Herforder SV

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Herforder SV
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Voller Name Herforder Sportverein
Borussia Friedenstal e.V.
Ort Herford, NRW
Gegründet 1953
Vereinsfarben rot-schwarz
Stadion Ludwig-Jahn-Stadion
Plätze 18.400
Präsident Birgit Schmidt
Trainer Jürgen Prüfer
Homepage www.herfordersv.de
Liga 2. Bundesliga Nord
2014/15 12. Platz (Bundesliga)
Heim
Auswärts
Die Mannschaft, Saison 2014/2015

Der Herforder SV, auch Herforder SV Borussia Friedenstal[1] (vollständiger Name: Herforder Sportverein Borussia Friedenstal e.V.) ist ein Fußballverein aus dem Herforder Stadtbereich Friedenstal. Gegründet wurde der Verein im Jahre 1953. Die erste Frauenmannschaft spielt nach dem Abstieg 2015 in der 2. Bundesliga Nord. Die Vereinsfarben sind schwarz-rot.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1953 wurde in der Gaststätte Böke der HSV Borussia Friedenstal gegründet. Nach einem Gaudispiel entstand im Jahre 1969 unter der Leitung von Fritz Böke und Doris Henschel eine Frauenfußballmannschaft. Erster Trainer wurde Horst Hebrock. Vier Jahre später wurde der offizielle Spielbetrieb aufgenommen. Durch eine Niederlage im letzten Spiel gegen Löhne wurde der Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Rolf Gießelmann übernahm die Mannschaft. Gleichzeitig wurde eine Mädchenmannschaft gegründet.

1975 schaffte man den Aufstieg in die Bezirksliga. Schon drei Jahre später konnte wieder gejubelt werden. Als Vizemeister wurde der Sprung in die Landesliga, damals die höchste Spielklasse, geschafft. 1980 erreichte man das Finale im Westfalenpokal. Gegen den TSV Siegen unterlag man im Elfmeterschießen. Ein Jahr später qualifizierte man sich für die neu gegründete Verbandsliga Westfalen. Auch für die 1985 aus der Taufe gehobene Regionalliga West qualifizierte man sich. Nachdem es bisher nur bergauf gegangen war, gab es nun einen Rückschlag: Aus vereinsinternen Gründen zog man die Mannschaft zurück und machte einen Neuanfang in der Verbandsliga.

Der direkte Wiederaufstieg wurde verpasst. 1989 wurde Birgit Schmidt Spielertrainerin. 1993 konnte endlich der Wiederaufstieg in die Regionalliga unter Dach und Fach gebracht werden. Doch nur zwei Jahre später musste man wieder absteigen. Die folgende Verbandsligasaison wurde ungeschlagen als Meister beendet. Unter der neuen Trainerin Elke Jackisch wurde im Jahre 2000 erstmals der Westfalenpokal gewonnen. Im DFB-Pokal folgte im Achtelfinale das Aus gegen den WSV Wolfsburg. 2001 wurde wieder der Westfalenpokal gewonnen. Wieder war im DFB-Pokal im Achtelfinale Endstation. Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann mit 10:0.

Als 2004 die 2. Frauenfußball-Bundesliga gegründet wurde, war der HSV nicht dabei. Zwei Jahre später wurde man Meister der Regionalliga West und schaffte erstmals den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der ersten Saison belegte die Mannschaft den achten Platz. Höhepunkt war der 1:0-Sieg über den FC Gütersloh 2000. In der darauf folgenden Saison 2007/08 gelang dem Verein dann der Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga der Frauen und damit der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach einem Jahr stieg der Herforder SV jedoch als Vorletzter wieder ab.

In der Saison 2009/10 gewann die Herforder Mannschaft alle elf Spiele der Hinrunde in der 2. Bundesliga Nord und stellte damit einen Rekord im deutschen Bundesliga-Frauenfußball auf.[2] Bereits nach 17 von 22 Spielen sicherte sich der HSV ohne Niederlage den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga[3] und nach 20 Spielen die Meisterschaft.[4] Die Herforderinnen blieben über die gesamte Saison unbesiegt und stellten damit einen weiteren Rekord auf.[5] In der Bundesliga war die Mannschaft chancenlos, bereits fünf Spieltage vor Saisonende stand der direkte Wiederabstieg in die zweite Bundesliga fest.

Erfolge[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kader Saison 2015/16[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
0? Josephine Plehn DeutschlandDeutschland
23 Florentine Rudloff DeutschlandDeutschland
01 Carina Schlüter DeutschlandDeutschland
0? Meike Delissen DeutschlandDeutschland
11 Lena Göllner DeutschlandDeutschland
18 Lena Hackmann (C)Kapitän der Mannschaft DeutschlandDeutschland
02 Leonie Heitlindemann DeutschlandDeutschland
04 Friederike Schaaf DeutschlandDeutschland
0? Lea Althof DeutschlandDeutschland
08 Anja Barwinsky DeutschlandDeutschland
20 Deniz Harbert DeutschlandDeutschland
10 Merza Julević DeutschlandDeutschland MontenegroMontenegro
07 Isabelle Knipp DeutschlandDeutschland
17 Louisa Lagaris DeutschlandDeutschland GriechenlandGriechenland
09 Lisa Lösch DeutschlandDeutschland
24 Lena Schulte DeutschlandDeutschland
13 Giustina Ronzetti DeutschlandDeutschland
0? Pia-Marie Salzmann DeutschlandDeutschland

Zu- und Abgänge zur Saison 2015/16[Bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Lea Althof (zweite Mannschaft)
Meike Delissen (zweite Mannschaft)
Josephine Plehn (SpVg Berghofen)
Pia-Marie Salzmann (zweite Mannschaft)
Carina Schlüter (VfL Bochum)
Friederike Abt (TSG 1899 Hoffenheim)
Carlie Davis (unbekannt)
Laura Giuliani (1. FC Köln)
Ashley Grove (unbekannt)
Rachel Melhado (FF USV Jena)
Kirsten Nesse (SGS Essen)
Lena Wermelt (Germania Hauenhorst)
Danica Wu (unbekannt)

Ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Sportliche Heimat ist das Ludwig-Jahn-Stadion in Herford. Das Stadion wurde 1955 gebaut und bietet 18.400 Zuschauern Platz, bei Bundesligaspielen ist das Fassungsvermögen durch Sicherheitsauflagen des DFB auf 5.000 Zuschauer begrenzt.[8] Auf der Haupttribüne gibt es 1.400 überdachte Sitzplätze. Die bisher höchste Zuschauerzahl erreichte der Verein am 17. September 2008, als 2.748 Zuschauer das Bundesligaspiel gegen den 1. FFC Frankfurt sahen.[9]

Weitere Mannschaften[Bearbeiten]

Die zweite Frauenmannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2009 in der Westfalenliga, der vierthöchsten Spielklasse. Die dritte Mannschaft ist 2011 in die Bezirksliga aufgestiegen. Im Nachwuchsbereich hat der Verein vier Mädchenmannschaften. Die B-Juniorinnen, die älteste Jugendmannschaft, wurden 2010 Vizemeister der Regionalliga West sowie Gruppenzweiter in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft[10] und gewannen den Westfalenpokal.[11]

Statistik[Bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Beste Torschützin
1984/85 Verbandsliga Westfalen 3. nicht bekannt nicht qualifiziert
1985/86 Regionalliga West 9. 3 7 12 17:47 13:31 nicht qualifiziert
1986/87 Regionalliga West 12. Rückzug vor Saisonbeginn nicht qualifiziert
1991/92 Verbandsliga Westfalen 6. nicht bekannt nicht qualifiziert
1992/93 Verbandsliga Westfalen 1. nicht bekannt nicht qualifiziert
1993/94 Regionalliga West 8. 8 3 11 34:38 19:25 nicht qualifiziert
1994/95 Regionalliga West 10. 7 6 9 27:41 20:24 nicht qualifiziert
1995/96 Verbandsliga Westfalen 1. nicht bekannt nicht qualifiziert
1996/97 Regionalliga West 4. 12 3 9 39:28 39 nicht qualifiziert
1997/98 Regionalliga West 3. 13 5 4 42:20 44 nicht qualifiziert
1998/99 Regionalliga West 5. 9 2 11 38:44 29 nicht qualifiziert
1999/00 Regionalliga West 5. 11 1 10 37:39 34 nicht qualifiziert
2000/01 Regionalliga West 7. 6 4 10 33:63 22 Achtelfinale
2001/02 Regionalliga West 4. 14 4 6 66:43 46 Achtelfinale
2002/03 Regionalliga West 6. 11 3 10 56:44 36 nicht qualifiziert
2003/04 Regionalliga West 9. 8 3 13 41:48 27 nicht qualifiziert
2004/05 Regionalliga West 4. 12 4 6 64:38 40 nicht qualifiziert
2005/06 Regionalliga West 1. 16 3 3 80:32 51 nicht qualifiziert
2006/07 2. Bundesliga Nord 8. 8 6 8 42:42 30 2. Runde Marie Pollmann (14)
2007/08 2. Bundesliga Nord 1. 13 5 4 53:33 44 Achtelfinale Marie Pollmann (21)
2008/09 Bundesliga 11. 4 2 16 23:79 14 2. Runde Marie Pollmann (9)
2009/10 2. Bundesliga Nord 1. 18 4 0 69:21 58 2. Runde Marie Pollmann (23)
2010/11 Bundesliga 12. 1 2 19 25:80 5 2. Runde Laura Feiersinger (7)
2011/12 2. Bundesliga Nord 4. 13 4 5 62:27 43 Achtelfinale Anna Laue (17)
2012/13 2. Bundesliga Nord 2. 15 2 5 62:26 47 Viertelfinale Anna Laue (22)
2013/14 2. Bundesliga Nord 2. 14 5 3 54:18 47 2. Runde Kirsten Nesse (13)
2014/15 Bundesliga 12. 1 2 19 18:89 5 Achtelfinale Kirsten Nesse (5)
Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hinweise für Medienvertreter
  2. Neue Westfälische, 8. Dezember 2009
  3. womensoccer.de, 14. April 2010
  4. Neue Westfälische, 14. April 2010
  5. Neue Westfälische, 9. Mai 2010
  6. Westfalenmeister Vereinsmannschaften. FLVW, abgerufen am 11. Juli 2014.
  7. Westfalenpokalsieger Vereinsmannschaften. FLVW, abgerufen am 11. Juli 2014.
  8. herfordersv.de: Die Vereins-Chronik des Frauenfussballs
  9. dfb.de: Aufbruchstimmung in Herford
  10. Endrunde 2010 auf dfb.de
  11. Herforder SV, 13. Juni 2010

Weblinks[Bearbeiten]

52.1088888888898.6886111111111Koordinaten: 52° 6′ 32″ N, 8° 41′ 19″ O