Fortuna Sittard

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Fortuna Sittard
Fortuna Sittard.svg
Basisdaten
Name Fortuna Sittard Combinatie
Sitz Sittard
Gründung 1. Juli 1968
Präsident TurkeiTürkei Özgür Işıtan Gün
Website fortuna-sittard.nl
Erste Mannschaft
Trainer NiederlandeNiederlande René Eijer
Spielstätte Fortuna Sittard Stadion,
Sittard
Plätze 12.500
Liga Eredivisie
2017/18 2. Platz (Jupiler League)
Heim
Auswärts
Eintrittskarte von Fortuna Sittard aus der Spielzeit 1997/98

Fortuna Sittard ist ein Fußballverein in der niederländischen Stadt Sittard, Provinz Limburg. Der Club spielt seit 2018 nach 16 Jahren wieder in der niederländischen Eredivisie. Fortuna Sittard trägt seine Spiele im 12.500 Zuschauer fassenden Fortuna Sittard Stadion aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein ist eine Vereinigung der beiden früheren Clubs Fortuna 54 Geleen und Sittardia. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten schlossen sich die beiden Vereine 1968 zusammen. Fortuna 54 war bis dahin ein relativ erfolgreicher Klub, der in der Saison 1956/1957 den KNVB-Pokal gewonnen hatte. Sittardia kämpfte dagegen häufig gegen den Abstieg. 1964, vor dem Zusammenschluss der beiden Vereine, folgte noch ein weiterer Erfolg im KNVB-Pokal.

Erfolg und Misserfolg hielten sich bei Fortuna die Waage, dennoch war Fortuna in den 1980er und 90er Jahren eine feste Größe in der Ehrendivision. Nach dem ersten Aufstieg in die 1. Liga 1982 konnten sich die Fortunen, von einer zweijährigen Zweitligazeit ab 1993 abgesehen, 20 Jahre lang in der Eredivisie halten. In der Saison 1984/85 erreichte Sittard das Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger. Die letzten beiden gesicherten Spielzeiten gelangen unter der Ägide des Trainers Bert van Marwijk. Als dieser am Ende der Saison 1999/2000 den Club verließ, um zu Feyenoord Rotterdam zu wechseln, endete die Erfolgsgeschichte des Vereins. Konnte in der Folgesaison in den Relegationsspielen noch die Klasse gehalten werden, stieg Fortuna 2002 dann doch in die Erste Division ab. Durch finanzielles Missmanagement befand sich der Verein am Rande des Bankrotts. Durch eine Spende von Fortuna-Fans, die in der holländischen Lotterie gewonnen hatten, konnte das Schlimmste verhindert werden. Eine Rückkehr in die Eredivisie gelang bis zur Saison 2017/18 nicht. Am 28. April 2018 gelang Fortuna Sittard vorzeitig der Aufstieg in die Eredivisie durch ein 1:0 gegen Jong PSV Eindhoven.

Zu Beginn der Saison 2009/10 sollten Roda Kerkrade und Fortuna Sittard fusionieren; neuer Name des Vereins sollte „Sporting Limburg“ sein. Die Spiele der ersten Mannschaft sollten in Kerkrade ausgetragen werden, das Stadion in Sittard der gemeinsamen Nachwuchsförderung dienen. Bei der Diskussion über die Bildung eines FC Limburg wurden auch der MVV Maastricht und der VVV Venlo als mögliche weitere Fusionspartner genannt.[1] Die Fusion sollte am 2. April 2009 stattfinden.[2] Nachdem die Provinzregierung aber die bereits zugesagten Mittel wieder gestrichen hatte, wurde in einer nächtlichen Sitzung auf den 9. April 2009 beschlossen, die Fusion doch nicht durchzuführen.

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1984/85 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde DanemarkDänemark Boldklubben 1903 3:0 0:0 (A) 3:0 (H)
2. Runde Polen 1980Polen Wisła Krakau 3:2 2:0 (H) 1:2 (A)
Viertelfinale EnglandEngland FC Everton 0:5 0:3 (A) 0:2 (H)
1998 UEFA Intertoto Cup 3. Runde UkraineUkraine Worskla Poltawa 5:2 3:0 (H) 2:2 (A)
Halbfinale OsterreichÖsterreich SV Austria Salzburg 3:4 2:1 (H) 1:3 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 10 Spiele, 4 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen, 14:13 Tore (Tordifferenz +1)

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Nationalität Von Bis
Vladimir Beara Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien 1966 1968
Frans Debruyn NiederlandeNiederlande Niederlande 1968 1969
Henk Reuvers NiederlandeNiederlande Niederlande 1969 1970
Evert Teunissen NiederlandeNiederlande Niederlande 1970 1972
Cor Brom NiederlandeNiederlande Niederlande 1972 1976
Cor van der Hart NiederlandeNiederlande Niederlande 1976 1977
Joop Castenmiller NiederlandeNiederlande Niederlande 1977 1980
Frans Körver NiederlandeNiederlande Niederlande 1980 1984
Bert Jacobs NiederlandeNiederlande Niederlande 1984 1986
Hans van Doorneveld NiederlandeNiederlande Niederlande 1987 1989
Han Berger NiederlandeNiederlande Niederlande 1989 1991
Georg Keßler DeutschlandDeutschland Deutschland 1991 1992
Chris Dekker NiederlandeNiederlande Niederlande 1992 1994
Pim Verbeek NiederlandeNiederlande Niederlande 1994 1997
Bert van Marwijk NiederlandeNiederlande Niederlande 1997 2000
Henk Duut NiederlandeNiederlande Niederlande 2000 2001
Frans Thijssen NiederlandeNiederlande Niederlande 2001 2001
Hans Verèl NiederlandeNiederlande Niederlande 2001 2001
Hans de Koning NiederlandeNiederlande Niederlande 2001 2004
Chris Dekker NiederlandeNiederlande Niederlande 2004 2006
Frans Körver NiederlandeNiederlande Niederlande 2006 2007
Henk Wisman NiederlandeNiederlande Niederlande 2007 2007
Roger Reijners NiederlandeNiederlande Niederlande 2007 2010
Wim Dusseldorp NiederlandeNiederlande Niederlande 2010 2011
Tiny Ruys NiederlandeNiederlande Niederlande 2011 2012
Wil Boessen NiederlandeNiederlande Niederlande 2012 2014
Peter van Vossen NiederlandeNiederlande Niederlande 2014 2015
Ben van Dael NiederlandeNiederlande Niederlande 2015 2016
Sunday Oliseh NigeriaNigeria Nigeria 2017 2018
Cláudio Braga PortugalPortugal Portugal 2018 2018
René Eijer NiederlandeNiederlande Niederlande 2018

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinkls[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liga-Report: Pro und contra FC Limburg
  2. Fusie Roda JC-Fortuna Sittard een feit. (Memento vom 8. April 2009 im Internet Archive) Bei: nos.nl. (niederländisch)