Hermann Binkert

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Hermann Binkert 2009

Hermann Binkert (* 14. November 1964 in Waldshut-Tiengen) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (CDU). Er war von 2008 bis November 2009 Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei. Seit 2011 ist er Geschäftsführer des Markt- und Sozialforschungsinstitutes INSA Consulere.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft war Binkert von 1991 bis 1994 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Claudia Nolte (CDU) tätig, die 1994 zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ernannt wurde. Ein Jahr später wechselte auch Binkert in dieses Ministerium und war dort bis 1998 beschäftigt.

Seit 1998 arbeitete Binkert in der Thüringer Staatskanzlei. Er begann als persönlicher Referent der Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (bis 2003) und Dieter Althaus und war ab 2004 zusätzlich Referatsleiter für Politische Grundsatzfragen. Seit 2006 war Binkert zudem Leiter der Projektgruppe zum Solidarischen Bürgergeld.

Seit Dezember 2009 leitet Hermann Binkert das Institut für neue soziale Antworten (INSA) in Erfurt.[1] Seit August 2011 ist er Geschäftsführer des Erfurter Markt- und Sozialforschungsinstitutes INSA-CONSULERE.

Binkert ist römisch-katholisch, verheiratet und hat vier Kinder.

Staatssekretär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Binkert war seit 1980 Mitglied der CDU. Vom 24. Juni 2008 bis zum 4. November 2009 war Binkert Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter Thüringens beim Bund. In dieser Funktion hat er die Thüringer Landesvertretung in Berlin geleitet. Binkert löste in der Staatskanzlei die bisherige Staatssekretärin Renate Meier ab.[2]

Binkert trat 2014 aus der CDU aus.[3]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von INSA Consulere

Seit 15. August 2011 ist Binkert Geschäftsführer des von ihm im November 2009 gegründeten Markt- und Sozialforschungsinstitutes INSA Consulere.

Verhältnis zur „Alternative für Deutschland“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Binkert wurde von Journalisten eine Nähe zur Partei Alternative für Deutschland (AfD), insbesondere zu deren Thüringer Landesverband um Björn Höcke nachgesagt. Nach Recherchen des Magazins Der Spiegel erbrachte das Binkert-Unternehmen DO Dienstleistungsoffice im Jahr 2014 Leistungen für die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag und erhielt bis zu 8.000 Euro monatlich. Zuvor hatte Binkert bereits in der Huffington Post „mehrere positiv klingende Artikel über die AfD“ verfasst.[4]

Im Mai 2016 wurde durch Recherchen der Zeitung Thüringer Allgemeine bekannt, dass Binkert zusammen mit Landtagsabgeordneten und Mitarbeitern der AfD Thüringen im September 2015 einen Verein unter dem Namen Bürgerbündnis für Thüringen gegründet hat. Gründungsort war der Firmensitz von INSA, eine Villa in Erfurt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermann Binkert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Wilkens: INSA – Wir sind die Guten. In: grundeinkommen.de, 24. Februar 2010.
  2. David Rollik: Althaus tauscht sechs Minister aus. In: Mitteldeutsche Zeitung, 23. April 2008.
  3. Martin Debes: Althaus' letzter Staatssekretär verlässt CDU. In: Thüringer Allgemeine, 9. September 2014.
  4. Severin Weiland: Berater der AfD: Die merkwürdigen Geschäfte von Insa-Chef Binkert. In: Spiegel Online. 22. Dezember 2015, abgerufen am 9. Juni 2018.
  5. „Bürgerbündnis für Thüringen“ - Im Dunstkreis der AfD. (thueringer-allgemeine.de [abgerufen am 9. Juli 2018]).