Hachschara

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Arbeit auf der Hachschara-Farm in Betzenrod, Deutschland, 1920er Jahre

Als Hachschara (hebräisch הכשרה ‚Vorbereitung, Tauglichmachung‘) wurde die systematische Vorbereitung von Juden auf die Alija bezeichnet, d. h. für die Besiedlung Palästinas vor allem in den 1920er und 1930er Jahren. Ideologische Grundlage für dieses Programm war der Zionismus, getragen und propagiert wurde sie von der jüdischen Jugendbewegung, und hier vor allem von den beiden Dachverbänden Hechaluz und Bachad.

Meist fanden Hachschara-Kurse auf landwirtschaftlichen Gütern statt. Eine Gruppe von Auswanderungswilligen (hebräisch קבוצה Kəvutza) lernte dort gemeinsam, was für den Aufbau eines Gemeinwesens in Palästina notwendig erschien. Die häufig aus bürgerlichen Umgebungen stammenden jungen Menschen erwarben vor allem gärtnerische, land- und hauswirtschaftliche sowie handwerkliche Fertigkeiten und lernten Iwrit, das moderne Hebräisch. In der weiteren Entwicklung der Hachschara galt zunehmend auch die Schaffung einer jüdischen Identität als wichtige Aufgabe. Dazu gehörte auch, die jüdischen Feste zu feiern, jüdische Geschichte und Literatur kennenzulernen. Leben und Arbeiten im Kollektiv sollten dabei die kulturellen Grundlagen für die neue Existenz in Palästina schaffen. Im späteren Israel setzten sich die Hachschara-Gemeinschaften in den Kibbuzim fort. Seltener lernten auch einzelne Auswanderungswillige bei einem Landwirt oder Handwerker.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert nahmen immer wieder Hoffnungen vieler Juden auf eine Rückkehr nach Eretz Israel Gestalt an, die gegen Ende des Jahrhunderts zunehmend praktische Formen annahmen. Beispiel hierfür ist das 1864 von Zwi Hirsch Kalischer in Berlin gegründete Zentralkomitee für jüdische Siedlungen in Palästina, dem 1870 in Zusammenarbeit zwischen Kalischer und Charles Netter die Gründung der Mikwe Israel folgte, der bis heute ältesten jüdischen Landwirtschaftsschule in Palästina. 1893 wurde dann von Max I. Bodenheimer gemeinsam mit David Wolffsohn der Kölner Verein zur Förderung von Ackerbau und Handwerk in Palästina gegründet, und vor dem Hintergrund der osteuropäischen Pogrome, der gescheiterten jüdischen Emanzipationsbestrebungen in West- und Mitteleuropa und dem Erstarken des politischen Zionismus in der Folge des Zionistenkongresses von 1897 formierte sich schließlich am Ende des 19. Jahrhunderts aus der „Chaluzbewegung“ (von hebräisch חלוץ Chaluz, deutsch ‚Pionier‘) heraus die Hachschara-Bewegung, die vor allem unter Juden in den USA und Russland auf Zustimmung stieß. Ihr Kerngedanke war die Vorbereitung auf ein Leben im Kibbuz im umfassenden Sinn: landwirtschaftliche Ausbildung, Vertrautheit mit der Geschichte des Judentums, Erlernung der hebräischen Sprache.

Auf dem 12. Zionistenkongress 1922 in Karlsbad bildete sich der Pionier-Weltverband Hechaluz. 1923 gründete sich ein deutscher Hechaluz-Verband, der 1928 500 Mitglieder und vier Lehrgüter zählte. Insgesamt verbreitete sich die Bewegung unter den stark assimilierten Juden Westeuropas nur langsam. Erst seit der Weltwirtschaftskrise wurde die Auswanderung von vielen als Chance für einen wirtschaftlichen Neuanfang verstanden. Die idealistische Einstellung des frühen Zionismus trat in den Hintergrund.

Die zunehmende Diskriminierung der Juden verschaffte der Hachschara-Bewegung in der Anfangsphase der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland großen Zulauf. Neben der Vorbereitung zur Auswanderung nach Palästina spielte vor allem für junge Jüdinnen und Juden eine Rolle, dass die Hachschara eine der letzten Möglichkeiten für sie war, überhaupt eine Berufsausbildung (Umschichtung im damaligen Sprachgebrauch) zu erlangen. 1934 verzeichnete die deutsche Hechaluz rund 15.000 Mitglieder. Rund 3.500 Menschen wurden zu dieser Zeit in den Hachschara-Lehreinrichtungen ausgebildet.[1] Diese wurden im Auftrage der Reichsvertretung der Deutschen Juden von Martin Gerson betreut. Insgesamt wurden innerhalb der damaligen deutschen Grenzen mindestens 32 dieser Vorbereitungslager eingerichtet.

In den Anfangsjahren war die vorherrschende Ausbildungsform die Einzel-Hachschara, bei der Ausreisewillige bei einem Bauern oder in einem Handwerksbetrieb arbeiteten und dabei von einem Hachschara- oder Hechaluz-Zentrum unterstützt und betreut wurden. Mit der ab 1933 steigenden Nachfrage an Ausbildungsplätzen bildeten sich auch andere Hachschara-Formen heraus, so zum Beispiel „Hachschara-Kibbuzim, wo die Jugendlichen gemeinsam lebten und ausgebildet wurden, Hachschara-Zentren, wo sie zusammenlebten, aber eine Ausbildung auf verschiedenen landwirtschaftlichen und handwerklichen Stellen bekamen und – vor allem in größeren Städten – die Batei-Chaluz (Sing. Beit Chaluz), Wohnheime für ausreisewillige Jugendliche mit handwerklicher oder hauswirtschaftlicher Einzelausbildung. Der erhöhte Bedarf an Ausbildungsplätzen erklärt den forcierten Ausbau gerade der gemeinschaftlichen Hachschara-Lehrgüter in den folgenden Jahren nur zum Teil, denn dieser war auch aus ideologischen und erzieherischen Gründen besonders wichtig: Vor allem hier, losgelöst von sozialen und familiären Bindungen, glaubte man die Erziehung zur Kibbuz-Gemeinschaft effektiv verwirklichen zu können.“[2]

Hachschara und Jugend-Alijah waren wichtige Säulen der jüdischen Selbsthilfe zur Vorbereitung Jugendlicher auf eine Auswanderung nach Palästina. Hinzu kam 1935 die sogenannte Mittlere-Hachschara (auch: Mi-Ha). Sie richtete sich an 15- bis 17-Jährige und sah ebenso wie die reguläre Hachschara eine zweijährige landwirtschaftliche, gärtnerische oder hauswirtschaftliche Ausbildung vor. Eine handwerkliche Ausbildung dauerte drei Jahre.[3] Joseph Walk bezeichnet sie als einen Ersatz für die nicht über die Jugend-Alija nach Palästina einwandernden Jugendlichen dieser Altersgruppe. Sie „lehnt sich in ihrem Tagesablauf an das Vorbild der in den dortigen Kollektivsiedlungen erzogenen Gruppen an: der Vormittag war der fachlichen, im Wesentlichen landwirtschaftlichen (für Mädchen: hauswirtschaftlichen) Ausbildung, der Nachmittag der geistigen Fortbildung vorbehalten. Der Lehrplan umfaßte Hebräisch (6 Std.), Judentums- und Judenheitskunde (2), Erdkunde (2), Naturwissenschaft (2); je eine Stunde Palästinakunde und Zionismus. Einen breiten Raum nahmen die in den Abendstunden an freien Tagen geführten Aussprachen und Diskussionen ein, welche sich in erster Linie um Probleme des Palästinaaufbaus drehten. Die sich im ländlichen Milieu formende Gemeinschaft wurde weitgehend von der Persönlichkeit des aus der Jugendbewegung hervorgegangenen Führers geprägt und ging nach beendeter zweijähriger Ausbildung zumeist mit diesem auf Alija.“[4]

Als Träger der Mi-Ha erwähnt Walk außer den schon genannten Verbänden Hechaluz und Bachad zusätzlich noch die Noar Agudati („Jugend der Aguda“). Bei der handelte es sich um den deutschen Jugendverband der 1912 gegründeten ultraorthodox-jüdischen Agudath Israel Weltorganisation. Eine wichtige Rolle in dieser Organisation spielte Kalman Kahana, der in Deutschland an der Gründung der Noar Agudati beteiligt war.[5]

Eine besondere Rolle spielte die Auslands-Hachschara. Sie gab es in den 1930er Jahren in zehn europäischen Ländern, vorwiegend in der Form der Einzel-Hachschara. Nur das Werkdorp Wieringermeer in Holland war im Stil eines Hachschara-Kibbuz organisiert. Die Auslands-Hachschara bot auch noch die Möglichkeit, besonders gefährdete Personen dem Zugriff nationalsozialistischer Behörden zu entziehen. Auch Jugend-Alija-Zentren im Ausland existierten, zum Beispiel das Internat Kristinehov in Schweden. Sie boten die Möglichkeit, Jugendliche unterzubringen, für die es noch keine Einreisezertifikate für Palästina gab. Neben den schon erwähnten Einrichtungen gab es weitere in Rumänien, Litauen, Nordirland, England, Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Russland und der Schweiz sowie in Übersee (USA, Kanada), wo der Ursprung der Bewegung lag.

Hachschara-Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbildungsstätten-Statistik vom August 1938[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert J. Phiebig (* 2. Januar 1908 in Berlin – † 27. März 2004 in den USA) wuchs in einer liberalen und sozial ambitionierten Familie auf. Er betätigte sich schon als Jugendlicher als Büchersammler und begeisterte sich früh für die Ahnenforschung. Phiebig studierte Jura an den Universitäten in Berlin und Freiburg und begann danach eine Karriere als Jurist. 1933 wurde er von den Nazis aus dem Staatsdienst entlassen und arbeitete danach als Statistiker bei der Reichsvertretung der Deutschen Juden. Er schloss sich auch der Gesellschaft für Jüdische Familienforschung an und arbeitete mit dem bekannten Genealogen Arthur Czellitzer zusammen. Im Juni 1938 heiratete Phiebig in Berlin Rosa Gottlieb (1912–1960). Die beiden wurden von Leo Baeck getraut und konnten später in die USA emigrieren.[6]

Im Jahre 1938 erstellte Phiebig eine Statistik über die Ausbildungs- und Umschichtungsstätten für Juden in Deutschland. Diese Statistik erschien im Almanach des SchockenVerlags auf das Jahr 5699 (1938/39) und gibt einen umfassenden Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten kurz vor den November-Pogromen von 1938. Bereits am 1. März 1938 war im Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz ein Artikel erschienen, der die Ausbildungsstätten im Rahmen der Mittleren Hachschara aufführte.[7] Phiebigs ursprüngliche Tabelle wurde nachfolgend um diese Information ebenso erweitert wie um die Länderzuordnung.

Ausbildungsstätten am 1. August 1938
I. Landwirtschaft und Gärtnerei[8]
Ort Belegschaft Plätze Land (siehe unten) auch Mittlere Hachschara
Ahlem bei Hannover gemischt 89 #Niedersachsen
Ahrensdorf Makkabi Hazair 80 #Brandenburg ja
Bannacker Hechaluz 14 #Bayern
Berlin-Weißensee, Friedhofsgärtnerei gemischt 20 #Berlin
Bomsdorf Bachad 35 #Sachsen-Anhalt ja
Brüderhof bei Tangstedt Hechaluz 35 #Schleswig-Holstein ja
Dresden, Friedhofsgärtnerei gemischt 4 #Sachsen
Ellguth Hechaluz 70 #Schlesien ja
Fischach Hechaluz 25 #Bayern
Frankfurt am Main, Jüdische Landwirtschaft gemischt 44 #Hessen
Freienstein Makkabi Hazair 27 #Mecklenburg-Vorpommern
Gehringshof, Lehrgut Bachad 54 #Hessen ja
Groß-Breesen Übersee-Gruppenwanderer 110 #Schlesien
Grüsen, Kibbuz Hagschama Hechaluz 40 #Hessen ja
Halbe, Landwerk Makkabi 61 #Brandenburg ja
Halberstadt Noar Agudati 24 #Sachsen-Anhalt
Hamburg-Blankenese Hechaluz Hadati 33 #Hamburg ja
Havelberg Hechaluz 30 #Sachsen-Anhalt ja
Jägerslust bei Flensburg Hechaluz 25 #Schleswig-Holstein
Jessen, Jüdische Jugendhilfe Hechaluz 30 #Brandenburg ja
Lehrensteinsfeld Hechaluz und Jüdische Nothilfe 12 #Baden-Württemberg
Leipzig, Gärtnerische Vorlehre gemischt 15 #Sachsen
Lobitten gemischt 35 #Ostpreußen
Neuendorf, Landwerk gemischt 145 #Brandenburg ja
Polenzwerder bei Eberswalde Betar 45 #Brandenburg
Sennfeld (Baden), Lehrgut Werkleute 30 #Baden-Württemberg ja
Silingtal, Mittlere Hachscharah Hechaluz 20 #Schlesien ja
Schniebinchen Jüdische Jugendhilfe 82 #Brandenburg ja
Steckelsdorf. Landwerk Bachad 70 #Brandenburg ja
Urfeld Hechaluz 45 #Nordrhein-Westfalen ja
Winkel, Lehrgut S. Schocken Zionistische Jugendbünde 120 #Brandenburg ja
Wilhelminenhöhe gemischt 20 #Hamburg
Heilbronn am Neckar (Hachscharah-Zentrum) Hechaluz 15 #Baden-Württemberg
Gesamt 1.504

Bei Phiebig fehlt der Hinweis auf die Hachschara-Stätte Westerbeck (siehe: #Nordrhein-Westfalen). Im Jüdischen Gemeindeblatt wird sie jedoch ebenfalls als Ausbildungsort der Mittleren Hachschara aufgeführt.[7]

Die in Phiebigs Statistik aufgeführten Hachschara-Einrichtungen sind – wie die landwirtschaftlichen und gärtnerischen Einrichtungen insgesamt – bislang die am besten erforschten. Weniger gut dokumentiert sind die Einrichtungen, die handwerkliche Fertigkeiten vermittelten oder Kenntnisse in Hauswirtschaft, Kinderpflege und Erziehung. Phiebig berichtet darüber im zweiten und dritten Abschnitt seiner Statistik, doch lässt diese kaum Rückschlüsse auf konkrete Einrichtungen zu.[9]

II. Handwerk: Lehrwerkstätten und Lehrgänge
Ort Fach Träger Plätze
Berlin Metallverarbeitung Jüdische Gemeinde 40
Schmelzschweißen 50
Holzbearbeitung 45
Bau- und Siedlungsarbeit 40
Bauschlosserei 50
4 Schneiderkurse 190
2 Putzkurse 47
Frisierkursus 10
Nieder-Schönhausen Schlosserei Reichsvertretung 42
Tischlerei 43
Feinmechanik, Elektrotechnik, Klempnerei Gesellschaft ORT 220
Breslau Lehrwerkstatt für Mechanik Synagogengemeinde 30
Darmstadt Mittlere Hachscharah Noar Agudati 30
Dortmund Schlosserei, Schreinerei Jüdische Religionsgemeinde 20
Frankfurt am Main Jüdische Anlernwerkstatt Israelitische Gemeinde 44
Holzbearbeitung 76
Metallbearbeitung 202
Hamburg Tischlerei Jüdischer Religionsverband 5
Schlosserei 60
Schneiderei 30
Köln Schreinerei Synagogengemeinde 40
Schlosserei (Lehrwerkstatt) 70
Leipzig Schlosserei Synagogengemeinde 21
Tischlerei 15
Feinmechanik 13
Einzelstellen 20
Mannheim-Neckarau Schlosserei Synagogengemeinde 45
Schreinerei 25
München Schlosserei, Feinmechanik 105
Gesamt 1.628[10]
III. Hauswirtschaft, Kinderpflege und Erziehung
Gesamtzahl der Plätze in 25 Ausbildungsstätten 877
Gesamtzahlen der Berufsausbildung am 31.12.1937
Im alten Reichsgebiet sind nur Personen gezählt, deren Berufsausbildung aus öffentlichen Mitteln unterstützt wurde.
Deutschland (Altes Reichsgebiet) Berufsausbildung 2.506
Umschichtung 1.440 3.946
Im Ausland 774
Österreich (Mitte 1938) Berufsausbildung Wien 1.200
Berufsausbildung Land 350 1.550
Gesamt 6.270

Hachschara-Einrichtungen auf dem Gebiet des Deutschen Reichs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über eine Hachscharastätte in der „orthodoxen Landgemeinde“[16] Aschbach im Landkreis Bamberg berichtete Mosche Unna.[17] Die Einrichtung dieser Stätte sei auf den Kreis gesetzestreuer Blau-Weisser im jüdischen Wanderbund Blau-Weiss zurückgegangen, eines religiösen Flügels des Bundes. Einer der Organisatoren sei Leo Bamberger gewesen, der dem 1925 bis 1926 existierenden Kreis bereits in Berlin angehört habe.
    Über die von Unna erwähnte Hachscharastätte in Aschbach finden sich weder Hinweise auf der bereits zitierten Webseite von haGalil.com noch auf der Seite über Aschbach als eine der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum.[18] Auf beiden Seiten wird aber eine andere Hachscharastätte vorgestellt: „Ab Januar 1946 hielten sich in Aschbach ca. 100 Displaced Persons (eine Gruppe orthodox-religiöser Anhänger der Misrachi-Bewegung) auf, die sich hier auf die Ausreise nach Palästina vorbereiteten und in der Landwirtschaft Grundkenntnisse erhielten; untergebracht waren sie im Aschbacher Schloss. Im Frühjahr 1948 wanderte die sich hier zusammengefundene Kibbuzgemeinschaft („Laejwer Hajardejn“) geschlossen aus.“[18][19] In dem im Aschbacher Schloss untergebrachten Kibbuz „wurden die bis zu 100 Kibbuzniks in Agrikultur und Obstanbau unterrichtet. Zudem erhielten sie Grundkenntnisse in Milchwirtschaft und Geflügelzucht vermittelt.“[16]
  • Fischach
  • Hofgut Bannacker
Gedenktafel, Selma-und-Paul-Latte-Platz, Berlin-Niederschönhausen

Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lehrwerkstätten für weibliches Handwerk. Diese als Arbeitsschule konzipierte Einrichtung wurde am 10. November 1920 in der Meraner Straße 11 in Berlin eröffnet. Ihre Zielgruppe waren Mädchen ab dem 14. Lebensjahr, denen unter anderem eine praktische Ausbildung im Entwerfen und Anfertigen von Stickereien und Batiken, dem Anfertigen von kunstgewerblichen Gegenständen und dem Buchbinden vermittelt werden sollte. Da hierfür Kundenaufträge übernommen werden sollten, ergab sich auch eine bescheidene Einnahmequelle.
    Es gab daneben auch einen allgemeinen Unterricht mit einem Schwerpunkt auf Sprachen, in dem Englisch und Hebräisch im Zentrum stand. Für den Sommer des Jahres 1921 war geplant, die Schule in ein eigenes Heim in einem Vorort von Berlin zu verlegen, „wo die älteren Schülerinnen Gelegenheit finden sollen, die Haushaltung und etwas Gartenbau zu erlernen“.[20]
  • Eine frühe Einrichtung hier wird von Ulrich Tromm unter Bezug auf das zuvor erwähnte Rundschreiben des Praktikantenamtes des Blau-Weiss, Berlin, 10. Juli 1924, aufgeführt.[12]
  • Die Flaschenfabrik von Selma Latte und Paul Latte in Berlin-Niederschönhausen, auf deren Gelände es einen Hachschara-Ausbildungsbetrieb im Handwerk gab.[21] Die Geschichte des ehemaligen Hachscharah-Lagers an der Buchholzer Straße 23–31 im Ortsteil Niederschönhausen steht beispielhaft für die Selbstbehauptung der von Diskriminierung und Ausgrenzung bedrohten jüdischen Bevölkerung.[22]

Brandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Brandenburg gab es folgende Hachschara-Stätten[23]

  • Alt-Karbe in der Neumark, heute Polen (bis 1940 bestehend)[24]
  • Landwerk Ahrensdorf bei Trebbin (1936–1941)[25]
  • Bad Belzig. Das Wissen über die dortige Hachschara-Einrichtung verdankt sich weitgehend einem Zufallsfund im Jahre 2019 beim Umbau einer Villa: „Auf dem Dachboden, im Gebälk versteckt, entdeckte der Dachdecker und ehrenamtliche Mitarbeiter der Landesarchäologe Sieghard Wolter aus Brandenburg ein Bündel von Papieren, Broschüren und Büchern. Es stellte sich heraus, dass es sich um Unterlagen verschiedener jüdischer Jugendorganisationen vom Anfang der 1930er Jahre handelt. Diese dezidiert kommunistischen Gruppen – unter den Schriftstücken waren auch ein Hammer-und-Sichel Motiv und ein hebräisch beschriftetes Karl-Marx-Porträt – bereiteten sich damals angesichts des zunehmenden Antisemitismus auf eine Zukunft in Palästina vor. Dafür gab es im Umkreis von Berlin eine ganze Reihe so genannter Hachschara-(„Vorbereitungs“)Stätten, an denen Gartenbau und Landwirtschaft gelernt werden konnte – so auch die Villa eines Kaufmannes in Belzig.“[26] Die Auswertung und Aufbereitung der Belziger Funde erfolgt im Rahmen des Projekts Nationaljüdische Jugendkultur und zionistische Erziehung in Deutschland und Palästina zwischen den Weltkriegen an der TU Braunschweig (siehe: Hachschara-Forschung).[27] Dort weist man allerdings darauf hin, „dass die Zuschreibung des Denkmalamtes, es habe sich in Belzig um „dezidiert kommunistische Gruppen“ gehandelt, falsch ist bzw. nur einen Teil des Fundes beschreibt, der neben kommunistischen Schriften vor allem zionistisch-chaluzische Periodika umfasst. Der Bestand beinhaltet außerdem sozialistische, freiwirtschaftliche und trotzkistische Literatur, ist also weit differenzierter.“
  • Dragebruch (Kreis Friedeberg Nm., Provinz Brandenburg bzw. ab 1938 Provinz Pommern) (heute: Drawiny)[24]
  • Eichow, „Neue Feldschneidermühle“, heute Gemeinde Kolkwitz, bei Cottbus (bis 1941)[28]
  • Elshof bei Rathenow war eine aus der Misrachi-Bewegung hervorgegangene Hachscharastätte, die allerdings nur von Anfang Februar 1925 bis Mitte 1926 existierte. Laut einer Meldung in der Jüdischen Rundschau vom 16. Januar 1925 sollten auf dem Gut 8 bis 10 Chaluzim und 3 bis 4 Chaluzoth innerhalb von eineinhalb bis zwei Jahren Lehrzeit eine landwirtschaftliche, gärtnerische oder hauswirtschaftliche Ausbildung erhalten. Ackerbau und Milchwirtschaft sollten Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Ausbildung sein und die Absolventen befähigen, „sich sofort eine selbständige Existenz in Palästina zu schaffen“.[29]
    Mosche Unna, der zur gleichen Zeit das ebenfalls der Misrachi-Bewegung nahegestandene Lehrgut in Betzenrod (siehe Hessen) leitete, vermutete, dass Geldmangel zur vorzeitigen Aufgabe des Elshofes als Lehrgut führte.[30] Auf der Webseite des heute noch existierenden Landguts Elshof finden sich keine Hinweise über dessen Episode als Hachscharastätte.[31]
  • Heinersdorf bei Landsberg (Kreis Landsberg (Warthe), Provinz Brandenburg) (heute: Chwalęcice)[24]
  • das Landwirtschaftliche Gut der Kupfer- und Messingwerke Hirsch bei Eberswalde[32] war eine der frühesten deutschen Hachscharastätten: „1917 – 1924/25 organisierte der junge Siegmund Hirsch, unter der Leitung von S. Dyck und S. Weinberg ein Zentrum für Hachschara. Die jungen Chaluzim (Pioniere) wurden als Landwirte und Gärtner ausgebildet. Es waren überwiegend Ostjuden, aber auch Blau – Weiße (Westjuden) waren darunter.“[33]
  • Halbe in der Mark (bis 1939). Die jüdische Lernsiedlung Halbe wurde im Februar 1920 von 8 männlichen und 4 weiblichen Mitgliedern des Blau-Weiß gegründet.[34] Zu ihr gehörten 90 Morgen Land, von denen 35 landwirtschaftlich und 10 gärtnerisch genutzt werden konnten. Angestrebt wurde eine ein- bis eineinhalbjährige Ausbildung als Grundlage für ein Leben in Palästina. Halbe sei der erste[35] Versuch gewesen, „ein Lerngut auf Grundlage einer Siedlung zu schaffen“.[36]
    Anfang 1924 wird die Situation in Halbe in den Blau-Weiss-Blättern so beschrieben: „Einhundert und zehn Morgen, 2 Pferde, 3 Kühe, Ziegen, Kleinvieh usw. Betriebgemischt: landwirtschaftlich-gärtnerisch. 11 Jungen, 3 Mädchen, Leiter Herbert Lustig.“[37]
    Absolventen von Halbe scheiterten 1923 bei dem Versuch, in der Nähe von Haifa den Kwuza Zwi zu gründen.[38]
  • Hachschara-Lager Jessen (auch Jessen Mühle) bei Sorau in der Niederlausitz: „Einer der wenigen, die im Untergrund bis zur Befreiung überlebten, war der spätere TV-Moderator Hans Rosenthal, zuvor ‚auf Hachschara‘ in Jessen in der Niederlausitz.“[39] (ab 1937)
  • Landwerk Neuendorf bei Fürstenwalde (1932–1943)[40]
  • Polenzwerder bei Eberswalde war eine vom Betar betriebene Einrichtung. Sie befand sich in einer ehemaligen Ziegelei und bestand von 1937 bis vermutlich 1940/41. Bei den Pogromen im November 1938 tauchte in Polenzwerder „die Gestapo auf, alle mussten sich auf den Boden legen und zählen lassen. Eines der Häuser auf dem Gut ging in Flammen auf.“[39]
  • Rüdnitz, Hof Wecker, bei Bernau (bis 1941)[41] „In so genannten Hachschara-Zentren wurden die 14- bis 17-jährigen jüdischen Jugendlichen, die sich in die Jugend-Aliyah einschrieben, um Deutschland Richtung Palästina zu verlassen, auf ihr dortiges Leben vorbereitet. Das Gut Rüdnitz an der Bahnlinie Berlin–Eberswalde war das erste Vorbereitungszentrum. Es folgten unter anderem Ahrensdorf bei Trebbin, Schiebinchen (Sommerfeld/Niederlausitz), Polenzwerder bei Eberswalde, Gut Winkel bei Fürstenwalde, Kibbuz Rissen bei Hamburg, Kibbuz Jägerlust bei Flensburg, Gehringshof bei Fulda. Hinzu kamen Jugend-Aliyah-Schulen in Köln und Berlin.“[42] Einen Einblick in die Arbeitsabläufe in Rüdnitz gibt Schmarjahu (Siegfried) Marx (1918–2011), der von Juni bis November 1935 hier Jugendliche bei den landwirtschaftlichen Arbeiten anleitete.[43] 1934/35 wurden nachweislich bis zu 60 Personen im Hof Wecker ausgebildet.[44]
  • Schniebinchen bei Sommerfeld, heute ein Teil der Landgemeinde Gmina Lubomino[45] (bis 1941). Die letzten beiden Leiter von Schniebinchen, Alfred Cohn und Ludwig Kuttner, waren zuvor Lehrer an der Privaten Waldschule Kaliski in Berlin.[46]
  • Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Spreenhagen befanden sich mehrere Hachschara-Einrichtungen:

Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Hamburger Hachschara-Einrichtungen hatten bis 1938 etwa 800 Jugendliche ihre Ausbildung abgeschlossen.[50]

  • Landwirtschaftsschule Schalom in Neugraben.[51] Die Schule war eine Einrichtung des Bachad.
  • Jugendwohnheim (Bet Chaluz) des Hechaluz in der Beneckestraße (seit Juni 1932). „Das Bet Chaluz in der Beneckestraße wurde zu einem Zentrum jüdischer Jugendkultur – und zu einem besonderen Ziel des Novemberpogroms 1938.“[50]
  • Seit Juni 1933 gab es Ausbildungsplätze in einer Tischlerei in der Emilienstr. und in der Siedlerschule Wilhelminenhöhe. Letztere wurde im Frühjahr 1934 wegen ihrer zionistischen Ausrichtung eingestellt und stattdessen ein Ausbildungslehrgang für Gärtner eingerichtet.[50]
  • Für die Betreuung der Ausbildungsteilnehmer, die älter als 18 Jahre alt waren, existierten mehrere Betreuungszentren:
    • Kibbuz Ejn Chajim („Quell des Lebens“) in Hamburg-Rissen (ab August 1933)[52]
    • Kibbuz Schachal war eine Einrichtung des Bachad in der ehemaligen Villa eines jüdischen Zahnarztes am Blankeneser Steubenweg 36 (heute Grotiusweg 36)[53]
    • Cherut-Charut
  • Für Teilnehmer der Mittleren-Hachschara bestanden Wohnheime in der Schäferkampsallee (ab Februar 1936) und in der Klosterallee (ab Mai 1937).
  • „Handwerkliche Ausbildungen boten die Lehrwerkstätten für Tischler und Schlosser in der Weidenallee, die von der Deutsch-Israelitischen Gemeinde im März 1934 eingerichtet worden waren.“[50]
  • Für Mädchen gab es seit März 1934 Ausbildungsgänge – vorwiegend in praktischer Hauswirtschaft – „in der Jüdischen Haushaltungsschule in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Fachschule für Schneiderinnen (Heimhuderstr.), interne in der Internatsschule des Mädchenwaisenhauses (Laufgraben)“.[50]
  • Seit Mai 1935 betrieb der Bachad eine religiöse Lehrschule für Mädchen in der Johnsallee.
  • Seit Februar 1935 betrieb der Noar Agudati ebenfalls eine Ausbildungsstätte für Mädchen in der Werderstraße.

Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankfurt am Main
    • Die dortige Jüdische Haushaltungsschule in der heutigen Königswarterstraße war eine schon länger bestehende Einrichtung und diente ursprünglich dem Zweck, Frauen für die Hauswirtschaft als Beruf zu qualifizieren. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten veränderte sich aber die Zielrichtung und die Vorbereitung für eine Auswanderung gewann an Gewicht. Die Schule bot nun Lehrgänge von unterschiedlicher Dauer und ein einjähriges Haushaltspflegerinnenseminar an und begründete den daraus resultierenden Bedarf nach Lehrkräften gegenüber dem städtischen Schulamt im März 1937 folgendermaßen: „Da die jüdischen Mädchen instand gesetzt werden müssen, den eigenen oder einen fremden Haushalt führen zu können, und da die Auswanderungsfähigkeit der Mädchen von einer gründlichen hauswirtschaftlichen Schulung abhängig ist, mussten entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten bereitgestelllt werden.“[54] Welche Anforderungen an diese künftigen Lehrkräfte gestellt wurden, ergibt sich aus einem Hinweis im Jüdischen Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz, wo auf einen einjährigen Lehrgang für technische Lehrerinnen hingewiesen wurde, der im April 1938 in Frankfurt beginnen sollte: „Es können Mädchen auf genommen werden. die hauswirtschaftlich und technisch begabt sind und eine pädagogische Ausbildung bereits erhalten haben (wissenschaftliche Lehrerinnen, Volksschullehrerinnen, Sport- und Gymnasik-Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen) oder anderweitig nachweisen können. Ziel des Lehrganges ist die Befähigung zur Erteilung von Hauswirtschalts- und Handarheitsunterricht an jüdischen Schulen und hauswirtschaltlichen Betrieben.“[7] Es wurde erwartet, dass die Teilnehmerinnen ein Schulgeld entrichteten.
    • In Frankfurt existierten darüber hinaus handwerkliche Lehrgänge und Lehrwerkstätten, laut Phiebig getragen von der dortigen Israelitischen Gemeinde.[55] Nach seiner Statistik wurden dort 1938 in einer Jüdischen Anlernwerkstatt 44 Personen ausgebildet, weitere 76 erlernten Fertigkeiten in der Holzbearbeitung und 202 in der Metallbearbeitung.
      Die Planungen für diese Anlernwerkstatt mit ihrem vorgeschalteten Grundlehrgang reichen ins Jahr 1935 zurück (ein Planungspapier trägt das Datum Oktober 1935).[56] Daran beteiligt war Hans Leo Epstein (* 11. März 1905 in Frankfurt am Main; † 16. Januar 1987 in den USA), ein promovierter Germanist, der 1933 aus dem staatlichen Schuldienst entlassen worden war und seitdem am Frankfurter Philanthropin unterrichtete und zugleich als Berater der Schulabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland tätig war. 1936 wurde die Einrichtung eröffnet, und Epstein war ihr erster Leiter.[57] Anders aber als Phiebig ist bei ihm nicht die Israelitische Gemeinde die Trägerin, sondern die „Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe“ als gemeindliche Institution und als „Bezirksstelle der Reichsvertretung der Juden in Deutschland für Berufsausbildung und Berufsumschichtung“. Diese Stelle betreue neben der Anlernwerkstatt auch „die Ausbildung in der Gärtnerei der israelitischen Gemeinde; zwei Ausbildungsstätten, in denen etwa 250 junge jüdische Menschen beruflich ausgebildet werden. Von ihr werden außerdem betreut all die Menschen aus Frankfurt, die an anderen Stellen und Orten in Berufsausbildung stehen und diejenigen, die in Frankfurt ihre Berufsausbildung erhalten.“[58]
      In seinem Aufsatz aus dem Jahre 1936 definiert Epstein die Vorbereitung auf die Auswanderung als Zweck der Einrichtung. Er legte aber ebenso Wert darauf, die jungen jüdischen Menschen – es sind nur Jungen zugelassen – über die Berufsausbildung und Berufsumschichtung hinaus auch „geistig und charakterlich wirklich auswanderungsfähig zu machen“.[58] Die Grundlehre ist nach Epstein die Unterstufe der Anlernwerkstatt. In sie wurden „schulentlassene 14jährige Jungen aufgenommen“ und in die drei Grundberufe Metallbearbeitung, Holzbearbeitung und Gartenbau eingeführt. „Im Mittelpunkt des ersten Ausbildungsjahres steht die berufliche Ausbildung dieser Vierzehnjährigen, die aus elterlicher Tradition und häuslichem Milieu kaum handwerkliche Vorkenntnisse mitbringen. Die Jungen der Unterstufe arbeiten von den 9 Stunden ihres Arbeitstages täglich 5 ½ Stunden handwerklich. 5 Stunden wöchentlich dienen der Unterweisung in der handwerklichen Theorie (Fachzeichnen, Fachkunde und praktisches Rechnen). Der eigentlichen Berufsausbildung sind somit 5 ½ Stunden täglich gewidmet. Die Jungen lernen innerhalb dieser praktischen Arbeitszeit im ersten Jahr etwa das, was ein Lehrling bei einem Meister in 1 bis 1 ½ Jahren lernt.“[58] Unverzichtbar war bei all dem aber die Vermittlung des Wissens, „das der Klärung dieses Situationsbewußtseins dient (jüdische Geschichte und Gegenwartskunde, Palästtinakunde, Kenntnis von Teilen des jüdischen Schrifttums)“.
      Der Einrichtung angeschlossen waren Heime, in denen 130 Jungen wohnten, die aus Orten von außerhalb stammten. Durch dieses Zusammenleben in den sogenannten Bathe Chaluz (Pionier-Heimen) sollte das Leben in einer Gemeinschaft eingeübt werden. Beides zusammen, das Leben in der Gemeinschaft in Verbindung mit der Ausbildung in der Anlernwerkstatt, gewährleiste, so Epstein, die Anerkennung als Mittlere Hachschara. Da auch die körperliche Ertüchtigung nicht zu kurz kommen durfte, bedeutete dies, dass „berufliche Ausbildung, geistige und charakterliche Formung und körperliche Stählung“ die Erziehungsziele der Einrichtung verkörperten.[58]
      Nach dem Grundlehrgang nahm die berufliche Ausbildung von Ausbildungsjahr zu Ausbildungsjahr einen größeren Raum ein. In der Mittelstufe, die bereits die Möglichkeit einer gewissen beruflichen Spezialisierung zuließ, wuchs der Werkstattanteil auf täglich 9 Stunden; an nur noch 2 Vormittagen in der Woche wurden Fachtheorie und andere Fächer Unterrichtet.[58] In der Oberstufe, „in der die komplizierten Techniken gelehrt werden, bleibt die geistige Ausbildung mit Ausnahme des fachtheoretischen Unterrichts vorläufig noch der Initiative jedes Einzelnen überlassen“.[58]
      In vielen Dokumenten der Hugo Hahn Collection finden sich Hinweise, berufsvorbereitende oder berufsbildende Maßnahmen auf Jungen zu beschränken. Koedukation wird abgelehnt (sie „wäre untunlich“), weil viele Jugendliche damit noch keine Erfahrungen gemacht hätten und es deshalb ungünstig wäre, wenn sie „gerade zur beginnenden Reifezeit gemeinsam mit dem anderen Geschlecht erzogen werden“. Dies sei auch die Meinung der Anhänger der Koedukation. Deshalb, und weil der Andrang männlicher Jugendlicher größer sei als der der weiblichen Jugend, sei es angebracht, sich zunächst auf Angebote für Jungen zu konzentrieren und Angebote für Mädchen erst in einem zweiten Schritt zu realisieren.[59] Auch die Frankfurter Anlernwerkstatt folgte dieser Auffassung und konzentrierte sich auf die Jungen. 250 von denen in der Ausbildung, davon 130 in den Heimen untergebracht, und dazu täglich 220 Mittagessen, führten aber offensichtlich zu einem erheblichen hauswirtschaftlichen Aufwand, der trotz aller angestrebter Gemeinschaftsbildung von den Jungen alleine nicht zu bewältigen war. So kam es dann, „daß in den Heimen und Küchen der Anlernwerkstatt junge Mädchen unter Anleitung fachlich qualifizierter Kräfte in Hauswirtschaft und Massenküche, ebenso wie in den notwendigen geistigen Fächern ausgebildet werden“.[58]
      Epstein und seine Frau machten 1937 eine Reise nach Palästina und entschieden danach, dass eine Übersiedelung nach dort für sie nicht in Frage käme. 1938 emigrierten sie in die USA, wo Epstein später Direktor des Jüdischen Gemeindezentrums YM&YWHA im New Yorker Stadtteil Washington Heights wurde.[57] Sein Nachfolger als Leiter der Anlernwerkstatt wurde Heinz Warschauer (1913–1981). Der gehörte seit 1936 zum Team der Anlernwerkstatt und blieb hier bis zu deren Schließung im Jahre 1939 – unterbrochen nur von einer Internierung im KZ Buchenwald nach den Novemberpogromen 1938. Er konnte danach nach England emigrieren, wurde aber von dort aus in ein kanadisches Internierungslager verbracht, wo er in der Camp-Schule unterrichtete. Nach seiner Entlassung blieb er in Kanada und wurde 1943 Mitarbeiter am Holy Blossom Temple[60] in Toronto, wo er über 30 Jahre als Lehrer und als Direktor für Religiöse Erziehung wirkte.[61]
      Die Frankfurter Anlernwerkstatt war keine singuläre Einrichtung. In dem Planungspapier für sie vom Oktober 1935 wird auf die seit einem Jahr bestehende Berufsvorlehre in Berlin hingewiesen, sowie auf ähnliche Einrichtungen in Breslau und Hamburg. Zudem wird auf die Mittlere Hachschara unter der Obhut des Hechaluz verwiesen, die, obwohl keine direkte Berufsvorlehre, eine ähnliche Einrichtung sei und auf eine vergleichbare Altersgruppe ziele.[62]
    • In Phiebigs obiger Tabelle mit den Landwirtschaftlichen und gärtnerischen Ausbildungsstätten ist auch der Hinweis „Frankfurt am Main, Jüdische Landwirtschaft“ mit 44 Plätzen enthalten. Um welche Ausbildungsstätte es sich dabei gehandelt haben soll, ist ungeklärt. Es gab zwar einen „Verein Jüdische Landwirtschaft“ mit dem Sitz in Frankfurt, aber der gehörte eigentlich zu den Trägern des Gehringshofs und dessen Vorgängereinrichtungen.[63] Der Gehringshof aber wird von Phiebig getrennt davon aufgeführt.
      Allerdings berichtet Knut Bergbauer von Initiativen zur Gründung von Gartenbauschulen und Lehrfarmen für Mädchen und Frauen in den Jahren 1919/20. Ein Versuch habe in Frankfurt gestartet, ein weiterer in Opladen.[64] In der von Bergbauer zitierten Jüdischen Rundschau findet sich dazu der Hinweis, dass die Frankfurter Gartenbauschule für Mädchen von der Zionistischen Vereinigung Frankfurt a. M. getragen wurde und die Nachfolge eines im Vorjahr durchgeführten Gartenbaukurses für Frauen und Mädchen antreten sollte. Da dieser Kurs nur unzureichend untergebracht war, sollte nun ein neuer Versuch starten. Dafür war der Vereinigung ein Landhaus bei Oberursel zur Verfügung gestellt worden, wodurch nun die Möglichkeit bestand, neben dem Obst- und Gemüseanbau auch Kleinviehzucht zu betreiben und die Teilnehmerinnen „in den Erfordernissen einer Hauswirtschaft in Palästina praktisch auszubilden“.[65] Über die weitere Entwicklung dieser Gartenbauschule gibt es keine Hinweise.
  • Gehringshof bei Fulda mit seinen Vorläufern in Betzenrod (Ortsteil von Eiterfeld)[66] und Rodges (Kibbuz Haddatih). Betzenrod und Rodges sind eng mit dem Wirken von Mosche Unna verbunden.[67]
  • Grüsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg
  • Külte
  • Lohnberghütte bei Weilburg[68]
  • Für das Jahr 1924 gibt es Hinweise auf zwei weitere Hachschara-Stätten in
    • Wiesbaden-Biebrich und
    • Wiesbaden-Schierstein, die beide in Regie des Verbands Blau-Weiß betrieben wurden.[12]

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freienstein, heute ein Ortsteil von Blankensee (Vorpommern), soll nach Albert J. Fiebig am 1. August 1938 über eine von Makkabi betreute landwirtschaftliche oder gärtnerische Ausbildungsstätte verfügt haben, in der 27 Personen ausgebildet wurden.[69]
  • Hagenow. Über die weniger bekannte Hachschara-Einrichtung hier heißt es auf der Webseite Die Juden von Mecklenburg: „Zu Beginn des Nationalsozialismus gab es 1933 unterschiedlichen Angaben zufolge noch zwischen 11 und 18 Juden in Hagenow. Wie überall in den Mecklenburger Städten und ganz Deutschland gab es auch in Hagenow die übliche Verfolgung und Demütigung der jüdischen Einwohner. Der Gemeindevorsteher Samuel Meinungen, sich der schlechten Zukunftschancen für jüdische Kinder und Jugendliche in Deutschland offensichtlich bewusst, richtete in Hagenow zu dieser Zeit ein sogenanntes Hachschara-Lager ein, in dem die Zöglinge in Vorbereitung auf die Auswanderung nach Palästina eine landwirtschaftliche Ausbildung erhielten. So wurden hier im Zeitraum von 1933 bis 1935 insgesamt zwölf Lehrlinge ausgebildet. Sie mussten jedoch Hagenow wieder verlassen, nachdem von Nationalsozialisten angestachelte Hagenower Bürger dagegen protestiert hatten.“[70]

Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Israelitische Gartenbauschule Ahlem bei Hannover, die ursprünglich nicht zionistisch ausgerichtet war
  • Kibbuz Cheruth bei Hameln[71] „In Hameln richtete der Hechaluz 1926 eine erste gemeinsame Hachschara-Stätte (Kibbutz-Hachschara) ein, die meisten Teilnehmer waren Mitglieder des zionistischen Jugendbundes ‚Brith Haolim‘. Den Namen ‚Cheruth‘ (Freiheit) gab sich die Gruppe selbst, der Bezug zu Bubers Rede ‚Cheruth‘ aus dem Jahr 1919 ist jedoch umstritten. 1928 wanderten die Ersten der Gruppe ‚Cheruth‘ aus und gründeten gemeinsam mit Chaluzim aus Osteuropa den Kibbutz Givʿat Brenner bei Rechovot.“[72]
  • In Wolfenbüttel bestand seit der ersten Hälfte der 1920er Jahre und schon vor der Gründung des Kibbuz Cheruth eine Hachscharastätte mit dem Schwerpunkt Gärtnerei. Über ihre Existenz gibt es bislang nur indirekte Hinweise, so im Zusammenhang mit dem wohl prominentesten dortigen Gärtnerlehrling, Hans Jonas. Über ihn heißt es in einem Dokument des Suhrkamp Verlags: „1923: März bis Oktober landwirtschaftliche Ausbildung (Hachschara) in Wolfenbüttel als Vorbereitung für die Auswanderung nach Palästina. Beschluß der Fortsetzung des Studiums in Deutschland. Studienjahr 1923/24 in Freiburg.“[73] Ebenfalls eine landwirtschaftlich-gärtnerische Ausbildung in Wolfenbüttel absolvierte Hans Beyth und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Hugo Rosenthal.[74]
    Mosche Unna sieht die Hachscharastätten in Hameln und in Wolfenbüttel in der Tradition des Jung-Jüdischen Wanderbundes (J.J.W.B.) und des Brith Haolim (Bund der Auswanderer): „Die Initiatoren waren Blau-Weisse, die sich vom Blau-Weiss getrennt und dem J.J.W.B. angeschlossen hatten. Bei dieser Jugend war die Einstellung zu religiösen Fragen im allgemeinen positiver als im Blau-Weiß. Die Gründer konnten sich auf zwei damals schon bestehende Hachscharazentren stützen, Hameln und Wolfenbüttel.“[75]

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietkirchener Hof in Urfeld
  • Umschulungslager Bielefelder Schloßhofstraße (1939–1943)[76] Wie das Lager am Grünen Weg in Paderborn wurde auch Bielefeld Auffanglager für frühere Auszubildende auf dem Gut Ellguth-Steinau (siehe Schlesien).[77]
  • Jüdisches Umschulungs- und Einsatzlager am Grünen Weg in Paderborn. „Dieses Lager wurde Ende Juni 1939 als sogenanntes Hachscharah-Kibbuz gegründet. In einem Vertrag zwischen der „Reichsvereinigung der deutschen Juden“ und der Stadt Paderborn war das Grundstück am Grünen Weg „unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden, damit im Zuge der jüdischen Selbsthilfe junge Juden zu ,körperlicher, vorwiegend landwirtschaftlicher und gärtnerischer Arbeit als Vorbereitung ihrer Auswanderung‘ ausgebildet werden konnten“. Das Hachscharah-Kibbuz unterstand dem deutschen Landesverband der Hechaluz.“[78] Das Lager existierte bis 1943[79]
    „Das Umschulungslager „Grüner Weg“ wurde im Juni 1941 in ein sogenanntes „Ersatzlager“, ein Arbeitslager für hundert Personen, umgewandelt.“[80] Hierhin kamen nach dessen Auflösung viele Auszubildende aus dem 1940/41 aufgelösten Gut Ellguth-Steinau (siehe Schlesien), allerdings oft mit fatalen Folgen, denn „die Wege, die von Ellguth aus nach Paderborn führten, [endeten] meist in Konzentrations- und Vernichtungslagern“.[81]
  • Kibbuz Westerbeck – Hof Stern in Westerkappeln, Bauerschaft Westerbeck. Gestützt auf Akten im NRW-Landesarchiv berichtete Gisbert Strotdrees 2015 in der Jüdischen Allgemeinen: „Die Brüder Stern verpachteten den Hof 1933 an die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland. Die überließ ihn für wenig Geld dem Pfadfinderbund »Makkabi Hazair«, der dann in Westerbeck fünf Jahre lang, wie es in einem Dokument heißt, »eine Ausbildungsstätte für jüdische Jungen und Mädchen zur Auswanderung nach Palästina« betrieb. In der Pogromnacht 1938 wurde der Hof überfallen. Rudolf Stern, dessen Bruder Leo gut sechs Monate vorher gestorben war, wurde verhaftet, nach Buchenwald deportiert und drangsaliert. Auf rissigem, dünnen Nachkriegspapier schreibt Stern später im Zuge des Entschädigungsverfahrens: »Während meiner Inhaftierung 1938 im KZ Buchenwald zwang mich die Gestapo – um lebend wieder aus dem Konzentrationslager herauszukommen –, den Hof durch einen Auktionator verkaufen zu lassen.«“[82]
    Im Jüdischen Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz wird Westerbeck als Einrichtung der Mittleren Hachschara vorgestellt.[7]
  • Knut Bergbauer berichtet von einer Initiative zur Gründung eines Lehrgutes für Mädchen und Frauen in den Jahren 1919/20 in Opladen. Hier „hatte Gertrude Brünn einen Gärtnerei-Betrieb gekauft und bildete darin junge jüdische Frauen aus“.[83] Nach einem von Bergbauer zitierten Bericht einer Teilnehmerin lagen die Schwerpunkte der Ausbildung in den Bereichen Landwirtschaft, Gärtnerei und Hauswirtschaft, wobei unter den Teilnehmerinnen selber viele Mitglieder des jüdischen Wanderbundes Blau-Weiß gewesen seien. 1920 habe Franz Kafka zuerst seine Schwester Ottla und dann seine Freundin Minze Eisner, die dann aber eine Gärtnerlehre in Pommern begann[84], auf die Ausbildungsmöglichkeiten in Opladen aufmerksam gemacht.[83]
    Das Lehrgut wurde 1921 von Elfriede Bambus (1887–1957) übernommen, die das Projekt 1924 wegen Überschuldung aufgeben musste[83] und 1925 mit ihrer Familie nach Palästina zurückkehrte, wo sie sich vor ihrer Zeit in Opladen schon einmal aufgehalten hatte.[85] Claudia Prestel hob allerdings hervor, dass es nicht nur finanzielle Probleme waren, die Elfriede Bambus in Opladen zur Aufgabe zwangen: „Die Ausbildung der Kolonistinnen aus den Kreisen der intellektuellen urbanen Schicht stieß bei der zionistischen Führung in Deutschland auf keine große Unterstützung, da sie den ‚eigenen männlichen Identifikationsradius‘ berührte. […] Zionistische Organisationen unterstützten sie nicht, obwohl Bambus genau das tat, was der Rhetorik zufolge für die Kolonisierung Palästinas notwendig war, nämlich Bäuerinnen auszubilden.“[86]

Ostpreußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gut Baugstkorallen[87].
  • Lehrgut Lobitten im heutigen Lugowskoje (Kaliningrad). Hubertus Fischer bezeichnet es als „‚freies‘ jüdisches Lehrgut in Ostpreußen während der NS-Zeit (1934–1939)“.[88]

Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Albert J. Phiebig (siehe oben) stammt der Hinweis auf eine Einrichtung zur gärtnerischen Vorlehre in Leipzig, in der am 1. August 1938 15 Jugendliche ausgebildet worden seien. Weitere Informationen über diese Einrichtung liegen bislang nicht vor und ebenso wenig über die von ihm erwähnten Ausbildungsstätten für handwerkliche Berufe in der Trägerschaft der Synagogengemeinde.

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bomsdorf (Gräfenhainichen)
  • Halberstadt – Phiebig führt eine von der Noar Agudati (siehe oben) geführte Ausbildungsstätte in Halberstadt an, die am 1. August 1938 von 24 Auszubildenden besucht worden sei (siehe oben). Weitere Hinweise auf diese Einrichtung sind kaum zu finden. Auf einer Webseite über Frankfurter jüdische Krankenschwestern wird eine Fanny Ansbacher erwähnt, die sich 1937/38 zur Hachschara nach Hamburg und Halberstadt begeben habe.[89] Eine Publikation aus dem Jahre 2016 legt nahe, dass es sich dabei um eine Einrichtung an der Hascharath Zwi Schule in Halberstadt (1796–1942) gehandelt haben könnte. In deren Umfeld seien nach 1933 für Auswanderer Hebräisch- und Englischkurse eingerichtet und mehrwöchige Lehrgänge zum Erlernen einer landwirtschaftlichen oder handwerklichen Tätigkeit organisiert worden. Allerdings habe „ab 1934 die Agudat Israel und die zionistische Bewegung für Unruhe unter den Jugendlichen [gesorgt], da sie für die Auswanderung nach ‚Erez Israel‘ warben, was zu Auseinandersetzungen mit denen führte, die sie ablehnten. Die Situation beruhigte sich erst als der Schulvorstand und der erste Gemeindevorsitzende Hermann Silberberg am 21. Februar 1934 bei einer Zusammenkunft der Vertreter der Jugendverbände eingriffen und diese eindringlich ermahnten, die Erziehungsangelegenheiten den Eltern und der Schule zu überlassen, woraufhin die Jugendorganisationen im Interesse der Kinder ihre Zusammenarbeit zusicherten.“[90] 1937 sei die Schule von 42 Schülerinnen und Schülern besucht worden, ob dazu auch die von Phiebig erwähnten 24 Hachschara-Absolventen zählten und ob es überhaupt noch fortlaufende Hachschara-Aktivitäten an der Schule gab, wird bei Reupke nicht thematisiert.
  • Hachschara-Lager Havelberg[91] – In einer Suchanzeige des Jüdischen Museums Berlin aus dem Jahre 2010 wird um Informationen zum „Hachschara-Lager Havelberg (Jagdgehöft Barella)“ und dessen „ehemaligen Leitern (Siegfried Freund, Artur Posnanski, Richard Horn, Heinz Berg und Hilde Nathan)“ gebeten, das „zwischen 1935 und 1941 in Havelberg am Damlacker Weg existierte und sowohl Jungen als auch Mädchen auf die Auswanderung nach Palästina vorbereitet“.[92]
    Das zuvor erwähnte Jagdgehöft Barella gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund aus Berlin, der es für den Hachschara-Kibbuz zur Verfügung stellte und ihn anfangs auch leitete.[93] Über Freunds weiteres Schicksal liegen keine Erkenntnisse vor; Else Freund, vermutlich seine Frau, wurde nach Auschwitz deportiert, wo sie mit dem Todesdatum 23. Juli 1943 in den Sterbebüchern geführt wird.[94]
    Artur Posnanski (* 30. Juli 1912 in Berlin) hatte schon an Hilfsaktionen für jüdische Kinder nach Dänemark und Schweden mitgewirkt, bevor er im Februar 1939 für einige Zeit in Havelberg tätig war. Von dort wechselte er ins Landwerk Neuendorf, bevor er im gleichen Jahr noch nach Berlin zurück ging. Später wurde er nach Auschwitz verbracht und von da aus nach Buchenwald, wo er befreit wurde. Er emigrierte nach Palästina.[95]
    In Havelberg sollten Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren auf die Auswanderung nach Palästina vorbereitet werden. Seit November 2019 erinnert eine Gedenktafel am Wegesrand in Richtung Forsthaus Rothehaus nahe dem Havelberger Ortsteil Müggebusch an die in einem Waldgehöft mit drei Wohnhäusern untergebrachte Hachschara-Stätte. Der letzte Satz auf dieser Gedenktafel lautet: „Im Sommer 1941 wurde der Hachschara-Kibbuz Havelberg geschlossen. Die letzten Jugendlichen, die in Havelberg noch auf ihre Auswanderung nach Palästina gehofft hatten, wurden Opfer des Holocaust.“[93] Dies ist so allerdings nicht korrekt. Die letzte Gruppe der Havelberger Jugendlichen musste 1941 in das als Arbeitslager umfunktionierte Landwerk Neuendorf umziehen. Von hier aus kamen viele dann nach Auschwitz, und von 18 Jugendlichen aus Havelberg ist auch bekannt, dass sie in Konzentrationslagern ermordet wurden.[93] Doch es gab auch Überlebende, so zum Beispiel Werner Coppel (* 1925 in Moers), der seit Februar 1940 in Havelberg war, aber aufgrund seines zu geringen Alters nicht auswandern durfte. 1941 gehörte er dann zu denen, die nach Neuendorf verlegt wurden, von wo aus er dann 1943 nach Auschwitz kam. Während eines Todesmarsches konnte er fliehen und bis Kriegsende in einem Versteck in Gleiwitz überleben. Zusammen mit seiner Frau und dem gemeinsamen Kind konnte er im August 1949 in die USA auswandern.[96]
    in dem bereits erwähnten Artikel über die Gedenktafel wird als weiterer Zeitzeuge Fred Oberländer erwähnt.[93] Oberländer, der seinen Namen später anglizierte und sich Fred Overlander nannte, „wurde 1923 in Berlin geboren. Sein Vater führte ein koscheres Hotel am Alexanderplatz. Fred ging im Juni 1939 auf das Ausbildungsgut (Hachschara) Havelberg und reiste im März 1940 mit 129 anderen Jugendlichen aus ganz Deutschland über Trieste nach Palästina. 1943 meldete sich Fred Overlander freiwillig bei der britischen Marine. Seine Mutter und Großmutter sind 1943 nach Theresienstadt deportiert worden, beide überlebten den Krieg und konnten 1946 mit der Familie in England wiedervereint werden, wo auch Fred ab 1945 stationiert war.“[97] Laut dem Jüdischen Museum Berlin wurde Oberländer bei seiner Ausreise im Jahre 1940 „durch den damaligen Leiter der Ausbildungsstätte Artur Posnanski unterstützt“.[98] Nach dem oben schon erwähnten Interview mit Posnanski war dieser allerdings nie Leiter der Hachschara-Stätte Havelberg, sondern lediglich Leiter einer Jugendgruppe innerhalb der Einrichtung. Posnanski gehörte allerdings der Kinder- und Jugend-Alijah-Leitung an, die im August 1941 zum letzten Mal tagte.[99]
    Bekannt ist auch der Aufenthalt von Siegmund Rotstein, der sich 1940 in Havelberg aufhielt, bevor er über andere Hachschara-Stätten wieder zurück nach Berlin kam.[100]

Schlesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beth Hechaluz beherbergte 1937 vierzehn Auszubildende.[101] Fischer sagt allerdings nichts darüber, wo sich diese Einrichtung befand. Möglicherweise handelt es sich dabei um ein Umschichtungsheim, das sich in Breslau, Freiburgerstraße 40, befunden haben soll.[102]
  • Klein-Silsterwitz (1934 umbenannt in Silingtal) gehört heute zur polnischen Gemeinde Sobótka (Zobten am Berge). Dort befand sich von 1933 bis 1938 ein Hachschara-Camp, über dessen Besuch der Historiker Willy Cohn (* 12. Dezember 1888 Breslau – nach Deportation ermordet am 29. November 1941 Kaunas / Kowno) in einem Tagebucheintrag vom 16. September 1934 berichtete: „Augenblicklich ist der Kibbuz mit zwölf Leuten besetzt: 10 Jungen, 2 Mädel; aber die Mädel und einige Jungen sind heute nicht da! Mit ihnen über die Probleme ihres Daseins gesprochen: Hachscharah, sexuelle Frage; auch über das Verhältnis zur hiesigen Umwelt: Es sind ihnen neulich die Scheiben eingeschlagen worden, und es wurde auch hineingeschossen. – Ärger mit der S.A.-Schule. – Man spricht nur von der Judenfarm. – Aber mit der Mehrzahl der Dorfbewohner stehen sie gut, sie setzen auch einen Teil der Produkte im Dorf ab! – Der doppelte Umfang [an] Boden ist dies Jahr unter Kultur! – Eine der Chawerim vom vorigen Jahr ist in Erez an Kinderlähmung gestorben! – Im ganzen prächtige Menschen hier, mit dem ernsthaften Wollen zu einem neuen Leben! – Unsere Hoffnung auf Erneuerung des Judentums!“[103]
  • Groß Breesen (Lehrgut)
  • Gut Ellguth-Steinau im ehemaligen Landkreis Falkenberg (Oberschlesien) umfasste 600 Morgen Land und gehörte der jüdischen Textilfabrikantenfamilie Fränkel-Pinkus aus Neustadt. Maßgeblicher Gründer der Hachscharastätte war der Synagogengemeinden-Verband Oberschlesien.[104]
    Edgar Freund (1906–1986) und seine Frau Elly (geborene Rzeszeweski, * 1909 in Breslau – Juni 2012 in Israel)[105] übernahmen im November 1937 zusammen mit dem Ehepaar Georg (1912–1962) und Senta Josephthal (1912–2007) die pädagogische Leitung des Lehrgutes.[106] Das Lager wurde 1941 aufgelöst; für einen Teil der Auszubildenden wurden Lager in Paderborn und Bielefeld (siehe Nordrhein-Westfalen) Folgestationen.[107] Fischer erwähnt allerdings auch, dass von den im Zuge des Novemberpogroms 1938 in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppten Ellguther Jugendlichen einige die Möglichkeit hatten, ihre Ausbildung im niederländischen Werkdorp Wieringermeer fortzusetzen.[108]
  • Kibbuz Jom Tow (hebräisch für „Feiertag“, wörtlich „guter Tag“), dessen einweisende Organisation ebenfalls der Hechaluz war, bestand in der Kreisstadt Guttentag (!) (poln. Dobrodzień) als eine landwirtschaftlich-gärtnerische Kollektivausbildungsstätte mit einer Belegungszahl 40 bis in die zweite Hälfte des Jahres 1937 und wurde gleichfalls aufgelöst.“[109]
  • Beth Makkabi (auch Makkabi-Hazair) für dreißig Auszubildende[101] befand sich in Beuthen. Über das Ende der Einrichtung zitiert Fischer aus dem Jüdischen Gemeindeblatt für Oberschlesien vom August 1937: „Nach Liquidation des Beth Makkabi verließ Ende Juli [1937] der Kibbuzleiter des Makkabi Hazair, Horst Brumlik, Beuthen, um im Reiche neue Aufgaben zu übernehmen. In dem Jahre seiner Tätigkeit in Oberschlesien ist er auch über die Grenzen seines Bundes hinaus bekannt geworden. Das Beth Makkabi zählte zu den besten Mittelhachscharoth [Plural von Mittleren-Hachschara, die sich an 14–17-Jährige richtete, H.F.], was hauptsächlich auf die Arbeit von Horst Brumlik zurückzuführen war. Auch die ihm unterstellten Gdudim [Ortsgruppen, H.F.] des Makkabi Hazair hatten sich unter seiner Leitung voll entfalten können. Vorführungen und Veranstaltungen, an denen sich der Makkabi Hazair beteiligte, zeigten auch den Eltern die Arbeit der Jugend, die dem gesamten jüdischen Leben neue Impulse gab.“[110]
  • Ratibor. Das dortige Hachschara-Zentrum „wurde vom Betar (auch „Beitar“) betrieben, der 1923 in Riga durch den revisionistischen Zionisten Zeʼev Jabotinsky (1880–1940) gegründeten, nationalistisch ausgerichteten zionistischen Jugendorganisation“.[109]

Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brüderhof bei Harksheide. Er wurde wahrscheinlich vom Hechaluz von Hamburg aus betreut. „Der Brüderhof stellte im Frühjahr 1939 seine Arbeit ein.“[50] Nach einer anderen Quelle scheint der Brüderhof die November-Pogrome von 1938 relativ unbeschadet überstanden zu haben. „Bis zum März 1939 konnten alle Teilnehmer der 'Mittleren-Hachschara' noch den Brüderhof verlassen und nach Palästina auswandern. Im Frühjahr 1939 kam zum letzten Mal eine Gruppe von älteren Jugendlichen auf den Brüderhof. Diese Gruppe konnte jedoch nur ca. einen Monat bleiben, da die Hachschara nun plötzlich aufgelöst wurde.“[111]
  • Das Gut Jägerslust[112] bei Flensburg war der zweite vom Hechaluz betriebene Hachschara-Kibbuz auf dem heutigen Gebiet von Schleswig-Holstein. 1934 gegründet, wurde Gut Jägerslust bei den Novemberpogromen 1938 „überfallen und verwüstet […]. Die Bewohner des Jägershofs wurden misshandelt, verhaftet und in das KZ Sachsenhausen verschleppt; nur wenige konnten sich durch eine Flucht über die nahe dänische Grenze retten.“[111][113]

Sonstige Hachschara-Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eine Besonderheit war die sogenannte Seefahrts-Hachschara der „Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH“ der jüdischen Reederin Lucy Borchardt.[114] „Anfang 1934 war außerdem eine seemännische Ausbildung der Fairplay-, später auch der Bernstein- und Schindler-Reederei aufgenommen worden. Es gelang, einige Lehrlinge in Schiffbaubetrieben in Hamburg und Lübeck unterzubringen. Sie bildeten die personelle Basis der 1934 entstehenden Handelsschifffahrt in Palästina.“[50]

Zwangsarbeit statt Hachschara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem Jahr 1941 wurden einige im Deutschen Reich gelegenen Einrichtungen der Hachschara durch die Nationalsozialisten in Zwangs-Arbeitslager für jüdische Jugendliche umgewandelt oder ganz aufgelöst.

Einrichtungen der Auslands-Hachschara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fischerei Zentrum auf der Insel Bornholm zur Ausbildung in der Küsten- und Hochseefischerei.[7]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über ganz Großbritannien verteilt gab es etwa 20 Hachschara-Zentren.

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausbildungszentrum Livorno, wie in Bornholm eine Einrichtung zum Erlernen aller Arbeiten rund um den Fischerei-Beruf. Angesprochen werden sollen Jugendliche mit religiöser Lebenshaltung.[7]
  • Ricavo di Castellina. Dieses Hachschara-Lager befand sich laut dem Jüdischen Museum in Berlin in der Ortschaft Castellina in der Nähe von Siena, womit vermutlich Castellina in Chianti gemeint sein dürfte.[116] Laut dem Jüdischen Museum soll das Lager 1934 gegründet worden sein, doch nach den Unterlagen im The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem (CAHJP) gab es bereits seit 1933 das Lager betreffende Korrespondenz. Diese reicht bis ins Jahr 1938. Dass keine späteren Dokumente mehr vorliegen, dürfte mit der am 7. September 1938 erfolgten Verabschiedung des Italienischen Rassengesetzes zusammenhängen. Auf der Basis dieses Gesetzes wurde allen ab 1919 in Italien eingebürgerten Juden die Staatsbürgerschaft aberkannt und die Ausweisung aller nicht-italienischen Juden angedroht.[117] Die Dokumente des CAHJP zeigen, dass in das Lager Ricavo di Castellina Bachad, Hechaluz und auch der Zentralausschuss der Deutschen Juden für Hilfe und Aufbau (später Zentralausschuss für Hilfe und Aufbau), ein Vorläuferorganisation der Reichsvertretung der Deutschen Juden, involviert waren.

Jugoslawien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Subotica – Zumindest zwischen 1937 und 1939 existierte hier ein Gut, „das von der zionistischen Organisation Hechaluz betrieben wurde. Hier lernten die jungen Männer und Frauen, das Weingut und die Äcker zu bewirtschaften, für die Tiere zu sorgen und den Hof zu führen.“[118]

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Internat Kristinehov
  • Ohne weitere Namen zu nennen, verweist Pontus Rudberg auf „junge Juden, die ihre landwirtschaftliche Umschulung auf schwedischen Höfen absolviert haben“.[119]
  • Die schwedische Wissenschaftlerin Malin Thor Tureby befasste sich in ihrer 2005 erschienenen Dissertation mit der Arbeit des Hechaluz im schwedischen Exil in den Jahren 1933–1943.[120] Zumindest zwei Hachschara-Stätten lassen sich in ihren Forschungen zurückverfolgen:
    • Kibbuz und Landwirtschaftsschule Svartingstorp (1936–1940) in Skåne (Schonen).
    • Kibbuz Hälsinggården außerhalb von Falun in der Provinz Dalarnas. Hier gab es eine Zusammenarbeit mit der Zimmerei und Spielzeugfabrik Pluba, und insbesondere diese Zimmerei habe einen positiven Beitrag zur Finanzierung der Farm geleistet. Der Betrieb in Hälsinggården wurde 1946 eingestellt.

Hachschara-Einrichtungen nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende des Nationalsozialismus gründeten überlebende zionistische Juden wiederum Hachschara-Gemeinschaften, die bis zur Errichtung des Staates Israel im Jahr 1948 bestanden.

  • 30 Einrichtungen existierten in Mittel- und Oberfranken.[121]
  • Der Gehringshof wurde als Kibbuz Buchenwald reaktiviert.

Derartige Einrichtungen gab es auch in anderen Ländern:

  • Italien: In der Villa Terrachini, an Reggios Cavozolla-Straße, befand sich die Hachschara-Stätte Hamored („der Aufständische“).[122]
  • Polen: Haus der Hachschara, Planty Nr. 7/9, in Kielce. Hier lebte vorübergehend eine „Gruppe aus 27 Frauen und Männern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Sie waren polnische Juden, die den Holocaust auf unterschiedliche Weise überlebt hatten.“[123] 22 Personen dieser Gruppe – zwei waren beim Pogrom von Kielce ums Leben gekommen – trafen Ende Oktober 1945 in Reggio Emilia ein.

Hachschara-Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am CGL – Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur[124] der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover existiert seit mehreren Jahren das vom Land Niedersachsen finanziell unterstützte Forschungsprojekt Jüdische Gartenbau- und Landwirtschaftsschulen / Ausbildungszentren in Deutschland und ihre Auswirkungen auf Gartenbau, Landwirtschaft und Landschaftsarchitektur in Palästina / Israel, das vom CGL zusammen mit der Faculty of Architecture and TownPlanning des Technion in Haifa durchgeführt wird.

„Das Forschungsprojekt ist diesem spezifischen Aspekt, der gärtnerischen und landwirtschaftlichen Ausbildung in Deutschland für jüdische Menschen im frühen 20. Jahrhundert gewidmet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Hachschara-Ausbildungsstätten, also auf Orten, an denen speziell für die Emigration nach Palästina ausgebildet wurde, aber auch andere Ausbildungsstätten sollen einbezogen werden.
Die Forschung in Israel auf Seiten des Technion wird auf die Beiträge der an den Hachschara-Zentren in Deutschland Ausgebildeten zur Entwicklung des Siedlungswesens, zum Gartenbau und zur Landwirtschaft und zum entsprechenden Ausbildungswesen wie auch zur Landschaftsarchitektur in Israel fokussiert sein.“

Projektbeschreibung auf der Homepage des CGL[125]

Aus dem Projekt sind mehrere Publikationen hervorgegangen, so zum Beispiel die des Germanisten Hubertus Fischer (* 1943). In ihnen schrieb er über Hachscharaeinrichtungen, die in dem Projekt erstmals erforscht wurden oder bislang weitgehend unbekannt waren (siehe: Literatur/Hubertus Fischer).

Ein weiteres Forschungsprojekt unter der Leitung von Ulrike Pilarczyk[126] existiert seit 2018 an der Technischen Universität Braunschweig. In Kooperation mit dem Koebner-Minerva Center for German History an der Hebrew University in Jerusalem und gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird dort die „Nationaljüdische Jugendkultur und zionistische Erziehung in Deutschland und Palästina zwischen den Weltkriegen“ erforscht.[127] Zu dem Projekt gehört auch das Archiv der Jüdischen Jugendbewegung, mit bislang „über 15.000 digitale und analoge Kopien hauptsächlich von Fotografien aus der Geschichte der Jüdischen Jugendbewegung in Deutschland und Palästina/Israel über das gesamte 20. Jahrhundert hinweg. Die Fotografien stammen vor allem aus staatlichen und Kibbuz-Archiven in Israel und aus privatem Besitz ehemaliger Angehöriger jüdischer Wandergruppen“ und werden im Rahmen des Projekts wissenschaftlich aufbereitet.[128] Aus dem Forschungsprojekt heraus entstand 2020 der Sammelband Hachschara und Jugend-Alija. Wege jüdischer Jugend nach Palästina 1918–1941 (siehe: Literatur/Ulrike Pilarczyk).

Ebenfalls über reichhaltiges und öffentlich zugängliches Bildmaterial mit Aufnahmen aus vielen Hachschara-Einrichtungen verfügt das Jüdische Museum in Berlin.[129]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubertus Fischer:
    • The Jewish Youth Movement Caught between a Romantic Persception of Nature and Agriculture and Hachshara. In: Jewish horticultural schools and training centers in Germany and their impact on horticulture and landscape architecture in Palestine/Israel. 2020, S. 39–68.
    • Das Lehrgut Ellguth bei Steinau (1937–1941) und die Hachschara in Oberschlesien. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands. Band 64, Heft 1, November 2019, S. 61–110, doi:10.1515/jgod-2018-0002 (abgerufen über den De-Gruyter-Account der Wikipedia Library).[130]
    • Lobitten: ein „freies“ jüdisches Lehrgut in Ostpreußen während der NS-Zeit (1934–1939). In: Preußenland. Jahrbuch der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung und der Copernicus-Vereinigung für Geschichte und Landeskunde Westpreußens. Mitteilungen aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Band N. F. 10. 2019, Fibre-Verlag, Osnabrück 2019, ISSN 0032-7972, S. 122–150.
    • Von Freienstein bis Augusthof. Jüdische landwirtschaftliche und gärtnerische Ausbildungsstellen in Pommern während der NS-Zeit. Eine Forschungsskizze. In: Baltische Studien. Band 105 (2019), ISSN 0067-3099, S. 213–242.
    • Hachschara in Hagenow. Eine jüdische landwirtschaftliche Ausbildungsstätte in Mecklenburg im zeitgeschichtlichen Kontext 1933–1935 betrachtet. In: Mecklenburgische Jahrbücher. Band 134 (2019), ISSN 0930-8229, S. 235–254, doi:10.18453/rosdok_id00002855.
    • Bomsdorf und der Bachad. Rekonstruktion einer religiös-zionistischen Hachschara. In: Sachsen und Anhalt. Band 31 (2019), ISSN 0945-2842, S. 167–192.
    • Das jüdische Umschulungslager Belzig. Hechaluz-Ausbildungsstätte zwischen Neuanfang und Verdrängung 1932–1934. In: Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte. Band 28 (2018), 1/2, ISSN 0934-1234, S. 99–123.
    • „Umschulungslager“ Eichow. Jüdische Jugend zwischen Auswanderungsvorbereitung und Deportation. Mit einem lokalgeschichtlichen Rückblick. In: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte. Band 69 (2018), ISSN 0447-2683, S. 165–194.
  • Georg Josephthal: Pädagogische und auswanderungspolitische Gesichtspunkte des jüdischen Berufsausbildungswerks in Deutschland. In: Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik. Blätter der Zentralwohlfahrtsstelle und der Abt. Wirtschaftshilfe bei der Reichsvertretung der Juden in Deutschland. Band 8, Nr. 1, 1938, ZDB-ID 505021-2, S. 1–8, urn:nbn:de:101:1-2012120711908 (Scan – Internet Archive [abgerufen am 15. Februar 2020]).
  • Irmgard Klönne, Ilana Michaeli (Hrsg.): Gut Winkel, die schützende Insel. Hachschara 1933–1941 (= Deutsch-israelische Bibliothek. Band 3). LIT Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0441-1.
  • Museum Pankow (Hrsg.): „Am Gelände von Herrn Latte fing ein reges Leben an“. Die Flaschenfabrik Latte und die Ausbildung jüdischer Auswanderer in Berlin-Niederschönhausen. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin/Leipzig 2020, ISBN 978-3-95565-377-4.
  • Francis R. Nicosia: Jewish Farmers in Hitler’s Germany: Zionist Occupational Retraining and Nazi “Jewish Policy”. In: Holocaust and Genocide Studies. Vol. 19, Nr. 3, Winter 2005, S. 365–389. Hrsg. von Oxford University Press (abgerufen vom Project MUSE über den Wikipedia Library Account).
  • Andreas Paetz, Karin Weiß (Hrsg.): „Hachschara“. Die Vorbereitung junger Juden auf die Auswanderung nach Palästina. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1999, ISBN 3-932981-50-2.
  • Albert J. Phiebig: Statistische Tabellen. In: Almanach des SchockenVerlags auf das Jahr 5699. Schocken Verlag, Berlin 1938/39, DNB 011839953, S. 137 ff.
  • Ulrike Pilarczyk: Gemeinschaft in Bildern. Jüdische Jugendbewegung und zionistische Erziehungspraxis in Deutschland und Palästina/Israel (= Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden. Band XXXV). Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0439-0 (igdj-hh.de [PDF; 6,9 MB]).
  • Ulrike Pilarczyk, Ofer Ashkenazi, Arne Homann (Hrsg.): Hachschara und Jugend-Alija. Wege jüdischer Jugend nach Palästina 1918–1941 (= Steinhorster Beiträge zur Geschichte von Schule, Kindheit und Jugend. Band 1). Gemeinnützige Bildungs- und Kultur GmbH des Landkreises Gifhorn, Gifhorn 2020, ISBN 978-3-929632-99-6, doi:10.24355/dbbs.084-202104201055-0. Darin insbesondere:
    • Knut Bergbauer: „Auf eigener Scholle“. Frühe Hachschara und jüdische Jugendbewegung in Deutschland, S. 23–53.
    • Marco Kissling: Die Anfänge der religiösen Hachschara in Deutschland, S. 55–81.
    • Bernhard Gelderblom: „Ich kann schon nicht mehr die Zeit der Alijah erwarten“. Der Kibbuz Cherut in den Dörfern um Hameln 1926–1930, S. 83–105.
    • Harald Lordick: Das Landwerk Neuendorf: Berufsumschichtung – Hachschara – Zwangsarbeit, S. 135–163.
  • Barbara Rösch: Jüdische Geschichte und Kultur in Brandenburg. Lehrerhandreichung für Grundschulen. Universitätsverlag Potsdam, Potsdam 2008, ISBN 978-3-940793-38-6, urn:nbn:de:kobv:517-opus-27294 (219 S., uni-potsdam.de [PDF; 2,1 MB; abgerufen am 15. Februar 2020] hier: PDF vom 26. April 2009, geändert am 3. November 2009).
  • Werner Rosenstock: Exodus 1933 bis 1939. Ein Überblick über die jüdische Auswanderung aus Deutschland. In: Robert Weltsch (Hrsg.): Deutsches Judentum, Aufstieg und Krise. Gestalten, Ideen, Werke. Vierzehn Monographien. Veröffentlichung des Leo Baeck Instituts. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1963, S. 380–405 (zuerst in Englisch: Exodus 1933–1939. A survey of Jewish Emigration from Germany. In: Leo Baeck Institute Yearbook [LBY]. Jg. 1, 1956, S. 373–390; englisch auch als Separatdruck).
  • Mosche Unna: Die Anfänge der religiösen Kibbuzbewegung in Deutschland. In: Leo Baeck Institute: Bulletin des Leo-Baeck-Instituts. 78, 1987, S. 80 (Scan – Internet Archive [PDF; 114,5 MB (sic!)]).
  • Joseph Walk: Jüdische Schule und Erziehung im Dritten Reich. Verlag Anton Hain, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-445-09930-8.
  • Michael Winkelmann: Die Hachscharah in Külte. In: Renate Knigge-Tesche, Axel Ulrich (Hrsg.): Verfolgung und Widerstand in Hessen. 1933–1945. Eichborn, Frankfurt 1996, ISBN 3-8218-1735-6, S. 102–112.

Quellen und Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hachschara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Francis R. Nicosia referiert für den März 1934 allerdings andere Zahlen und beruft sich dazu auf Angaben des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau. Demnach seien zu diesem Zeitpunkt bereits 6069 Juden in zionistischen Berufsumschulungsprogrammen in Deutschland eingebunden gewesen, und davon fast 2400 in landwirtschaftlichen Umschulungslagern. (Francis R. Nicosia: Jewish Farmers in Hitler’s Germany, S. 368).
  2. Ulrike Pilarczyk: Gemeinschaft in Bildern. 2009, S. 107.
  3. Ulrike Pilarczyk: Gemeinschaft in Bildern. 2009, S. 108.
  4. Joseph Walk: Jüdische Schule und Erziehung im Dritten Reich. 1991, S. 155.
  5. Shaul Banay: Rabbi K. Kahane – PAI Leader. In: toviapreschel.com. 7. Februar 1964, abgerufen am 15. Februar 2020 (englisch).
  6. Albert Phiebig Collection. In: archives.cjh.org, Center for Jewish History, abgerufen am 6. April 2021.
  7. a b c d e f Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Rheinpfalz. Nr. 7 vom 1. März 1938, S. 4.
  8. Albert J. Phiebig: Statistische Tabellen, S. 141
  9. Albert J. Phiebig: Statistische Tabellen, S. 142
  10. Phiebig weist hier nur einen Wert von 1.623 aus.
  11. a b Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Geschichte der Juden in Karlsruhe.
  12. a b c 2. Rundschreiben des Praktikantenamtes des Blau-Weiss vom 10. Juli 1924 (siehe Quellen).
  13. Der Artikel enthält zudem mehrere Verweise auf andere Hachscharastätten, in die Schülerinnen und Schüler des Landschulheims wechselten.
  14. Die Jüdische Geschichte von Lehrensteinsfeld. In: Alemannia Judaica. Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum.
  15. Ulrich Tromm: Der Markenhof bei Freiburg im Breisgau als zionistisches Auswandererlehrgut 1919–1925. In: stegen-dreisamtal.de, Heimatgeschichtlicher Arbeitskreises Stegen, abgerufen am 10. März 2020. –
    Pressemitteilung (PDF; 126 kB) zur Ausstellung Landwerk Neuendorf. Jüdisches Hachschara- und Zwangsarbeitslager Neuendorf im Sande 1932–1943. In: kulturerben.com, 18. April 2016, abgerufen am 10. März 2020.
  16. a b Aschbach: Orthodoxe Landgemeinde und Misrachi-Kibbuz. In: haGalil.com, 30. Juni 2017, abgerufen am 5. Dezember 2020.
  17. Mosche Unna: Die Anfänge der religiösen Kibbuzbewegung in Deutschland. S. 80.
  18. a b Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum: Aschbach (Oberfranken/Bayern). In: jüdische-gemeinden.de, abgerufen am 5. Dezember 2020.
  19. Siehe hierzu auch die Webseite Jüdische DP Lager und Gemeinden in Westdeutschland: Aschbach – Kibbuz Laejwer Hajardejn (Hachschara) | Kibbutz Laejwer Hajardejn (Hachsharah). In: after-the-shoah.org, abgerufen am 5. Dezember 2020.
  20. Anneliese Hohenstein: Bericht über die Lehrwerkstätten für weibliches Handwerk. In: Blau-Weiss-Blätter: Führerzeitung. Hrsg. von der Bundesleitung der jüdischen Wanderbünde Blau-Weiss. Heft 3 (Dezember 1920–1921), S. 54–55 (uni-frankfurt.de [PDF-S. 24–25]).
  21. werkstatt denkmal 2016: Die ehemalige Hachschara und Ausbildungsstätte in Pankow-Niederschönhausen. (PDF; 564 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: denk-mal-an-berlin.de. 4. September 2016, archiviert vom Original am 18. August 2017; abgerufen am 15. Februar 2020.
    Gedenk- und Informationsstele zu Selma und Paul Latte und der Umschichtungsstelle Niederschönhausen 1934–1941. In: berlin.de. Museum Pankow, 17. Juni 2016, abgerufen am 15. Februar 2020.
    Museum Pankow: Hachscharah- und Ausbildungsstätten in Niederschönhausen. In: berlin.de. 21. Juni 2016, abgerufen am 15. Februar 2020 (englisch, ausführlicher und mit Verweis auf weiterführende Materialien).
  22. Vorlage zur Kenntnisnahme für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 15 BezVG. Betr.: Benennung eines öffentlichen Platzes im Ortsteil Niederschönhausen in „Selma- und Paul-Latte-Platz“. In: berlin.de. 13. April 2016, abgerufen am 15. Februar 2020. & Museum Pankow: Hachscharah- und Ausbildungsstätten in Niederschönhausen (englische Übersetzung).
  23. Die nachfolgende Zusammenstellung folgt – soweit keine anderen Quellen benannt sind – der Publikation von Barbara Rösch: Jüdische Geschichte und Kultur in Brandenburg. Lehrerhandreichung für Grundschulen. Universitätsverlag Potsdam, Potsdam 2008, ISBN 978-3-940793-38-6, S. 174–175, urn:nbn:de:kobv:517-opus-27294 (uni-potsdam.de [PDF; 2,1 MB; abgerufen am 15. Februar 2020] hier: PDF vom 26. April 2009, geändert am 3. November 2009).
  24. a b c Hubertus Fischer: Hachschara in der Neumark: Altkarbe, Dragebruch und Heinersdorf. Drei kaum bekannte jüdische landwirtschaftliche Ausbildungsstätten in den ersten Jahren der NS-Diktatur. In: Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e. V. (Hrsg.): Mitteilungsblatt. 119 (3), 2018, ISSN 1867-5085, S. 135–153.
  25. Eine ausführliche Darstellung hierzu bei Barbara Rösch: Jüdische Geschichte und Kultur in Brandenburg. Lehrerhandreichung für Grundschulen. Universitätsverlag Potsdam, Potsdam 2008, ISBN 978-3-940793-38-6, S. 175, urn:nbn:de:kobv:517-opus-27294 (uni-potsdam.de [PDF; 2,1 MB; abgerufen am 15. Februar 2020] hier: PDF vom 26. April 2009, geändert am 3. November 2009).
  26. Brandenburgische Landesarchäologie: Bilanz der für das Jahr 2019 veröffentlicht. In: moz.de, 25. April 2020, abgerufen am 13. Januar 2021.
  27. KB: Hachschara in Belzig. In: juedischejugendkultur.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  28. Für mehr Informationen siehe Hubertus Fischer: „Umschulungslager“ Eichow. Jüdische Jugend zwischen Auswanderungsvorbereitung und Deportation.
  29. Jüdische Rundschau. Nr. 5 vom 16. Januar 1925, S. 45 (uni-frankfurt.deCompact Memory).
  30. Mosche Unna: Die Anfänge der religiösen Kibbuzbewegung in Deutschland. S. 94–96.
  31. Geschichte des Elshofes. In: landgut-elshof.de, abgerufen am 5. Dezember 2020.
  32. Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer: Heimatcontainer. Deutsche Fertighäuser in Israel. Suhrkamp, Frankfurt 2009, S. 64 f.; vgl. weiterhin: Katharina Hoba: Das Gut Winkel – Spreenhagen in der Mark. In: Irmgard Klönne, Ilana Michaeli (Hrsg.): Gut Winkel, die schützende Insel. Hachschara 1933–1941. LIT Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0441-1, S. 250 f.
  33. Judentum in der Messingwerksiedlung. Zu dem in dem Zitat erwähnten Salomon Dyck siehe: Kreisarchiv Barnim: Salomon Dyck.
  34. Josefine Sack: Deutschlands Erstes Hachschara-Landwerk Deutschlands. In: Märkische Allgemeine. 17. November 2016, abgerufen am 18. Dezember 2020.
  35. Ob Halbe oder der Markenhof zuerst die Arbeit aufgenommen hat, ist umstritten; der Erwerb des Markenhofs fiel jedenfalls in das Jahr 1919 (siehe oben).
  36. Max Hirsch: Bericht über die jüdische Siedlung Halbe. In: Blau-Weiss-Blätter: Führerzeitung. Hrsg. von der Bundesleitung der jüdischen Wanderbünde Blau-Weiss. Heft 3 (Dezember 1920–1921), S. 49 (uni-frankfurt.de [PDF-S. 19]).
  37. Blau-Weiss-Blätter. Heft 6, Januar 1924, S. 22 (uni-frankfurt.de).
  38. Ivonne Meybohm: Erziehung zum Zionismus. Der Jüdische Wanderbund Blau-Weiß als Versuch einer praktischen Umsetzung des Programms der Jüdischen Renaissance. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58481-1, S. 100–103.
  39. a b Verena Buser: 9. November. Feuer auf dem Gutshof. Auch Hachschara-Lager für Auswanderer fielen den Pogromen zum Opfer. In: Jüdische Allgemeine. 4. November 2013, abgerufen am 15. Februar 2020.
  40. Auf das Landwerk Neuendorf geht ausführlich ein: Horst Helas: Landwerk Neuendorf im Sande und Gut Winkel, Martin Gerson und Clara Grunwald – eine Fürstenwalder Geschichte. (PDF; 38 kB) In: rosalux.de. 28. Januar 2005, abgerufen am 28. Januar 2019.
  41. Rainer Horn: Rüdnitzer Hachschara als Station auf der Flucht vor der Judenverfolgung: Schicksale in schlimmer Zeit. In: moz.de. 19. November 2014, abgerufen am 15. Februar 2020.
  42. Die Jugend-Aliyah: Aus Nazi-Deutschland nach Palästina, aus dem Holocaust nach Israel. In: its-arolsen.org. 26. September 2017, abgerufen am 17. Januar 2018.
  43. Erinnerungen des Schmarjahu (Siegfried) Marx (1918–2011) aus Bingen. In: juedisches-bingen.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  44. Andrea Linne: Hachschara: Flucht nach Palästina nach der Ausbildung in Eberswalde. In: moz.de. 5. Juli 2020, abgerufen am 14. Juni 2021.
  45. Aus den Sammlungen des Jüdischen Museums Berlin: Jugendliche im Hachschara-Lager Schniebinchen bei Sommerfeld (Fotografie).
  46. Biografische Notizen zu Cohn und Kuttner siehe Das jüdische Lehrpersonal der PriWaKi.
  47. Ezra BenGershôm: David. Aufzeichnungen eines Überlebenden. Fischer, Frankfurt 1994, ISBN 3-596-11700-3, S. 111–199 (Kapitel: In einer Palästina-Vorbereitungsschule). Die Gebäude sind heute noch fast komplett erhalten.
  48. Bettina Götze: Hoffnung auf das gelobte Land. Das Hachschara-Lager in Steckelsdorf. In: Museumsblätter. Mitteilungen des Museumsverbandes Brandenburg. H. 13. Dezember 2008, S. 42–45 (museumsverband-brandenburg.de [PDF; 1,0 MB; abgerufen am 17. September 2021]).
  49. Zu weiterführender Literatur siehe den Wikipedia-Artikel über Martin Gerson und: - Katharina Hoba: Das Gut Winkel – Spreenhagen in der Mark. In: Irmgard Klönne, Ilana Michaeli (Hrsg.): Gut Winkel – die schützende Insel. Hachschara 1933–1941 (= Deutsch-israelische Bibliothek. Band 3). LIT Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0441-1, S. 249–274.
    - Karin Weiss, Andreas Paetz u. a.: Hachschara in Brandenburg – Die Vorbereitung junger Juden auf die Ausreise aus Deutschland. Eine interdisziplinäre multimediale Publikation der Fachhochschule Potsdam. (Nicht mehr online verfügbar.) In: forge.fh-potsdam.de. Fachhochschule Potsdam, 1996, archiviert vom Original am 4. Juli 2018; abgerufen am 28. Januar 2019.
    - Auf das Gut Winkel geht ausführlich Horst Helas ein: Eine Fürstenwalder Geschichte. In: rosalux.de, Rosa-Luxemburg-Stiftung, abgerufen am 28. Januar 2019 (PDF; 38 kB).
  50. a b c d e f g Hachschara. In: Das jüdische Hamburg. Abgerufen am 14. Februar 2020. Alle Angaben zu Hamburg beruhen – soweit keine anderen Quellen benannt sind – auf dieser Publikation.
  51. Hachschara. In: Kirsten Heinsohn (Red.): Das Jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk. Hrsg. vom Institut für die Geschichte der Deutschen Juden. Wallstein-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0004-0, S. 102 ff.
  52. Oliver Törner: Vom Kibbuz-Leben in Hamburg. In: Hamburger Abendblatt. 19. Oktober 1999, abgerufen am 15. Februar 2020.
  53. Rolf Starck: Rede zur Gedenkfeier Grotiusweg 36; 17. Juli 2011. (PDF; 76 kB) In: viermalleben.de. Abgerufen am 29. Januar 2019.
  54. Traude Bollauf: Dienstboten-Emigration. Wie jüdische Frauen aus Österreich und Deutschland nach England flüchten konnten. Dissertation an der Universität Wien, August 2009 (univie.ac.at [PDF; 18,4 MB]).
  55. Albert J. Phiebig: Statistische Tabellen, S. 142
  56. Plan zur Errichtung einer Jugendlichen-Anlernwerkstatt in Frankfurt /M.
  57. a b Hans Epstein Collection des Center for Jewish History, Biographical Note (siehe: Quellen)
  58. a b c d e f g Hans Epstein: Die Ausbildung in der „Jüdischen Anlernwerkstatt“. In: Stephani Forchheimer (Hrsg.): Almanach für das Jahr 5698 (1937/38). Frankfurt am Main. S. 11–14 (PDF-S. 271–273 in der Hugo Hahn Collection, Scan – Internet Archive).
  59. Beispielhaft hier das Typoskript Zur Begründung von „Tageskursen für Berufsvorlehre“ (Versuchsanstalt) in Berlin. Berlin 28. Juni 1935 (PDF-S. 241 in der Hugo Hahn Collection, Scan – Internet Archive). Der Autor war, wie das Vorblatt vermuten lässt, Adolf Leschnitzer, das Papier trägt den Datumsvermerk „Berlin 28. 6. 1935“.
  60. Siehe den Artikel in der englischsprachigen Wikipedia: en:Holy Blossom Temple.
  61. Hans Epstein Collection des Centers for Jewish History, PDF-S. 653 (Scan – Internet Archive) und Library and Archives Canada: Heinz Warschauer fonds (textual record, graphic material).
  62. Plan zur Errichtung einer Jugendlichen-Anlernwerkstatt in Frankfurt/M. (siehe Quellen).
  63. Die Synagoge in Neuhof. In: Alemannia Judaica.
  64. Knut Bergbauer: „Auf eigener Scholle“, S. 40.
  65. Nachrichten. Gartenbauschule für Mädchen. In: Jüdische Rundschau. Nr. 18. 5. März 1920, S. 126, Sp. 2 (uni-frankfurt.de im Compact Memory bei der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt).
  66. Es gibt auch einen Artikel Betzenrod (Eiterfeld); aber die Geschichte der Hachschara-Stätte ist nur in dem Artikel über Eiterfeld dargestellt. Mehr Material ist zu finden auf der Seite Die Synagoge in Neuhof. In: Alemannia Judaica, abgerufen am 13. Januar 2021.
  67. Mosche Unna: Die Anfänge der religiösen Kibbuzbewegung in Deutschland, S. 86 ff.
  68. Die Lohnberghütte wird als vierte hessische Hachschara-Stätte erwähnt auf der Seite Grüsen. In: Alemannia Judaica, abgerufen am 7. April 2020.
  69. Albert J. Phiebig: Statistische Tabellen. In: Almanach des SchockenVerlags auf das Jahr 5699. Schocken Verlag, Berlin 1938/39, DNB 011839953, S. 141.
  70. Die Juden von Mecklenburg: Ehemaliges jüdisches Leben in Hagenow. Zum neueren Forschungsstand: Hubertus Fischer: ‘Hachschara‘ in Hagenow (siehe Literatur/Hubertus Fischer)
  71. Thomas Dörr: Goral-Sternheim, Arie. In: Das jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk. Institut für die Geschichte der deutschen Juden, abgerufen am 15. Februar 2020.
  72. Meike Sophia Baader, Helga Kelle, Elke Kleinau (Hrsg.): Bildungsgeschichten. Geschlecht, Religion und Pädagogik in der Moderne. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2006, ISBN 3-412-33405-7, S. 32 (Anm. 16). Ähnlich auch bei Beate Klostermann-Reimers und Ulrike Pilarczyk: Das jüdische Auswanderungsprojekt ‚Kibbuz Cherut‘ bei Hameln 1925–1930. In: Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung. 12 (2018), 22, S. 1–13 (PDF; 1,4 MB).
  73. Zeittafel zum Leben von Hans Jonas. (PDF; 126 kB) In: suhrkamp.de, abgerufen am 5. Dezember 2020.
  74. Peter Wilhelm A. Schmidt: Einleitung. In: Hugo Rosenthal (Josef Jashuvi): Lebenserinnerungen. Hrsg. von Micheline Prüter-Müller und Peter Wilhelm A. Schmidt. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000, ISBN 3-89534-378-1, S. 18–19.
  75. Mosche Unna: Die Anfänge der religiösen Kibbuzbewegung in Deutschland. S. 98.
  76. Joachim Meynert: Zwangsarbeit und Ghettoisierung. Zur Existenz sogenannter jüdischer „Umschulungslager“ 1939–1943 am Beispiel des Lagers „Bielefelder Schloßhofstraße“. In: Joachim Meynert und Arno Klönne: Verdrängte Geschichte. Verfolgung und Vernichtung in Ostwestfalen 1933–1945 (= Teil von: Anne-Frank-Shoah-Bibliothek). AJZ, Bielefeld 1986, ISBN 3-921680-55-7, S. 147–165.
  77. Paderborn und Bielefeld als Ellguther Folgestationen. In: Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 98 ff. (PDF-S. 38 ff.)
  78. Projekt Stolpersteine an der Humboldt-Universität zu Berlin: Herbert Simon Brinitzer 29.08.1911–26.11.1943. In: hu-berlin.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  79. Margit Naarmann: Ein Auge gen Zion. Das jüdische Umschulungs- und Einsatzlager am Grünen Weg in Paderborn 1939–1943 (= Paderborner Beiträge zur Geschichte. Band 10; Teil von: Anne-Frank-Shoah-Bibliothek). SH-Verlag, Köln 2000, ISBN 3-89498-087-7.
  80. Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 99–100 (PDF-S. 39–40).
  81. Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 101 (PDF-S. 41).
  82. Gisbert Strotdrees: Ein Kibbuz in Westfalen. In: juedische-allgemeine.de. 22. Januar 2015, abgerufen am 15. Februar 2020.
  83. a b c Knut Bergbauer: „Auf eigener Scholle“, S. 40–41
  84. Frauen im Leben des Franz Kafka: Minze Eisner.
  85. Zum Leben der frühen Feministin Elfriede Bambus siehe: Zionist Archives: Elfriede Bambus Frank und Claudia Prestel: From Berlin to Jerusalem: Elfriede Bambus – German Jew, Feminist, Zionist. In: Nashim: A Journal of Jewish Women’s Studies & Gender Issues. No. 4, 2001, S. 233–255, JSTOR 40326541.
  86. Claudia Prestel: Zwischen Feminismus, Antisemitismus und Zionismus: Neue berufliche Orientierungen jüdischer Frauen aus Deutschland und Österreich an Fallbeispielen. In: MEDAON – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung. 7. Jg., 2013, Nr. 7, S. 1–12 (medaon.de [PDF; 316 kB]).
  87. Hachshara-Ausbildung auf Gut Baugstkorallen um 1933. In: genealogy.net, abgerufen am 5. Dezember 2020. Der Artikel stützt sich auf Material aus dem Archiv des Kibbuz Hazorea.
  88. Hubertus Fischer: Lobitten : ein „freies“ jüdisches Lehrgut in Ostpreußen während der NS-Zeit (1934–1939). In: Preußenland. Jahrbuch der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung und der Copernicus-Vereinigung für Geschichte und Landeskunde Westpreußens. Mitteilungen aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz,. Band N. F. 10. 2019, ISSN 0032-7972, S. 122–150.
  89. Birgit Seemann: Frankfurter jüdische Krankenschwestern und ihre Verbindungen nach Würzburg und Unterfranken. In: Jüdische Pflegegeschichte, 2015, aktualisiert 2018, abgerufen am 13. Januar 2021.
  90. Beate Reupke: Jüdisches Schulwesen zwischen Tradition und Moderne. Die Hascharath Zwi Schule in Halberstadt (1796–1942). De Gruyter, Berlin/Boston 2017, ISBN 978-3-11-047080-2 (PDF), S. 227 (PDF-S. 235), doi:10.1515/9783110470802 (abgerufen über den De-Gruyter-Account der Wikipedia Library).
  91. Havelberg gehörte früher zu Brandenburg, weshalb das Hachschara-Lager meist denen in Brandenburg zugerechnet wird. Für diesen Text nicht ausgewertet werden konnte die Materialsammlung des Prignitz-Museums am Dom in Havelberg.
  92. Ulrike Neuwirth – Jüdisches Museum Berlin: Hachschara-Lager Havelberg. In: berlin.de, Dezember 2010, abgerufen am 6. April 2021.
  93. a b c d Andrea Schröder: Gedenktafel erinnert an Lager. In: Volksstimme.de. 28. November 2019, abgerufen am 6. April 2021.
  94. Susanna Kramarz: Juden lernten für das Leben in Palästina. In: Volksstimme.de. 12. Juli 2019, abgerufen am 6. April 2021.
  95. Oral history interview with Artur Posnanski im Bestand des USHMM. Abgerufen am 6. April 2021. In dem sehr ausführlichen Interview in deutscher Sprache (es wird als hebräisch angekündigt) erzählt Posnanski auch kurz von Havelberg und Neuendorf.
  96. USHMM: Werner and Trudy Coppel papers & Oral history interview with Werner Coppel (vierteiliges Video von 1991) & Oral history interview with Werner Coppel (Audioaufnahme von 1981). Abgerufen am 6. April 2021.
  97. Kurzbiographie von Fred Oberländer/Overlander auf der Webseite Lernen aus der Geschichte. Abgerufen am 8. April 2021.
  98. Polizeiliche Abmeldung des Fred Oberländer (geb. 1923) im Bestand des Jüdischen Museums Berlin. Abgerufen am 6. April 2021.
  99. Bildlegende zum Foto der Teilnehmer der letzten Tagung der Jugend-Alija-Leitung im August 1941. Das Foto ist in dem Hachschara-Artikel des JEWIKI-Projekts abgebildet. Abgerufen am 8. April 2021.
  100. Siegmund Rotstein: Die Zeit des Holocaust ist nur eine kurze Zeit, aber für uns war es eine lange Zeit auf der Webseite der Geschichtsbaustelle Chemnitz. Abgerufen am 6. April 2021.
  101. a b Zitiert nach Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 68 (PDF-S. 8).
  102. Ein entsprechender Hinweis auf einen Horst Emanuel Hauschild (* 5. Januar 1920 in Erbendorf/Bayern), der sich dort ab Juli 1938 aufgehalten haben soll, findet sich bei Ingild Janda-Busl: Juden im Landkreis Tirschenreuth. Band 1. Erich Weiß Verlag, Bamberg 2011, S. 86.
  103. Handschriftl. Tagebuch von Willy Cohn, Eintrag vom 16. 9. 1934. (PDF; 181 kB) EHRI Online Course on Holocaust Studies (über das Hachschara-Camp Klein-Silsterwitz). Auf einen weiteren Aufsatz über das Camp wird auf der Webseite des Vereins für Geschichte Schlesiens hingewiesen: Andreas Klose: Hachschara in Klein Sisterwitz. Ein jüdisches Auswandererlehrgut am Zobten. In: Schlesische Geschichtsblätter. 41. Jg., Heft 2, August 2014, S. 64–70. Verstreute Hinweise auch bei Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau.
  104. Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 66 (PDF-S. 6)
  105. Werkstatt der Erinnerung der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg: Jeckes. In Deutschland geborene Israelis erinnern sich: Elly Freund.
  106. Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 77 ff. (PDF-S. 17 ff.); dort auch viele weitere biographische Angaben zu Erich Freund.
  107. Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 98 ff. (PDF-S. 38 ff.)
  108. Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 103 (PDF-S. 43 ff.)
  109. a b Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 70 (PDF-S. 10).
  110. Jüdisches Gemeindeblatt für Oberschlesien. 2. Jg., Nr. 16, 19. August 1937, S. 5, zitiert nach Hubertus Fischer: Das Lehrgut Ellguth bei Steinau, S. 70 (PDF-S. 10). Bei dem in dem Zitat erwähnten Horst Brumlik handelt es sich um den Vater des Erziehungswissenschaftlers Micha Brumlik. Mehr zu Horst Brumlik siehe: Brumlik, Josef. In: Hermann Schröter (Hrsg.): Geschichte und Schicksal der Essener Juden. Gedenkbuch für die jüdischen Mitbürger der Stadt Essen. Stadt Essen, Essen 1980, S. 496.
  111. a b Sieghard Bußenius: Die Ausbildungsstätte des Hechaluz auf dem Brüderhof bei Harksheide. Das Ende des Kibbuz Brüderhof. In: schoah.org, haGalil, abgerufen am 13. Januar 2021.
  112. In manchen Quellen wird Gut Jägerslust als Jägershof bezeichnet.
  113. Für weitere Materialien über Jägeslust siehe: Joachim Pohl: Flensburgs Kibbuz am Rand der Stadt. In: Flensburger Tageblatt. 5. Juli 2015, abgerufen am 24. Juni 2016.. Ein sehr materialreiche Webseite mit viel Bildmaterial stammt von Daniel Abraham: HACHSHARA IN JÄGERSLUST, FLENSBURG. 1935-1938. Der nennt als seine wichtigste Quelle das Buch von Bernd Philipsen: „Jägerslust“. Gutshof, Kibbuz, Flüchtlingslager, Militär-Areal. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2008, ISBN 978-3-925856-59-4. Von Philipsen stammt ein weiterer Beitrag über Jägerslust, der online abrufbar ist: „Dat Judennest hebbt wi utrökert.“ Vom gewaltsamen Ende des Auswanderer-Lehrguts Jägerslust bei Flensburg, sowie der Artikel Atempause auf der Flucht in ein Leben mit Zukunft. Der Kibbuz auf Gutshof 'Jägerslust' bei Flensburg (1934–1938). In: Gerhard Paul, Miriam Gilles-Carlebach (Hrsg.): Menora und Hakenkreuz. Zur Geschichte der Juden in und aus Schleswig-Holstein, Lübeck und Altona (1918–1998). Neumünster 1998, S. 411–424.
  114. Ina Lorenz: Lucy Borchardt. In: Kirsten Heinsohn (Red.): Das Jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk. Hrsg. vom Institut für die Geschichte der Deutschen Juden. Wallstein-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0004-0, S. 40.
  115. Martin Gilbert: Sie waren die Boys. Die Geschichte von 732 jungen Holocaust-Überlebenden. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2007, ISBN 978-3-86650-222-2, S. 330.
  116. Foto mit der Ansicht des Hachschara-Lagers Ricavo di Castellina in Italien im Bestand des Jüdischen Museums in Berlin.
  117. The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem (CAHJP): Archivalien zur Hachschara in Ricavo di Castellana. (PDF; 25 kB) In: nli.org.il, abgerufen am 13. Januar 2021.
  118. Kim Wünschmann: Palästina als Zufluchtsort der europäischen Juden bis 1945. Bundeszentrale für politische Bildung, 16. September 2014, abgerufen am 15. Februar 2020.
  119. Pontus Rudberg: Sweden and Jewish Refugees from Nazi Germany, 1933–1939. In: International Holocaust Remembrance Alliance (Hrsg.): Bystanders, Rescuers or Perpetrators? The Neutral Countries and the Shoah. Metropol Verlag & IHRA, Berlin 2016, ISBN 978-3-86331-287-9, S. 65–76 (holocaustremembrance.sharepoint.com [PDF; 12,1 MB; abgerufen am 15. Februar 2020]).
  120. Universität Linköping: Homepage von Malin Thor Tureby. Dort finden sich auch alle Hinweise zu ihren Veröffentlichungen.
  121. Jim G. Tobias: Der Kibbuz auf dem Streicher-Hof. Die vergessene Geschichte der jüdischen Kollektivfarmen 1945–1948. Antogo, Nürnberg 1997, ISBN 3-9806636-1-2.
  122. Mordechai Papirblat: 900 Tage in Auschwitz, Kapitel 30.
  123. Mordechai Papirblat: 900 Tage in Auschwitz, Kapitel 26.
  124. Das Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL). In: uni-hannover.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  125. Jüdische Gartenbau- und Landwirtschaftsschulen / Ausbildungszentren. In: uni-hannover.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  126. Institut für Erziehungswissenschaft der TU Braunschweig: Ulrike Pilarczyk. In: tu-braunschweig.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  127. Projektbeschreibung: Nationaljüdische Jugendkultur und zionistische Erziehung in Deutschland und Palästina zwischen den Weltkriegen. In: uni-hannover.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  128. Homepage des Archivs der Jüdischen Jugendbewegung. In: tu-braunschweig.de, abgerufen am 13. Januar 2021.
  129. Maske für die Suche in den Online-Sammlungen des Jüdischen Museums. Es kann direkt oder über den Schlagwortkatalog gesucht werden. Der Suchbegriff Hachschara-Lager führt aktuell zu 354 Dokumenten (Stand: 13. Januar 2021).
  130. Auf der ersten Seite seines Artikels gibt Fischer auch einen Überblick über die entsprechenden Publikationen aus dem CGL soweit diese bis 2019 erschienen sind oder in Vorbereitung waren.