Gökçeada

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Gökçeada
Ímvros
Berge der Insel Gökçeada mit dem İlyas Dağ
Berge der Insel Gökçeada mit dem İlyas Dağ
Gewässer Thrakisches Meer
Inselgruppe Saruhan Adaları (Östliche Sporaden)
Geographische Lage 40° 10′ N, 25° 51′ OKoordinaten: 40° 10′ N, 25° 51′ O
Gökçeada (Türkei)
Gökçeada
Länge 29,5 km
Breite 13 km
Fläche 286,84 km²
Höchste Erhebung İlyas Dağ
673 m
Einwohner 9783 (2018)
34 Einw./km²
Hauptort Gökçeada
Gökçeada (Satellitenbild)
Gökçeada (Satellitenbild)

Gökçeada, bis 29. Juli 1970 İmroz[1]; griechisch: Ímvros (Ίμβρος f.) (deutsch: Imbros), ist eine Ägäisinsel in der türkischen Provinz Çanakkale. Hauptort der Insel ist die Stadt Gökçeada, die gleichzeitig Kreisstadt des gleichnamigen mit der Insel flächenmäßig identischen Landkreises ist. Bewohnt wird die Insel von Türken und einer alteingesessenen griechischen Minderheit.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der türkische Name Gökçeada ist eine moderne Schöpfung der türkischen Verwaltung, die seit dem 29. Juli 1970 als offizieller Name der Insel gilt. Vorher hieß die Insel im Türkischen und Osmanischen İmroz (ايمروز). Die Griechen nennen die Insel Ímvros; der deutsche Name Imbros entspricht der altgriechischen Aussprache. Erstmals genannt wird die Insel von Homer als Ἴμβρος. Von der Forschung wird angenommen, dass der Name möglicherweise zum luwischen Wort immra- „Feld, Flur“ gehört.[2] Doch ist diese Herleitung nicht unumstritten, zumal die Anwesenheit von luwischsprachigen Völkern in dieser Region nicht belegt werden kann.[3] Italienische Geografen nannten die Insel Imbro, Embaro oder Lembro.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel liegt strategisch günstig am Eingang der Dardanellen im Thrakischen Meer, 16 km westlich der Halbinsel Gelibolu und rund 30 km nordöstlich der Insel Limnos sowie 25 km südöstlich der Insel Samothraki. Sie ist 13 km breit und 30 km lang und hat eine Fläche von 287 km2. Die Insel hatte 9783 Einwohner im Jahr 2018.[4] Der höchste Berg ist der 673 Meter hohe erloschene Vulkan Doruk Tepe oder İlyas Dağ / Profítis Ilías (Προφήτης Ἠλίας).

Die wasserreiche Insel hat viele Quellen und Wasserläufe. Der größte Fluss ist der perennierende Büyükdere (türkisch: „großer Fluss“) oder Megálos Potamós (griechisch: Μεγάλος ποταμός „großer Fluss“), welcher in der Antike Ilissos (Ἰλισσός) hieß. Er hat seine Quellen unter dem İlyas Dağ und fließt ostwärts. In der Enge zwischen dem Berg Kesiktaş Tepe / Arassiá (Αρασσιά, 430 m) und dem Dorf Zeytinliköy / Áyii Theódori wurde von 1977 bis 1983 ein Staudamm errichtet, so dass der Oberlauf des Flusses heute einen Stausee bildet. Unterhalb davon wendet sich der Fluss nach Norden und bildet eine größere sehr fruchtbare Schwemmebene. Ebenfalls am İlyas Dağ entspringt der nach Südwesten abfließende Ballidere, der im Winter sehr viel Wasser führen, in heißen Sommern aber auch austrocknen kann. Der im Sommer wasserlose Değirmendere im Südosten bildet die kleinere fruchtbare Ebene um Eşelek. Im Südosten der Insel liegt die Salzlagune Tuz Gölü / Alikí (Αλυκή).

Das Vorgebirge İnce Burnu / Avlaka (Αύλακα) im Südwesten der Insel ist der westlichste Punkt der Türkei. Das Kap Kefaloz (Κέφαλος) im Südosten ist eine lange sandige Landzunge, die beim Tuz Gölü beginnt und eine größere Bucht im Norden bildet. Es endet in einer felsigen, etwa 30 Meter hohen Klippe. Von Natur aus bildet die Bucht Kale Koyu / Áyos Nikólaos bei Kaleköy / Kástro einen guten Anlegeplatz für Schiffe, der schon in der Antike durch eine Mole geschützt wurde, wobei die Bucht damals weiter ins Land hinein reichte. Im Nordosten liegt die Bucht Kuzulimanı, die zu einem modernen Fährenhafen ausgebaut wurde, der ganzjährig angefahren werden kann. Die vom Kap Kefaloz gebildete Bucht bietet zwar Schutz für kleinere Schiffe, taugt aber als Hafen wenig. Bei Pirgoz (Πύργος) im Süden der Insel gibt es einen weiteren Anlegeplatz und noch einen beim Kap İnce Burnu, der wegen unregelmäßiger Strömungen beim Vorgebirge eher unsicher anzufahren ist.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussicht von Tepeköy / Agrídia auf den Stausee im Landesinnern

Gökçeada liegt auf der Anatolischen Platte unmittelbar am nördlichen Rand der Plattengrenze zur Eurasischen Platte. Entlang der dadurch entstandenen Transformstörung ereignen sich größere Erdbeben und stellen für die Insel ein großes Risiko dar. Kleine spürbare Erdbeben sind in Gökçeada nichts Außergewöhnliches.[5] Am 24. Mai 2014 wurde Gökçeada von einem heftigen Erdbeben mit einer Magnitude von 6,9 Mw erschüttert. 30 Menschen wurden dabei verletzt und einige alte Häuser wurden beschädigt.[6][7]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel hat mediterranes Klima mit warmen trockenen Sommern und feuchten milden Wintern. In der Regel sind kühles Wetter und Regen in der ersten Septemberhälfte zu erwarten. Schnee und Bodenfrost sind im Winter keine Seltenheit. Regen fällt zwischen Mai und August in Ausnahmefällen.


Monatliche Durchschnittstemperaturen für Gökçeada
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 9,4 9,7 12,2 17,1 22,1 27,3 29,5 29,0 25,3 19,7 14,5 10,8 Ø 18,9
Min. Temperatur (°C) 4,4 4,3 6,1 9,8 13,9 18,2 20,3 20,3 17,3 13,4 9,3 6,0 Ø 12
Temperatur (°C) 6,7 6,7 8,8 13,1 17,7 22,5 24,6 24,2 20,7 16,1 11,6 8,3 Ø 15,1
Sonnenstunden (h/d) 3 4 5 7 9 11 12 11 9 6 3 2 Ø 6,8
Regentage (d) 10,6 9,6 9,1 8,6 6,6 3,2 2,3 1,8 3,6 5,9 10,0 12,3 Σ 83,6
Wassertemperatur (°C) 11,8 12,3 12,9 13,1 16,6 21,4 25,1 25,6 22,4 20,7 16,1 11,9 Ø 17,5
Luftfeuchtigkeit (%) 73 71 69 66 64 58 58 59 62 68 72 74 Ø 66,1
T
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m
p
e
r
a
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9,4
4,4
9,7
4,3
12,2
6,1
17,1
9,8
22,1
13,9
27,3
18,2
29,5
20,3
29,0
20,3
25,3
17,3
19,7
13,4
14,5
9,3
10,8
6,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussicht von Pınarbaşı / Spiliá mit der für Gökçeada / Ímvros typischen Vegetation

Die Vegetation auf Gökçeada ist mediterran und vor allem durch Phrygana und Macchia gekennzeichnet. Besonders im Nordwesten in höheren Lagen gibt es Wald, oft aber sind die Berge kahl mit nur wenig oder keiner Vegetation. Im Südwesten um den Salzsee Tuzgölü, an dem die Meerstrand-Binse (Juncus maritimus) vorkommt, und auf der Halbinsel Kefaloz ist eine psammophile Vegetation anzutreffen, geprägt durch Kugelbinse (Scirpoides holoschoenus) und Aethorhiza bulbosa.[8]

Die Macchia der Insel besteht aus immergrünen Sträuchern und zwergwüchsigen Bäumen wie wilder Ölbaum (Olive europaea var. sylvestris), Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), Östlicher Erdbeerbaum (Arbutus andrachne), Baumheide (Erica arborea), Kermeseiche (Quercus coccifera) und Stech-Wacholder (Juniperus oxycedrus).

Der häufigste Waldbaum ist die Kalabrische Kiefer (Pinus brutia), darunter mischen sich auch Kermeseichen (Quercus coccifera) und Flaumeichen (Quercus pubescens). Eine historische, über 600 Jahre alte Platane (Platanus orientalis) steht bei Pınarbaşı / Spiliá, nördlich des Dorfes Tepeköy / Agrídia.

Zu den wichtigsten Kulturpflanzen gehört der Olivenbaum, der besonders in der Ebene des Büyükdere gut gedeiht. Auch Weinreben und verschiedene Obstarten werden in bewässerten Gärten gehalten. Weizen und Gerste werden nicht nur in der Büyükdere-Ebene sondern auch im Südwesten um Uğurlu angebaut. Vor dem Bau der Staumauer befanden sich im oberen Tal des Büyükdere, dessen Lauf mit Oleanderbüschen gesäumt war, kleinere Anpflanzungen. In der kleinen Ebene um Eşelek im Südosten der Insel wird heute Obst und Gemüse angebaut.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den größten auf der Gökçeada lebenden Landsäugetieren gehört die Mönchsrobbe (Monachus monachus), welche in Höhlen an der Nordküste vorkommt. Verbreitet ist der Feldhase (Lepus europaeus), während das Kaukasische Eichhörnchen (Sciurus anomalus) mehr an den Wald gebunden ist. Hinzu kommen noch der Weißbrustigel (Erinaceus roumenicus) und kleinere Säugetiere wie die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon), drei Mausarten, die Westblindmaus (Spalax leucodon) sowie die Hausratte (Rattus rattus) und weniger häufig die Wanderratte (Rattus norvegicus).[9][10] An Meeressäugern kommen in umliegenden Meer nebem dem Pottwal (Physeter macrocephalus) noch vier Delphinarten vor.

Auf der ganzen Insel, besonders im Fluss Büyükdere, kommt die Balkan-Bachschildkröte (Mauremys rivulata) vor, daneben wurde noch die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) beobachtet.[11] Auf der Insel gibt es zehn Schlangenarten. Der Biss der Bergotter (Montivipera xanthina) kann für Menschen tödlich sein. Nicht zu den Schlangen gehört die Panzerschleiche (Pseudopus apodus) die 140 cm lang werden kann. Eidechsen sind ebenfalls verbreitet auf der Insel.

Auf Gökçeada wurden 45 Schmetterlingsarten verzeichnet.[12]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebene von Uğurlu mit der neolithischen Ausgrabung (Mitte, links)

Obwohl die Insel bereits während der letzten Kaltzeit, als der Meeresspiegel bis zu 120 m tiefer lag als heute, mit dem Festland und den Nachbarinseln Bozcaada, Samothraki, Limnos verbunden war, lässt sich eine Besiedlung durch vorbäuerliche Jäger- und Sammlergruppen nicht belegen.

Die ältesten ärchäologischen Funde von Gökçeada stammen aus der Jungsteinzeit und zwar aus Eksino Sırtı und Aydıncik köyü im Südosten der Insel, wo steinzeitliche Werkzeuge aus Flint gefunden wurden. Etwas jünger ist die älteste Siedlung der Insel beim Uğurlu Höyük, die um 6700 v. Chr. entstanden ist. Um 6500 v. Chr. ließen sich hier Angehörige einer bäuerlichen Kultur aus Anatolien nieder. Zu dieser Zeit lag die Insel bereits 12 km von der Küste entfernt, der Meeresspiegel damals etwa 12 bis 18 m unter dem heutigen.[13] Diese Bauern bauten Weizen, Gerste und Erbsen an und züchteten vor allem Schafe und Ziegen, seltener auch Schweine, zudem hielten sie Hunde. Daneben wurden auch Hirsche und Hasen gejagt, die auf der damals stärker bewaldeten Insel lebten.[14] Dieses älteste bekannte Bauerndorf der Ägäis bestand bis in die Frühe Bronzezeit.

Weitere Funde aus der frühen Bronzezeit kommen von Pirgoz an der Südspitze der Insel und aus fünf weiteren Orten an der Ostküste. Die gefundene Keramik gleicht derjenigen von Troja I und II (Hisarlık Tepe, 3400-2400 v. Chr.), das damals eine Hafenstadt war. Die wichtigste Siedlung dieser Zeit wurde beim Yenibademli Höyük / Áyos Floros Tepe ausgegraben, der damals am südöstlichen Ende der bis dahin reichenden A. Nikólaos-Bucht lag, heute aber 1,5 Kilometer von der Küste entfernt liegt. Geoarchäologische Sondierungen ergaben, dass die Ebene des Büyükdere früher eine große Bucht - die Büyükdere-Bucht (Büyükdere Koyu) - war, die ins Landesinnere reichte und im Laufe der Zeit vom Büyükdere / Megálo Potamós aufgefüllt wurde. Die Bewohner von Yenibademli Höyük hatten enge kulturelle Beziehungen zur Troas. Neben Ackerbau und Viehzucht betrieben sie Jagd auf Damhirsche und Feldhasen; Fischerei war weniger wichtig.

Aus der späten Bronzzeit sind fast keine Funde bekannt, lediglich beim Yenibademli Höyük und bei Pirgoz wurde mykenische Keramik gefunden.

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel und die Stadt Imbros (Ἴμβρου ἄστυ) wurden erstmals von Homer genannt: zwischen der felsigen Imbros (Ἴμβρος παιπαλοέσση, Ímbros paipaloésse) und Tenedos habe in der Tiefe des Meeres Poseidon seine Pferde angebunden und gefüttert (Ilias 13,32-38), während zwischen Imbros und Samothrake Thetis in einer unterseeischen Grotte zusammen mit anderen Meergöttinnen den Tod Achills beklagte (Ilias 24,78). Die später geschriebene homerische Hymne an Apollon nennt Imbros eine „gutgebaute Stadt“ (πόλις εὐκτιμένη).

Archäologisch wurde bei Kaleköy / Kástro spätgeometrische und archaische Keramik (ca. 800 bis 500 v. Chr.) gefunden. Damals lebten auf der Insel Etrusker, wie antike Autoren angaben. Da auf der benachbarten Insel Lemnos mehrere lemnische Inschriften, eine dem Etruskischen nahestehende Sprache, gefunden wurde, kann davon ausgegangen werden, dass diese Angaben stimmen. Es sind denn auch die Pelasger, die nach anderen antiken Autoren auf diesen Inseln gelebt haben sollen, mit diesen Etruskern zu identifizieren.

Im Jahr 512 v. Chr. eroberte der persische Feldherr Otanes die Inseln Imbros und Lemnos. Kurz nach 500 v. Chr. unterwarf Miltiades der Jüngere die Insel Imbros für Athen, als eine wichtige Station des Schwarzmeerhandels und als Getreidelieferant. Auf dem Hügel Kaleköy / Kastro ist dann die athenische Kleruchen-Stadt Imbros entstanden. Die älteste antike Inschrift der Insel stammt aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und ist im attischen Dialekt verfasst.

Die Insel Imbros gehörte zum Attischen Seebund und zahlte Tribute. Imbrier halfen 428/7 v. Chr. Athen den Aufstand der lesbischen Stadt Mytilene zu unterdrücken und unterstützten Athen auch im Krieg gegen Sparta und auf Sizilien. Unklar ist, ob Athen nach der Niederlage im Jahre 404 v. Chr. im Peloponnesischen Krieg die Insel verlor oder nicht. Jedenfalls wurde im Königsfrieden im Jahr 387 v. Chr. bestimmt, dass die Inseln Imbros, Lemnos und Skyros wie früher zu Athen gehören sollen. Dreißig Jahre später wurden Imbros und Lemnos von Feinden der Athener geplündert. Der makedonische König Philipp II. kämpfte mit Athen um Imbros und führte von der Insel Gefangene fort. 318 v. Chr. besetzte der makedonische Feldherr Antigonos I. Monophthalmos die Inseln Imbros und Lemnos, gab diese aber 307 v. Chr. den Athenern zurück. Auch der makedonische König Philipp V. besetzte um 200 v. Chr. die Insel und gab sie 196 v. Chr. den Athenern zurück. Die Insel verblieb in athenischem Besitz auch nachdem Athen zum Römischen Reich kam. Anhand von Münzprägungen ist denkbar, das zur Zeit von Augustus die Insel kurzzeitig unabhängig von Athen war. In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts n. Chr. verlor Athen die Insel, die dann zur Provinz Thrakien kam. Bei der Reichsteilung fiel Imbros zum Oströmischen Reich.

Imbros prägte während der ganzen Antike eigene Münzen aus Bronze, teilweise mit den athenischen Motiven, nämlich dem behelmten Kopf der Athena auf der Vorderseite und der Eule auf der Rückseite mit der Inschrift ΙΜΒΡΙΩΝ. Vom 4. bis zum 2. Jahrhundert v. Chr. wurden zudem Münzen herausgegeben, die auf der Vorderseite den Kopf einer Göttin, vielleicht Demeter, und auf der Rückseite den phallischen Gott Orthanes abbildeten. Zwei Münzen, die in die frühe Römerzeit zu datieren sind, zeigen auf der Vorderseite eine Heuschrecke, auf der Rückseite einen Kranz und die Inschrift ΑΘΕ für „Athener“ und darunter ΙΝΒΡΙ für „Imbrier“.

Die antike Stadt Imbros lag auf dem Hügel Kaleköy / Kástro, der im Norden steil ins Meer hinabfällt, auf der Südseite sich zur Ebene herabsenkt. Sie wurde archäologisch nur schlecht erforscht. Die Stadtmauern sind zum Teil noch erkennbar. Inschriften nennen ein Theater und ein Prytaneion, von denen heute keine Spuren erkennbar sind. Im Westen der Stadt lag der antike unbefestigte Hafen in der Bucht Kale Koyu / Áyios Nikólaos, der von einer künstlichen Hafenmole im Norden geschützt wurde. In der Bucht sind noch im Wasser antike Überreste erkennbar.

Die Athenischen Kleruchen brachten ihre Familien, Sitten, Kultur, Gesetze, Sprache und Gottheiten, wie Athena Polias oder Apollon Patroos, auf die Insel, was anhand gefundener Objekte und Inschriften deutlich wird und auch von antiken Autoren, die nur spärlich über Imbros berichten, bezeugt wird. Dass die ursprünglich einheimischen Imbrier nicht völlig vertrieben wurden ergibt sich daraus, dass einige Personen in imbrischen Inschriften sich ausdrücklich „Imbrier“ nannten und auch höhere Ämter einnehmen konnten. Zudem überlebten auch alte religiöse Kulte, besonders die Verehrung des auf Münzen abgebildetetn Orthanes und der Kult der „Großen Götter“ (Μεγάλοι Θεοί), die auch auf den benachbarten Inseln Lemnos und Samothrake verehrt wurden. Ihr Heiligtum wurde bei Roxado (Ροξάδο), westlich des Flughafens unterhalb des Dorfes Zeytinliköy / Áyii Theódori gefunden, aber nicht erforscht.

Byzantinische und Osmanische Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Byzantinische Festung bei Kaleköy / Kástro
Karte von Piri Reis, 1. Hälfte 16. Jh. der Insel İmroz, die beiden Orte auf der Insel sind İmroz (oben), und İskinit (Schinudi, in der Mitte). Der Hafen heißt Kumur Limanı

Nach dem Untergang des Römischen Reiches verblieb Imbros beim Byzantinischen Reich und gehörte entweder zum Thema Ägäis oder zum Thema Thrakien. In den 760er Jahren wurde die Insel von slavischen Piraten heimgesucht. Nachdem Konstantinopel 1204 während des Vierten Kreuzzuges eingenommen wurde, kam Imbros zum Lateinischen Kaiserreich, das bis 1261 bestand. Danach gehörte es wieder zum Byzantinischen Reich.

1397 ernannte der byzantinische Kaiser Manuel II. (1391–1425) Imbros zum Erzbistum; der erste Metropolit war Georgios. Zudem soll er die Insel der Republik Venedig als Preis für Hilfleistungen angeboten haben. Sein Nachfolger Johannes VIII. Palaiologos (1425–1448) gab die Insel als Lehen dem Genuesen Palamede Gattilusio, der Archon von Ainos (1409–1455) war. Um 1440 restaurierte der imbrische Statthalter Manuel Asanes Laskares die byzantinische Festung bei Kaleköy / Kástro, die den Hafen der Insel überwachte. Dorino II. Gattilusio, Sohn und Nachfolger von Palamede, wurde 1456 vom osmanischen Sultan Mehmed II. abgesetzt, der die Verwaltung der Insel dem Imbrioten Kritobulos übergab, der durch geschicktes Verhandeln einen Krieg verhinderte und die Bevölkerung veranlasste sich freiwillig dem Sultan zu unterstellen. 1466 gelang es Venedig während des Osmanisch-Venezianischen Krieges (1463–1479) die Insel einzunehmen, worauf Kritobulos seine Heimat verlassen musste. Am 5. Juni 1470 wurde Imbros wieder osmanisch. Die vier von den Byzantinern errichteten Festungen der Insel wurden verlassen. Die Insel blieb bis 1919 beim Osmanischen Reich. Bis dahin lebte auf der Insel mit Ausnahme weniger osmanischer Beamter eine griechische Bevölkerung, die unter einem orthodoxen Metropliten stand.

Während des Russisch-Türkischen Kriegs (1768–1774) wurde Imbros im Jahre 1770 von russischen Truppen besetzt und kam 1774 wieder zum Osmanischen Reich.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige „offene Gefängnis“ bei Şirinköy

Im November 1912 eroberte die griechische Flotte die Insel. Damals lebten auf der Insel 9357 Griechen und 99 Türken. Drei Jahre später, während des Ersten Weltkrieges, besetzten die Alliierten die Insel, die eine wichtige Basis bei der missglückten Invasion der osmanischen Halbinsel Halbinsel Gelibolu (1915–1916) durch die Alliierten war. Damals wurde von den Briten eine Landepiste in der Büyükdere-Ebene gebaut und die Franzosen bauten die Bucht Kale Koyu / Áyios Nikólaos aus. Auf der Insel waren alliierte Soldaten stationiert.

Im Vertrag von Sèvres vom August 1920 wurde Imbros als Teil der Provinz Ostthrakien Griechenland zugesprochen. Dieser Vertrag wurde 1923 durch den Vertrag von Lausanne zu Gunsten der Türkei revidiert und Imbros wurde der neuen Republik Türkei zugesprochen. Dabei wurde auf einen Bevölkerungsaustausch verzichtet und die Türken mussten den Griechen Minderheitsrechte zugestehen. Zudem musste Imbros demilitarisiert werden. In Artikel 14 des Vertrags wurde den Griechen der Inseln ein Autonomiestatus zugesprochen. So sollte Imbros zwar unter türkischer Souveränität stehen, allerdings von einer unabhängigen Verwaltung geleitet werden, die auch das Polizeiwesen der Insel selbständig leiten sollte.

Im September 1923 zog Griechenland seine Truppen von der Insel ab. Die Minderheitenrechte der Griechen wurden nur zögerlich eingeführt. In den 1930er Jahren verschlechterten sich die Beziehungen zu Griechenland und 1936 errichtete die türkische Marine eine Basis auf der bis dahin entmilitarisierten Insel. Als sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Lage entspannte, wurde den Griechen mehr Rechte zugesprochen, besonders im Schulwesen. Wegen der Verschärfung des Zypernkonflikts kam es ab 1964 zu Repressalien gegen die griechische Bevölkerung. Der Griechischunterricht wurde verboten und in Folge alle griechischen Schulen geschlossen. Vielen griechischen Bauern und Fischern wurde die Lebensgrundlage entzogen, da für den Bau des Flughafens in der fruchtbaren Büyükdere-Ebene Ackerland enteignet wurde und zudem die Fischerei rund um die Insel verboten wurde. 1965 wurde im Südwesten der Insel ein „offenes Gefängnis“ eröffnet, wo Straffällige unter lockerer Aufsicht einquartiert wurden und auf den Feldern arbeiten mussten. Dabei soll es zu Übergriffen auf die griechische Bevölkerung seitens der Insaßen gekommen sein. Damals wanderten viele Griechen aus, so dass sich in den 1960er Jahren die griechische Bevölkerung um die Hälfte reduzierte, von 5487 im Jahre 1960 auf 2571 im Jahr 1975, während sich die Anzahl Türken in derselben Zeit von 289 auf 4040 Personen erhöhte.

Am 29. Juni 1970 wurde der Name der Insel und die griechischen Ortsnamen der Insel offiziell durch neue türkische Namen ersetzt. Bis 1984 verringerte sich die Anzahl Griechen auf 472 Personen, die Anzahl der Türken erhöhte sich auf 7138, zumal türkische Siedler sich auf der Insel niederließen. So wurde 1974 das Dorf Şahinkaya gegründet und 1984 die Dörfer Yenibademli und Uğurlu. 1991 wurde das „offene Gefängnis“ geschlossen.

Im Jahr 1993 hob die Türkei den Sonderstatus der Insel auf, der Fremden den Besuch der Insel nur unter Ausstellung eines Spezialvisums erlaubte. Gleichzeitig wurde die Insel für den Tourismus geöffnet, was zu einer Verbesserung der Situation führte. Als sich in den 2000er Jahren die Beziehung zwischen Griechenland und der Türkei entpannten, begannen sich auch die Bedingungen für die verblieben griechische Bevölkerung zu verbessern. 2008 veröffentlichte der Europäische Rat die Resolution 1625, in der Schritte festgelegt wurden, die zur Verbesserung und auch zur Wiedergutmachung von angerichteten Schäden am griechischen Erbeder Insel führen sollen.[15] In den letzten Jahren ist eine Erholung zu verzeichnen, da viele ausgewanderte Inselbewohner ihren Besitz renovieren und zumindest den Sommer dort verbringen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfallende Volksschule auf Gökçeada

Auf der Insel befinden sich drei Volksschulen, in denen insgesamt 823 Schüler unterrichtet werden. In den mittleren Schulen werden 605 Schüler unterrichtet. 106 Lehrer sind an Schulen auf der Insel angestellt. Des Weiteren gibt es drei Gymnasien und eine Berufshochschule. Auf Gökçeada wird eine Bibliothek mit 11.081 Büchern von drei Angestellten betrieben. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 95 Prozent.[16]

Nach fast 50 Jahren wurde in Zeytinliköy / Áyii Theódori eine private griechische Grundschule im September 2013 wieder eröffnet, in der nur drei Schüler unterrichtet werden. Die Schule wurde 1951 gegründet und 1964 vom türkischen Staat geschlossen. 2015 wurden erstmals seit 1964 auch ein griechisches Gymnasium und Lyzeum, die in einem Gebäude in Tepeköy / Agrídia untergebracht sind, wiedereröffnet, in denen insgesamt 11 Schüler unterrichtet werden.[17]

Dörfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sicht auf Kaleköy / Kástro mit der Ruine der byzantinischen Festung und dem Hafen Kale Koyu / Áyios Nikólaos. Im Vordergrund, von Büschen teilweise verdeckt, das Dorf Yenibademli, im Hintergrund die Insel Samothraki.
Tepeköy / Agrídia
Kuzulimanı
  • Çınarlı / Panayiá (Παναγιά), auch Gökçeada und oft auch Merkez (türk. „Mitte, Zentrum“) genannt, ist der moderne Hauptort der Insel. Er liegt im Süden der Ebene des Büyükdere und östlich des Flughafens. Der Ort ist in osmanischer Zeit entstanden, als die byzantinische Bergstadt auf dem Arassiá verlassen wurde. Çınarlı nimmt am Projekt Cittàslow teil.
  • Yenimahalle („Neuer Ort“) / Evlámbio (dial. Avlambiú, Εὐλάμπιο) war bis 1971 ein Dorfteil von Çınarlı / Panayiá.
  • Kaleköy („Burgdorf“) / Kástro (Κάστρο) ist das einzige Küstendorf und liegt über dem alten Hafen Kale Koyu / Áyios Nikólaos unterhalb der byzantinischen Festung und den Überresten der antiken Stadt Imbros. Hier war auch der Sitz des Metropoliten von Imbros. Die baufällig gewordene Metropolis Ayía Marína wurde neu restauriert und dient als kleines Museum. Heute leben hier einige Kurden.
  • Yenibademli ist ein Dorf, das 1984 von türkischen Familien aus Isparta gegründet wurde. Es liegt unterhalb von Kaleköy / Kástro.
  • (Eski) Bademli / Glikí (Γλυκύ) ist ein altes griechisches Dorf südöstlich von Kaleköy / Kástro an einem Berghang. Die Bevölkerung besteht zur Hälfte aus Griechen und zur Hälfte aus Türken.
  • Zeytinliköy („Olivendorf“) / Áyii Theódori (Άγιοι Θεόδωροι) ist ein griechisches Bergdorf oberhalb der Ebene des Büyükdere. 2013 wurde hier die erste griechischsprachige Schule der Insel geöffnet. Im Dorf ist ein Museum des hier gebürtigen Patriarchen Bartholomeos I.
  • Tepeköy („Bergdorf“) / Agrídia (Αγρίδια) ist ein griechisches Bergdorf am Südhang des Berges Ulukaya Tepe / Áyios Dimítrios. Das Dorf hat den griechischen Charakter am besten bewahrt. 2015 wurde ein griechisches Lyzeum eröffnet. Nördlich des Dorfes liegt der traditionelle Festplatz des Dorfes namens Pınarbaşı / Spiliá (Σπηλιά) mit einer historischen Platane. Dieser war bis vor kurzem militärisches Sperrgebiet mit einem Bunker. Dieser wurde neulich zurückgebaut und der Ort wurde touristisch zurechtgemacht. Unterhalb der Küste liegt das verlassene Kloster A. Dimítrios, wo ein antiker Hermestempel vermutet wird.
  • Dereköy „Bachdorf“ / Schinúdi (Σχοινούδι) ist ein griechisches Dorf, das in der Karte von Piri Reis (1470-1554) als İskinit (اسكنت) eingezeichnet ist. Vermutlich wohnten bereits in der Antike Bauern in der Umgebung des Dorfes. Entstanden ist es spätestens nach dem die byzantinische Bergfestung Eskikale / Paleókastro südlich des Dorfes aufgegeben wurde. 1923 war Schinudi das größte Dorf der Insel.
  • Şahinkaya („Falkenfels“) im Südwesten der Insel wurde 1973 von Bewohnern des Dorfes Şahinkaya (Landkreis Çaykara), gegründet, nachdem ihre Häuser einem Erdrutsch zum Opfer gefallen waren.
  • Şirinköy ist ein modernes Dorf im Südwesten der Insel. Es wurde 1996 von rund 80 bulgarischen Türken gegründet, die unter dem Regime von Živkov vertrieben wurden. Zu ihnen gesellten sich Siedler aus der Provinz Erzurum. Vorher befand sich hier ein offenes Gefängnis, wo straffällige Türken ohne strenge Auffsicht unterbracht worden waren und auf den Feldern arbeiten mussten.
  • Uğurlu ist ein modernes Dorf im Südwesten der Insel und wurde in den 1984 Jahren von türkischen Siedlern aus Muğla und Burdur gegründet. In der Nähe des Dorfes wurde ein steinzeitliches Dorf ausgegraben.
  • Eşelek ist ein Dorf im Südosten der Insel. Es wurde im Jahr 2000 von Bewohnern des Dorfes Eşelek im Landkreis Biga (Prov. Çanakkale) gegründet, die ihr Dorf aufgrund des Baus der Bakacak-Talsperre verlassen mussten.[18]
  • Kuzulimanı / Áyios Kírikos (Άγιος Κήρυκος) ist der moderne Fährenhafen im Nordosten der Insel, der in den 1970er Jahren ausgebaut wurde. Von hier aus gibt es Fährverbindungen nach Çanakkale und Eceabat

Söhne und Töchter der Insel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nikolaos P. Andriotis: Περί του γλωσσικού ιδιώματος της Ίμβρου. Ελεύθερη Σκέψις, Athen 1996. – („Über die Mundart von Imbros“).
  • S. Harmankaya, B. Erdoğu: The Prehistoric Sites of Gökçeada, Turkey', in: 'From Villages to Towns. Studies Presented to Ufuk Esin, Istanbul 2003, S. 459–479.
  • Bärbel Ruhl: Imbros. Archäologie einer nordostägäischen Insel (= Marburger Beiträge zur Archäologie; Bd. 5), Marburg 2019, ISBN 978-3-8185-0536-3.
  • Zsolt Simon: Zur vorgriechischen Geschichte von Imbros aus philologischer Sicht, Ancient West & East 14 (2015), S. 1–21

Ältere Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Blau, Constantin Schlottmann: Alterthümer von Samothrake und Imbros, in: Bericht über die zur Bekanntmachung geeigneten Verhandlungen der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Berlin 1855, S. 601–636.
  • Alexander Conze: Reise auf den Inseln des Thrakischen Meeres, Hannover 1860, S. 79–103.
  • Eugen Oberhummer: Imbros. Eine historisch-geographische Studie, in: Beiträge zur Alten Geschichte und Geographie, Festschrift für Heinrich Kiepert, Berlin 1898, 277-304.
  • Carl Fredrich: Imbros, in: AM 33 (1908), 81-112.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexis Alexandris: The Identity Issue of The Minorities In Greece And Turkey. in Renée Hirschon (Hrsg.): Crossing the Aegean: An Appraisal of the 1923 Compulsory Population Exchange Between Greece and Turkey. Berghahn Books, 2003, S. 120
  2. Zsolt Simon: Zur vorgriechischen Geschichte von Imbros aus philologischer Sicht, Ancient West & East 14 (2015), S. 1–21
  3. Diether Schürr: Imbr- in lykischer und karischer Schrift, in: Die Sprache 35 (1993), 163-175. S. 171
  4. Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 10. Februar 2015 auf WebCite), abgerufen 10. Februar 2015
  5. İstanbul ve Civarının Deprem Etkinliğinin Sürekli İzlenmesi Projesi - Marmara Bölgesi. Deprem.ibb.gov.tr. Archiviert vom Original am 4. März 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/deprem.ibb.gov.tr Abgerufen am 14. Januar 2016. (türkisch)
  6. Schädliche Erdbeben in Griechenland / Türkei (Ägäis) - zumindest 324 verletzt + eine Menge Schaden. Erdbeben-Report.com. 24. Mai 2014. Abgerufen am 24. Mai 2014.
  7. M6.9 - 19km S of Kamariotissa, Greece. United States Geological Survey. 24. Mai 2014. Abgerufen am 24. Mai 2014.
  8. Özcan Seçmen: The Flora and Vegetation Analysis of Gökçeada and Bozcaada Islands. Tübitak, Tbag‐211, Ankara (1977)
  9. Beytullah Ozkan: Gökçeada ve Bozcaada Kemirici Faunası (Mammalia; Rodentia), Turkish Journal of Zoology 23 (1999), 133–147
  10. Marco Masseti: Atlas of Terrestrial Mammals of the Ionian and Aegean Islands, De Gruyter 2012, ISBN 978-3-11-025457-0.
  11. Yusuf Bayrakcı, Dinçer Ayaz, Batuhan Yaman Yakın, Kerim Çiçek, Cemal Varol Tok: Abundance of Western Caspian Turtle, Mauremys rivulata (Valenciennes, 1833) in Gökçeada (Imbros), Turkey; in Russian Journal Herpetology 23, No 4 (2016).
  12. Z. Okyar, N. Aktac: Identification of Butterfly (Lepidoptera; Rhopalocera) Fauna of Gokçeada and Bozcaada, Turkey
  13. Onur Özbek, Burçin Erdoğu: Initial occupation of the Gelibolu Peninsula and the Gökçeada (Imbroz) Island in the pre-neolithic and early neolithic, in: Eurasian Prehistory 11 (1–2) 97–128 (online, PDF).
  14. Suzanne E. Pilaar Birch: Spread of domestic animals across Neolithic western Anatolia: New stable isotope evidence from Uğurlu Höyük, the island of Gökçeada, Turkey, PLoS ONE 14(10): e0222319 (2018).
  15. Europarat Resolution 1625
  16. Bildungswesen auf Gökçeada (Memento vom 11. Oktober 2007 im Internet Archive) auf gokceada.gov.tr, abgerufen am 29. Juli 2008 (Offizielle Internetpräsenz der Landkreisverwaltung)
  17. Πρώτο κουδούνι στο γυμνάσιο Ιμβρου (griechisch)
  18. dailymotion.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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