Grafschaft Solms-Rödelheim

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Banner of the Holy Roman Emperor with haloes (1400-1806).svg
Territorium im Heiligen Römischen Reich
Solms-Rödelheim
Wappen
Wappen von Solms-Rödelheim-Assenheim



Entstanden aus Solms-Laubach
Herrschaftsform Grafschaft
Herrscher/Regierung Graf



Reichskreis Oberrheinischer Reichskreis
Hauptstädte/Residenzen Rödelheim/Assenheim
Dynastien Solms-Rödelheim
Konfession/Religionen lutherisch


Einwohner 3000



Die Grafschaft Solms-Rödelheim war vom frühen 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts eine deutsche Grafschaft. Das Territorium der Grafschaft lag im Oberrheinischen Reichskreis des Heiligen Römischen Reiches. Die Regierungssitze der Grafschaft Solms-Rödelheim waren die Orte Rödelheim westlich der Stadt Frankfurt am Main und das am Fluss Nidda gelegene Assenheim, heute Teil der Stadt Niddatal in der Wetterau. Die Grafschaft Solms-Rödelheim wurde von der gleichnamigen Linie des Adelsgeschlechts Solms, Solms-Rödelheim regiert. Heute gehört das Territorium der ehemaligen Grafschaft zum Rhein-Main-Gebiet im Süden des deutschen Bundeslandes Hessen.

Das Territorium der Grafschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grenzstein der Grafschaft Solms-Rödelheim („S.R.“) zum damals hanau-münzenbergischen Ort Bockenheim aus dem Jahr 1723 im Frankfurter Biegwald
Die Grafschaft Solms-Rödelheim hatte im 18. Jahrhundert etwa 3000 Einwohner. Das Herrschaftsgebiet der Grafschaft setzte sich zusammen aus

Im Jahr 1806 fiel das Gebiet weitestgehend an die beiden hessischen Staaten.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie der Grafen von Solms-Rödelheim spaltete sich 1607 als jüngere Linie von der Grafschaft Solms-Laubach ab, die wiederum eine jüngere Linie der Grafschaft Solms-Lich war. Im Jahr 1607 teilte Graf Johann Georg die Grafschaft unter seinen beiden ältesten Söhnen auf. Graf Albert Otto (1576–1610) erhielt Laubach, Utphe und Münzenberg; Graf Friedrich (1574–1636) erhielt Rödelheim, Assenheim und Petterweil und wurde damit zum Begründer des Zweiges Solms-Rödelheim. Die Residenz befand sich zunächst im Rödelheimer Schloss, später wohnte die Familie (bis heute) im Schloss Assenheim.

Bekannte Mitglieder der Familie waren:

Mit dem Ende der Grafschaft 1806 wurden die Grafen von Solms mediatisiert, behielten aber weiter Titel und das Adelsprädikat Durchlaucht. Der Senior der Familie war als Standesherr durch die Verfassung des Großherzogtums Hessen Mitglied der ersten Kammer der dortigen Landstände.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tobias Busch: Herrschen durch Delegation. Reichsgräfliche Herrschaft zu Ende des 17. und im 18. Jahrhundert am Beispiel der Reichsgrafschaft Solms-Rödelheim = Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 156. Darmstadt 2008. ISBN 978-3-88443-310-2
  • Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 4., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 1992, ISBN 3-406-35865-9, S. 590 ff.
  • Volker Press: Die Landschaft aller Grafen von Solms. Ein Ständisches Experiment am Beginn des 17. Jahrhunderts. In: Hessisches Jahrbuch zur Landesgeschichte 27 (1977), S. 37–106.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]