Fichtelgebirgsverein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Fichtelgebirgsverein e. V. (FGV) mit Sitz in Wunsiedel ist ein großer Wander- und Heimatverein in Bayern und anerkannter Naturschutzverband mit 19.000 Mitgliedern in 54 Ortsvereinen[1]. Sein Hauptbetätigungsfeld ist das Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns. Sein Emblem ist der Siebenstern. Er ist eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichts Hof (VR 115).

Adresse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgeschäftsstelle: Theresienstraße 2, 95632 Wunsiedel; Kompetenz- und Servicezentrum für Wandern, Wege, Naturschutz, Kultur und Heimatpflege; Regionale Fachbibliothek.; FGV-Shop; Tagungs- und Ausstellungsräume. Bis auf die Angestellten in der Hauptgeschäftsstelle arbeiten alle Vorsitzenden und Fachreferenten ehrenamtlich.

Vereinszweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflege des Wanderns, Ausbildung von Wanderführern, Markierung von Wanderwegen, Errichtung und Unterhaltung von Felsbesteigungsanlagen, Aussichtstürmen und Unterkunftshäusern, Naturschutzarbeit und Naturschutzstiftung sowie Landschaftspflege, Förderung der bodenständigen Kultur, des Denkmalschutzes, des Fichtelgebirgsmuseums und anderer heimat- und naturkundlicher Sammlungen, Herausgabe der Vereinszeitschrift Der Siebenstern und weiteren Heimatschrifttums, Jugendarbeit und Jugendbetreuung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1878 wurde in Wunsiedel die Sektion Fichtelgebirge des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins gegründet, die sich von Anbeginn nur der Erschließung des Fichtelgebirges annahm. 1888 wurde die Alpenvereinssektion aufgelöst und der FGV mit Sitz in Wunsiedel gegründet. Die Leitung übernahm lange Zeit der jeweilige Forstmeister von Wunsiedel. In den umliegenden Orten entstanden im Laufe der Zeit Ortsgruppen, um die Wende zum 20. Jahrhundert stieg die Mitgliederzahl auf 1000 an. Einen Aufschwung nahm der Verein nach dem Ersten Weltkrieg, 1924 umfasste er 38 Ortsgruppen mit 7000 Mitgliedern. In dieser Zeit entwarf Lorenz Reinhard Spitzenpfeil[2] das erste Vereinslogo. Auch die Logos des Colloquium Historicum Wirsbergense und des Frankenwaldvereins stammen von ihm. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der die Vereinstätigkeit weitgehend zum Erliegen brachte, vollzog sich ein rascher Neuaufbau, wobei auch starke und vielseitige Jugendgruppen gegründet wurden. 1936 wurde der Sitz des Vereins nach Hof verlegt, die Rückverlegung nach Wunsiedel erfolgte 2003/04.

Kulturpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1982 verleiht der Fichtelgebirgsverein jährlich einen Kulturpreis an Personen oder Gruppen, die sich um die Kultur in der Fichtelgebirgs-Region verdient gemacht haben.

Ortsvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In folgenden Orten bestehen Zweigvereine: Arzberg/Ofr., Asch (CZ), Bad Alexandersbad, Bad Berneck, Bayreuth, Berlin, Bischofsgrün, Brand/Opf., Ebnath, Fichtelberg, Franken, Gefrees, Goldkronach, Grafenreuth, Hallerstein, Höchstädt im Fichtelgebirge, Hof/Saale, Hohenberg an der Eger, Kemnath, Kirchenlamitz, Kulmbach, Marktleuthen, Marktredwitz, Mehlmeisel, Münchberg, Nagel, Nemmersdorf, Neusorg, Niederlamitz, Nürnberg, Oberkotzau, Oberwarmensteinach, Pegnitz, Plauen, Pullenreuth, Rehau, Röslau, Schirnding, Schönwald, Schwarzenbach (Saale), Schwarzenhammer, Selb-Stadt, Selb-Plößberg, Sparneck, Speichersdorf, Thiersheim, Thierstein, Tröstau, Vordorf, Waldershof, Warmensteinach, Weidenberg, Weißenstadt, Weißenstein-Verein, Wunsiedel und Zell im Fichtelgebirge.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterkunftshäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussichtstürme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felsbesteigungsanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markierte Wanderwege: 4.110 km[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FGV-Hauptwanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fränkischer Gebirgsweg; Länge im Fichtelgebirge 260 km
  • Westweg (weißes W auf rotem Grund), Länge ca. 76 km
    • Münchberg – Weißenstein (bei Stammbach) – Gefrees – Stein – Bad Berneck – Fürstenstein – Sophienthal – Gänskopfhütte – Haidenaabquelle – Ahornberg – Immenreuth – Kemnath – Rauher Kulm
  • Höhenweg (weißes H auf rotem Grund) ca. 46 km
    • Schwarzenbach/Saale – Großer Waldstein – Weißenstadt – Rudolfstein – Schneeberg – Nußhardt – Seehaus – Platte – Silberhaus – Hohe Mätze – Kösseine – Haberstein – Luisenburg – Wunsiedel
  • Nordweg (weißes N auf rotem Grund) ca. 66 km
  • Mittelweg (schwarzes M auf gelbem Grund) ca. 68 km
    • Bayreuth – Untersteinach – Königsheide – Ochsenkopf – Weißmainquelle – Weißmainfelsen – Seehaus – Vordorfermühle – Vordorf – Zeitelmoos – Thierstein – Hohenberg/Eger
  • Südweg (schwarzes S auf gelbem Grund) ca. 68 km
    • Wirsberg – Neuenmarkt – Bad Berneck – Goldmühl – Warmensteinach – Bayreuther Haus – Immenreuth – Armesberg – Friedenfels – Wiesau
  • Ostweg (weißes O auf rotem Grund) ca. 57 km
    • Dreiländereck – Abzweigung nach Rehau – Rehau – Wildenau – Wartberg – Großer Hengstberg – Hohenberg/Eger – Schirnding – Kappel – Waldsassen
  • Steinwaldweg (weiß-roter Querbalken) ca. 38 km
    • Kösseinegipfel – Langentheilen – Katzentrögel/Platte – Weißenstein – Teichelberg – Waldsassen
  • Quellenweg (Schwarzes Q auf gelbem Grund) ca. 46 km
    • Münchberg – Zell – Quelle der Sächsischen Saale – Egerquelle – Weißenhaider Eck -Karches – Weißmainquelle – Weißmainfelsen – Fichtelnaabquelle – Fichtelsee – Nagel – Luisenburg – Alexandersbad – Marktredwitz
  • Egerweg (schwarzes E auf gelbem Grund) ca. 43 km
    • Egerquelle – Weißenstadt – Röslau – Marktleuthen – Schwarzenhammer – Wellerthal – Hohenberg/ Eger – Fischern
  • Röslauweg (schwarzes R auf gelbem Grund) ca. 40 km
    • Röslauquelle – Vordorfermühle – Leupoldsdorf – Tröstau – Wunsiedel – Lorenzreuth – Seußen – Arzberg – Schirnding – Fischern

Verlag und Herausgeber der Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Siebenstern, ab 2003 SIEBENSTERN (Vereinszeitschrift)
  • Das Fichtelgebirge (Monografien)
  • Unser Fichtelgebirge (Vermischtes)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Ortsgruppen des Fichtelgebirgsvereins erhielten die Eichendorff-Plakette:

  • 2004 Ortsgruppe Arzberg[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fichtelgebirgsverein – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.fichtelgebirgsverein.de/organisation/vereinsgeschichte
  2. Hans Seiffert u. a.: Eins-zwei-drei betreue ich und a-b-c; dazu die Heimat von siebenfarbenem Bogen überspannt - L - R - S. In: Frankenwald - Zeitschrift des Frankenwald-Vereins. Heft 10/1934, S. 145–164.
  3. http://www.wanderindex.de/wanderverbaende/hauptverband/eichendorffplakette.html