Großer Preis von Monaco 1973

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Flag of Monaco.svg Großer Preis von Monaco 1973
Renndaten
6. von 15 Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1973
Streckenprofil
Name: XXXI Grand Prix Automobile de Monaco
Datum: 3. Juni 1973
Ort: Monaco
Kurs: Circuit de Monaco
Länge: 255,684 km in 78 Runden à 3,278 km

Wetter: sonnig und warm
Pole-Position
Fahrer: Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Vereinigtes Konigreich Tyrrell
Zeit: 1:27,5 min
Schnellste Runde
Fahrer: Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich Lotus
Zeit: 1:28,1 min
Podium
Erster: Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Vereinigtes Konigreich Tyrrell
Zweiter: Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich Lotus
Dritter: Schweden Ronnie Peterson Vereinigtes Konigreich Lotus

Der Große Preis von Monaco 1973 fand am 3. Juni statt und war das sechste Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1973.

Berichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach umfangreichen Umbauarbeiten präsentierte sich der Kurs von Monaco mit einem neuen Tunnel, erweiterten Boxenanlagen und einer neuen Sektion im Bereich des Schwimmbades. Aufgrund dessen fand das Rennen ausnahmsweise erst Anfang Juni statt, nachdem in den Jahren zuvor meist ein Termin im Mai festgelegt worden war.

Das Starterfeld wurde um zwei March-Kundenfahrzeuge erweitert, in denen David Purley und James Hunt an diesem Wochenende ihr Formel-1-Debüt absolvierten. Außerdem schickte die Scuderia Ferrari erstmals seit dem Großen Preis von Südafrika wieder zwei Wagen ins Rennen. Somit wurden erstmals in dieser Saison 26 Fahrzeuge für einen Grand Prix gemeldet.

Training[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jackie Stewart qualifizierte sich für die Pole-Position und Ronnie Peterson für den zweiten Platz in der ersten Reihe. Dahinter reihten sich Denis Hulme, François Cevert, Emerson Fittipaldi und Niki Lauda ein. Für den Österreicher war dies die bis dato beste Startposition seiner Karriere.

George Follmer beschädigte seinen Shadow im Zuge einer Kollision mit Arturo Merzario im Samstags-Training so stark, dass er auf die Teilnahme am Rennen verzichten musste.[1]

Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cevert ging aus der zweiten Reihe in Führung, behielt sie jedoch nur eine Runde, da er sich im zweiten Umlauf drehte und das gesamte Feld vorbeiziehen lassen musste. Peterson gelang es daraufhin, an der Spitze einen Vorsprung herzustellen und auszubauen, da der zweitplatzierte Regazzoni den Rest des Feldes aufzuhalten schien. Keiner der eigentlich schnelleren Piloten hinter ihm gelangte auf dem engen und winkligen Kurs an ihm vorbei, bis er in der sechsten Runde einen Fehler beging und in der Hafenschikane die Auslaufzone benutzen musste. Dadurch kam Stewart auf den zweiten Rang und schloss rasch zu Peterson auf, der inzwischen von Problemen mit der Benzineinspritzung geplagt wurde und schließlich bis auf den sechsten Rang zurückfiel.

Stewart lag nun vor Emerson Fittipaldi und Niki Lauda, der sich bis zu einem Getriebeschaden in Runde 25 auf diesem Platz hielt. Nachdem auch Jacky Ickx in Runde 45 wegen technischer Probleme aufgeben musste, belegte Wilson Fittipaldi für einige Runden den dritten Rang direkt hinter seinem Bruder. In Runde 71 schied er allerdings wegen einer Undichtigkeit im Kraftstoffsystem aus. Der letzte Platz auf dem Podium ging letztendlich an Peterson. Cevert hatte sich unterdessen wieder vom Ende des Feldes bis auf den vierten Rang nach vorn gearbeitet.

Neuling James Hunt beeindruckte mit einer guten Leistung. Wenn er nicht wenige Runden vor Schluss wegen eines Motorschadens hätte aufgeben müssen, wäre er direkt in seinem ersten Rennen mit einem WM-Punkt belohnt worden.[2]

Meldeliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Vereinigtes Konigreich John Player Team Lotus 1 Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi Lotus 72E Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
2 Schweden Ronnie Peterson
Italien Scuderia Ferrari SpA SEFAC 3 Belgien Jacky Ickx Ferrari 312B3 Ferrari 001/11 3.0 F12 G
4 Italien Arturo Merzario
Vereinigtes Konigreich Elf Team Tyrrell 5 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Tyrrell 006 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
6 Frankreich François Cevert
Vereinigtes Konigreich Yardley Team McLaren 7 Neuseeland Denis Hulme McLaren M23 G
8 Vereinigte Staaten Peter Revson
Vereinigtes Konigreich Ceramica Pagnossin Team 9 Italien Andrea de Adamich Brabham BT37 G
Vereinigtes Konigreich Motor Racing Developments 10 Argentinien Carlos Reutemann Brabham BT42
11 Brasilien 1968 Wilson Fittipaldi
Vereinigtes Konigreich Embassy Racing 12 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Shadow DN1 G
Vereinigtes Konigreich STP March Racing Team 14 Frankreich Jean-Pierre Jarier March 731 G
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Clarke-Mordaunt-Guthrie Racing 15 Vereinigtes Konigreich Mike Beuttler G
Vereinigte Staaten UOP Shadow Racing Team 16 Vereinigte Staaten George Follmer Shadow DN1 G
17 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich LEC Refrigeration Racing 18 Vereinigtes Konigreich David Purley March 731 G
Vereinigtes Konigreich Marlboro B.R.M. 19 Schweiz Clay Regazzoni BRM P160E BRM P142 3.0 V12 F
20 Frankreich Jean-Pierre Beltoise
21 Osterreich Niki Lauda
Italien Martini Racing Team 22 Neuseeland Chris Amon Tecno PA123/6 Tecno Series-P 3.0 F12 F
Vereinigtes Konigreich Brooke Bond Oxo Team Surtees 23 Vereinigtes Konigreich Mike Hailwood Surtees TS14A Ford Cosworth DFV 3.0 V8 F
24 Brasilien 1968 Carlos Pace
Vereinigtes Konigreich Frank Williams Racing Cars 25 Neuseeland Howden Ganley Iso-Marlboro IR2 F
26 Italien Nanni Galli Iso-Marlboro IR1
Vereinigtes Konigreich Hesketh Racing 27 Vereinigtes Konigreich James Hunt March 731 F

Klassifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Startaufstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start
01 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 1:27,5 134,866 km/h 01
02 Schweden Ronnie Peterson Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford 1:27,7 134,559 km/h 02
03 Neuseeland Denis Hulme Vereinigtes Konigreich McLaren-Ford 1:27,8 134,405 km/h 03
04 Frankreich François Cevert Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 1:27,9 134,253 km/h 04
05 Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford 1:28,1 133,948 km/h 05
06 Osterreich Niki Lauda Vereinigtes Konigreich B.R.M. 1:28,5 133,342 km/h 06
07 Belgien Jacky Ickx Italien Ferrari 1:28,7 133,042 km/h 07
08 Schweiz Clay Regazzoni Vereinigtes Konigreich B.R.M. 1:28,9 132,742 km/h 08
09 Brasilien 1968 Wilson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich Brabham-Ford 1:28,9 132,742 km/h 09
10 Neuseeland Howden Ganley Vereinigtes Konigreich Iso-Ford 1:29,0 132,593 km/h 10
11 Frankreich Jean-Pierre Beltoise Vereinigtes Konigreich B.R.M. 1:29,0 132,593 km/h 11
12 Neuseeland Chris Amon Italien Tecno 1:29,3 132,148 km/h 12
13 Vereinigtes Konigreich Mike Hailwood Vereinigtes Konigreich Surtees-Ford 1:29,4 132,000 km/h 13
14 Frankreich Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich March-Ford 1:29,4 132,000 km/h 14
15 Vereinigte Staaten Peter Revson Vereinigtes Konigreich McLaren-Ford 1:29,4 132,000 km/h 15
16 Italien Arturo Merzario Italien Ferrari 1:29,5 131,853 km/h 16
17 Brasilien 1968 Carlos Pace Vereinigtes Konigreich Surtees-Ford 1:29,6 131,705 km/h 17
18 Vereinigtes Konigreich James Hunt Vereinigtes Konigreich March-Ford 1:29,9 131,266 km/h 18
19 Argentinien Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich Brabham-Ford 1:30,1 130,974 km/h 19
20 Vereinigte Staaten George Follmer Vereinigte Staaten Shadow-Ford 1:30,4 130,540 km/h DNS
21 Vereinigtes Konigreich Mike Beuttler Vereinigtes Konigreich March-Ford 1:31,0 129,679 km/h 20
22 Italien Nanni Galli Vereinigtes Konigreich Iso-Ford 1:31,1 129,537 km/h 21
23 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Vereinigte Staaten Shadow-Ford 1:31,2 129,395 km/h 22
24 Vereinigtes Konigreich David Purley Vereinigtes Konigreich March-Ford 1:31,9 128,409 km/h 23
25 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Vereinigte Staaten Shadow-Ford 1:31,9 128,409 km/h 24
26 Italien Andrea de Adamich Vereinigtes Konigreich Brabham-Ford 1:32,1 128,130 km/h 25

Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund
01 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 78 0 1:57:44,3 01 1:28,8
02 Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford 78 0 + 1,3 05 1:28,1
03 Schweden Ronnie Peterson Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford 77 0 + 1 Runde 02 1:29,4
04 Frankreich François Cevert Vereinigtes Konigreich Tyrrell-Ford 77 0 + 1 Runde 04 1:29,0
05 Vereinigte Staaten Peter Revson Vereinigtes Konigreich McLaren-Ford 76 0 + 2 Runden 15 1:31,4
06 Neuseeland Denis Hulme Vereinigtes Konigreich McLaren-Ford 76 1 + 2 Runden 03 1:29,0
07 Italien Andrea de Adamich Vereinigtes Konigreich Brabham-Ford 75 0 + 3 Runden 25 1:32,0
08 Vereinigtes Konigreich Mike Hailwood Vereinigtes Konigreich Surtees-Ford 75 1 + 3 Runden 13 1:30,6
09 Vereinigtes Konigreich James Hunt Vereinigtes Konigreich March-Ford 73 0 DNF 18 1:31,7 Motorschaden
10 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Vereinigte Staaten Shadow-Ford 72 0 + 6 Runden 22 1:33,8
11 Brasilien 1968 Wilson Fittipaldi Vereinigtes Konigreich Brabham-Ford 71 0 DNF 09 1:29,8 defekte Benzinzufuhr
Frankreich Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich March-Ford 67 0 DNF 14 1:31,0 Getriebeschaden
Vereinigtes Konigreich Graham Hill Vereinigte Staaten Shadow-Ford 62 0 DNF 24 1:34,0 Aufhängungsschaden
Italien Arturo Merzario Italien Ferrari 58 0 DNF 16 1:31,4 Öldruckverlust
Argentinien Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich Brabham-Ford 46 0 DNF 19 1:31,3 Getriebeschaden
Belgien Jacky Ickx Italien Ferrari 44 0 DNF 07 1:30,1 Motorschaden
Neuseeland Howden Ganley Vereinigtes Konigreich Iso-Ford 41 0 DNF 10 1:30,1 gebrochene Halbwelle
Frankreich Jean-Pierre Beltoise Vereinigtes Konigreich B.R.M. 39 0 DNF 11 1:30,4 Unfall
Brasilien 1968 Carlos Pace Vereinigtes Konigreich Surtees-Ford 31 0 DNF 17 1:30,9 gebrochene Antriebswelle
Vereinigtes Konigreich David Purley Vereinigtes Konigreich March-Ford 31 0 DNF 23 1:30,2 Kraftstoffleck
Italien Nanni Galli Vereinigtes Konigreich Iso-Ford 30 0 DNF 21 1:32,9 Getriebeschaden
Osterreich Niki Lauda Vereinigtes Konigreich B.R.M. 24 0 DNF 06 1:30,4 Getriebeschaden
Neuseeland Chris Amon Italien Tecno 22 1 DNF 12 1:31,9 überhitzter Motor
Schweiz Clay Regazzoni Vereinigtes Konigreich B.R.M. 15 1 DNF 08 1:33,6 Bremsdefekt
Vereinigtes Konigreich Mike Beuttler Vereinigtes Konigreich March-Ford 03 0 DNF 20 überhitzter Motor

WM-Stände nach dem Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).[3]

Fahrerwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi Lotus 41
02 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Tyrrell 37
03 Frankreich François Cevert Tyrrell 21
04 Vereinigte Staaten Peter Revson McLaren 11
05 Neuseeland Denis Hulme McLaren 10
06 Italien Arturo Merzario Ferrari 6
07 Vereinigte Staaten George Follmer Shadow 5
08 Belgien Jacky Ickx Ferrari 5
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
09 Schweden Ronnie Peterson Lotus 4
10 Italien Andrea de Adamich Brabham 3
11 Frankreich Jean-Pierre Beltoise B.R.M. 2
12 Osterreich Niki Lauda B.R.M. 2
13 Brasilien 1968 Wilson Fittipaldi Brabham 1
14 Neuseeland Chris Amon Tecno 1
15 Schweiz Clay Regazzoni B.R.M. 1

Konstrukteurswertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich Tyrrell 45
02 Vereinigtes Konigreich Lotus 41
03 Vereinigtes Konigreich McLaren 17
04 Italien Ferrari 9
Pos. Konstrukteur Punkte
05 Vereinigte Staaten Shadow 5
06 Vereinigtes Konigreich B.R.M. 5
07 Vereinigtes Konigreich Brabham 4
08 Italien Tecno 1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Training“ (Memento des Originals vom 28. Januar 2005 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 23. Juli 2011)
  2. „Bericht“ (abgerufen am 23. Juli 2011)
  3. „WM-Stände“ (Memento des Originals vom 28. Januar 2005 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 23. Juli 2011)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]