Grabern

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Marktgemeinde
Grabern
Wappen Österreichkarte
Wappen von Grabern
Grabern (Österreich)
Grabern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn
Kfz-Kennzeichen: HL
Hauptort: Schöngrabern
Fläche: 30,94 km²
Koordinaten: 48° 37′ N, 16° 1′ OKoordinaten: 48° 36′ 51″ N, 16° 1′ 11″ O
Höhe: 251 m ü. A.
Einwohner: 1.663 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 54 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2020
Vorwahl: 02952
Gemeindekennziffer: 3 10 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schöngrabern 172
2020 Grabern
Website: www.gemeinde-grabern.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Leeb (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
15
4
15 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Grabern im Bezirk Hollabrunn
Alberndorf im PulkautalGöllersdorfGrabernGuntersdorfHadresHardeggHaugsdorfHeldenbergHohenwarth-Mühlbach am ManhartsbergHollabrunnMailbergMaissauNappersdorf-KammersdorfPernersdorfPulkauRavelsbachRetzRetzbachSchrattenthalSeefeld-KadolzSitzendorf an der SchmidaWullersdorfZellerndorfZiersdorfNiederösterreichLage der Gemeinde Grabern im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Die vorwiegend romanische Pfarrkirche Schöngrabern
Die vorwiegend romanische Pfarrkirche Schöngrabern
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Grabern ist eine Marktgemeinde mit 1663 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich (Österreich).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabern liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 30,94 Quadratkilometer. 7,56 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Mittergrabern (331)
  • Obergrabern (123)
  • Ober-Steinabrunn (110)
  • Schöngrabern (1000)
  • Windpassing (99)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Mittergrabern, Obergrabern, Obersteinabrunn, Schöngrabern und Windpassing.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guntersdorf
Sitzendorf an der Schmida Nachbargemeinden Wullersdorf
Hollabrunn

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Schöngrabern wurde 1319 urkundlich erwähnt und 1535 erfolgte die Erhebung zum Markt. Während der Franzosenkriege 1805/07 wurde der Ort durch Brände zerstört.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1981 ist die Wanderungsbilanz positiv, seit 2001 auch die Geburtenbilanz.[2]

Kultur- und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche Mittergrabern hl. Johannes der Täufer
  • Katholische Pfarrkirche Schöngrabern Mariä Geburt: In Schöngrabern befindet sich eine romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert (um 1210/1230 erbaut), ein einzigartiges Juwel romanischer Baukunst.
  • Steinerne Bibel von Schöngrabern: Die Apsis der Pfarrkirche zeigt außen einen reichhaltigen Figurenschmuck und Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament.
  • Lapidarium im Pfarrhof: Das Lapidarium – ein mittelalterliches Mauerwerk aus 1473 und ein Ziegelgewölbe aus 1791, der Zeit des Umbaus – befindet sich unter dem heutigen Pfarrhof. In diesen Räumlichkeiten werden Skulpturen, Fragmente und Reste der mittelalterlichen Architektur, die in späterem Mauerwerk gefunden wurden, gezeigt, darunter das ehemalige Emporenkapitell und dessen Basis. Weiters gibt es eine Fotodokumentation zur Pfarrkirche.
  • Schloss Mittergrabern: Das mächtige dreigeschoßige Schloss wurde im 16. Jahrhundert als hakenförmige Anlage mit Attikageschoß erbaut. 1834 wurden Turm und Attikageschoß abgetragen und die Anlage durch Zubau von zwei Flügeln und ein Stiegenhaus an der Rückseite im Jahre 1874 erweitert. Eine Restaurierung erfolgte 1986/87. Die Fassade ist schlicht gegliedert: Eckquaderung, im Erdgeschoß faschengerahmte Fenster, in den Obergeschoßen gekehlte Fersterverdachungen, im 2. Obergeschoß zusätzlich gekehlte Sohlbänke.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es 65 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon waren 44 Haupterwerbsbetriebe, die 87 Prozent der Fläche bewirtschafteten. Im Jahr 1999 waren es 91 Haupt- und 56 Nebenwerwerbsbetriebe.[3] Im Produktionssektor beschäftigten acht Betriebe vierzig Arbeitnehmer, überwiegend mit der Herstellung von Waren, aber auch im Bau. Der Dienstleistungssektor gab in 55 Betrieben 93 Menschen Arbeit, Fast die Hälfte davon war in sozialen und öffentlichen Diensten beschäftigt (Stand 2011).[4][5]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Marktgemeinde gibt es zwei Kindergärten und zwei Volksschulen.[6]

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Grabern ordiniert ein praktischer Arzt.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahn: Durch das Gemeindegebiet von Grabern verläuft im östlichsten Teil die Nordwestbahn. Der näheste Bahnhof ist Hetzmannsdorf-Wullersdorf in vier Kilometer Entfernung von Schöngrabern.[8]
  • Straße: Im Guntersdorf zweigt die Waldviertler Straße B2 von der Weinviertler Straße B303 ab.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grabern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Grabern, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Grabern, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Grabern, Arbeitsstätten. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Grabern, Beschäftigte. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  6. Marktgemeinde Grabern, Schule&Kindergarten. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  7. Marktgemeinde Grabern, Bürgerservice, Gemeindearzt. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  8. OpenStreetMap, Route Schöngrabern zum Bahnhof Hetzmannsdorf-Wullersdorf. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Grabern. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 1. März 2019.