Seefeld-Kadolz

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Marktgemeinde
Seefeld-Kadolz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Seefeld-Kadolz
Seefeld-Kadolz (Österreich)
Seefeld-Kadolz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn
Kfz-Kennzeichen: HL
Hauptort: Seefeld
Fläche: 21,85 km²
Koordinaten: 48° 43′ N, 16° 10′ OKoordinaten: 48° 43′ 0″ N, 16° 10′ 0″ O
Höhe: 192 m ü. A.
Einwohner: 941 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 43 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2062
Vorwahl: 02943
Gemeindekennziffer: 3 10 42
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Seefeld 39
2062 Seefeld-Kadolz
Website: www.seefeld-kadolz.at
Politik
Bürgermeister: Peter Frühberger (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
10
5
10 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Seefeld-Kadolz im Bezirk Hollabrunn
Alberndorf im PulkautalGöllersdorfGrabernGuntersdorfHadresHardeggHaugsdorfHeldenbergHohenwarth-Mühlbach am ManhartsbergHollabrunnMailbergMaissauNappersdorf-KammersdorfPernersdorfPulkauRavelsbachRetzRetzbachSchrattenthalSeefeld-KadolzSitzendorf an der SchmidaWullersdorfZellerndorfZiersdorfNiederösterreichLage der Gemeinde Seefeld-Kadolz im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Seefeld-Kadolz ist eine Marktgemeinde im Bezirk Hollabrunn im österreichischen Bundesland Niederösterreich mit 941 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seefeld-Kadolz liegt im Weinviertel in Niederösterreich im Pulkautal. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 21,85 Quadratkilometer. 4,72 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2018[1]):

  • Großkadolz (565)
  • Seefeld (370)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großkadolz und Seefeld.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1.037 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1.019 Einwohner, 1981 1.140 und im Jahr 1971 1.392 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde bereits 1108 als Markt erwähnt. Die Familie der Chadolte lässt sich bereits im 11. Jahrhundert nachweisen und wurde für den Ort namensgebend. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts wurde hier eine erste Wasserburg an der Straße von Wien über Znaim nach Prag errichtet. Nach dem Aussterben der Chadolte fiel der Besitz an den deutschen König zurück. Rudolf I. von Habsburg übertrug das ganze Gebiet Ende des 13. Jh. an den Nürnberger Burggrafen Friedrich III. von Zollern. Die Herrschaft Seefeld wurde dadurch zum Kernstück des sogenannten Brandenburger Lehens, das sich bis in das 18. Jahrhundert hinein seine Reichsunmittelbarkeit erhalten konnte. Von 1292 bis 1594 hatten die Kuenringer dieses Lehen inne. 1336 belagerte König Johann von Böhmen vier Wochen lang die Burg, bis sie ihm von Albero VII. von Kuenring übergeben wurde. 1543 wurde hier Florian von Kuenring ermordet. Johann IV. Ladislaus, der letzte Kuenringer, ist in der Seefelder Kirche bestattet.

Schloss Seefeld

Nach einigen Erbstreitigkeiten kaufte Hans Wilhelm Graf zu Hardegg 1629 erst die Herrschaft Kadolz und 1662 dann auch Seefeld. Als die Familie 1656 ihre Burg Hardegg verkauft hatte, zog die Familie nach Seefeld. Die Brüder Julius und Johann ließen auf den Grundmauern der alten Wasserburg, die noch auf dem Stich von Georg Matthäus Vischer von 1672 festgehalten ist, das heutige Schloss erbauen. Der Entwurf für die barocke Sommerresidenz wurde 1705 von Johann Jakob Castelli erstellt. Die Bauarbeiten begannen 1710 und waren fünf Jahre später beendet. Schloss Seefeld blieb bis heute im Familienbesitz. Ab 1992 fanden umfassende Restaurierungsarbeiten statt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 15 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung: SPÖ 10 und ÖVP 5 Sitze.[2]

Bürgermeister
  • seit April 2019 Peter Frühberger (SPÖ)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Seefeld hl. Anna
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Seefeld-Kadolz

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 31, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 53. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 427. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,94 Prozent.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seefeld-Kadolz besitzt ein Freiluftschwimmbad, einen Tennisplatz, einen Reiterhof, einen Volleyballplatz, Spielplätze, einen Teich zum Angeln, einen Fußballplatz, eine Rodelbahn und eine Minigolfanlage.

Seefeld-Kadolz wurde 1992 zum jugendfreundlichsten Ort Niederösterreichs gewählt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seefeld-Kadolz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (CSV)
  2. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Seefeld-Kadolz. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 16. Februar 2019.