Imsterberg

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Imsterberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Imsterberg
Imsterberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Imst
Kfz-Kennzeichen: IM
Fläche: 10,86 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 10° 42′ OKoordinaten: 47° 12′ 20″ N, 10° 41′ 50″ O
Höhe: 879 m ü. A.
Einwohner: 821 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 76 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6492
Vorwahl: 05412
Gemeindekennziffer: 7 02 04
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Ried 4
6492 Imsterberg
Website: www.imsterberg.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Richard Bartl (Bürgermeisterliste)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

6 Alois Thurner – Bürgermeisterliste gemeinsam für Imsterberg, 4 Unabhängige Liste Imsterberg, 1 Für Imsterberg – Für Tirol

Lage von Imsterberg im Bezirk Imst
Arzl im PitztalHaimingImstImsterbergJerzensKarresKarröstenLängenfeldMiemingMils bei ImstMötzNassereithObsteigOetzRietzRoppenSt. Leonhard im PitztalSautensSilzSöldenStamsTarrenzUmhausenWennsTirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Imsterberg im Bezirk Imst (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Dorfzentrum von Imsterberg
Dorfzentrum von Imsterberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Imsterberg ist eine Gemeinde mit 821 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Imst (Gerichtsbezirk Imst) des Bundeslandes Tirol (Österreich) auf einer Seehöhe von 844 m (724 – 1074 m).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Imsterberg erstreckt sich in mehreren Weilern über die Abhänge des Venetmassivs, auf der Imst gegenüberliegenden, südlichen Innseite. Die Ortsteile Imsterau und Erlenau liegen am Talboden. Von den 10,81 km² liegen rund 2,47 km² im Dauersiedlungsraum.[1]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile von Imsterberg sind:

  • Erlenau,
  • Imsterau,
  • Ried,
  • Endsfeld,
  • Höfle,
  • Vorderspadegg und
  • Hinterspadegg

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mils bei Imst Imst
Schönwies (LA) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Arzl im Pitztal
Wenns

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Flurnamen lassen auf eine langandauernde Besiedlung des Gebiets schließen. Die erste urkundliche Nennung des Ortes erfolgte im Jahre 1282. Eine weitere Erwähnung von Imsterberg erfolgte 1313. In dieser Zeit waren die Starkenberger die Grundeigentümer und sandten Pächter zur Rodung. Im Jahre 1427 nannte man sowohl Imsterberg als auch Imsterau als Orte des Gerichts Imst. Dem folgte die steuerliche Trennung zwischen Au und Berg im Jahre 1629. 1811 richtete man die politische Gemeinde Imsterberg ein. Damals war das kleine Dorf unter bayerischer Besatzung.

Bis zur Pfarrerhebung im Jahr 1891 war Imsterberg ein Teil der Mutterpfarre Imst.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges schossen anrückende amerikanische Panzer auf den Ort, als deutsche Soldaten auf diese Feuer warfen. Die Panzer zerstörten dabei beinahe alle Häuser. Nach dem Krieg wurden diese großteils wieder aufgebaut.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Imsterberg
Ortskapelle Imsterau

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Imsterberg
  • Pfarrkirche Mariä Sieben Schmerzen mit Widum und Kriegergedächtniskapelle
  • Kapelle in Höfle
  • Kapelle 14 Nothelfer in Imsterau
  • Kapelle in Vorderspadegg
  • Kapelle in Hinterspadegg

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftlich bedeutend ist neben der Landwirtschaft und privaten Schnapsbrennereien vor allem das Laufwasserkraftwerk Imst der Tiroler Wasserkraft, welches von 1953 bis 1956 errichtet wurde. Dabei zweigt vom Inn ein mehr als 12 Kilometer langer Druckstollen ab und ermöglicht eine Fallhöhe des Wassers um 145 Meter.[3]

Viele Gemeindebürger arbeiten in den Nachbargemeinden und im Tiroler Zentralraum. Die Gemeinde zählt 93 Arbeits-Einpendler sowie 324 Auspendler (Stand 2017).[1]

Der Tourismus ist im Ort nur von untergeordneter Bedeutung, wobei die Beherbergungsbetriebe in Imsterberg von der zentralen Lage des Ortes im Inntal profitieren. Die zur Verfügung stehenden ca. 110 Gästebetten in rund 12 Beherbergungsbetrieben sorgten 2019 für rund 14.000 Nächtigungen.[1] Beliebtes Ausflugsziel ist die Imsterberger Venet Alm am östlichen Ausläufer des Venetbergs auf 1.908 m Seehöhe.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist mit der Haltestelle Imsterberg der Arlbergbahn (in Imsterau gelegen) an das Bahnnetz angeschlossen. Die Haltestelle wurde im Jahr 2019 aufwendig modernisiert und ist nun barrierefrei zugänglich. Im Zuge des Umbaus wurden auch die Schrankenanlagen im Ort an der Bahnstrecke automatisiert. Damit endet die Ära der Schrankenwärter im Ort (den letzten auf der Westbahn zwischen Wien und Bregenz).[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Gemeinderat werden elf Mandatare gewählt:

Partei 2016[6] 2010[7][8] 2004[9]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate
Alois Thurner – Bürgermeisterliste gemeinsam für Imsterberg 51,50 6 58,20 6 47,23 5
Unabhängige Liste Imsterberg 35,77 4
Für Imsterberg – Für Tirol 12,73 1
Imsterberger Bürgerliste 41,80 5 26,60 3
Wir Imsterberger 26,17 3

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Imsterberg ist Alois Thurner.[10]

Nachdem der Langzeitbürgermeister von Imsterberg, Alois Thurner, sein Amt niedergelegt hat, wählte der Gemeinderat Richard Bartl im Jahr 2021 zum neuen Ortschef.[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1973 folgendes Wappen verliehen: Gespaltener Schild, rechts ein schwarzes Tatzenkreuz in Rot, linkes Feld von Blau und Silber schräggeviertelt.

Das Tatzenkreuz steht für die frühere Zugehörigkeit an die Staufer. Die blauen Spitzen symbolisieren die Wasserkraft, da Imsterberg eines der ersten Elektrizitätswerke in Tirol hatte.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Imsterberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Amt der Tiroler Landesregierung: Gemeinden und Planungsverbände. Abgerufen am 29. Februar 2020.
  2. Michael Fritz: Imsterberg. Verein "fontes historiae – Quellen der Geschichte", abgerufen am 25. Februar 2021.
  3. Tiroler Wasserkraft AG: Die Kraftwerke der Tiroler Wasserkraft (Broschüre)
  4. Imsterberger Venet Alm – Urlaub in der Ferienregion TirolWest. Abgerufen am 29. Februar 2020.
  5. Letzter Schrankenwärter zwischen Wien und Bregenz sagt Servus. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 29. Februar 2020; abgerufen am 29. Februar 2020.
  6. Land Tirol – Wahlen 2016. Abgerufen am 25. Februar 2021.
  7. Land Tirol – Wahlen 2010. Abgerufen am 25. Februar 2021.
  8. Gemeinderatswahlen 2010. Gemeinde Imsterberg, abgerufen am 25. Februar 2021 (österreichisches Deutsch).
  9. Gemeinderatswahlen 2004. Gemeinde Imsterberg, abgerufen am 25. Februar 2021 (österreichisches Deutsch).
  10. Imsterberg, Bürgermeister. Gemeinde Imsterberg, abgerufen am 25. Februar 2021 (österreichisches Deutsch).
  11. Angelobung des neuen Bürgermeisters von Imsterberg. Abgerufen am 16. März 2022.
  12. Gemeindewappen. Gemeinde Imsterberg, abgerufen am 25. Februar 2021 (österreichisches Deutsch).