Geoengineering

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Der Begriff Geoengineering (auch Geo-Engineering oder Climate Engineering) bezeichnet vorsätzliche und großräumige Eingriffe mit technischen Mitteln in geochemische oder biogeochemische Kreisläufe der Erde. Als Ziele derartiger Eingriffe werden hauptsächlich das Stoppen der globalen anthropogenen Klimaerwärmung, der Abbau der CO2-Konzentration in der Atmosphäre oder die Verhinderung einer Versauerung der Meere genannt.

Es gibt zwei großen Gruppen von vorgeschlagenen Geoengineering-Maßnahmen: Mit Solar Radiation Management soll mehr der einfallenden Sonnenstrahlung reflektiert werden, mit Carbon Dioxide Removal soll das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre entfernt werden.

Viele vorgeschlagene Geoengineering-Technologien sind noch nicht verfügbar und ihre technische Machbarkeit, ihre gesellschaftlichen und politischen Implikationen sowie ihre Folgen für die Umwelt nicht gut verstanden. Viele Vorschläge sind mit sehr hohen Kosten und Risiken verbunden. Die meisten Untersuchungen kommen überein, dass Geoengineering nicht Klimaschutz und -anpassung ersetzen kann.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versuche zur regionalen Wettermodifikation gibt es seit Jahrhunderten, etwa 50 Staaten verfolgen auch heute solche Ansätze.[2] Die erste Empfehlung, die Möglichkeiten und Auswirkungen, eine globale menschengemachte Erwärmung durch Erhöhung des Reflexionsvermögens (Albedo) der Erde zu kompensieren, zu erforschen, ist auf das Jahr 1965 datiert. In einem Forschungsbericht mit dem Namen Restoring the Quality of Our Environment, der für den Präsidenten der USA angefertigt worden war, wurde der Begriff „Geoengineering“ allerdings noch nicht verwendet.[3]

Der Begriff Geoengineering wurde in den 1970er Jahren vom italienischen Physiker Cesare Marchetti geprägt.[4] Marchetti verband ihn mit seinem Vorschlag einer CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS): Um der Gefahr einer Erderwärmung zu begegnen, sollte CO2 in Kohlekraftwerken und Erdölraffinerien abgeschieden und in dauerhafte Speicher geleitet werden – er gab dabei dem Transport in die Tiefsee mittels Meeresströmungen den Vorzug vor den begrenzten Kapazitäten erschöpfter Erdgasfelder.[5][6]

Anfangs nur in wissenschaftlichen Kreisen verwendet, wurde der Begriff durch die Veröffentlichung einer Studie der National Academy of Sciences über die möglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung im Jahr 1992 aber einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Um das Jahr 2000 herum war die Forschung soweit fortgeschritten, dass eine erste Übersichtsarbeit erschien.[7] Auch erste Veröffentlichungen zu Simulationsmodellen erschienen um die Jahrtausendwende.[8]

Mit einer einflussreichen Veröffentlichung des Nobelpreisträgers Paul Crutzen im Jahr 2006 zur Injektion von Schwefel in die Stratosphäre[9] rückte Geoengineering weiter in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Mehr Naturwissenschaftler begannen, Vorschläge des Geoengineering zu untersuchen. Gesellschaftliche, politische, ethische und rechtliche Implikationen rückten in den Blickpunkt von Sozialwissenschaftlern, Philosophen, Ökonomen, Politik- und Rechtsexperten.[8]

Während bis Mitte der 2000er Jahre diese rein technischen Ansätze in politischen und wissenschaftlichen Kreisen wenig ernst genommen wurden, werden seitdem im Zuge der anhaltenden Diskussion über die Klimaerwärmung derartige Strategien nicht nur von Wissenschaftlern häufiger vorgeschlagen, sondern auch von einzelnen Regierungen ernsthaft in Erwägung gezogen. Erste Tests wurden durchgeführt (Experimente EisenEx und LOHAFEX) und weitere befinden sich in Planung bzw. wurde deren Durchführung aufgrund des öffentlichen Drucks verschoben (SPICE-Experiment).[10][11]

Begrifflichkeit und Klassifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weltklimarat definiert in seinem fünften Sachstandsbericht Geoengineering als „eine breite Gruppe von Methoden und Technologien, die darauf zielen, vorsätzlich das Klimasystem zu ändern, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.“ (IPCC: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Annex III: Glossary). Die Royal Society bezeichnet in ihrer ähnlichen Definition Geoengineering als den „vorsätzlichen großskaligen Eingriff in das Klimasystem der Erde, um die globale Erwärmung abzubremsen.“[12]

Vorsätzlichkeit und Großskaligkeit werden in der Regel als wesentlich für die Definition angesehen. So entstehen bei der Verbrennung von Kohle und Öl in Kraftwerken und Motoren neben CO2 auch Sulfataerosole, die eine kühlende Wirkung auf das Klima haben. Weil die Klimawirkung jedoch unbeabsichtigt ist, zählt dies nicht zum Geoengineering. Das Ziel großräumiger und langfristiger Klimaänderungen unterscheidet das Geoengineering von der eher kleinräumigen, kurzlebigen Wettermodifikation.[5]

Der Wortbestandteil Engineering kann den irreführenden Eindruck erwecken, dass es beim Geoengineering um die technische Kontrolle des gesamten Klimasystems geht.[5] Bei großskaligen Eingriffen in Elemente des Strahlungshaushalts und des Kohlenstoffkreislaufs der Erde sind weit reichende Nebeneffekte schwer vorhersehbar und kaum vermeidbar.

Counter-Geoengineering ist eine Möglichkeit, wie Staaten bei Konflikten auf unilaterales Geoengineering reagieren könnten. Unter dem Begriff versteht man Geoengineering-Maßnahmen zur Erderwärmung, die abkühlenden Maßnahmen entgegenwirken sollen, zum Beispiel die zusätzliche Emission von sehr wirksamen Treibhausgasen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffen.[13]

Hauptgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind sehr unterschiedliche Überlegungen, die im Begriff „Geoengineering“ zusammengefasst werden. Aufgrund ihres unterschiedlichen Lösungsansatzes werden diese Vorschläge in zwei Hauptgruppen unterteilt:[12]

Beeinflussung der Sonneneinstrahlung (Strahlungsmanagement, engl. Solar Radiation Management, SRM)
Vorgeschlagene Techniken zur Reduktion der Sonneneinstrahlung (Solar Radiation Management (SRM))
Diese Techniken zielen darauf ab, die Reflexion des einfallenden kurzwelligen Sonnenlichts zu erhöhen. Damit wirken sie dem globalen Temperaturanstieg entgegen. Die eigentliche Ursache dieses drohenden Temperaturanstiegs, die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre und deren weitere Auswirkungen, wie die Versauerung der Meere, kann mit SRM nicht direkt beeinflusst werden; ein früherer Klimazustand lässt sich damit nicht wieder herstellen.[2]
Es wird vermutet, dass diese Methoden im Falle einer drohenden Klimakatastrophe relativ rasch einen kühlenden Effekt bringen würden. Insbesondere Aerosolausbringungsmethoden bergen aber große Risiken in Hinblick auf unerwünschte Nebeneffekte (wie beispielsweise eine Schädigung der Ozonschicht oder negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen, Tier- und Pflanzenwelt).[14]
Reduzierung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre (engl. Carbon Dioxide Removal, CDR)
Carbon Dioxide Removal zielt darauf, mehr CO2 aus der Atmosphäre in Kohlenstoffsenken wie die Ozeane, die Biosphäre oder den Boden (Pedosphäre) gelangen zu lassen („negative Emissionen“). Es umfasst direkte CO2-Beeinflussungsmethoden wie Luftfilterung, CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS), aber auch indirekte Methoden, die die Aufnahmefähigkeit von Kohlenstoffsenken erhöhen sollen, wie Düngung der Meere mit Eisen oder Phosphor.
Da diese Methoden direkt an der Hauptursache des Klimawandels, den steigenden CO2-Konzentrationen, ansetzen, werden ihre Unsicherheiten und Nebenwirkungen als im Vergleich zum Strahlungsmanagement geringer eingeschätzt.[12] Es bestehen aber, zum Beispiel wegen Rückkopplungen mit Kohlenstoffsenken, mit anderen biogeochemischen Kreisläufen wie dem Wasserkreislauf und der Oberflächenalbedo der Erde, immer noch erhebliche Unsicherheiten. CDR-Methoden brauchen viele Jahrzehnte, um signifikante Verringerungen von Treibhausgaskonzentrationen zu erreichen. Im Gegensatz zu SRM-Methoden sind sie also erst langfristig wirksam.[15] Die Wirkung auf die Weltmeere ist noch deutlich träger. Wenn die CO2-Emissionen weiter steigen wie bisher, wird die resultierende Versauerung der Meere, durch die zahlreiche marine Spezies vom Aussterben bedroht sind, auch mit CDR noch über Jahrhunderte anhalten.[16]

Daneben gibt es weitere Maßnahmen, die keiner der beiden Gruppen klar zuzuordnen sind. Hohe Zirruswolken haben eine erwärmende Wirkung auf das Klima. Das Einbringen bestimmter Eiskristalle als Wolken-Kondensationskeime durch Flugzeuge könnte ihre Eigenschaften derart ändern, dass durch sie mehr der langwelligen Wärmestrahlung die Atmosphäre verlässt. In dieser Hinsicht ähnelt die Maßnahme dem Carbon Dioxide Removal, denn bei einer Verringerung der CO2-Konzentrationen kann ebenfalls mehr langwellige Wärmestrahlung entweichen. Andererseits weist es Charakteristika des SRM auf, zum Beispiel droht bei dieser Maßnahme ebenfalls ein Terminationseffekt, d. h. eine abrupte Erwärmung, wenn sie unterbrochen wird.[5][17] Um diesen wichtigen Vorschlag auch unter das Strahlungsmanagement zu gruppieren, spricht man manchmal von Radiation Management (RM) statt Solar Radiation Management (SRM).[2]

Gelegentlich werden auch technische Maßnahmen diskutiert, die den Eintritt des Treibhausgases Methan aus natürlichen Reservoirs in die Atmosphäre verhindern oder die es wieder aus der Atmosphäre entfernen sollen (Methane removal).[5][18]

Wichtige Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschlagene Geoengineering-Techniken lassen sich u. a. unterscheiden[5]

  • nach der Skalierung und Intensität ihres notwendigen Einsatzes bzw. ihrer Wirkung
  • danach, ob sie grenzüberschreitend bzw. auf globale Allemendegüter Wirkung haben (zu letzteren zählen der globalen Wasserhaushalt, die Weltmeere, die Antarktis oder die Atmosphäre)
  • nach der Schnelligkeit, mit der sie wirksam werden, und der Dauerhaftigkeit ihrer Wirkung.

Ob eine Geoengineering-Technik lediglich regional oder grenzüberschreitend wirksam ist, ist entscheidend für ihre politische und völkerrechtliche Bewertung.

Generell sind Maßnahmen des Strahlungsmanagement viel schneller wirksam als CDR-Maßnahmen aber auch weniger dauerhaft. Werden sie unterbrochen, droht der sogenannte Terminationseffekt oder Terminationsschock: rapide Klimaänderungen, die um ein Vielfaches schneller verlaufen würden als der jetzige – nach geologischen Maßstäben – ohnehin schon sehr schnell verlaufenden Klimawandel.[12][19]

Abgrenzung zu Klimaschutz und -anpassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grenzen zwischen Geoengineering, Klimaschutz und -anpassung sind unscharf. Der Weltklimarat fasst unter den Begriff Klimaschutz solche Maßnahmen, die den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren oder die Aufnahmefähigkeit von Kohlenstoffsenken verbessern. Unter dieses Verständnis fallen viele Formen des Carbon Dioxide Removal: CO2-Abscheidung und -Speicherung etwa verringert Emissionen, Aufforstungen können die Biosphäre als Kohlenstoffsenke erweitern. Zur Klimaanpassung zählen, laut Weltklimarat, Maßnahmen, die die Verwundbarkeit natürlicher und menschlicher Systeme gegen die Folgen des Klimawandels verringern. Maßnahmen des Strahlungsmanagements wie das Weißen von Dächern, die vor allem kleinräumige Klimaänderungen wie ein kühleres Stadtklima bewirken, sind demzufolgen Klimaanpassungsmaßnahmen, werden aber auch manchmal zum Geoengineering gezählt.[5]

Solar Radiation Management[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Methoden des Strahlungsmanagements (SRM) bezwecken eine höhere Reflexion der einfallenden Sonnenstrahlung bzw. eine verringerte Absorption am Erdboden. Sie lassen sich nach dem Ort bzw. der Höhe (Erdoberfläche, Troposphäre, Stratosphäre, Weltall) des vorgeschlagenen Eingriffs unterscheiden.[12] Die Diskussion um SRM-Maßnahmen konzentriert sich auf das Aufhellen von Wolken und das Einbringen von Schwefelaerosolen in die Stratosphäre. Methoden an der Erdoberfläche gelten als zu wenig effektiv, solche im Weltall als technisch zu schwer realisierbar und zu teuer.[2]

SRM stellt den ursprünglichen Klimazustand nicht wieder her. Hier ein simulierter vierfacher Anstieg der CO2-Konzentrationen, der durch SRM rechnerisch vollständig ausgeglichen wird. Es gibt signifikante Unterschiede gegenüber dem Klimazustand vor der Industrialisierung. Typisch sind relativ kühlere Tropen, wärmere höhere Breiten.[20]

SRM kühlt in erster Näherung die Regionen, in die reflektierte Sonnenstrahlung einfallen würde. Damit hängt seine Wirkung von der Tageszeit und vom Breitengrad ab. Anders die Erwärmung durch Treibhausgase: Sie sind gleichmäßig in der Erdatmosphäre verteilt und halten zu jeder Tageszeit und in jeder Breite die Wärmerückstrahlung der Erdoberfläche zurück. Schon dadurch kann SRM nicht den Klimazustand herstellen, der vor dem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen herrschte. Auch die Wirkung auf den Wasserkreislauf der Erde ist eine deutlich andere, wahrscheinlich würden in mittleren und hohen Breiten die Niederschläge zurückgehen, in den Tropen zunehmen. Um die Wirkung von SRM abschätzen zu können, sind daher Computersimulationen mit Klimamodellen erforderlich.[2]

SRM-Methoden begegnen nicht der Versauerung der Meere und der zusätzlichen Aufnahme von atmosphärischem CO2 in der Biosphäre. Eine verringerte Sonneneinstrahlung, wie sie die meisten Methoden des SRM bezwecken, würde noch zusätzlich das Pflanzenwachstum beeinflussen. Proctor et al. (2018) schätzten anhand der Wirkungen vergangener Vulkaneruptionen, welchen Einfluss die Verringerung und Streuung der auf die Erde gelangenden Sonneneinstrahlung auf die Erträge von Mais, Soja, Reis und Weizen haben würden: Bei einem Eintrag von Sulfataerosolen entsprechend der Menge, wie sie vom Pinatubo beim Ausbruch 1991 ausgestoßen wurde, würden positive Effekte infolge verringerten Hitzestresses durch die veränderte Sonneneinstrahlung wieder zunichte gemacht werden.[21] Auch in dieser Hinsicht wäre SRM kein zurück zum Status quo ante. Die kühlende Wirkung von SRM würde sehr schnell eintreten, würde aber auch in kurzer Zeit enden, wenn SRM-Maßnahmen nicht fortgeführt würden. Damit droht der Terminationseffekt, ein abrupter Klimawandel in wenigen Jahren.[2]

Erhöhung der Oberflächenalbedo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich bestehen Vorschläge zur Erhöhung der Reflexionsfähigkeit der Erdoberfläche darin, diese „heller“ zu machen. Ihre Grenzen finden sie in der verfügbaren Landoberfläche, die Helligkeit von Wasserflächen lässt sich kaum modifizieren. Ihre Effektivität hängt auch stark davon ab, wie viel Sonnenstrahlung den Ort der Maßnahme erreicht, was wiederum von der mittleren Wolkenbedeckung oder dem Breitengrad abhängt.[12]

Vorgeschlagene Maßnahmen sind: das Weißen von Dach- und Siedlungsflächen, der Anbau hellerer Gräser und Feldfrüchte, Direktsaat (das nicht abgeerntete, helle Pflanzenmaterial bedeckt den dunkleren Boden)[22] oder das Bedecken großer Wüstenflächen mit reflektierendem Material. Kostenschätzungen für einen global wirksamen Einsatz dieser Maßnahmen reichen in die hunderte Milliarden bis Billionen US$ pro Jahr.[12]

Begrenzte Erhöhungen der Oberflächenalbedo könnten regional die Erwärmung um bis zu 2–3 °C verringern. Solche Maßnahmen eines „regionalen Land-Strahlungsmanagements“ könnten in besonders verwundbaren Gebieten sinnvoll sein. Damit ließen sich zum Beispiel Temperaturextrema in dicht besiedelten Regionen oder wichtigen Anbaugebieten verringern. Die Nebeneffekte wären in diesen Szenarien begrenzt, Simulationen deuten aber für Indien, China und Südostasien auf das Risiko verringerter Niederschläge.[22]

Erhöhung der Wolkenalbedo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine Reihe von Untersuchungen zur Erhöhung des Reflexionsvermögens niedriger Wolken über Teilen der Ozeane. Dies kann mit kleineren und langlebigeren Wolkentröpfchen erreicht werden. Eine Möglichkeit, die Wolkenbildung dementsprechend zu beeinflussen, sind Flugzeuge, Schiffe oder andere speziell für diesen Zweck entworfene Wasserfahrzeuge, die Meerwasser oder Meersalz in Form feiner Partikel in die Luft sprühen.[12] Der Ingenieur Stephen Salter schlug vor, dass eine Flotte von windbetriebenen Glasfaserbooten mit Unterwasserturbinen Sprühwasser erzeugen könne.[23]

Stratosphärische Aerosole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwefeldioxid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein prominenter Ansatz lautet, Schwefeldioxid in die Stratosphäre zu befördern, das dort zu Sulfaten oxidiert. An diese Sulfate lagert sich Wasser, so dass Schwefelaerosole entstehen, welche Sonnenstrahlen ins All reflektieren und damit die Erwärmung der Erde abschwächen.[2] Die Idee basiert auf Erfahrungen mit Vulkanausbrüchen. So führte der Ausbruch des Pinatubo 1991 zu einem globalen Temperaturabfall von 0,5 °C. Der Ausbruch des Toba vor etwa 75.000 Jahren führte zu einem vulkanischen Winter, der mit geschätzten 3–5 °C, anderen Modellrechnungen zufolge sogar 8–17 °C Abkühlung einherging. Die Lebensdauer dieser Aerosole in der Stratosphäre beträgt etwa ein Jahr.

Die Idee stammt ursprünglich von dem russischen Klimatologen Michail Budyko, der sie bereits Mitte der 1970er Jahre veröffentlichte.[24] Der Atmosphärenwissenschaftler Ken Caldeira und die Physiker Lowell Wood und Nathan Myhrvold von der Firma Intellectual Ventures entwickelten den Ansatz, Schwefeldioxid mit Hilfe eines etwa 25 km langen und wenige Dezimeter durchmessenden Schlauchs in die Stratosphäre zu pumpen. Heliumballons würden den Schlauch und mehrere daran befestigte Pumpen tragen. Das am Ende des Schlauchs austretende farblose Flüssiggas würde sich durch Stratosphärenwinde innerhalb von etwa 10 Tagen um die Erde legen. Das Schwefeldioxid könnte als Abfallprodukt aus dem Ölsandbergbau in Kanada stammen. Die notwendige Menge an Schwefel entspricht laut den Entwicklern etwa 1 % der weltweiten Schwefelemissionen. Eine auf dem gleichen physikalischen Mechanismus basierende Idee von Intellectual Ventures ist, die Schornsteine mehrerer schwefelemittierender Fabriken mit Hilfe von Heißluftballons und Luftschiffen in die Stratosphäre zu verlängern.[23][25][26]

Mehrere namhafte Wissenschaftler, so der Chemienobelpreisträger Paul Crutzen und der Präsident der NAS, Ralph J. Cicerone, befürworten die ähnliche Überlegung, mit Schwefel beladene Heißluftballons in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen, um sie dort zu verbrennen. Diese Methode würde laut Crutzen jährlich lediglich 25 bis 50 Milliarden US$ kosten, wird aber von einigen Wissenschaftlern aufgrund möglicher unvorhersehbarer Effekte und der Notwendigkeit eines dauerhaften Schwefeltransports kritisiert.[27]

So ist die notwendige Menge an Schwefelaersolen schwer zu bestimmen, weil – wenn bereits Kondensationskeime in der Stratosphäre vorhanden sind – sich das Sulfat eher an diese anlagern könnte statt neue zu bilden. Schwefelaerosole können außerdem die Ozonschicht schädigen.[2] Zudem erhielte man durch diesee Geoengineering-Variante nicht das Ausgangsklima zurück, sondern ein sich davon gerade regional unterscheidendes Klima, da sich eine Begrenzung der Sonneneinstrahlung durch Schwefelpartikel physikalisch ganz anders auswirkt als eine Begrenzung des Treibhauseffektes durch Klimaschutz. Selbst im Fall, dass mit dieser Methode die Klimaerwärmung im weltweiten Durchschnitt gestoppt würde, gäbe es Regionen, die sich schneller erwärmen würde als ohne Schwefelinjektionen, während sich andere Regionen überproportional abkühlen würden. So wird z. B. befürchtet, dass die Anreicherung der Atmosphäre mit Schwefel zu einer schnelleren Erwärmung des südlichen Polarmeers führen könnte, die über die Destabilisierung des westantarktischen Eisschildes wiederum den Anstieg der Meeresspiegel beschleunigen könnte.[28] Weitere Probleme sind die Bildung von Saurem Regen durch die Schwefeldioxidfreisetzung sowie der Umstand, dass die Versauerung der Meere durch weiteren Kohlenstoffdioxideintrag fortgesetzt und damit die Ökosysteme der Weltmeere weiter geschädigt würden. Auch könnten regionale Klimaveränderungen wie Veränderungen im Wasserkreislauf nicht unterbunden würden.[29] So ist zum Beispiel mit einer Verringerung von Regenfällen über den Kontinenten zu rechnen, die zu einer stärkeren Austrocknung der Landmassen führen würde. Dadurch besteht die Gefahr, dass mit dem Ausbringen von Schwefel in der Stratosphäre schwerere Dürreperioden auftreten würden als ohne diese Maßnahme.[28]

Alumina (Aluminiumoxid)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Im Zuge der American Association for the Advancement of Science (AAAS) Conference 2010, San Diego am 20. Februar 2010, wurde vom kanadischen Geoingenieur David W. Keith (University of Calgary) vorgeschlagen, Aluminiumoxid anstatt Schwefeldioxid zu verwenden. Begründet wurde dieser Vorschlag mit einem 4-fach größeren Strahlungsantrieb und einem ca. 16-fach geringeren Gerinnungsfaktor. Derselbe Albedoeffekt könne so mit deutlich geringeren Mengen Aluminiumoxid, anstatt Schwefeldioxid, bewerkstelligt werden.[30]

Am 7. September 2010 veröffentlichte David W. Keith den Vorschlag, aus Aluminium, Aluminiumoxid und Bariumtitanat bestehende Nanopartikel in der Stratosphäre auszubringen, um Sonnenlicht zu reflektieren.[31]

Die 10 Mikrometer breiten und 50 Nanometer dicken Scheiben sollen in einer Höhe von 40 bis 50 km, knapp über der Stratosphäre, durch Nutzung des photophoretischen Effektes, dauerhaft schweben. Während die Bariumtitanatseite der Erde zugewandt sein soll, sollte die aus Aluminium/Aluminiumoxid bestehende Seite der Sonne zugewandt sein. Das auftreffende Sonnenlicht würde größtenteils reflektiert werden, was den Albedoeffekt erhöht und somit zur Kühlung der Erde beitragen könnte. (Der Effekt der Photophorese kann auch bei der Lichtmühle beobachtet werden, deren Rad sich bei Lichteinfall dreht.)

Durch die Sonneneinstrahlung werden die Nanopartikel erwärmt. Da Bariumtitanat Wärme und Energie leichter abgibt als Aluminium, wäre der – durch den photophoretischen Effekt entstehende – Druck auf die Unterseite größer als die Richtung Erde wirkenden Kräfte. Dieser Drucküberschuss würde die Scheiben in einem Schwebezustand, idealerweise in der Mesosphäre, halten. Wird die Bariumtitanatschicht elektrisch aufgeladen, würde das natürliche elektrische Feld der Atmosphäre die Scheiben waagerecht halten und ein Kippen verhindern. Nachts würden die Partikel zwar (aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung) langsam zur Erde sinken, aber tagsüber durch den beschriebenen Effekt wieder steigen.

Keith schlug folgende Zusammensetzung der Nanopartikel vor:

  • Oberste Schicht bestehend aus Aluminiumoxid (schützt die mittlere Aluminiumschicht)
  • Mittlere Schicht aus Aluminium (reflektiert das Sonnenlicht)
  • Untere Schicht aus Bariumtitanat (für elektrische Aufladung und Photophorese)

Diese Methode des SRM würde im Gegensatz zu den Schwefeldioxidmodellen unerwünschte Effekte auf die Ozonschicht minimieren, da die Scheiben oberhalb dieser schweben würden. Um negative gesundheitliche Auswirkungen zu verringern (Aluminium und Bariumtitanat sind gesundheitsschädlich) sollten die Nanopartikel idealerweise so hergestellt werden, dass sie eine begrenzte Lebensdauer haben. Sie könnten beispielsweise so hergestellt werden, dass sie durch UV-Strahlung und Sauerstoffradikale zersetzt werden würden.

Bismutiodid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird zurzeit (2017) überlegt, ob man durch Einbringung von Bismut(III)-iodid in die Atmosphäre die Erderwärmung verlangsamen kann. David Mitchell von der University of Nevada schlägt vor, jährlich 160 t (Kosten: ca. 6 Millionen US-Dollar) hierfür zu verwenden.[32]

Weltraumbasierte Ansätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt verschiedene Vorschläge, Objekte am Lagrange-Punkt L1 zwischen Erde und Sonne zu positionieren, die mit der Erde um die Sonne kreisen, die Sonnenstrahlung vermindern und die Erde so kühlen sollen:

  • James T. Early schlug 1989 vor, eine Art dünnen Schutzschild aus vom Mond gewonnenen Material einzurichten,[33]
  • Der Pentagon-Physiker Lowell Wood skizzierte den Gedanken, weltraumtaugliche kleine Sonnensegel zu installieren, um die Erde zu beschatten.[34][35]
  • Roger Angel von der University of Arizona brachte die Idee ein, eine Wolke aus ca. 20 Mio. t (entspricht etwa 15 Billionen Stück) kleiner transparenter, je mit einer Kontrolleinheit zur Ausrichtung versehener Scheiben zu positionieren.[36]

Carbon Dioxide Removal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carbon Dioxide Removal ist das gezielte Entfernen von CO2 aus der Atmosphäre und seine Einlagerung in andere Kohlenstoffreservoirs. Einen durch CDR bewirkten Fluss atmosphärischen Kohlenstoffs in permanente Kohlenstoffsenken bezeichnet man auch als negative Emissionen, die entsprechenden CDR-Technologien nennt man englisch auch negative emissions technologies (NET).[37] Mittlerweile (2016) sind in den meisten Szenarien zur Einhaltung des Zwei-Grad-Ziels negative Emissionen und damit der großtechnische Einsatz von CDR erforderlich.[38][39]

Es gibt Vorschläge zu biologischen, chemischen und physikalischen Verfahren, wie das CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden könnte. Die bislang vorgeschlagenen Verfahren sind langsam, sie bedürften eines großtechnischen Einsatzes von wahrscheinlich mehr als einhundert Jahren, um atmosphärische CO2-Konzentrationen signifikant zu reduzieren.[15]

Je nach CDR-Technologie dienen verschiedene Reservoirs als Speicher des aus der Atmosphäre entfernten Kohlenstoffs. Reservoirs unterscheiden sich in ihrer Speicherkapazität und der Dauer, mit der sie Kohlenstoff speichern. Reservoirs, in denen Kohlenstoff mindestens über zehntausende Jahre eingeschlossen ist, bezeichnet man als permanent. Das Speichern von Kohlenstoff in nicht-permanenten Reservoirs wirkt eher verzögernd als verhindernd auf die Erderwärmung. Geologische Reservoirs könnten den Kohlenstoff permanent speichern, während land- oder ozeanbasierte Reservoirs nicht als permanent gelten. Besonders bei landbasierten Reservoirs (Böden, Biosphäre) besteht zudem das Risiko, dass bei einem weiteren Klimawandel CO2 wieder schneller freigesetzt wird.[15][1] Geologische und ozeanische Reservoirs könnten mehrere tausend Gigatonnen (Gt) Kohlenstoff aufnehmen, landbasierte grob 200 Gt.[1] Zum Vergleich: Die energiebedingten CO2-Emissionen – also ohne Zementproduktion, Landnutzungsänderungen und ohne andere Treibhausgase – betrugen 2017 etwa 32,5 Gt.[40]

Gegenwärtig nehmen die Meere und die Biosphäre etwa die Hälfte der menschlichen CO2-Emissionen rasch wieder aus der Atmosphäre auf. Dadurch dämpfen sie einerseits den Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentrationen, andererseits kommt es zur Versauerung der Meere und zu Wirkungen auf das Pflanzenwachstum. Carbon Dioxide Removal wirkt, anders als das Solar Radiation Management, auch diesen beiden Effekten entgegen: Bei einer Abnahme der CO2-Konzentrationen würden Meere und Biosphäre einen Teil des gespeicherten CO2 wieder in die Atmosphäre abgeben. Wegen dieses Rebound-Effektes muss mit CDR aber für eine gewünschte CO2-Reduzierung in der Atmosphäre in etwa das Doppelte an CO2 entfernt werden.[15][1]

Die Sequestrierung von Kohlendioxid, bei der das Treibhausgas bereits bei der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen abgefangen und anschließend unter der Erdoberfläche versenkt wird, wird nur selten zum Carbon Dioxide Removal gezählt, meist wird sie als mögliche Klimaschutzmaßnahme genannt.[15]

Vermehrte Produktion von Biomasse und Einlagerung an Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hierbei handelt es sich um biologische Verfahren, die die Produktion von Biomasse erhöhen sollen und den so gebundenen Kohlenstoff in die Biosphäre oder Böden einlagern. Um den Kohlenstoff für längere Zeit zu binden, muss er, zum Beispiel in Form von Holz, dem Kohlenstoffkreislauf entzogen werden.

Zu den Verfahren zählen eine veränderte Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft, die Produktion von Bioenergie verbunden mit CO2-Abscheidung und -Speicherung (BECCS), Aufforstung oder die Wiedervernässung von Mooren.[15]

Es gibt eine Reihe von limitierenden Faktoren für diese Verfahren: begrenzte Agrarflächen, knappe Nährstoffe oder die Verfügbarkeit von Wasser. Der großskaliger Einsatz von BECCS in eigens dafür betriebenen Plantagen würde sehr wahrscheinlich das Erdsystem bei der Süßwassernutzung näher an seine Belastbarkeitsgrenze bringen, im Hinblick auf Landnutzungsänderungen, Integrität der Biosphäre und biogeochemischen Kreisläufen würden die planetaren Grenzen noch weiter als schon jetzt überschritten werden (siehe Planetary Boundaries).[41]

Viele Modellrechnungen, die darlegen, wie die Erderwärmung auf unter 2° C begrenzt werden kann, gehen generell von der Verfügbarkeit von BECCS-Technologien in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts aus.[15] Der Flächenverbrauch für den Anbau von Biomasse beträgt in typischen Szenarien etwa die 1,2-fache Fläche Indiens, weshalb der zukünftige Einsatz von BECCS – zumindest in diesem großtechnischen Maßstab – hochspekulativ ist.[42]

Vermehrte Produktion von Biomasse und Einlagerung in den Ozeanen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese biologischen Verfahren sollen die Biomasseproduktion in den Ozeanen anregen. Das Wachstum von Phytoplankton wird angeregt, ein Teil des so gebundenen Kohlenstoff wird mit dem abgestorbenen Plankton in die Tiefsee transportiert.

Der Geochemiker James Lovelock schlug vor, die oberen Ozeanschichten aufzuwirbeln. Dadurch gelangten Nährstoffe an die Meeresoberfläche und das Algenwachstum werde stimuliert. Die Algen wiederum nähmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und würden so den Treibhauseffekt reduzieren.[43] Auch mit Hilfe von Meeresdüngung könnte das Algenwachstum angeregt werden; absterbende Algen sinken zum Meeresboden und entziehen damit das gebundene CO2 dem Meer und damit indirekt auch der Atmosphäre. Versuche des Alfred-Wegener-Instituts in den Jahren 2000 (Experiment EisenEx) und im Frühjahr 2009 (Experiment LOHAFEX) haben allerdings ergeben, dass der Effekt nur sehr gering ist, da die Algen vor dem Absterben fast vollständig von tierischen Organismen gefressen werden, die das CO2 dann wieder ausatmen.[44]

Diese Experimente bergen das Risiko unerwünschter Nebeneffekte auf die Meeresfauna.[2] Darüber hinaus könnten sie gegen das auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention beschlossene Moratorium zur Ozeandüngung verstoßen.[45] Auf die in dieser Stellungnahme erwähnte Gefahr der Erzeugung großer sauerstoffarmer Meeresregionen wurde jedoch bereits Anfang der 1990er Jahre hingewiesen.[46]

Beschleunigte Verwitterung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Verwitterung von Silikat- und Karbonat-Gesteinen wird Kohlenstoff gebunden. Diese Prozesse verlaufen extrem langsam. Es gibt Vorschläge, den Verwitterungsprozess an Land zu beschleunigen, indem zum Beispiel künstlich erzeugtes Gesteinsmehl aus Silikatmineralen weiträumig ausgebracht wird.[15]

Von den Ozeanen aufgenommenes CO2 reagiert – über sehr lange Zeiträume – mit Karbonatsedimenten am Meeresboden. Durch eine künstliche Kalkung der Meere könnte dieser Prozess verstärkt werden.[15] Auch bei der künstlichen Alkalisierung von Ozeanen (Artificial Ocean Alkalinization) ist mit einem Terminationseffekt zu rechnen. Das plötzliche Ende eines derartigen Großprojektes würde, Simulationsrechnungen zufolge, regional eine rapide Erwärmung und Versauerung hervorrufen, die noch deutlich schneller abliefe als durch globale Erwärmung verursacht.[47]

Sonstige CDR-Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überlegungen des Direct Air Capture bestehen darin, CO2 mit chemischen Prozessen direkt der Umgebungsluft zu entnehmen. Die Entnahme würde über die Absorption mit Feststoffen, mit hochalkalischen Lösungen oder mit alkalischen Lösungen unter Einsatz eines Katalysators erfolgen. Dieses CO2 würde in geologischen oder ozeanischen Reservoirs gelagert werden.

Die Leistungsfähigkeit dieser Verfahren ist durch die geringe Konzentration von CO2 in der Luft begrenzt.[15] Wegen der höheren Konzentration gilt die CO2-Abscheidung und -Speicherung direkt an der Emissionsquelle als vielversprechender.

Eine weitere Idee, die verschiedene Ansätze kombiniert, wird als ISA-Verfahren bezeichnet. Es wird beschrieben als naturidentische Methode (siehe Lössstaub in der Eiszeit) zur Klimakühlung über die Einbringung von Schwebstaubpartikeln in die Troposphäre, welche aus Eisenoxid oder wahlweise Eisenchlorid bestehen. Dadurch sollen in der Lufthülle der Erde der Abbau von klimawirksamen Stoffen – Methan, Ruß, Ozon und flüchtige organische Verbindungen – sowie eine Zunahme der Wolkendeckenreflektion bewirkt werden. Der Niederschlag des Mineralstaubs soll, so die Vorstellung, die Biomasseproduktion und Einlagerung an Land und in den Meeren beschleunigen. Für den Transport der Partikel in die Atmosphäre können etablierte Klimagas-Emittenten (primär Flugzeuge, aber auch Kraftwerke und Schiffe) genutzt werden. Dabei werden den Verbrennungsprozessen eisenhaltige Treibstoffadditive mit minimalem Aufwand technisch zugeführt.[48]

Sonstige Vorschläge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohe Zirruswolken haben eine erwärmende Wirkung auf das Klima. Das Einbringen bestimmter Eiskristalle als Wolken-Kondensationskeime durch Flugzeuge könnte ihre Eigenschaften derart ändern, dass durch sie mehr der langwelligen Wärmestrahlung die Atmosphäre verlässt.[5][49]

Es gibt verschiedene Vorschläge, das Abschmelzen polarer Meergletscher und so den Meeresspiegelanstieg zu verlangsamen:[50]

  • Barrieren im Meerwasser vor Gletscherzungen könnten die Tauwirkung durch zirkulierendes Wasser reduzieren.
  • Künstliche Inseln am Ende der Gletscherzunge könnten den Abfluss des Eises verlangsamen.
  • Pumpstationen auf dem Eis hinter der Aufsetzlinie des Gletschers könnten Wasser, das am Grund des Gletschers den Fluss des Eises beschleunigt, abpumpen oder gefrieren lassen.

Bei diesem Geoengineering-Vorschlag handelt es sich nicht um ein Climate-Engineering, sondern darum, schwerwiegenden Folgen der Erwärmung zu begegnen, um Zeit zu gewinnen.

Gefahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klimawissenschaftler Alan Robock hat im Jahr 2008 eine aus 20 Punkten bestehende Liste möglicher Gefahren beim Einsatz von Geoengineering zusammengestellt und veröffentlicht.[51] Er stellt abschließend fest, dass mindestens 13 der 20 Punkte Nebenwirkungen und Gefahren für Klimasystem und Umwelt darstellen.

  • Regionale Temperaturveränderungen
  • Veränderungen der Niederschlagsmuster
  • Schädigung der Ozonschicht (bei Aerosol-Geoengineering)
  • Keine Reduktion des CO2-Gehalts der Atmosphäre (bei SRM-Methoden)
  • Keine Verhinderung der Versauerung der Meere
  • Negative Auswirkungen auf Flora und Fauna
  • Verstärkung des sauren Regens (bei Ausbringung von Schwefeldioxid)
  • Auswirkungen auf die natürliche (Zirrus-)Bewölkung
  • Ausbleichung des Himmels
  • Geringere Leistungsausbeute für Solaranlagen
  • Starker Temperaturanstieg, wenn Projekt gestoppt werden muss
  • Menschliches oder technisches Versagen
  • Unbekannte, unvorhersehbare Auswirkungen
  • Negative Auswirkung auf die Bereitschaft zur CO2-Reduktion
  • Missbrauch zu militärischen Zwecken
  • Gefahr bei kommerzieller Kontrolle der Techniken
  • Widerspruch zur ENMOD-Konvention
  • Möglicherweise extrem hohe Kosten (Ausnahme: Aerosol-Geoengineering)
  • Notwendigkeit einer übernationalen Kontrolle
  • Kein Rahmenwerk zur Entscheidungsfindung vorhanden
  • Unvereinbare Interessenskonflikte einzelner Staaten (Wer bestimmt die globale Temperatur?)
  • Erhebliches Konfliktpotential (politisch, ethisch, moralisch)

Besondere Gefahren entstehen, sollten Geoengineering-Maßnahmen zur Kühlung der Erde abrupt unterbrochen werden. In diesem Fall kann es zu extremen Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um 2 bis 4 °C pro Dekade kommen, also einer Erwärmung mit einer 20-fachen Rate im Vergleich zur jetzigen.[52]

Soweit etwa Maßnahmen des Strahlungsmanagements (SRM) in einer Entfernung von mehr als 120 km zur Erde und damit im Weltraum stattfinden, wäre im Schadensfall grundsätzlich das Weltraumhaftungsrecht anwendbar. Aber ein Ersatz von Umweltschäden ist insbesondere im Weltraumhaftungsübereinkommen (WHÜ) bislang nicht vorgesehen, ebenso wenig Schäden in staatsfreien Räumen wie der Antarktis.[53]

Geoengineering in der Diskussion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch in den 1960er Jahren wurde Geoengineering teilweise euphorisch als Möglichkeit für „segensreiche Veränderungen“ betrachtet. U. a. wurden folgende „großartige Projekte“ vorgeschlagen:[54]

  • Schwärzung des arktischen Eises mit Hilfe von Kohlenstoff (der geringere Strahlungsverlust sollte das Ödland des hohen Nordens bewohnbar machen)
  • Aufbringung einer dünnen Schicht von 1-Hexadecanol auf den Ozeanen (die geringere Verdunstung sollte tropische Stürme abschwächen, wenn auch um den Preis einer Erwärmung des Meerwassers)
  • Zündung von zehn „sauberen“ Wasserstoffbomben von je zehn Megatonnen unter dem Eismeer (der aufsteigende Dampf der Explosionswolke sollte in der oberen Atmosphäre gefrieren und so die Wärmeabstrahlung reduzieren; erhoffter Effekt: „Dadurch könnte die allgemeine Luftzirkulation auf der Erde verändert und das Klima in weiten Bereichen der Erde vielleicht verbessert werden“)
  • Bau eines Deiches in der Beringstraße sowie von Kernkraftwerken, um kaltes Wasser in den Pazifik zu pumpen (erhoffter Effekt: „Warmes Wasser aus dem Atlantik würde dem kalten Wasser nachströmen und so das Wetter in der Arktis verbessern“)

Heute stößt Geoengineering in der Öffentlichkeit, vor allem in Europa, auf große Skepsis.[55] Eine weitverbreitete Ansicht ist, dass Geoengineering Anstrengungen untergraben würde, sich auf die Ursache des Problems der Treibhausgasemissionen zu konzentrieren. Die meisten Wissenschaftler glauben zudem, dass unbekannte Risiken eine Gefahr darstellen. Zudem gibt es ethische Vorbehalte.[56] Andererseits – so ein Argument der Geoengineering-Befürworter – könnten Notsituationen eintreten, die es notwendig erscheinen lassen, Ultima-Ratio-Optionen zu erforschen um sie gegebenenfalls zur Verfügung zu haben („Arming the Future“).[57]

Laut der Royal Society ist Geoengineering keine Alternative zu Emissionsreduktionen, die die höchste Priorität einnehmen sollten. Da diese Reduktionen sich jedoch als schwierig herausstellen, könnten einige Ansätze des Geoengineering helfen. Aufgrund noch großer Unsicherheiten bezüglich der Effektivität, Kosten sowie sozialer und umweltbezogener Auswirkungen sei deutlich mehr Forschung notwendig. Zudem müsse die Öffentlichkeit in die Diskussion einbezogen und ein Regulierungssystem geschaffen werden.[58] Zum Zweck dieser internationalen Zusammenarbeit und zur Schaffung eines internationalen Regelwerks, das transparente und verantwortliche GE-Forschung sicherstellen soll, wurde im März 2010 von der Royal Society, der Academy of Sciences for the Developing World (TWAS) und dem Environmental Defense Fund (EDF) die Plattform „Solar Radiation Management Research Governance Initiative“ (SRMGI) gegründet.[59] Unter dem Motto „The global governance of climate engineering“ wurde im August 2009 in Heidelberg eine fächerübergreifende Untersuchung gestartet.[60]

Der Klimaforscher Michael E. Mann sieht Geoengineering kritisch aufgrund der damit einhergehenden Folgen, die unter Umständen noch schwerer als die Folgen der globalen Erwärmung sein könnten. Es könnte zwar möglich sein, dass einmal eine Situation eintrete, die Notmaßnahmen in Form von Geoengineering notwendig machen könnte, um noch schlimmere Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Jedoch weist er darauf hin, dass Geoengineering heute vor allem von denjenigen in die politische Debatte eingebracht werde, die ein starkes Interesse an der Weiternutzung fossiler Brennstoffe haben, und aus wirtschaftlichen oder weltanschaulichen Gründen Klimaschutzmaßnahmen wie die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, den Ausbau der erneuerbaren Energien oder die Einführung eines CO2-Preises ablehnen. So sei Geoengineering gerade für Anhänger eines Freie-Markt-Fundamentalismus gewissermaßen "der logische Ausweg, weil es eine Erweiterung des Glaubens widerspiegelt, dass der freie Markt und die technologische Innovationen jedes von uns geschaffene Problem lösen können, ohne dass es einer Regulierung bedarf." Um keine Klimaschutzmaßnahmen einleiten zu müssen, würde stattdessen Geoengineering wie der Heroin-Ersatzstoff Methadon als ein vermeintlich einfaches Heilmittel für den Klimawandel präsentiert. Die Hauptursache für den Klimawandel sei bekannt: der Ausstoß von Kohlendioxid. Die "einfachste und sicherste Lösung" sei es, "das Problem an der Wurzel zu packen", nicht auf Geoengineering zu setzen und dabei zu riskieren, dass das "Klimasystem der Erde und das empfindliche, komplexe Netz von Ökosystemen, das es unterstützt" noch stärker geschädigt wird.[61]

Auch eine von der deutschen Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie des Kiel Earth Institute kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Geoengineering „mit beträchtlichen Nebenwirkungen, deren Ausmaß aber noch weitgehend unbekannt ist“ einhergehen könne. So fände die Erforschung der Nebeneffekte von Geoengineering bisher nur wenig Aufmerksamkeit. Auch habe sich „die sozialwissenschaftliche Forschung […] kaum mit den gesellschaftlichen Aspekten des Einsatzes von Climate Engineering befasst.“ Zudem befände sich die Forschung zu politischen, rechtlichen und ökonomischen Aspekten, die mit Geoengineering einhergehen, noch im Anfangsstadium.[62]

Der deutsche Politikwissenschaftler Elmar Altvater weist darauf hin, dass sich eine solche komplexe Herausforderung nicht mit einer eindimensionalen Herangehensweise lösen lässt, sondern nur holistisch: „…weil Geoengineering genau das bedeutet, was der Name sagt: eine ingenieurmäßige und keine ganzheitliche Herangehensweise.“[63]

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) empfiehlt in seinem Sondergutachten Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation, keine Maßnahmen zu ergreifen, die auf die Manipulation des globalen Strahlungshaushalts abzielen, und empfiehlt der G20, sich kritisch zu Geoengineering zu positionieren.[64][65]

Umweltorganisationen drängten im Rahmen der 10. Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention auf ein Moratorium für ein Verbot von Geoengineeringprojekten.[66][67] In Übereinstimmung mit der Entscheidung eines Verbotes von Meeresdüngung (COP 9, IX/16 C) wurde die Entscheidung getroffen, Geoengineeringaktivitäten solange zu unterlassen, bis eine umfassende wissenschaftliche Basis vorliegt, die sicherstellt, dass derartige Aktivitäten keinen schädigenden Einfluss auf Umwelt und Biodiversität haben können. In kleinem Maßstab angelegte Forschungsstudien wurden jedoch explizit ausgenommen, sofern diese durch die Notwendigkeit der Beschaffung weiterer Forschungserkenntnisse gerechtfertigt werden können, in Übereinstimmung mit Artikel 3 der Konvention stehen und darüber hinaus eine gründliche, vorherige Begutachtung in Bezug auf mögliche Einflüsse auf die Umwelt durchgeführt wurde.[68]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Arber: Predictability in science. Accuracy and limitations. In: The Proceedings of the plenary session, 3–6 November 2006. Pontifical Academy of Sciences, Vatican City 2008, ISBN 978-88-7761-094-2, (Pontificiae Academiae Scientiarum acta 19), S. 83–97.
  • Paul J. Crutzen: An Example of Geo-Engineering. Cooling Down Earth’s Climate by Sulfur Emissions in the Stratosphere.
  • Jeff Goodell: How to Cool the Planet. Geoengineering and the Audacious Quest to Fix Earth’s Climate. Houghton Mifflin Harcourt, Boston MA 2010, ISBN 978-0-618-99061-0.
  • Eli Kintisch: Hack the Planet: Science’s Best Hope – or Worst Nightmare – for Averting Climate Catastrophe. Wiley, 2010. ISBN 0-470-52426-X.
  • Brian Launder und J. Michael T. Thompson (Hrsg.): Geo-engineering climate change. Environmental necessity or Pandora’s box? Cambridge University Press. Cambridge 2010. ISBN 978-0-521-19803-5.
  • politische ökologie: Geo-Engineering. Notwendiger Plan B gegen den Klimawandel? Mit Beiträgen von O. Renn, K. Ott, P. Mooney, A. Grundwald, A. Oschlies, U. Potzel, u.v.m., Heft 120, oekom verlag München 2010, ISBN 978-3-86581-226-1.
  • Gernot Wagner und Martin L. Weitzman: Klimaschock, Wien, Ueberreuter Sachbuch 2016, ISBN 978-3-8000-7649-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Climate engineering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Leon Clarke, Kejun Jiang u. a.: Assessing Transformation Pathways. In: Otmar Edenhofer u. a. (Hrsg.): Climate Change 2014: Mitigation of Climate Change. Contribution of Working Group III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. 2014, 6.9 Carbon and radiation management and other geo-engineering options including environmental risks, S. 484–489.
  2. a b c d e f g h i Hauke Schmidt und Rüdiger Wolfrum: Gezielte Eingriffe: Climate Engineering aus klimawissenschaftlicher und völkerrechtlicher Perspektive. In: Jochem Marotzke und Martin Stratmann (Hrsg.): Die Zukunft des Klimas: Neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen, ein Report der Max-Planck-Gesellschaft. C. H. Beck, 2015, ISBN 978-3-406-66967-5, S. 183–200.
  3. President’s Science Advisory Committee (Hrsg.): Restoring the Quality of Our Environment. Report of the Environmental Pollution Panel. Washington, DC 1965, S. 9, 111–131 (handle.net).
  4. Stephen H. Schneider: Geo-engineering:could we or should we make it work. In: Brian Launder: Geo-engineering climate change-environmental necessity or Pandora’s box? Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-0-521-19803-5: “This term was informally coined in the early 1970s by Cesare Marchetti (and formally published at the invitation of the editor of Climate Change in its inaugural issue as Marchetti 1977).” S. 5.
  5. a b c d e f g h Olivier Boucher u. a.: Rethinking climate engineering categorization in the context of climate change mitigation and adaptation. In: WIREs Climate Change. Band 5, Nr. 1, 2014, doi:10.1002/wcc.261.
  6. Originalartikel: Cesare Marchetti: On geoengineering and the CO2 problem. In: Climatic Change. Band 1, Nr. 1, März 1977 (Entwurfsfassung unter iiasa.ac.at, PDF, 498 kb).
  7. David W. Keith: Geoengineering the climate: History and Prospect. In: Annual review of energy and the environment. Band 25, 2000, doi:10.1146/annurev.energy.25.1.245 (harvard.edu [PDF; 387 kB]).
  8. a b Ken Caldeira und Govindasamy Bala: Reflecting on 50 years of geoengineering research. In: Earth's Future. 2016, doi:10.1002/2016EF000454.
  9. Paul Crutzen: Albedo enhancement by stratospheric sulfur injections: A contribution to resolve a policy dilemma? In: Climatic Change. Band 77, 2006, S. 211–220, doi:10.1007/s10584-006-9101-y.
  10. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages (Hrsg.): Aktueller Begriff: Geo-Engineering / Climate Engineering. Nr. 61/10, 12. September 2010 (bundestag.de [PDF; 67 kB]).
  11. Bob Yirka: SPICE geoengineering project delayed due to critics issues. In: phys.org. 5. Oktober 2011, abgerufen am 4. April 2018. Website des SPICE-Projektes unter spice.ac.uk.
  12. a b c d e f g h Geoengineering the climate. In: Royal Society. 1. September 2009, abgerufen am 16. April 2011.
  13. A. Parker, J. B. Horton und D. W. Keith: Stopping Solar Geoengineering Through Technical Means: A Preliminary Assessment of Counter‐Geoengineering. In: Earth's Future. Mai 2018, doi:10.1029/2018EF000864.
  14. Alan Robock: Benefits, risks, and costs of stratospheric geoengineering. Geophysical Research Letters, Vol. 36, veröffentlicht am 2. Oktober 2009, abgerufen 16. April 2011
  15. a b c d e f g h i j Philippe Ciais, Christopher Sabine u. a.: Carbon and Other Biogeochemical Cycles. In: T. F. Stocker u. a. (Hrsg.): Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. 2013, S. 469 und 546–552 (ipcc.ch [PDF; 24,4 MB]).
  16. Sabine Mathesius, Matthias Hofmann, Ken Caldeira, Hans Joachim Schellnhuber: Long-term response of oceans to CO2 removal from the atmosphere. In: Nature Climate Change. August 2015, doi:10.1038/nclimate2729.
  17. Originalarbeit: David L Mitchell und William Finnegan: Modification of cirrus clouds to reduce global warming. In: Environmental Research Letters. 2009, doi:10.1088/1748-9326/4/4/045102.
  18. Olivier Boucher und Gerd A. Folberth: New Directions: Atmospheric methane removal as a way to mitigate climate change? In: Atmospheric Environment. Band 44, Nr. 27, 2010.
  19. Peter J. Irvine, Ben Kravitz, Mark G. Lawrence und Helene Muri: An overview of the Earth system science of solar geoengineering. In: WIREs climate change. Juli 2016, doi:10.1002/wcc.423.
  20. Peer Johannes Nowack, Nathan Luke Abraham, Peter Braesicke und John Adrian Pyle: Stratospheric ozone changes under solar geoengineering: implications for UV exposure and air quality. In: Atmospheric Chemistry and Physics. 2016, doi:10.5194/acp-16-4191-2016.
  21. Jonathan Proctor et al.: Estimating global agricultural effects of geoengineering using volcanic eruptions. In: Nature. 2018, doi:10.1038/s41586-018-0417-3.
  22. a b Sonia I. Seneviratne u. a.: Land radiative management as contributor to regional-scale climate adaptation and mitigation. In: Nature Geoscience. Band 11, Februar 2018, doi:10.1038/s41561-017-0057-5.
  23. a b Steven Levitt, Stephen Dubner: Superfreakonomics. HarperCollins, New York 2009.
  24. Michail Budyko: Climatic Changes. American Geophysical Society, Washington, D.C. 1977, ISBN 978-0-87590-206-7 (das russische Original erschien 1974).
  25. Geoengineering – Lift-off. In: economist.com, 4. November 2010
  26. „Plan B“ nimmt langsam Formen an. In: orf.at. 8. November 2010, abgerufen am 9. November 2010.
  27. Schwefel in der Stratosphäre – Giftkur fürs Klima. In: Spiegel Online
  28. a b Michael E. Mann, Tom Toles: Der Tollhauseffekt. Wie die Leugnung des Klimawandels unseren Planeten bedroht, unsere Politik zerstört und uns in den Wahnsinn treibt. Erlangen 2018, S. 137–139.
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  30. AAAS Conference, San Diego am 20. Februar 2010, Videomitschnitt: Vorteile von Aluminiumoxid gegenüber Schwefel bei Stratospheric Aerosol Geoengineering (SAG). Verschwörungstheorien zufolge werden Aluminiumaerosole schon seit langem in der Atmosphäre ausgebracht und erzeugen sogenannte Chemtrails.
  31. David W. Keith: Photophoretic levitation of engineered aerosols for geoengineering. In: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Veröffentlicht am 7. September 2010, abgerufen am 13. April 2011.
  32. James Temple: The Growing Case for Geoengineering. In: MIT Technology Review. 18. April 2017, abgerufen am 28. Juni 2017 (englisch).
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  34. Edward Teller, Roderick Hyde und Lowell Wood: Global Warming and Ice Ages: Prospects for Physics-Based Modulation of Global Change. Hrsg.: Lawrence Livermore National Laboratory. 15. August 1997, S. 10–14 (llnl.gov [PDF; 267 kB]).
  35. Wie „Mega-Technik“ die Erderwärmung aufhalten soll. In: orf.at. 1. Oktober 2010, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  36. Angel, Roger: Feasibility of cooling the Earth with a cloud of small spacecraft near the inner Lagrange Point (L1). In: Proceedings of the National Academy of Sciences
  37. Leon Clarke, Kejun Jiang u. a.: Assessing Transformation Pathways. In: Otmar Edenhofer u. a. (Hrsg.): Climate Change 2014: Mitigation of Climate Change. Contribution of Working Group III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. 2014, S. 433, 485.
  38. Pete Smith u. a.: Biophysical and economic limits to negative CO2 emissions. In: Nature Climate Change. Band 6, 2016, S. 42–50, doi:10.1038/nclimate2870.
  39. Vorsicht beim Wetten auf Negative Emissionen. Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, abgerufen am 3. April 2018.
  40. International Energy Agency (Hrsg.): Global Energy & CO2 Status Report 2017. März 2018 (iea.org [PDF; 389 kB]).
  41. Vera Heck u. a.: Biomass-based negative emissions difficult to reconcile with planetary boundaries. In: Nature Climate Change. Band 8, 2018, doi:10.1038/s41558-017-0064-y.
  42. Kevin Anderson, Glen Peters: The trouble with negative emissions. In: Science. Band 354, Nr. 6309, 2016, S. 182 f., doi:10.1126/science.aah4567.
  43. Sven Titz: Algen sollen das Klima retten. In: Berliner Zeitung. 27. September 2007, abgerufen am 12. Juni 2015.
  44. Eisendüngung hilft nicht gegen Treibhausgase. In: Die Zeit, 23. März 2009
  45. Stellungnahme des Bundesamtes für Naturschutz zum AWI-Projekt LOHAFEX (PDF)
  46. Tsung-Hung Peng und Wallace S. Broecker: Factors limiting the reduction of atmospheric CO2 by iron fertilization. In: Limnology and Oceanography. 36, Nr. 8, 1991, S. 1919. doi:10.4319/lo.1991.36.8.1919.
  47. Miriam Ferrer González, Tatiana Ilyina, Sebastian Sonntag und Hauke Schmidt: Enhanced Rates of Regional Warming and Ocean Acidification after Termination of Large‐scale Ocean Alkalinization. In: Geophysical Research Letters. 21. Juni 2018, doi:10.1029/2018GL077847.
  48. Franz Dietrich Oeste et al.: Climate engineering by mimicking natural dust climate control: the iron salt aerosol method. In: Earth System Dynamics. Band 8, 2017, S. 1–54, doi:10.5194/esd-8-1-2017.
  49. Originalarbeit: David L Mitchell und William Finnegan: Modification of cirrus clouds to reduce global warming. In: Environmental Research Letters. 2009, doi:10.1088/1748-9326/4/4/045102.
  50. John C. Moore, Rupert Gladstone, Thomas Zwinger und Michael Wolovick: Geoengineer polar glaciers to slow sea-level rise. In: Nature. Band 555, 14. März 2018, S. 303–305, doi:10.1038/d41586-018-03036-4.
  51. Alan Robock: 20 reasons why geoengineering may be a bad idea. In: Bulletin of the Atomic Scientists. Band 64, Nr. 2, 2008, S. 14–59, doi:10.1080/00963402.2008.11461140 (Volltext [PDF; 988 kB]).
  52. Damon Matthews, Ken Caldeira: Transient climate– carbon simulations of planetary geoengineering. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 104, Nr. 24, Juni 2007, S. 9949–9954, doi:10.1073/pnas.0700419104.
  53. Alexander Proelß, Kerstin Güssow: Climate Engeneering. Instrumente und Institutionen des internationalen Rechts. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Trier 2011, S. 13 ff., 23 (PDF; 996 kB).
  54. Philip D. Thompson et al.: Das Wetter. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1970, S. 174 f.
  55. Graßl, Hartmut: Was stimmt? Klimawandel: Die wichtigsten Antworten. Freiburg etc. 2007. ISBN 978-3-451-05899-8
  56. Ralph J. Cicerone: Geoengineering: Encouraging Research and Overseeing Implementation. Climatic Change, Vol. 77, Nr. 3-4, S. 221–226.
  57. Udo E. Simonis: Die Klimamacher kommen. Geoengineering: Pro und Contra. Le Monde diplomatique, 11. Mai 2018, abgerufen am 13. Mai 2018.
  58. Andrew Parker: Geoengineering the climate – the Royal Society study. Geophysical Research Abstracts, Vol. 12, 2010. (PDF; 34 kB)
  59. Solar Radiation Management Research Governance Initiative (SRMGI)
  60. Zum „Climate Engineering“ aus natur-, sozial- und rechtswissenschaftlicher Perspektive:@1@2Vorlage:Toter Link/www.fona.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  61. Michael E. Mann, Tom Toles: Der Tollhauseffekt. Wie die Leugnung des Klimawandels unseren Planeten bedroht, unsere Politik zerstört und uns in den Wahnsinn treibt. Erlangen 2018, S. 134f; ebd. S. 145.
  62. Gezielte Eingriffe in das Klima? Eine Bestandsaufnahme der Debatte zu Climate Engineering. Kiel Earth Institute, S. 156–158, abgerufen am 5. Oktober 2011.
  63. Elmar Altvater: Dunkle Sonne – Im Erdzeitalter des Kapitals. In: www.monde-diplomatique.de. 14. November 2014, abgerufen am 22. November 2014.
  64. WBGU lehnt Geoengineering ab. Klima der Gerechtigkeit, 15. Dezember 2016
  65. Sondergutachten: Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Die vier großen I@1@2Vorlage:Toter Link/www.wbgu.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., WBGU, S. 41
  66. U.N. urged to freeze climate geo-engineering projects. In: reuters.com. 21. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.
  67. At U.N. Convention, Groups Push for Geoengineering Moratorium. In: scientificamerican.com. 20. Oktober 2010, abgerufen am 27. Oktober 2010.
  68. Decision adopted by the conference of the parties to the Convention on Biological Diversity at its Tenth Meeting X/33. Biodiversity and climate change – Absatz (w). 29. Oktober 2010, abgerufen am 5. Mai 2012.