Heiter bis tödlich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heiter bis tödlich war der Name einer Dachmarke des deutschen Fernsehsenders Das Erste, unter der zwischen 25. Oktober 2011 und 2015 zwölf Vorabend-Krimiserien ausgestrahlt wurden.[1] Inspiriert vom langjährigen Erfolg des Großstadtreviers[2] waren anfangs weitere Großstadt-Ableger geplant, schließlich berücksichtigte die ARD aber auch ländliche Handlungsorte für die regional eingefärbten Krimikomödien. Frühe Pressemitteilungen verwendeten den Begriff „Schmunzelkrimis“ und den Arbeitstitel „Crime & Smile“.[3] Das Wort „Schmunzelkrimi“ hat sich im deutschen Medienjournalismus seither als Oberbegriff für vergleichbare, zumeist für das deutschsprachige Fernsehen produzierte Formate aus dem Genre der Kriminalkomödie etabliert.[4]

Neben insgesamt 10 neuen Serien wurden auch zwei bereits zuvor entwickelte Konzepte miteinbezogen: München 7 wechselte vom Bayerischen Fernsehen ins Hauptprogramm, Hubert und Staller entstand nach Sketchen aus der Comedyserie Tramitz and Friends. Die Serien wurden anfangs dienstags bis donnerstags, ab 2015 dienstags und mittwochs um 18:50 Uhr ausgestrahlt. Sie erreichten jedoch meist nur enttäuschende Quoten und so waren 8 der 10 neuen Serien nach weniger als zwei vollen Staffeln bereits abgesetzt. 2016 wurde das Label Heiter bis tödlich schließlich für Neuausstrahlungen wie auch Wiederholungen fallengelassen.[5]

Titel Ausstrahlung Staffeln Folgen Handlungsort Hauptdarsteller
Nordisch herb 2011–2012 1 16 Husum Loretta Stern
Henker & Richter 2011–2012 1 16 Büdringhausen (Münsterland) Rike Schmid, Martin Lindow
Fuchs und Gans 2012–2013 1 16 Bad Urach (Schwäbische Alb) Mira Bartuschek, Peter Bongartz
Zwischen den Zeilen 2013 1 16 Aachen Josephine Schmidt, Ole Puppe
Hubert und Staller
(ab S8 Hubert ohne Staller)
2011– 10 164 Wolfratshausen Christian Tramitz, Helmfried von Lüttichau, Michael Brandner
Morden im Norden 2011– 8 128 Lübeck Sven Martinek, Ingo Naujoks
Akte Ex 2012–2016 3 24 Weimar Isabell Gerschke, Oliver Franck
Alles Klara 2012–2017 3 48 Quedlinburg (Harz) Wolke Hegenbarth
München 7 2004–2016 7 51 München Andreas Giebel, Florian Karlheim
Hauptstadtrevier 2012–2014 2 32 Berlin Friederike Kempter
Koslowski & Haferkamp 2014 1 16 Bochum-Hamme Sönke Möhring, Tim Seyfi, Anna Grisebach
Monaco 110 2014–2015 2 14 München-Haidhausen Monika Baumgartner, Markus Brandl

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander Krei: „Heiter bis tödlich“: ARD-Vorabend unter einem Dach. In: DWDL.de. 26. August 2011, abgerufen am 5. April 2012.
  2. Heiter bis tödlich. Das Erste, 19. Februar 2012, archiviert vom Original am 19. Februar 2012; abgerufen am 23. November 2017: „Die Mutter aller Polizeiserien
  3. Benjamin Horbelt: Neue „Crime & Smile“-Formate am ARD-Vorabend. In: quotenmeter.de. 22. Juni 2011, abgerufen am 19. Januar 2021.
  4. Julius von Harpen: Schmunzelkrimi. In: Lexikon der Filmbegriffe. Abgerufen am 28. Dezember 2021.
  5. Alexander Krei: ARD schafft „Heiter bis tödlich“–Label endgültig ab. In: DWDL.de. 11. Dezember 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.