Face ID

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Face ID ist die Bezeichnung einer Gesichtserkennungstechnologie, welche bei Mobilgeräten des US-amerikanischen Unternehmens Apple eingesetzt wird. Sie wird seit der Einführung des iPhone X verwendet und seither weiterentwickelt. Verbaut wird diese in der aktuellsten Generation im iPhone XS (iPhone XS Max), IPhone XR, IPhone 11 (iPhone 11 Pro) sowie dem iPad Pro (3. Generation).

Die Gesichtserkennung besteht aus einem Sensor mit zwei Modulen. Ein Modul namens "Dot projector" (dt. "Punktprojektor") projiziert ein Raster von mehr als 30.000 Infrarotpunkten auf das Gesicht eines Benutzers. Anschließend liest eine Infrarotkamera das Muster, um den Zugriff auf das Mobilgerät zu bestätigen oder zu verweigern. Es wird ein dreidimensionales Abbild des Gesichtes erzeugt und in einem lokalen, gesicherten Bereich des Prozessors, einem A11-Bionic-Chip, einem A12-Bionic-Chip oder einem A13-Bionic-Chip, gespeichert. Das System lernt aus eventuellen Veränderungen im Gesicht eines Benutzers im Laufe der Zeit und kann so den Besitzer erfolgreich auch dann erkennen, wenn er eine Brille, eine Sonnenbrille, einen Hut, einen Schal, ein Make-up, oder einen Bart trägt. Dies geschieht durch Berechnungen zur Bereitstellung künstlicher Intelligenz direkt auf dem Smartphone. Bei geschlossenen Augen oder vom Gerät abgewandtem Blick kann Face ID den Zugriff verweigern.[1][2][3][4][5]

Face ID soll Touch ID, die fingerabdruckbasierte Authentifizierungstechnologie, die auf dem iPhone 8 und früheren Apple-Geräten verwendet wird, ersetzen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apple Inc. kündigte Face ID während der Präsentation des iPhone X am 12. September 2017 an.

Einschränkungen und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwillinge und nahe Verwandte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das iPhone X kann von Personen mit identischen Gesichtszügen, also eineiigen Zwillingen, entsperrt werden. Bei Geschwistern, die sich stark ähnlich sehen, kann es dazu kommen, dass das iPhone unberechtigterweise entsperrt wird – insbesondere, wenn das System zuvor durch Eingabe des Sperrcodes absichtlich oder unabsichtlich darauf trainiert wurde, das Gesicht des unberechtigten Geschwisterteils als das des berechtigten zu erkennen.[6][7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. iPhone XR - Face ID. Abgerufen am 15. November 2018 (deutsch).
  2. Apple Inc.: Face ID Security. November 2017, abgerufen am 15. November 2018 (englisch).
  3. Eike Kühl: Vertraut uns (eure Daten an)! Wie manipulierbar ist Face ID? In: zeit.de. 27. September 2017, abgerufen am 15. November 2018.
  4. Tobias Költzsch: Face ID funktioniert im Alltag problemlos - iPhone X im Test: Es braucht schon Zwillinge, um Face ID zu überlisten - Golem.de. 10. November 2017 (golem.de [abgerufen am 15. November 2018]).
  5. Leo Becker: Rat für Polizisten: iPhone besser nicht anschauen. Heise online, 15. Oktober 2018, abgerufen am 15. November 2018 (deutsch).
  6. Tobias Költzsch: Vor Zwillingen ist Face ID nicht sicher - iPhone X im Test: Es braucht schon Zwillinge, um Face ID zu überlisten - Golem.de. 10. November 2017 (golem.de [abgerufen am 15. November 2018]).
  7. PSA: Don’t train Face ID on your sibling’s face accidentally. In: TechCrunch. Abgerufen am 5. September 2019 (amerikanisches Englisch).