Imst

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Imst
Wappen von Imst
Imst (Österreich)
Imst
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Imst
Kfz-Kennzeichen: IM
Fläche: 113,4 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 10° 44′ OKoordinaten: 47° 14′ 22″ N, 10° 44′ 17″ O
Höhe: 827 m ü. A.
Einwohner: 10.109 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6460
Vorwahl: 05412
Gemeindekennziffer: 7 02 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 9
6460 Imst
Website: www.imst.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Stefan Weirather (Alle für Imst)
Gemeinderat: (2016)
(19 Mitglieder)
3 Vereint für Imst - Gitti und Gebi - Vereint für Imst, 7 Alle für Imst mit Bürgermeister Stefan Weirather - Alle für Imst, 1 Sozialdemokratische Akzente für Imst - Akzente Reheis, 2 IFI - Initiativ für Imst Liste Andrea Jäger - IFI, 1 Die Grünen Imst - Die Grünen, 1 Liste 2000 mit Heinrich Gstrein - Liste 2000, 1 Gemeinsam für unser Imst Team Friedl Fillafer - Team Friedl Fillafer, 1 PROIMST - Manuel Norbert Praxmarer, 2 Freiheitliche Partei Imst - FPÖ
Lage der Stadt Imst im Bezirk Imst
Arzl im Pitztal Haiming Imst Imsterberg Jerzens Karres Karrösten Längenfeld Mieming Mils bei Imst Mötz Nassereith Obsteig Oetz Rietz Roppen St. Leonhard im Pitztal Sautens Silz Sölden Stams Tarrenz Umhausen Wenns Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Imst im Bezirk Imst (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Ansichtskarte von 1903 nach einem Gemälde von Michael Zeno Diemer
Imst von der Vorderen Platteinspitze (2565 m) aus gesehen
Kath. Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
Kloster der Barmherzigen Schwestern
Das Sparkassengebäude in Imst
Rafting Imster Schlucht
Für den Bau der Arlbergbahn musste bei Imst ein tiefer Einschnitt errichtet werden

Imst (rätoromanisch  Damaist?/i) im österreichischen Bundesland Tirol ist die Bezirkshauptstadt des Bezirks Imst (Gerichtsbezirk Imst) und hat 10.109 Einwohner (Stand 1. Jänner 2016).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Imst liegt auf 828 m Seehöhe im Oberinntal, am Rande der Lechtaler Alpen. Der Hausberg ist der 2774 m hohe Muttekopf.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Imster unterscheiden Oberstadt und Unterstadt. Weitere Imster Ortsteile sind Auf Arzill, Brennbichl, Gunglgrün, Am Grettert, Sonnberg, Weinberg, Hoch-Imst und Teilwiesen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfafflar (alle Bez. Reutte) Namlos
(Bez. Reutte)



Tarrenz
Gramais
(Bez. Reutte)
Nachbargemeinden
Zams (beide Bez. Landeck) Karrösten
 

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet um Imst ist schon seit der Bronzezeit besiedelt. 763 wurde Imst erstmals urkundlich als „opido humiste“, was so viel wie „hervorsprudelnde Quelle“ bedeutet, bezeichnet.

1266 erwarb Meinhard II. von Tirol das Gebiet aus bayrischem Besitz und verlieh Imst 1282 das Marktrecht. 1822 gab es eine große Brandkatastrophe.

Imst wurde 1898 das Stadtrecht verliehen.

SOS-Kinderdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konfrontiert mit dem Elend von Kriegswaisen und heimatlosen Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg, gründete Hermann Gmeiner 1949 den Verein SOS-Kinderdorf und begann gemeinsam mit Freunden mit dem Bau eines SOS-Kinderdorfes. Am 15. April 1951 wurde nach zweijähriger Bauzeit das weltweit erste SOS-Kinderdorf in Imst eröffnet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Imst
  • Altstadt: Das Erscheinungsbild von Imst ist durch Bürgerhäuser von der Gotik bis in den Barock ausgezeichnet, und zeigt sich heute stark urban und vom Tourismus überprägt.
  • Die Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde von 1462 bis 1493 als spätgotische Hallenkirche von der Imster Bauhütte erbaut. Der Innenraum wurde 1780 barockisiert und nach einem Brand 1822 neu gewölbt und um 1908 wieder gotisch rekonstruiert.
  • Kapuzinerkloster Imst
  • Kloster der Barmherzigen Schwestern Imst
  • Museum im Ballhaus: Das Museum im Ballhaus dokumentiert die Stadtgeschichte. Es befindet sich in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert.
  • Brunnen: Die Versorgung der Stadt mit Trink- und Nutzwasser war ursprünglich auf öffentliche Brunnen beschränkt. Heute noch prägen über 35 Trinkbrunnen das Bild der Stadt („Brunnenstadt Imst“). 18 davon sind historische, zumeist Heiligen gewidmete Brunnen, die mit Sorgfalt renoviert wurden. Diese Brunnen dienten nicht nur den Bürgern, sondern auch dem zahlreichen Vieh. Bei den zwei großen Prozessionen (Fronleichnam und Mariä Himmelfahrt) werden die Brunnen besonders schön geschmückt.
  • Ansitz Rofenstein, Gerichtsgebäude aus dem 13. Jahrhundert, heute Amtsgebäude der Bezirkshauptmannschaft von Imst.
  • Das Bundesrealgymnasium Imst, von 1970 bis 1973 erbaut, wurde als Musterschule der Vorfertigung im Schulbau unter Denkmalschutz gestellt.
  • Landwirtschaftliche Landeslehranstalt Imst

Kunst und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Imster Artclub: In der Kulturszene setzt der Imster Artclub immer wieder Akzente mit großen Konzerten und Festivals (wie z. B. den Rolling Stones oder Velvet Revolver).
  • Imst ist Heimatort vieler bildender Künstler.
  • Die Stadt beherbergt auch zwei Theatervereine.
  • Zeitweise lebte und arbeitete auch der Dramatiker und Filmschaffende Hans Hömberg in Imst.

Fasnacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Imster Schemenlaufen

Die Imster Fasnacht, das Schemenlaufen, ist eine der bekanntesten Fasnachtsbräuche im Alpenraum und . Alle drei bis fünf Jahre lockt das Schemenlaufen Tausende von Besucher, zuletzt 2016. Das Schemenlaufen wurde 2012 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Aus dem alten Widum, einem desolaten Barockbau, wurde nach mühevoller und sorgfältiger Arbeit das Haus der Fasnacht mit Archiv und Fasnachtsmuseum. Die Zusammenarbeit mit den beiden anderen großen Fasnachtsorten des Oberlandes, Telfs und Nassereith, wurde intensiviert.

Neben der „großen Fasnacht“ findet auch alle drei bis fünf Jahre die Buabefasnacht statt (zuletzt 2014), die kleine Ausgabe des Schemenlaufens. Bei der letzten Buabefasnacht waren rund 340 begeisterte „Buaben“ von 6–16 Jahren dabei.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in der Römerzeit war Imst ein Verkehrsknoten an der Via Claudia Augusta. Die Straße von Imst übers Hahntennjoch ins Außerfern ist besonders bei Motorradfahrern sehr beliebt. Weiters gibt es zwei Anschlussstellen auf die Inntalautobahn A 12. Von Imst führt eine Passstraße über das Hahntennjoch nach Elmen im Lechtal.

In der Imster Schlucht liegt der Bahnhof Imst-Pitztal der Arlbergbahn. Obwohl es sich um einen eher kleinen Bahnhof handelt, wird er von Schnellzügen der ÖBB angefahren. Damit stellt der Bahnhof für die gesamte Region einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt dar.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Industriegeschichte war besonders geprägt durch den Bergbau in der Umgebung von Imst im 15. und 16. Jahrhundert, sowie im 18. und 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie. Zu dieser Zeit verkauften die Vogelhändler aus Imst ihre gezüchteten Singvögel in ganz Europa. Der Komponist Carl Zeller schrieb dazu die Operette Der Vogelhändler. Die Landwirtschaft hat an Bedeutung verloren. Heute gibt es eine gemischte Wirtschaftsstruktur aus Industrie, Handel, Handwerk und Tourismus. Neben der Innenstadt haben sich in der Imster Au zahlreiche Fachmärkte und Industriebetriebe niedergelassen.

Im Sommertourismus ist Imst ein Zentrum für Outdoorsportarten wie Klettern, Rafting und Canyoning.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt Imst:

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Imst vom Wetterkreuz gesehen. Südöstliche Blickrichtung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Imst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Imst – Reiseführer