Den größten Erfolg erreichte dieser Verein 1943 mit dem Gewinn des Kursachsen-Meistertitels. Aufgrund der kriegsbedingten Umstände wurde das letzte Spiel am 14. November 1944 ausgetragen – danach wurde die Mannschaft abgemeldet.

Nach dem Zusammenbruch des Naziregimes wurden in der sowjetischen Besatzungszone alle bis dahin bestehenden Vereine verboten. Die Löschung des Reichsbahnsportvereins im Vereinsregister erfolgte am 14. Mai 1946.

Dennoch wurde auch in Eilenburg weiter Fußball gespielt. Fast alle Eilenburger der Reichsbahnsportgemeinschaft fanden sich Ende der 1940er-Jahre in der Mannschaft der BSG Fortschritt (ECW) Eilenburg wieder. Den größten Erfolg errang die von der damaligen SAG ECW unterstützte Mannschaft am 3. August 1949. In der Kampfbahn „Am Zoo“ besiegte die Mannschaft im Endspiel des FDGB-Pokals die Vertretung von Waggonbau Dessau mit 3:1 und wurde auf diese Weise erster FDGB-Landespokalsieger von Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit den Dessauern qualifizierte sie sich auch für die Runde der letzten acht Vertretungen in der SBZ. Während die Eilenburger jedoch am 7. August 1949 an Zeiss Jena scheiterten, gewannen die Dessauer den ersten FDGB-Pokal im Osten.

In den Folgejahren spielt die Mannschaft als BSG Chemie Eilenburg bis zur Neustrukturierung 1952 in der Landesklasse Sachsen-Anhalt. Mit der Verwaltungsgebietsreform und der Schaffung von Bezirken wechselt man ab 1952 in den Bezirk Leipzig.

Bis zur Wende spielen die Chemie-Fußballer dabei fast ausschließlich in der Bezirksliga oder in der Bezirksklasse. 1977 wird die BSG als Neuling Zweiter der Leipziger Bezirksliga hinter der TSG MAB Schkeuditz. Im Jahr darauf gewann sie den FDGB-Bezirkspokal.

Nach Auflösung der Betriebssportgemeinschaften im Jahr 1990 benannten sich die Eilenburger in FSV Grün/Weiß Eilenburg um. 1998 wurde dieser sächsischer Hallenlandesmeister und unter Trainer Joachim Fritzsche Zweiter der Bezirksliga. Dies konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Verein in Eilenburg hinter dem mittlerweile zweimaligen Bezirksmeister MFC Eilenburg (hervorgegangen aus dem Mörtitzer SV) in der Stadt erneut nur die Nummer 2 war. Nachdem auch im Folgejahr der Aufstieg in die Landesliga verpasst wurde und sich auch die BSG Lok 1998 bereits dem MFC angeschlossen hatte, kam es 2001 zur Fusion.

Als FC Eilenburg spielt der Verein seither in der Spitze des sächsischen Fußballs eine sehr gute Rolle. 2004 gelang unter Trainer Martin Polten der Gewinn des Hallenlandesmeistertitels, der Gewinn des Sachsenmeistertitels und der Aufstieg in die Fußball-Oberliga Nordost, in der sich der Verein fünf Jahre halten konnte. Größter Erfolg war dabei Platz drei in der Serie 2006/07 vor ostdeutschen Traditionsvereinen wie dem FC Sachsen Leipzig, dem Halleschen FC oder dem FSV Zwickau. Ab der Saison 2009/10 spielt der Verein wieder in der Landesliga Sachsen.

Mannschaft[Bearbeiten]

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum im Verein seit vorheriger Verein

Tor

28 Marko Sujica KroateKroate 08.07.1992 2013 NK Hrvatski Dragovoljac

Abwehr

2 Philipp Arndt DeutscherDeutscher 15.04.1992 2012 RB Leipzig II
3 Arne Kübek DeutscherDeutscher 18.03.1993 2014 Heesseler SV
5 Stephan Hofmann DeutscherDeutscher 17.09.1984 2010 Kickers 94 Markkleeberg
6 Tim Krömer DeutscherDeutscher 12.09.1991 2013 BSG Chemie Leipzig
14 Henrik Jochmann DeutscherDeutscher 16.04.1992 2013 Chemnitzer FC II
21 Markus Roth DeutscherDeutscher 10.04.1990 2014 SSV Markranstädt

Mittelfeld

4 Steve Finke DeutscherDeutscher 24.11.1987 2013 Hallescher FC
8 René Winkler DeutscherDeutscher 30.12.1992 2013 Hallescher FC II
9 Dennis Kummer DeutscherDeutscher 14.06.1994 eigene Jugend
10 Paul Stöbe DeutscherDeutscher 18.04.1990 2011 1. FC Lokomotive Leipzig
13 Max Theinert DeutscherDeutscher 18.07.1995 eigene Jugend
17 Christoph Bartlog DeutscherDeutscher 23.11.1991 eigene Jugend
19 Dennis-Sven Radig DeutscherDeutscher 04.03.1994 eigene Jugend
22 Martin Schlegel DeutscherDeutscher 12.07.1992 2013 Chemnitzer FC II

Angriff

7 Sebastian Heidel DeutscherDeutscher 25.05.1989 2014 VfB Lübeck
11 Benjamin Fraunholz DeutscherDeutscher 28.08.1985 2013 1. FC Lokomotive Leipzig
12 Dennis Zivcec KroateKroate 06.07.1994 2015 SC Wiesen
18 Maximilian Röhrborn DeutscherDeutscher 12.03.1994 2014 RB Leipzig II
20 Tommy Kind DeutscherDeutscher 08.07.1989 2014 SSV Markranstädt

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1997 Aufstieg in die Landesliga
  • 2004 Aufstieg in die Oberliga

Stadion[Bearbeiten]

Der FC Eilenburg trägt die Heimspiele seiner ersten Männermannschaft im Ilburg-Stadion aus. Dieses Stadion verfügt über 5.600 Plätze, davon 600 Sitzplätze (250 überdacht). Es ist mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. Die Spiele der Nachwuchsmannschaften finden im Sparkassen-Fußball-Zentrum auf zwei Rasen- und einem Kunstrasenplatz unweit des Ilburg-Stadions statt.[1]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten]

Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte
1994/95 Bezirksliga 05. 53:28 036:24
1995/96 Bezirksliga 06. 58:42 0044
1996/97 Bezirksliga 01. 71:30 0068
1997/98 Landesliga
1998/99 Landesliga 08. 55:54 0043
1999/00 Landesliga 07. 56:45 0046
2000/01 Landesliga 12. 35:39 0028
2001/02 Landesliga 05. 44:27 0047
2002/03 Landesliga 03. 48:27 0056
2003/04 Landesliga 01. 68:25 0060
2004/05 Oberliga 12. 42:52 0041
2005/06 Oberliga 12. 32:39 0031
2006/07 Oberliga 03. 45:32 0055
2007/08 Oberliga 12. 42:48 0034
2008/09 Oberliga 14. 28:46 0027
2009/10 Landesliga 03. 55:27 0064
2010/11 Landesliga 05. 56:40 0054
2011/12 Landesliga 12. 30:37 0034
2012/13 Landesliga 10. 31:31 0038
2013/14 Landesliga 02. 62:32 0065

Farblegende:  - Aufstieg,  - Abstieg

Personen[Bearbeiten]

Trainerhistorie[Bearbeiten]

  • bis 12/1994: Gerd Stephan
  • 01/1995 bis 06/1996: Hans-Joachim Hobusch
  • 07/1996 bis 10/1997: Gerd Stephan
  • 11/1997 bis 12/2001: Jörg Wunderlich
  • 01/2002 bis 06/2002: Hans-Joachim Klinger
  • 07/2002 bis 06/2005: Martin Polten
  • 07/2005 bis 11/2005: Frank Pohl
  • 11/2005 bis 06/2006: Wolfgang Letzian
  • 07/2006 bis 05/2008: Joachim Steffens
  • 05/2008 bis 06/2008: Carsten Hänsel
  • 07/2008 bis 11/2008: Roman Müller
  • 11/2008 bis 12/2008: Carsten Hänsel
  • 01/2009 bis 05/2009: Thomas Matheja
  • 05/2009 bis 06/2010: Carsten Hänsel
  • 07/2010 bis 06/2011: Béla Virág
  • 07/2011 bis 06/2012: Rico Winkler
  • 07/2012 bis 06/2013: Olaf Schaller
  • seit 07/2013: Tomislav Piplica

kursiv: Interimstrainer

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ilburg-Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nachwuchszentrum jetzt „Sparkassen-Fußball-Zentrum“ (abgerufen am 19. Oktober 2011)
  2. Steffen Tänzer u.a., Jetzt kommen die tapferen Eilenburger. Das Jahrhundertbuch zur Eilenburger Fußballgeschichte, ISBN 978-3-00-036326-9