Wenns

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Tirols, die Ortschaft von Bramberg am Wildkogel, Land Salzburg, siehe Wenns (Gemeinde Bramberg)
Wenns
Wappen Österreichkarte
Wappen von Wenns
Wenns (Österreich)
Wenns
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Imst
Kfz-Kennzeichen: IM
Fläche: 29,63 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 10° 44′ OKoordinaten: 47° 10′ 10″ N, 10° 43′ 51″ O
Höhe: 962 m ü. A.
Einwohner: 2.009 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6473
Vorwahl: 05414
Gemeindekennziffer: 7 02 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unterdorf 9
6473 Wenns
Website: www.wenns.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Walter Schöpf (Lebensraum Wenns)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)

12 Lebensraum Wenns
3 Gleiches Recht für alle

Lage der Gemeinde Wenns im Bezirk Imst
Arzl im Pitztal Haiming Imst Imsterberg Jerzens Karres Karrösten Längenfeld Mieming Mils bei Imst Mötz Nassereith Obsteig Oetz Rietz Roppen St. Leonhard im Pitztal Sautens Silz Sölden Stams Tarrenz Umhausen Wenns Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Wenns im Bezirk Imst (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Zentrum von Wenns von Norden aus gesehen
Zentrum von Wenns von Norden aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wenns ist eine Gemeinde im Bezirk Imst (Gerichtsbezirk Imst) in Tirol in Österreich mit 2009 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenns liegt am Westhang des Pitztals an der Talverzweigung zum Pillertal, das über die Pillerhöhe eine Verbindung zur Gemeinde Fließ im Oberen Gericht bietet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenns besteht aus einer einzigen Ortschaft bzw. Katastralgemeinde. Neben dem Hauptort an der Straße gehören zum Gemeindegebiet noch zahlreiche Weiler und Höfe:[1]

  • Amishaufen
  • Anger
  • Auders
  • Audershof
  • Baustadl
  • Bergle
  • Bichl
  • Bieracker
  • Brennwald
  • Eggmahd
  • Farmie
  • Flickerloch
  • Georg-Matthäus-Vischer-Platz
  • Greith
  • Grenzstein
  • Hairlach
  • Klöfles
  • Langegerte
  • Langenau
  • Larchach
  • Matzlewald
  • Minköfle
  • Mühlhoppen
  • Mühlbach
  • Moosanger
  • Oberdorf
  • Obermühlbach
  • Ofen
  • Pirchach
  • Pitzenhöfe
  • Säge
  • Sankt Margarethen
  • Schweizerhof
  • Siedlung
  • Tränk
  • Unterdorf
  • Wiesle
  • Winkl

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort hat sich durch seine zentrale Lage zum Hauptort des Tals entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft wird urkundlich als „Wennes“ in den Jahren 1163/65–1170 erstmals genannt, und zwar im Zusammenhang mit einer Gutsübertragung an das Kloster Schäftlarn.[2]

Die Burg Hirschberg (Wenns) ist 1921 zum größten Teil zusammengebrochen, die Steine wurden 1926 zum Bau der Pitztalstraße verwendet. Diese Burg bzw. eigentlich der Turm in Wenns gehörte ab 1533 den Fieger, die sich dann Fieger von Hirschberg nennen. 1817 wurde der Turm an Josef Ritter von Woertz und 1832 an einen Bauern verkauft.

Fälschlicherweise wird diese Burg mit dem oberpfälzischen Geschlecht der Grafen von Hirschberg, Grögling und Dollnstein in Zusammenhang gebracht, die für wenige Jahrzehnte die Herren im Mittleren Inntal waren. Graf Gebhard II. von Hirschberg verkaufte 1284 seinen tirolischen Besitz an den Grafen Meinhard II. von Görz und übersiedelte wieder nach Schloss Hirschberg bei Beilngries. Die in Wenns 1265 genannten Hirschbergs haben aber mit dieser Familie nichts zu tun.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2011 Markus Helbock (ÖVP)
  • seit 2011 Walter Schöpf (Lebensraum Wenns)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft ist durch zweisaisonalen Tourismus bestimmt, wobei Wenns Anteil am Wintertourismus (Skigebiete) des Pitztals hat, ohne jedoch selbst ein Skigebiet innerhalb des Gemeindegebietes aufweisen zu können.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wenns
  • Pfarrkirche hl. Johannes Evangelist in einem umgebenden Friedhof
  • Platzhaus: Sehenswert ist das 'Platzhaus’ am kleinen Dorfplatz nahe der Hauptstraße. Das ehemalige Haus des Dorfvogtes und Pitztaler Richters erhielt zwischen 1576 und 1608 eine Komplettbemalung.
  • Ältestes Bauernhaus in Tirol: Laut neuesten Erkenntnissen der Universität Innsbruck steht in Wenns das älteste Bauernhaus Tirols. Anhand von Untersuchungen von verwendetem Bauholz wurde vor kurzem das Alter auf ziemlich genau 700 Jahre berechnet.

Veranstaltungen

  • Wenner Fasnacht: Das Brauchtum wird in der 'Wenner Fasnacht', das an das Imster Schemenlaufen angelehnt ist, seit 1993 wieder gepflegt.
  • Eisbärenfest: Open-air-Veranstaltung im Jänner, fand bis zum Jahr 2016 17-mal statt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oswald Trapp; Magdalena Hörmann-Weingartner (Mitarbeiterin): Tiroler Burgenbuch. VII. Band – Oberinntal und Ausserfern. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1986, ISBN 88-7014-391-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wenns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.wenns.tirol.gv.at/system/web/fakten.aspx?detailonr=219200687
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 157 Nr. 582.
  3. Oswald Trapp & Magdalena Hörmann-Weingartner, 1986, S. 323–326.
  4. MPREIS: Auszeichnungen
  5. Internationale Architekturpreise für MPREIS-Markt Wenns. In: mpreis.at. MPreis, abgerufen am 5. September 2016 (PDF).
  6. Sterbebild Alois Plattner sterbebilder.schwemberger.at