FSV Gütersloh 2009

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FSV Gütersloh 2009
Vereinswappen des FSV Gütersloh 2009
Voller Name Frauensportverein
Gütersloh 2009 e. V.
Ort Gütersloh
Gegründet 2009
Vereinsfarben rot-grün-weiß
Stadion Tönnies-Arena
Plätze 3.562
Präsident Sebastian Kmoch
Trainer Ralf Lietz
Homepage www.fsv-gt.net
Liga 2. Bundesliga Nord
2014/15 4. Platz
Heim
Auswärts
Das Heimspiel des FSV gegen den Mellendorfer TV im Heidewaldstadion vor der Zweitliga-Rekordkulisse von 1502 Zuschauern

Der FSV Gütersloh 2009 (vollständiger Name: Frauensportverein Gütersloh 2009 e.V.) ist ein Frauenfußballverein aus Gütersloh. Der Verein entstand aus der Abteilung Frauen- und Mädchenfußballs des FC Gütersloh 2000. Die erste Mannschaft übernahm ab der Saison 2009/10 den Platz in der 2. Bundesliga Nord und spielte in der Saison 2012/13 in der Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Gütersloh/FC Gütersloh 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1984 gründete der damalige FC Gütersloh eine Abteilung für Frauenfußball. 2001 wurde die Mannschaft Meister der Verbandsliga Westfalen und stieg in die damals zweitklassige Regionalliga West auf. Nach einem siebten Platz in der ersten Saison wurde die Mannschaft 2003 Meister und erreichte die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Dort belegten die Gütersloherinnen allerdings den letzten Platz. Als Dritter der Saison 2003/04 qualifizierte sich der Verein für die neu eingeführte 2. Bundesliga und wurde der Nordstaffel zugeordnet.

Während der Saison 2005/06 wurde die Mannschaft Vizemeister hinter dem VfL Wolfsburg. Auch in den folgenden Jahren hielten sich die Gütersloherinnen in der Spitzengruppe der Liga. Am letzten Spieltag der Saison 2007/08 führte die Mannschaft bis fünf Minuten vor Abpfiff mit 1:0 gegen die zweite Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam. Doch die Brandenburgerinnen konnten ausgleichen, wodurch Güterslohs Lokalrivale Herforder SV in die Bundesliga aufstieg. Im DFB-Pokal erreichte die Mannschaft erstmals das Viertelfinale, schied dort allerdings im Elfmeterschießen gegen den TuS Köln rrh. aus.

FSV Gütersloh 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um sich besser vermarkten zu können, beschloss die Abteilung im Frühjahr 2009, sich vom Hauptverein zu trennen und einen eigenen Verein zu gründen. Auf der Jahreshauptversammlung des FC Gütersloh 2000 stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit für die Abspaltung. Durch die Zustimmung des Hauptvereins konnte der neue Verein in den bisherigen Spielklassen weiterspielen.

In der Zweitliga-Saison 2011/2012 gelang dem FSV bereits am 20. Spieltag der Aufstieg in die Bundesliga.[1] Das letzte Heimspiel der Saison am 6. Mai 2012, das der FSV gegen den Tabellenletzten Mellendorfer TV mit 15:0 gewann, sahen 1.502 Zuschauer. Dies war die bis dahin höchste Zuschauerzahl bei einem Frauenfußball-Zweitligaspiel.[2]

Trotz eines überraschenden 1:1 beim 1. FFC Frankfurt erwies sich die Bundesliga als zu stark für die Gütersloherinnen, die als Tabellenletzter prompt wieder den Gang in die 2. Bundesliga antreten mussten. Beim späteren Meister VfL Wolfsburg unterlag der FSV gar mit 0:10.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FSV trägt seine Heimspiele in der Tönnies-Arena auf dem Werksgelände des Tönnies Fleischwerks in Rheda aus. Tönnies ist Hauptsponsor des FSV Gütersloh und gemeinsam mit Mitschke Sanitätshaus auf dem Trikot präsent. Es wurde ein Sponsoringvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 abgeschlossen. Für die Austragung von Bundesligaspielen wird eine Sondergenehmigung des DFB benötigt, weil in dem Stadion Kunstrasen ausliegt. Diese wurde mit der Auflage erteilt, dass die jeweiligen Gegner dem Spielort zustimmen müssen. Tun sie dies nicht, spielt der FSV Gütersloh im Gütersloher Heidewaldstadion auf Naturrasen. Bis auf Bayer Leverkusen und dem USV Jena stimmten alle Bundesligisten dem Spielort für die Saison 2012/13 zu.[3]

Personalien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn Ende Trainer
2000 Juni 2004 Andreas Norek
1. Juli 2004 30. Oktober 2005 Uwe Kitroschat
November 2005 Juni 2006 Heiko Bonan
Juli 2006 Juni 2008 Steffen Enge
Juli 2008 November 2008 André Birker
November 2008 Januar 2009 übergangsweise Christina Krüger
Januar 2009 27. Januar 2010 Heiko Bonan
27. Januar 2010 30. Juni 2010 übergangsweise Christina Krüger
1. Juli 2010 30. Juni 2013 Markus Graskamp
1. Juli 2013 30. Juni 2015 Ralf Lietz
1. Juli 2015 1. Juli 2018 Christian Franz-Pohlmann

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2009 als FC Gütersloh 2000. Grün hinterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot hinterlegte einen Abstieg.

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal
2000/01 Verbandsliga Westfalen 1. 94:14 61 nicht qualifiziert
2001/02 Regionalliga West 7. 10 2 12 56:42 32 nicht qualifiziert
2002/03 Regionalliga West 1. 17 2 5 68:25 53 1. Runde
2003/04 Regionalliga West 3. 17 4 3 67:23 55 nicht qualifiziert
2004/05 2. Bundesliga Nord 6. 11 5 10 57:34 38 Achtelfinale
2005/06 2. Bundesliga Nord 2. 17 4 1 80:21 55 1. Runde
2006/07 2. Bundesliga Nord 4. 13 2 7 66:33 39 Achtelfinale
2007/08 2. Bundesliga Nord 3. 12 6 4 38:18 42 Viertelfinale
2008/09 2. Bundesliga Nord 4. 12 3 7 43:27 39 2. Runde
2009/10 2. Bundesliga Nord 9. 7 4 11 31:43 25 Viertelfinale
2010/11 2. Bundesliga Nord 8. 7 5 10 30:33 26 Viertelfinale
2011/12 2. Bundesliga Nord 2. 16 4 2 79:15 52 Viertelfinale
2012/13 Bundesliga 12. 2 1 19 19:69 7 2. Runde
2013/14 2. Bundesliga Nord 5. 9 6 7 43:38 33 2. Runde
2014/15 2. Bundesliga Nord 4. 13 4 5 56:28 43 Viertelfinale

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Bröder: Endlich erstklassig! WESTFALEN-BLATT Vereinigte Zeitungsverlage GmbH, 30. April 2012, abgerufen am 22. Mai 2013.
  2. Wolfgang Temme: Feiertag für den neuen Spitzenreiter. Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG, 7. Mai 2012, abgerufen am 7. Mai 2012.
  3. Peter Wenzel: Schalke-Boss Tönnies steht auf Frauen-Brust. BILD digital GmbH & CO. KG, 3. Mai 2012, abgerufen am 4. Mai 2012.

Koordinaten: 51° 53′ 31″ N, 8° 23′ 17″ O