Götz Fritsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Götz Fritsch (* 1943 in Berlin) ist ein deutscher Theater- und Hörspielregisseur und Gründer des Cafetheaters in Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Theaterwissenschaft in der Universität Wien und Hospitanzen bei Jean Vilar und Peter Stein gründete Fritsch 1967 das Cafetheater in Wien als Aufführungsstätte des experimentellen Theaters. Anschließend war er als Director in Residence am La MaMa Theater in New York tätig.[1] Seit 1973 ist er freier Regisseur.

Nach einer Vielzahl von Regiearbeiten bei Theatern im deutschsprachigen Raum und etlichen Fernseharbeiten wandte er sich zunehmend dem Hörspiel zu. Hier gelang es ihm, einer der profiliertesten Regisseure des deutschsprachigen Raumes zu werden. Seine Arbeiten zeichnet analytische Schärfe, aber auch ein meisterhafter Einsatz musikalischer Elemente und Rhythmik aus. Seit mehreren Jahren unterrichtet er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien das Fach Hörspiel und Radiokunst.[2] Zurzeit lebt er in Wien.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er erhielt eine Vielfalt nationaler und internationaler Preise, unter anderem siebenmal den ORF-Hörspielpreis. 2006 erhielt Götz Fritsch für seine Regiearbeit an dem Hörbuch "Unter dem Milchwald" in der Kategorie Best of all den Deutschen Hörbuchpreis. 2010 erhielt er für seine Regiearbeit an dem Hörbuch "Thomas Bernhard, Siegfried Unseld: Briefwechsel" in der Kategorie Beste Information (Produktion hr2 Kultur; der hörverlag/München, gelesen von Peter Simonischek und Gert Voss) den Deutschen Hörbuchpreis. Seit 2010 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: Peter Turrini: Faust 3 - (Regie - ORF-Studio Niederösterreich)
  • 1984: Dino Buzzati: Die Festung - (Regie - Rundfunk der DDR)
  • 1985: Friederike Mayröcker: Der Tod und das Mädchen – Regie (Hörspiel – ORF)
  • 1985: Peter Shaffer: Amadeus - Regie (Hörspiel - Rundfunk der DDR)
  • 1988: Götz Fritsch: Das Mündel - Regie (ORF/BR)
  • 1989: Patricia Highsmith: Ripley Under Ground - (Hörspielbearbeitung und Regie - HR/SWF)
  • 1995: Stefan Heym: Der König David Bericht - (Hörspielbearbeitung und Regie - MDR)
  • 1999: Wolf Haas: Auferstehung der Toten - (Hörspielbearbeitung und Regie - ORF/WDR)
  • 2000: Wolf Haas: Der Knochenmann - (Hörspielbearbeitung und Regie - ORF/MDR)
  • 2002: Wolf Haas: Komm, süßer Tod - (Hörspielbearbeitung und Regie - ORF/WDR)
  • 2003: Dylan Thomas: Unter dem Milchwald – Regie (Hörspiel – MDR)
  • 2005: Wolf Haas: Silentium! - (Hörspielbearbeitung und Regie - ORF/BR)
  • 2006: Wolf Haas: Das ewige Leben - (Hörspielbearbeitung und Regie - ORF/BR)
  • 2008: Marie von Ebner-Eschenbach: Das Gemeindekind – Regie (Hörspiel – ORF/MDR)
  • 2009: Jürg Amann: Im Zug der Zeit – Regie (Hörspiel – ORF)
  • 2014: Thilo Reffert: Kurschatten – Regie (Hörspiel - MDR)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La MaMa Theater, New York
  2. Schreibwerkstatt