Face ID

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Face ID ist die Bezeichnung einer Gesichtserkennungstechnologie, welche bei Mobilgeräten des US-amerikanischen Unternehmens Apple eingesetzt wird. Apple präsentierte Face ID im Rahmen der Vorstellung des iPhone X am 12. September 2017. Face ID wird im iPhone X, iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR, iPhone 11, iPhone 11 Pro, iPhone 11 Pro Max, iPhone 12 mini, iPhone 12, iPhone 12 Pro, iPhone 12 Pro Max sowie dem iPad Pro (3., 4. und 5. Generation) eingesetzt. Ihr Vorgänger war der Fingerabdruck-Sensor Touch ID, welcher ab dem iPhone 5s verwendet wurde und weiterhin in Geräten mit Home-Taste zum Einsatz kommt. Bei der Vorstellung des iPad Air (4. Generation) stellte Apple das erste Gerät ohne Home-Taste vor, welches aber trotzdem auf Touch ID setzt.

Technologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesichtserkennung besteht aus einem Sensor mit zwei Modulen. Ein Modul namens "Dot projector" (dt. "Punktprojektor") projiziert ein Raster von mehr als 30.000 Infrarotpunkten auf das Gesicht eines Benutzers. Anschließend liest eine Infrarotkamera das Muster, um den Zugriff auf das Mobilgerät zu bestätigen oder zu verweigern. Es wird ein dreidimensionales Abbild des Gesichtes erzeugt und in einem lokalen, gesicherten Bereich des Prozessors (z. B. einem A11-Bionic-Chip) gespeichert. Das System lernt aus eventuellen Veränderungen im Gesicht eines Benutzers im Laufe der Zeit und kann so den Besitzer erfolgreich auch dann erkennen, wenn er eine Brille, eine Sonnenbrille, einen Hut, einen Schal, ein Make-up, oder einen Bart trägt. Dies geschieht durch Berechnungen zur Bereitstellung künstlicher Intelligenz direkt auf dem Smartphone.

Einschränkungen und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nutzung ist beim iPhone auf das Hochformat beschränkt; bei iPads funktioniert die Nutzung von Face ID auch im Querformat.[1] Bei geschlossenen Augen oder vom Gerät abgewandtem Blick kann Face ID den Zugriff verweigern.[2][3][4][5][6]

Face ID verweigert bis iOS 14.4.2 den Zugriff beim Tragen einer Schutzmaske.[7] Seit iOS 14.5 entsperren iPhones mit Face ID auch beim Erkennen eines Trägers einer Gesichtsmaske, wenn sich seine entsperrte Apple Watch (mit watchOS 7.4 oder später) in unmittelbarer Nähe befindet. Die Funktion steht zum Zahlen mit Apple Pay nicht zur Verfügung.

Zwillinge und nahe Verwandte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das iPhone X kann von Personen mit identischen Gesichtszügen, also eineiigen Zwillingen, entsperrt werden. Bei Geschwistern, die sich stark ähnlich sehen, kann es dazu kommen, dass das iPhone unberechtigterweise entsperrt wird – insbesondere, wenn das System zuvor durch Eingabe des Sperrcodes absichtlich oder unabsichtlich darauf trainiert wurde, das Gesicht des unberechtigten Geschwisterteils als das des Berechtigten zu erkennen.[8][9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Face ID auf dem iPhone oder iPad Pro verwenden. Abgerufen am 6. April 2021.
  2. iPhone XR - Face ID. Abgerufen am 15. November 2018 (deutsch).
  3. Apple Inc.: Face ID Security. November 2017, abgerufen am 15. November 2018 (englisch).
  4. Eike Kühl: Vertraut uns (eure Daten an)! Wie manipulierbar ist Face ID? In: zeit.de. 27. September 2017, abgerufen am 15. November 2018.
  5. Tobias Költzsch: Face ID funktioniert im Alltag problemlos - iPhone X im Test: Es braucht schon Zwillinge, um Face ID zu überlisten - Golem.de. 10. November 2017 (golem.de [abgerufen am 15. November 2018]).
  6. Leo Becker: Rat für Polizisten: iPhone besser nicht anschauen. Heise online, 15. Oktober 2018, abgerufen am 15. November 2018 (deutsch).
  7. Wenn Face ID auf dem iPhone oder iPad Pro nicht funktioniert. Abgerufen am 3. März 2021.
  8. Tobias Költzsch: Vor Zwillingen ist Face ID nicht sicher - iPhone X im Test: Es braucht schon Zwillinge, um Face ID zu überlisten - Golem.de. 10. November 2017 (golem.de [abgerufen am 15. November 2018]).
  9. PSA: Don’t train Face ID on your sibling’s face accidentally. In: TechCrunch. Abgerufen am 5. September 2019 (amerikanisches Englisch).