Hasorea

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Ha-Soreʿa
Blick aufs Gemeinschaftshaus südwestwärts mit Reihenhäusern zur Anhöhe des Carmels
Blick aufs Gemeinschaftshaus südwestwärts mit Reihenhäusern zur Anhöhe des Carmels
Basisdaten
hebräisch: הַזּוֹרֵעַ
arabisch: هزورع
Staat: Israel Israel
Bezirk: Nord
Gegründet: 1936
Koordinaten: 32° 39′ N, 35° 7′ OKoordinaten: 32° 38′ 41″ N, 35° 7′ 15″ O
Höhe: 64 m
 
Einwohner: 843 (31. Dezember 2014)
 
Gemeindeart: Kibbuz
Ha-Soreʿa (Israel)
Ha-Soreʿa
Ha-Soreʿa

Hasorea (hebr. הזורע, dt. „Der Sämann“) ist ein Kibbuz im Regionalverband Megiddo des Nordbezirk Israels. Der Kibbuz liegt am westlichen Rand der Ebene Jesre'el und ist etwa 22 km von der Hafenstadt Haifa entfernt.[1] Gleich nördlich entstand ab den 1950er Jahren Jokne’am als israelische Entwicklungsstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gruppe Deutscher, Immigranten und Mitglieder der Jugendorganisation Werkleute, Bund deutsch-jüdischer Jugend, gründeten 1936 Hasoreʿa im damaligen Völkerbundsmandat für Palästina,[1] nachdem sie zuvor schon zwei Jahre in Chaderah in Gemeinschaft gelebt hatten.

Wilfrid-Israel-Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wilfrid-Israel-Museum für Kunst und Studium des Orients (hebräisch מוזיאון וילפריד ישראל לאומנות ולידיעות המזרח) im Kibbuz erbauten Alfred Mansfeld und Munio Weinraub in den Jahren 1948 bis 1951.[1] Der Unabhängigkeitskrieg hatte die Fertigstellung verzögert.

Anblick des Wilfrid-Israel-Museums von Osten, 2010

Wilfrid Israel hatte sich vor dem Zweiten Weltkrieg für die Werkleute begeistert, sie unterstützt und testamentarisch verfügt, dass ihr Kibbuz seine Sammlung südasiatischer und fernöstlicher Kunstwerke erbt. Nach Israels Tod (1943) und Ende des Weltkrieges konnte der Nachlass übergeben werden.

Nach interner Debatte 1947 entschied der junge Kibbuz, noch im Prozess sich materiell zu etablieren, die Aufgabe zu bewältigen, diesen Nachlass aus Achtung für Wilfrid Israel anzunehmen, zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 1951 zeigt das Museum Israels Sammlung. Es wurde später erweitert und bietet im Anbau Raum für wechselnde Ausstellungen auch zeitgenössischer Kunst.

Ausgrabungsplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Kibbuz liegt der Fundplatz Ein el-Jarba, der seit den 1960er Jahren ausgegraben wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hasorea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Avraham Lewensohn, Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen, Miriam Magal (Übs.), Tel Aviv-Yapho: Tourguide, 1982, S. 158.