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BSG Chemie Leipzig (1997)

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BSG Chemie Leipzig
Vereinswappen der BSG Chemie Leipzig
Basisdaten
Name Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig e. V.
Sitz Leipzig, Sachsen
Gründung 16. Juli 1997
Farben grün-weiß
Mitglieder 2500 (Stand: 9. April 2025)[1]
Vorstand Christian Friedrich, Bastian Pauly, Gregor Schoenecker, Marc Walenta, Gerd Kroll
Website chemie-leipzig.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Alexander Schmidt
Spielstätte Alfred-Kunze-Sportpark
Plätze 4999
Liga Regionalliga Nordost
2025/26 13. Platz
Heim
Ausweich

Die BSG Chemie Leipzig (voller Name: Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig) ist ein 1997 gegründeter Sportverein aus Leipzig. Der Verein sieht sich als legitimer Nachfolger der in der DDR bestehenden BSG Chemie Leipzig,[2] die 1990 nach Fusion im FC Sachsen Leipzig aufgegangen war.[3] In der Saison 2024/25 spielt die erste Fußball-Herrenmannschaft des Vereins in der viertklassigen Regionalliga Nordost. Die zweite Fußball-Herrenmannschaft spielt in der achtklassigen Stadtliga Leipzig; außerdem umfasst die Fußballabteilung des Vereins eine Frauenmannschaft, die aktuell in der Landesliga Sachsen antritt, sowie zahlreiche Nachwuchsmannschaften in allen Altersklassen. Zum Verein gehören ferner eine Handball- und eine Kegelabteilung.

Der DDR-Meister von 1951 und 1964 Chemie Leipzig hatte sich nach der friedlichen Revolution und im Zuge der Umstellung auf ein marktwirtschaftliches Wirtschaftssystem, was zum Zusammenbruch des BSG-Systems führte, 1990 mit Chemie Böhlen zum FC Sachsen Leipzig zusammengeschlossen und spielte fortan im traditionellen Chemie-Stadion, dem Alfred-Kunze-Sportpark.

Die BSG Chemie als Förderverein des FC Sachsen Leipzig (1997–2008)

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Die „neue“ BSG Chemie Leipzig wurde am 16. Juli 1997 von Anhängern des FC Sachsen Leipzig als Ballsportfördergemeinschaft Chemie Leipzig zum Schutz des Namens und der Marke „BSG Chemie Leipzig“ so wie zur Förderung des FC Sachsen Leipzig gegründet.[4] Dies wurde unter anderem dadurch verwirklicht, dass Vereinsmitglieder das hintere Vereinszimmer in der Vereinsgaststätte „Sachsenstube“ neu gestalteten und in ein Traditionszimmer umwandelten oder dass „Care-Pakete“ – Unterstützungspakete zur finanziellen Absicherung der Nachwuchsabteilung des FC Sachsen Leipzig während der Insolvenz 2001 – verkauft wurden.[5][6]

Um eine Weiterführung des Spielbetriebes auch im Falle der Liquidation des FC Sachsen Leipzig zu ermöglichen, wurde im Jahre 2004 die Vereinssatzung entsprechend geändert. Im gleichen Zuge benannte sich der Verein in Ballsportgemeinschaft Chemie Leipzig um. Seitdem sah sich der Verein laut Vereinsleitbild als „Option für den Fall [...], dass der legitime Nachfolger der BSG Chemie Leipzig den wertebasierten Weg verlässt oder in anderweitige existenzielle Schwierigkeiten gerät“.[7]

In den Folgejahren verschärften sich Spannungen innerhalb der Anhänger des FC Sachsen Leipzig in Bezug auf Uneinigkeit über den weiteren Weg des Vereines immer weiter. Besonders der Umzug des Spielbetriebes der 1. Fußballmännermannschaft aus dem Alfred-Kunze-Sportpark in das Zentralstadion, die fehlende Kommunikation mit den Fans, das Verbot von sich auf die Tradition beziehenden Fahnen oder das Unterdrücken des Namens „Chemie“ wurden kritisiert.[8][9] Parallel dazu eskalierten politische Streitereien innerhalb der Anhängerschaft des FC Sachsen Leipzig, die am 11. November 2007 in einer körperlichen Auseinandersetzung beim Auswärtsspiel gegen den VfB Sangerhausen gipfelten.[10] Infolgedessen sahen die Vereinsmitglieder den im Vereinsleitbild genannten Fall, dass der FC Sachsen Leipzig „den wertebasierten Weg verlässt“ als eingetroffen an.

„Neuanfang“ und Stagnation (2008–2013)

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Der Verein nahm deshalb in der Saison 2008/09 in der 3. Kreisklasse, Staffel 1 (12. Liga) erstmals mit einer eigenen Herren-Fußballmannschaft am Spielbetrieb des DFB teil.[11] Nach drei Aufstiegen in Folge erreichte diese Mannschaft die Stadtklasse Leipzig. Nach der Saison 2010/11 übernahm der Verein das Spielrecht der ersten Herren-Fußballmannschaft des VfK Blau-Weiß Leipzig und konnte deshalb ab der Saison 2011/12 im Alfred-Kunze-Sportpark bereits in der Sachsenliga antreten; die in die Stadtklasse aufgestiegene Herrenmannschaft wurde damit zur 2. Herrenmannschaft. Am 12. August 2011 wurde die Umbenennung des Vereins in den heutigen Namen Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig beschlossen.[12] Ebenfalls 2011 wurde der FC Sachsen Leipzig aufgelöst. Nach Abschluss der Saison 2012/13 stieg die BSG Chemie Leipzig aus der Sachsenliga in die Bezirksliga Nord ab.[13]

Drei Aufstiege in vier Jahren (2013–2017)

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Ende August 2013 wurde ein Lokalderby mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig II in der Bezirksliga Nord aus Angst vor Fankrawallen abgesagt.[14] Im Herbst 2013 gab es einen Polizei-Einsatz bei einem Auswärtsspiel in Zwenkau, bei dem 500 Anhänger der BSG Chemie Leipzig den Verein unterstützten.[15] Im Februar 2016 verurteilte das Amtsgericht Leipzig einen beteiligten Polizeibeamten wegen Körperverletzung im Amt zu einer Geldstrafe, ein weiterer angeklagter Polizist wurde freigesprochen.[16] Nach Beendigung der Saison 2013/2014 stieg die BSG Chemie Leipzig von der Bezirksliga Nord wieder in die Sachsenliga auf.[17] Nach der Insolvenz der SG Sachsen Leipzig wurde die BSG Chemie Leipzig alleiniger Pächter des Alfred-Kunze-Sportparks. Die „Alten Herren“ sowie die Kegelabteilung der SG Sachsen traten der BSG Chemie Leipzig bei.[18] Im Frühjahr 2015 gehörte die BSG Chemie Leipzig als zeitweiliger Spitzenreiter der Sachsenliga zu den Favoriten für den Aufstieg in die NOFV-Oberliga,[19][20] beendete die Saison aber als Tabellendritter.[21] Ein Jahr später am 18. Juni 2016 gelang der Mannschaft die Meisterschaft in der Sachsenliga vor dem punktgleichen SV Einheit Kamenz und dem ebenso punktgleichen FC Grimma und damit der Aufstieg in die Oberliga.[22]

Am dritten Spieltag der Oberligasaison 2016/17 absolvierte die neugegründete BSG Chemie im Heimspiel gegen den VfL Halle 1896 ihr erstes Pflichtspiel gegen eine nicht aus dem Freistaat Sachsen stammende Mannschaft und gewann 2:0 (2:0).[23] Am Ende der Saison gelang der BSG Chemie die Meisterschaft in der NOFV-Oberliga (Süd) und damit der Aufstieg in die Regionalliga Nordost.

Jüngere Entwicklung (seit 2017)

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Fankurve der BSG Chemie Leipzig beim Freundschafts- und Benefizspiel gegen Eintracht Frankfurt (2019)

Am dritten Spieltag der Regionalligasaison 2017/18 gelang der neugegründeten BSG Chemie mit einem 1:0-Heimsieg gegen den SV Babelsberg 03 ihr erster Sieg in der vierthöchsten deutschen Spielklasse.[24] In der Folge spielte Chemie jedoch eine enttäuschende Hinrunde, während der in 17 Spielen lediglich 12 Punkte erspielt werden konnten, was zur Winterpause Platz 17 bedeutete. Nach der Winterpause zeigten sich die Chemiker deutlich verbessert und erspielten in 17 Rückrundenpartien 23 Punkte. Dennoch stand nach einer 5:0 (2:0)-Auswärtsniederlage gegen die Zweitvertretung von Hertha BSC am 33. und vorletzten Spieltag der 16. Tabellenplatz rechnerisch fest, der in dieser Saison aufgrund der gleichzeitigen Abstiege zweier Vereine aus dem Gebiet des Regionalverbandes Nordost (Chemnitzer FC und FC Rot-Weiß Erfurt) aus der 3. Liga in die Regionalliga Nordost nicht für den Klassenerhalt genügte und somit den sofortigen Wiederabstieg in die NOFV-Oberliga bedeutete.

Im sächsischen Landespokal war die BSG hingegen deutlich erfolgreicher und gewann dort am 21. Mai 2018 im Finale gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Landespokal mit 1:0 (1:0), womit sie sich für den DFB-Pokal 2018/19 qualifizierte. Dort setzte sie sich in der 1. Hauptrunde gegen den SSV Jahn Regensburg mit 2:1 (0:1) durch und musste sich erst in der 2. Hauptrunde dem SC Paderborn mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. In der Oberliga gelang der BSG Chemie erneut die Meisterschaft und somit der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga.

Nach einer soliden Hinrunde in der Regionalliga-Saison 2019/20 überwinterte die BSG Chemie auf dem zwölften Tabellenplatz. Diesen Tabellenplatz belegte sie auch nach dem 23. Saisonspiel, einer 2:4-Heimniederlage gegen die VSG Altglienicke, noch. Aufgrund der zu dieser Zeit in Deutschland ausgebrochenen COVID-19-Pandemie sollte es das letzte Spiel der Saison gewesen sein; die Saison wurde zunächst unterbrochen und am 5. Juni 2020 abgebrochen, womit die BSG Chemie den Klassenerhalt in der Regionalliga Nordost erreicht hatte.[25]

In der Regionalliga-Saison 2020/21 spielte die BSG Chemie nur 13 Spiele, in denen beachtliche 24 Punkte erspielt wurden. Im November 2020 wurde die Saison aufgrund der COVID-19-Pandemie unterbrochen und im April 2021 für abgebrochen erklärt.[26] Die BSG erreichte auf der Grundlage der für die Endplatzierung abermals herangezogenen Quotientenregelung den 3. Platz. Im Sachsenpokal verlor man im Viertelfinale mit 0:1 gegen den Drittligisten FSV Zwickau. Die Saison 2021/22, die wieder regulär zu Ende gespielt werden konnte, beendete die BSG auf dem neunten Platz und sicherte somit souverän den erneuten Klassenerhalt. Im Sachsenpokal konnte man sich zwar im Halbfinale mit einem 4:3 i. E. beim FSV Zwickau für die Viertelfinalniederlage in der Vorsaison revanchieren, unterlag im Finale aber dem Chemnitzer FC mit 1:2.

Sportlicher Werdegang

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Die BSG Chemie Leipzig übernahm zur Saison 2011/12 das Sachsenliga-Spielrecht des VfK Blau-Weiß Leipzig, wodurch die bisherige Herrenmannschaft, die in der vorigen Saison in die Stadtklasse Leipzig aufgestiegen war, als 2. Herrenmannschaft weiterspielte.

1. Herrenmannschaft (Fußball)

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SaisonLigaKl.PlatzTorePunkteZuschauerschnittStadtpokal LeipzigSachsenpokalDFB-Pokal
2008/093. KreisklasseXII1.158:1876378 Zuschauer2. Runde
2009/102. KreisklasseXI1.105:1974289 Zuschauer3. Runde
2010/111. KreisklasseX1.99:2779312 Zuschauer3. Runde
2011/12SachsenligaVI7.54:33471033 Zuschauer3. Hauptrunde
2012/13SachsenligaVI14.36:4629677 Zuschauer2. Hauptrunde
2013/14Bezirksliga Sachsen NordVII1.56:1760856 ZuschauerAchtelfinale
2014/15SachsenligaVI3.54:29561237 Zuschauer3. Hauptrunde
2015/16SachsenligaVI1.68:30601393 Zuschauer3. Hauptrunde
2016/17NOFV-OberligaV1.69:21711819 ZuschauerViertelfinale
2017/18Regionalliga NordostIV16.21:51352691 ZuschauerPokalsieger
2018/19NOFV-OberligaV1.63:25692796 ZuschauerViertelfinale2. Hauptrunde
2019/20Regionalliga NordostIV12. 120:26233072 ZuschauerAchtelfinale
2020/21Regionalliga NordostIV3. 225:12241571 ZuschauerViertelfinale
2021/22Regionalliga NordostIV9.47:48563088 ZuschauerFinalist
2022/23Regionalliga NordostIV7.50:45534117 Zuschauer3. Hauptrunde
2023/24Regionalliga NordostIV8.40:40504393 ZuschauerAchtelfinale
2024/25Regionalliga NordostIV14.33:59344729 ZuschauerViertelfinale
2025/26Regionalliga NordostIV13.43:49404999 Zuschauer3. Hauptrunde
1 
Die Saison 2019/20 der Regionalliga Nordost wurde im Zuge der COVID-19-Pandemie im Juni 2020 abgebrochen, nachdem der Spielbetrieb zuvor seit dem 25. Spieltag unterbrochen war. Die BSG Chemie hatte bis dahin 23 Saisonspiele bestritten und stand sowohl in der Tabelle zum Zeitpunkt des Abbruchs als auch nach der vom NOFV für die Endplatzierung herangezogenen Quotientenregel auf dem 12. Platz.[25]
2 
Die Saison 2020/21 der Regionalliga Nordost wurde im Zuge der COVID-19-Pandemie im April 2021 abgebrochen, nachdem der Spielbetrieb zuvor seit dem 13. Spieltag unterbrochen war. Die BSG Chemie hatte bis dahin 13 Saisonspiele bestritten und stand sowohl in der Tabelle zum Zeitpunkt des Abbruchs als auch nach der vom NOFV für die Endplatzierung herangezogenen Quotientenregel auf dem 3. Platz.

2. Herrenmannschaft (Fußball)

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SaisonLigaKl.PlatzTorePunkteStadtpokal Leipzig
2011/12Stadtklasse LeipzigIX11.53:6438Achtelfinale
2012/13Stadtklasse LeipzigIX2.73:38581. Runde
2013/14Stadtliga LeipzigVIII13.31:6224Achtelfinale
2014/15Stadtliga LeipzigVIII4.51:43503. Runde
2015/16Stadtliga LeipzigVIII2.68:42573. Runde
2016/17Stadtliga LeipzigVIII5.57:49493. Runde
2017/18Stadtliga LeipzigVIII4.86:50582. Runde
2018/19Stadtliga LeipzigVIII2.78:2363Vizepokalsieger
2019/20Stadtliga LeipzigVIII2. 124:18372. Runde
2020/21Stadtliga LeipzigVIII7. 217:1017Viertelfinale
2021/22Stadtliga LeipzigVIII5.43:1831Pokalsieger
Stadtliga Leipzig Aufstiegsrunde3.67:2946
2022/23Stadtliga LeipzigVIII2.94:3462Vizepokalsieger
2023/24Stadtliga LeipzigVIII1.85:2668Pokalsieger
2024/25Sachsenklasse NordVII11.41:5139
2025/26Sachsenklasse NordVII7.72:5640
1 
Die Saison 2019/20 der Stadtliga Leipzig wurde im Zuge der COVID-19-Pandemie am 4. Juni 2020 abgebrochen, nachdem der Spielbetrieb zuvor seit dem 18. Spieltag unterbrochen war. Die zweite Mannschaft der BSG Chemie hatte bis dahin 18 Saisonspiele bestritten und stand in der Tabelle zum Zeitpunkt des Abbruchs auf dem 1. Platz, allerdings wurde vom Stadtverband FVSL für die Wertung der Saison die Quotientenregel herangezogen, nach der sie lediglich den 2. Platz belegte.[27]

Stand: 12. April 2026[28]

Nr.Nat.SpielerGeburtstagVertrag seitletzter Verein
Tor
1DeutschlandFlorian Horenburg18. Feb. 200201.07.2025FC Viktoria 1889 Berlin
12DeutschlandTom Eisfeld24. Apr. 200701.07.2025eigene Jugend
37DeutschlandMarcel Bergmann13. Mai 199801.20261. FC Lokomotive Leipzig
Abwehr
2DeutschlandTim Hoops14. Juli 200522.01.2026FC Augsburg II
3DeutschlandLorenz Hollenbach2. Okt. 200301.07.2025Greifswalder FC
5DeutschlandMarc Enke3. Juni 200401.07.2025Hertha 03 Zehlendorf
18DeutschlandPhilipp Wendt28. Feb. 199701.07.2025FC Carl Zeiss Jena
21DeutschlandRudolf Sanin11. März 200001.07.2025Greifswalder FC
27DeutschlandRajk Lisinski25. Feb. 200324.01.2025FC Viktoria 1889 Berlin
33DeutschlandJulian Bell10. Jan. 200323.01.2026SpVgg Bayreuth
40Jean-Marie Nadjombe6. Sep. 200101.08.20251. FSV Mainz 05 II
79DeutschlandRodriguez Fantozzi19. Aug. 200727.01.2026Türkgücü München
Mittelfeld
7DeutschlandJanik Mäder22. Sep. 199601.07.2022Energie Cottbus
9DeutschlandMaxime Langner1. Okt. 200401.07.2025FC Rot-Weiß Erfurt
10DeutschlandFynn Seidel31. Jan. 200401.07.2025Chemnitzer FC
14Valon Aliji3. Mai 200502.02.2025Berliner Sport-Club
15DeutschlandAnton Bulland2. Jan. 200621.01.2026RB Leipzig
16DeutschlandLasse Timpelan23. Apr. 200601.07.2025eigene Jugend
23DeutschlandNils Lihsek24. Sep. 199925.09.2025vereinslos
31DeutschlandTim Kießling29. Nov. 199801.07.2025ZFC Meuselwitz
32DeutschlandJulian Weigel14. Juli 200101.07.20241. FC Lokomotive Leipzig
Angriff
8DeutschlandTim Bunge26. Apr. 199601.07.2024FC Eilenburg
11DeutschlandRobin Friedrich9. März 200331.07.2025Hallescher FC
17DeutschlandKay Seidemann20. März 200026.01.2026FC Carl Zeiss Jena
19DeutschlandJulius Hoffmann30. Apr. 200401.07.20251. FC Magdeburg II
30Stanley Ratifo5. Dez. 199401.07.20241. CfR Pforzheim
45DeutschlandCyrill Akono29. Feb. 200022.01.2026Hallescher FC
1 
gemeinsam mit der VSG Altglienicke.
2 
gemeinsam mit dem SV Lichtenberg 47.

Vorgängervereine BSG Chemie Leipzig (1950–1990), SC Lokomotive Leipzig (1954–1964), Chemie Böhlen (1952–1990) und FC Sachsen Leipzig (1990–2011)

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Die Meisterelf von 1964 im Alfred-Kunze-Sportpark
Wandgemälde am Eingang des Bruno-Plache-Stadions, der Heimspielstätte des 1. FC Lokomotive Leipzig (2013). Die Jahreszahl 1964 wurde offensichtlich von Chemie-Fans in Erinnerung an den sensationellen Meistertitel desselben Jahres und zur Provokation des Stadtrivalen angebracht.

Die neugegründete BSG Chemie Leipzig ist nicht in vereinsrechtlichem Sinne mit ihrem gleichnamigen Vorgängerverein und dem FC Sachsen Leipzig identisch, allerdings spielen deren Erfolge, insbesondere die DDR-Meisterschaft 1964, für die Fankultur und Tradition des Vereins eine große Rolle. Der Verein prüft gegenwärtig infolge eines Beschlusses der Mitgliederversammlung 2019, unter welchen Bedingungen die Verwendung eines entsprechenden Meistersterns auf den Trikots ermöglicht werden kann.[29]

1 
gemeinsam mit der TSG Wismar, dem BFC Dynamo II, der BSG Motor Werdau und dem FC Rot-Weiß Erfurt.
3 
gemeinsam mit der ASG Vorwärts Stralsund, der BSG Stahl Hennigsdorf, als BSG Chemie Böhlen und der BSG Wismut Gera.
5 
gemeinsam mit der TSG Bau Rostock, dem FC Vorwärts Frankfurt/O., der BSG Energie Cottbus und der BSG Motor Suhl.
6 
gemeinsam mit der BSG Schiffahrt/Hafen Rostock, der BSG Stahl Brandenburg, der BSG Stahl Riesa und der BSG Wismut Gera.
7 
gemeinsam mit Tennis Borussia Berlin und dem 1. FC Union Berlin.
8 
gemeinsam mit dem FC Schönberg 95.

Durch die Neugründung des Vereins aus eigener Hand spielen die Fans bei Chemie Leipzig eine zentrale Rolle. In der Saison 2022/23 besuchten die Heimspiele der BSG im Schnitt 4134 Zuschauer[30], zudem hat Chemie Leipzig in der Regionalliga Nordost eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Auswärtsfahrern.[31]

Die Fanszene der BSG Chemie Leipzig pflegt seit längerer Zeit eine Freundschaft mit Fans von Eintracht Frankfurt. Im Sinne der Fanfreundschaft wurden zwischen beiden Teams bereits mehrere Freundschaftsspiele ausgetragen.[32] Seit einiger Zeit besteht auch eine Freundschaft zu den Fans des FC Wacker Innsbruck.[33]

Rivalitäten und Derbys

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Wie schon zu Zeiten der Vorgängervereine besteht eine starke Rivalität zwischen der in Leipzig-Leutzsch beheimateten BSG Chemie und dem Ortsnachbarn 1. FC Lokomotive Leipzig aus Leipzig-Probstheida. Das zwischen Chemie und Lokomotive ausgetragene Leipziger Stadtderby gilt als das „brisanteste Stadtduell Ostdeutschlands“ und gehört zu den zehn traditionsreichsten Derbys in Deutschland.

Zwischen den Derbys kommt es häufig zu Gewalt und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Fans sowie Hooligans beider Mannschaften. Neben der Nähe beider Vereine sind heute auch die unterschiedlichen politischen Ansichten der Fanlager ein Grund für die große Rivalität. So werden Chemie-Anhänger eher dem politisch linken und Teile der Lok-Anhänger dem politisch rechten Spektrum zugeordnet.[34]

Nr.DatumHeimErgebnisAuswärtsWettbewerb
10013. November 2016 BSG Chemie Leipzig0:1 n. V. 1. FC Lokomotive LeipzigSachsenpokal 2016/17, Viertelfinale
10129. Juli 2017 BSG Chemie Leipzig0:1 1. FC Lokomotive LeipzigRegionalliga Nordost 2017/18, 1. Spieltag
10222. November 2017 1. FC Lokomotive Leipzig0:0 BSG Chemie LeipzigRegionalliga Nordost 2017/18, 18. Spieltag
10315. Dezember 2018 BSG Chemie Leipzig0:1 1. FC Lokomotive LeipzigSachsenpokal 2018/19, Viertelfinale
1046. Oktober 2019 BSG Chemie Leipzig2:0 1. FC Lokomotive LeipzigRegionalliga Nordost 2019/20, 11. Spieltag
10521. November 2021 1. FC Lokomotive Leipzig1:0 BSG Chemie LeipzigRegionalliga Nordost 2021/22, 18. Spieltag
1067. Mai 2022 BSG Chemie Leipzig2:1 1. FC Lokomotive LeipzigRegionalliga Nordost 2021/22, 37. Spieltag
10725. September 2022 BSG Chemie Leipzig7:8 i. E. 1. FC Lokomotive LeipzigSachsenpokal 2022/23, 3. Hauptrunde
10816. Oktober 2022 1. FC Lokomotive Leipzig3:0 BSG Chemie LeipzigRegionalliga Nordost 2022/23, 9. Spieltag
1092. April 2023 BSG Chemie Leipzig0:0 1. FC Lokomotive LeipzigRegionalliga Nordost 2022/23, 26. Spieltag
11026. November 2023 BSG Chemie Leipzig1:1 1. FC Lokomotive LeipzigRegionalliga Nordost 2023/24, 15. Spieltag
1115. Mai 2024 1. FC Lokomotive Leipzig0:2 BSG Chemie LeipzigRegionalliga Nordost 2023/24, 32. Spieltag
1126. Oktober 2024 1. FC Lokomotive Leipzig2:0 BSG Chemie LeipzigRegionalliga Nordost 2024/25, 11. Spieltag
11323. März 2025 BSG Chemie Leipzig1:4 1. FC Lokomotive LeipzigSachsenpokal 2024/25, Viertelfinale
1146. April 2025 BSG Chemie Leipzig0:3 1. FC Lokomotive LeipzigRegionalliga Nordost 2024/25, 28. Spieltag
11512. Oktober 2025 1. FC Lokomotive Leipzig3:0 BSG Chemie LeipzigSachsenpokal 2025/26, 3. Hauptrunde
11619. Oktober 2025 1. FC Lokomotive Leipzig2:0 BSG Chemie LeipzigRegionalliga Nordost 2025/26, 12. Spieltag
11712. April 2026 BSG Chemie Leipzig1:0 1. FC Lokomotive LeipzigRegionalliga Nordost 2025/26, 29. Spieltag

Nachdem zu DDR-Zeiten zwischen 1969 und 1987 eine Frauenfußballabteilung bei der historischen BSG Chemie existierte, wurde im Jahre 2022 eine neue Abteilung gegründet.[35] Die Mannschaft startete in der Landesklasse Nord und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die viertklassige Landesliga Sachsen. Im Saisonverlauf wurde die Mannschaft um die 158fache deutsche Nationalspielerin Anja Mittag verstärkt.[36] In der folgenden Saison 2023/24 wurden die Leipzigerinnen Meister der Landesliga. Aus strukturellen und sportlichen Gründen wurde auf einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga verzichtet.[37] 2025 erreichten die „Chemikerinnen“ das Endspiel um den Sachsenpokal, welches mit 0:1 gegen die zweite Mannschaft von RB Leipzig verloren wurde. Da zweite Mannschaften nicht am DFB-Pokal teilnehmen dürfen, qualifizierte sich die BSG Chemie für den DFB-Pokal 2025/26.[38] Dort gewannen die Leipzigerinnen in der Play-off-Runde mit 3:2 gegen den FC Freiburg-St. Georgen, unterlagen dann aber in der 1. Hauptrunde gegen den Bundesligisten FC Carl Zeiss Jena mit 0:5.[39]

SaisonLigaKl.PlatzTorePunkteSachsenpokalDFB-Pokal
2022/23Landesklasse NordV1.155:1060Viertelfinale
2023/24LandesligaIV1. 181:2452Viertelfinale
2024/25LandesligaIV4.54:3139Finalist
2025/26LandesligaIV4.62:3235Achtelfinale1. Runde
1 
Aus strukturellen und sportlichen Gründen wurde auf das Aufstiegsrecht in die Regionalliga verzichtet.

Vorstandsvorsitzende

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NameVonBisSonstiges
1 Thomas Heier16. Juli 199712. August 2011
2 Oliver Krause12. August 201124. Januar 2012trat wegen Meinungsverschiedenheiten im Vorstand zurück[40]
3 Frank Kühne5. Oktober 201215. Juni 2025

Dem gegenwärtigen Vorstand gehören ferner folgende Mitglieder an:[41]

  • Bastian Pauly
  • Gregor Schoenecker
  • Marc Walenta
  • Christian Friedrich
  • Gerd Kroll
NameVonBisS 1U 1N 1Sonstiges
1 Radisa Radojicic1. Juli 200830. Juni 20117473Spielertrainer
2 René Behring1. Juli 201129. Mai 20121359
3 Steffen Hammermüller29. Mai 201219. April 20136510
4 Gregor Schoenecker19. April 201317. Juni 2013336ad interim
5 André Schönitz17. Juni 20138. Dezember 2015451015
6 Hans-Jürgen Weiß8. Dezember 201521. Januar 2016100ad interim
7 Dietmar Demuth21. Januar 20164. Dezember 2018482323
8 Christian Sobottka4. Dezember 20187. Januar 2019100ad interim
9 Miroslav Jagatic7. Januar 201918. Dezember 2024655054
10 David Bergner18. Dezember 20241. April 2025124ad interim
11 Adrian Alipour1. April 2025143

Stand: 19. Juni 2025

1 
Bilanz (Siege, Unentschieden und Niederlagen) in Meisterschaftsspielen.

Einzelnachweise

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  1. 2500 Mitglieder. 9. April 2025, abgerufen am 23. April 2025.
  2. BSG Chemie Leipzig e. V.: Leitbild. Website der BSG Chemie Leipzig. Abgerufen am 12. März 2015.
  3. chemie-leipzig.de. Website der BSG Chemie Leipzig. Abgerufen am 4. September 2018.
  4. Website der BSG Chemie Leipzig. (Memento vom 25. Juni 2001 im Internet Archive)
  5. Jens Wagner: Kerzen brennen für den Sieg. In: Sachsen Kurier. 31. März 2001.
  6. Unsere Hilfe für Chemie!. In: Sachsen Kurier. 11. August 2001.
  7. Website der BSG Chemie Leipzig. (Memento vom 3. Januar 2008 im Internet Archive)
  8. Bastian Pauly: Herzensangelegenheit Chemie. www.chemieblogger.de. 3. November 2008. Abgerufen am 12. März 2015.
  9. CHEMIE, CHEMIE, NUR NOCH CHEMIE (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) ultrassindia.blogsport.de (Memento vom 30. August 2017 im Internet Archive) 31. Juli 2008. Abgerufen am 12. März 2015.
  10. Ansgar Spiertz: VfB Sangerhausen vs. Sachsen Leipzig 1:1. Abgerufen am 12. März 2015.
  11. Die Leipziger Fussballszene: Krasses Herzblut, taz, 9. April 2009
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  38. Chemie Leipzig: Großer Kampf vor toller Kulisse: Chemikerinnen im Pokalfinale knapp an der Sensation vorbei. BSG Chemie Leipzig, abgerufen am 23. Mai 2025.
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