Trogen AR

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AR ist das Kürzel für den Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Trogen zu vermeiden.
Trogen
Wappen von Trogen
Wappen von Trogen
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden (AR)
Bezirk: ehemaliger Bezirk Mittellandw
BFS-Nr.: 3025i1f3f4
Postleitzahl: 9043
Koordinaten: 752907 / 252759Koordinaten: 47° 24′ 28″ N, 9° 27′ 53″ O; CH1903: 752907 / 252759
Höhe: 903 m ü. M.
Höhenbereich: 689–1183 m ü. M.[1]
Fläche: 10,03 km²[2]
Einwohner: 1845 (31. Dezember 2022)[3]
Einwohnerdichte: 184 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
11,9 %
(31. Dezember 2022)[4]
Gemeindepräsidentin: Lisa Roth
Website: www.trogen.ch
Ortskern von Trogen
Ortskern von Trogen

Ortskern von Trogen

Lage der Gemeinde
Karte von TrogenKanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton St. GallenKanton St. GallenBezirk HinterlandBezirk VorderlandBühler ARGais ARSpeicher ARTeufen ARTrogen AR
Karte von Trogen
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Trogen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Mittelland des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. Sie ist Sitz der kantonalen Justizbehörden von Appenzell Ausserrhoden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trogen liegt im Appenzeller Mittelland, geprägt vom Gäbris, dem höchsten Berg des Bezirks. Der tiefste Punkt der Gemeinde befindet sich beim Chastenloch auf 693 Meter, der höchste Punkt befindet sich oberhalb des Sitz auf 1183 Meter. Trogen grenzt an die Gemeinden Wald, Altstätten (SG), Gais, Bühler, Speicher und Rehetobel sowie den Innerrhoder Bezirk Oberegg. Ein Dreikantoneeck zu den Kantonen Appenzell Innerrhoden und St. Gallen findet sich beim Ruppenpass. (Welt-Icon). Der Fluss Goldach beginnt auf dem Gemeindegebiet in der Nähe des Ruppenpass. Die ausserrhodische Gemeinde hat eine Gesamtfläche von 1003 Hektaren. 78 ha sind Siedlungsfläche, während 509 ha der Landwirtschaft dienen und 412 ha Waldfläche sind.[5] Trogen ist zudem der Endpunkt der Bahnstrecke Appenzell–St. Gallen–Trogen der Appenzeller Bahnen (ehemalige Trogenerbahn).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trogen wurde 1168 als Trugin erstmals erwähnt. Bis ins 14. Jahrhundert war Trogen ein Amt unter der Herrschaft der Fürstabtei St. Gallen. 1401 schloss sich Trogen dem Volksbund der Gotteshausleute an und errang mit diesen in der Schlacht bei Vögelinsegg 1403 einen Sieg gegen die äbtisch-habsburgischen Truppen. Nach dem Ende der Appenzellerkriege im Jahr 1429 entstand die Rhode Trogen, zu der das Vorderland mit Hirschberg und Oberegg gehörte. 1525 trat Trogen zur Reformation über. Als sich das Land Appenzell 1597 in Ausser- und Innerrhoden teilte, wurde Trogen der Hauptort des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Fortan war es Landsgemeindeort, Tagungsort des Grossen und des Kleinen Rats sowie Gerichtsstätte; der Richtplatz befand sich westlich von Trogen im heutigen Ortsteil Gfeld. Grub AR, Walzenhausen, Heiden, Wolfhalden und Lutzenberg machten sich bis 1658 selbständig, zuletzt bauten auch Rehetobel (1669) und Wald (1686) eine eigene Kirche. Zum Ende des 17. Jahrhunderts bestand Trogen in den heutigen Grenzen.[6]

Luftbild der Swissair Photo AG von 1949
Trogen in Appenzell Ausserrhohen, Grafik von Johann Ulrich Schellenberg

Ab dem 16. Jahrhundert bis zur industriellen Revolution wurde Trogen, wie ein grosser Teil des Appenzellerlands, durch den Verkauf von Webereien und Stickereien wohlhabend. Dieser Trend wurde durch die Zellweger-Familie verstärkt, die mit dem Leinwandhandel zeitweise ein Vermögen machte. 1667 eröffnete Conrad Zellweger-Rechsteiner in seinem Wohnhaus, dem heutigen KVT-Haus, eine Leinwandschau. Sein Sohn Conrad Zellweger-Tanner und er gelten als Begründer der Zellweger’schen Handelshäuser. Die sogenannten Zellweger-Paläste wurden um den Trogner Landsgemeindeplatz gebaut. Einige davon stehen auf der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung. Zellweger-Tanner wohnte mit seiner Frau im heutigen Rathaus; ihr erster Sohn, Conrad Zellweger-Sulser, baute die «Krone». Das Erbauen der Paläste sorgte innerhalb der Familie für Unruhe, da jeder versuchte, die anderen mit einem noch prächtigeren Palast zu übertrumpfen, was zum teilweisen Zerfall von Geschäftsallianzen und angespannten Familienverhältnissen führte. Der Baumeister des zweiten Steinpalasts von 1760 war Hans Ulrich Grubenmann (1709–1783) aus Teufen, das Gemeindehaus und der Sonnenhof werden ebenfalls ihm zugeschrieben. Die kunsthistorisch bedeutende reformierte Kirche, die 1779–1782 errichtet wurde, war sein letztes Werk. Seit 1866, 49 Jahre nach Konkurs der letzten Zellweger-Firma, gab es vorerst keine weiteren Bauveränderungen auf dem Dorfplatz mehr.[7]

Die Landsgemeinde fand bis zu ihrer Abschaffung 1997 jedes zweite Jahr in Trogen statt. Wegen seiner Grösse, des Sitzes der Kantonsregierung und Teilen der Verwaltung wird heute jedoch meist Herisau als Hauptort des Kantons Appenzell Ausserrhoden bezeichnet. 2011 wurde in Trogen über eine Gesamterneuerung des Landsgemeindeplatzes abgestimmt. 2019 begannen die Bauarbeiten, und im Frühjahr 2021 konnten sie mit dem Bau des Gartens vor dem Fünfeckpalast beendet werden. Im Juni 2021 wurde der neue Pflastersteinplatz eingeweiht.[8]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Haupterwerbszweig Trogens die Textilindustrie. 66 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner waren in diesem Bereich tätig. Zeitgleich begann Trogen sich langsam zu einem Luftkur- und Wintersportort zu entwickeln. In der Zwischenkriegszeit ging die Bevölkerungszahl stark zurück. Obwohl sich die Gegend wirtschaftlich erholte und durch den Anschluss an die Bahnlinie der Trogenerbahn im Jahr 1903 auch als Wohnort attraktiver wurde, übertraf die Bevölkerungszahl seither den Höchstwert der 1850er-Jahre nie mehr.[9]

Trogen hat die Auszeichnung als Energiestadt erhalten. Das Label bezeugt, dass die Gemeinde sich für eine effiziente Energienutzung, erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität sowie Klimaschutz einsetzt. Die Gemeinde wird dabei von einem Energiestadtberater unterstützt.[10]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[11][12]
Jahr 1667 1734 1813 1850 1900 1950 1980 2000 2005 2010 2021
Einwohner 2262* 2250** 2370 2611 2496 2142 1853 1867 1751 1687 1877

*(inkl. Wald, Rehetobel)00000 **(exkl. Wald, Rehetobel)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kantonale Obergericht, das Kantonsgericht (Äquivalent zum Bezirksgericht in Kantonen mit Bezirken), das Verwaltungsgericht sowie das Jugendgericht haben ihren Sitz in Trogen. Obwohl der Kanton Appenzell Ausserrhoden laut Kantonsverfassung keinen Kantonshauptort kennt, teilen sich diesen Status de facto Herisau (Sitz der Legislative, der Exekutive und des Polizeiwesens) und Trogen (Sitz der Judikative). In Trogen befindet sich auch das Amt für Kultur mit der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

Bis zur Abschaffung der Landsgemeinde waren Hundwil und Trogen die beiden alternierenden Versammlungsorte der Ausserrhoder Landsgemeinde.

Seit 2023 ist Lisa Roth Gemeindepräsidentin der Gemeinde Trogen (Stand Januar 2024). Trogen verfügt über einen siebenköpfigen Gemeinderat, der unter der Leitung der Gemeindepräsidentin steht. Der Rat wird für eine vierjährige Amtszeit von den Einwohnerinnen und Einwohnern im Majorzverfahren bestimmt. Der Gemeinderat ist ein politisches Organ der Exekutive und kümmert sich im Rahmen seiner Kompetenzen um die laufenden Geschäfte der Gemeinde. Es gibt auf Gemeindeebene keine begrenzte Anzahl Amtszeiten. Die aktuelle Zusammensetzung des Gemeinderats ist auf der Webseite der Gemeinde abrufbar.[13]

Aufgrund der Einwohnerzahl darf Trogen zwei Personen im Kantonsrat in Herisau stellen, der die Legislative des Kantons bildet. Die Personen werden im Majorzverfahren von den Einwohnerinnen und Einwohnern für eine Amtszeit von vier Jahren bestimmt. Die Kantonsrätinnen und Kantonsräte vertreten die Interessen der Gemeinde auf kantonaler Ebene. Die aktuellen Vertretungen aller Gemeinden sind auf der Webseite des Kantonsrats verzeichnet.[14]

Als eine von vier Ausserrhoder Gemeinden hat Trogen das Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer eingeführt. Das bedeutet, dass Ausländerinnen und Ausländer auf kommunaler Ebene gleichberechtigt politisch mitbestimmen dürfen, sofern sie einige vom Kanton gestellte Bedingungen erfüllen (10 Jahre Wohnsitz in der Schweiz, 5 Jahre Wohnsitz in Appenzell Ausserrhoden, aktueller Wohnsitz in Trogen).[15]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die wirtschaftliche Blüte von Trogen war die Textilindustrie massgeblich. Spinnen, Weben und Sticken in Heimarbeit brachte ab dem 16. Jahrhundert Verdienst ins Dorf. Zunächst Leinwand, später Baumwolle und feinste Mousseline. Die Waren wurden nach St.Gallen geliefert. 1667 richtete Conrad Zellweger-Rechsteiner die erste Leinwandschau im Dorf ein. Es war der Auftakt zum Jahrhundert der Zellweger, in dem die Zellweger-Familie einen florierenden internationalen Textilhandel betrieb, Reichtum ins Dorf brachte und mit dem Bau von Palästen rund um den Landsgemeindeplatz das Dorf architektonisch prägte. 1817 ging die letzte Zellweger-Firma Konkurs.[16]

Heute vermarktet sich Trogen primär als Kulturdorf. Es gibt keine nennenswerte Industrie, aber diverse Handwerks- und Gewerbebetriebe. Arbeitsplätze gibt es vor allem im Baugewerbe, insbesondere Sägerei, Schreinerei und Holzbau. Das Dorf verfügt über einen Lebensmittelladen und mehrere Restaurants. 2017 eröffnete im Trogner Hinterdorf mit «Bio Ohne» der erste Unverpackt-Laden im Appenzellerland.[17]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mitteilungsblatt der Gemeinde heisst «Trogner Info Poscht» und hat eine Auflage von 1090 Exemplaren (Stand 2024). Es erscheint elfmal pro Jahr und wird gratis an alle Haushalte zugestellt. Produziert wird es von der Druckerei Lutz in Speicher.[18]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die «Arche» der Kantonsschule Trogen

Ab Beginn des 18. Jahrhunderts gab es zwei Freischulen, im Dorf und in der Eugst. Nach und nach entstanden weitere Schulhäuser.[19] Heute sind der Kindergarten und die Primarschule im Schulhaus Nideren zusammengefasst. In der integrativen Schulform werden Kinder mit Teilleistungsschwächen in die Regelklassen integriert. Angeboten wird auch eine Tagesstruktur.[20] Die kooperative Sekundarschule für Trogen, Wald und Rehetobel ist Teil der Kantonsschule. Trogen ist der Musikschule Appenzeller Mittelland angeschlossen.

1821 wurde die «Lehr- und Erziehungsanstalt für die Söhne der gebildeten Stände» gegründet, die heutige Kantonsschule Trogen (KST). Der Standort in der Nideren geht auf eine Schenkung von Johann Caspar Zellweger zurück. Im Haus wurden Schulräume und ein Knabenkonvikt eingerichtet. Über die Jahre kamen Ergänzungsbauten hinzu, etwa 1928 eine Turnhalle. Ab 1895 durften auch Mädchen die Schule besuchen, erst 1968 wurde jedoch auch ein Mädchenkonvikt eröffnet. Zum letzten Ausbauschritt gehörten 1995 das Schulhaus «Arche» des Architekturbüros Loesch Isoz Benz aus St.Gallen und 1999 das Mehrzweckgebäude mit Aula und Mediathek.[21] Zum Angebot der Kantonsschule gehören neben dem Gymnasium auch eine Wirtschafts- und Fachmittelschule.[22] Der Kantonsschulverein Trogen KVT wurde 1913 als Turnverein gegründet und wurde 1929 zu einer farbentragenden Verbindung, ab 1947 mit einem Altherrenverband. Die «Ehemaligen» unterstützten die Kantonsschule Trogen mehrfach bei Bauvorhaben.[23] Heute organisiert der KTV Zusammenkünfte, unterstützt mit Mentoraten bei der Studien- und Berufswahl und gibt eine Publikation heraus.

Der Verein Tipiti, der 1976 in Trogen gegründet wurde, kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können. Er führt in Trogen eine erlebnis- und handlungsorientierte Gesamtschule für verhaltensauffällige Kinder vom 1. bis zum 9. Schuljahr.[24]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sonnenhof, die einstige Zellweger'sche Kinderkuranstalt

Das Haus «Lindenbühl» wurde 1840/41 von Eduard Zellweger-Ray gebaut. Es war zeitweise eine Bierbrauerei. Von 1856 bis in die 1880er-Jahre betrieb Johann Ulrich Zellweger-Ryhiner im Haus eine Erziehungs- und Webanstalt, in der junge Menschen eine Ausbildung absolvieren konnten. Ab 1886 war das Grand-Hôtel du Lindenbühl eine Pension für Kurgäste, in der unter anderem Emily Kempin-Spyri oder Henri Dunant logierten. Nach 1898 wurde das Haus dann von Mitgliedern der Zellweger-Familie als Feriendomizil genutzt und 1952 schliesslich an das Schweizer Arbeiterhilfswerk verkauft. Die Organisation betrieb es als Ferien- und Bildungshaus, führte Ferienkolonien für Kinder durch und brachte Flüchtlinge unter. Seit 2004 ist der «Lindenbühl» im Besitz einer Genossenschaft, die es für Kurse, Tagungen, Gruppenferien und Anlässe nutzt.[25]

1877 wurde das mittelländische Bezirkskrankenhaus in Trogen eröffnet, errichtet wurde der Holzriegelbau auf dem Areal der Gartenanlage des ehemaligen Honnerlag'schen Doppelpalasts. 1923 wurde das Spital um einen Rundbau und ein Absonderungshaus erweitert. Nach 1976 war das Haus nur noch ein Alters- und Pflegeheim, 2006 schloss es ganz.[26] Seither heisst das Spital «Palais bleu» und wird von Künstlerinnen und Künstlern als Raum zum Wohnen und für Ateliers genutzt, darunter die Szenografin Karin Bucher und der Filmemacher Thomas Karrer.[27]

1881 gründete das Arztehepaar Hans und Mathilde Zellweger-Krüsi im «Sonnenhof» ein Ferienheim für Kinder und bauten dieses allmählich zur Zellweger'schen Kinderkuranstalt aus: einem Schulsanatorium und Erziehungshaus für erholungsbedürftige und chronisch kranke Kinder. Mathilde war die Schwester von Sophie Taeuber-Krüsi und als deren Mann starb, nahm sie die alleinerziehende Mutter mit ihren Kindern auf. Die Mutter betrieb ab 1902 in der von ihr entworfenen «Villa Taeuber» eine Pension. Aus der Tochter wurde später die Künstlerin Sophie Taeuber-Arp.[28]

Das Haus Vorderdorf wurde 1956 als «Ostschweizerisches Wohn- und Altersheim für Taubstumme Trogen» gegründet. Seither wurde es erweitert und renoviert und ab 1992 auch für Hörende geöffnet. Es wird heute als Alters- und Pflegeheim mit Einzelzimmern und Wohnungen mit Dienstleistungen geführt.

Das Wohn- und Pflegeheim Boden wird von den Gemeinden Trogen und Speicher geführt. Es liegt etwas oberhalb des Dorfs und bietet Platz für 25 Personen.

Soziale Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kinderdorf Pestalozzi

In Trogen befindet sich das über den Kanton hinaus bekannte Kinderdorf Pestalozzi. Das Dorf für kriegsgeschädigte Kinder wurde 1946 auf Initiative von Walter Robert Corti eröffnet.[29] Heute ist die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ein Hilfswerk, das sich für Kinder und Jugendliche in der Schweiz und in zwölf Ländern weltweit engagiert. In Trogen wird der kulturelle Austausch gepflegt, indem Menschen aus den verschiedensten Ländern zusammenkommen und sich während Projektwochen kennenlernen. Die Stiftung unterstützt Kinder auf ihrem Bildungsweg und ermöglicht so bessere Zukunftschancen.[30][31]

Das Werkheim Neuschwende nimmt erwachsene Menschen mit Unterstützungsbedarf auf. Diese leben in Wohngruppen und werden in den Bereichen Gärtnerei, Handweberei, Zentralküche, Holzwerkstatt oder im Werkatelier beschäftigt. Das Heim wird nach anthroposophischen Grundsätzen geführt.[32]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strasse über den Ruppen nach Altstätten ist schon im 13. Jahrhundert bezeugt. Die Fusswege durch das Chastenloch nach Rehetobel und durch das Trogener Tobel und die Bruggmüli nach Wald waren alte Kirchwege. Für die Strasse über die Wissegg nach Bühler gibt es ein Zeugnis von 1830. Die Strassen nach Altstätten, Wald und Bühler wurden im 19. Jahrhundert zu Fahrstrassen ausgebaut. Die Verbindung Teufen–Trogen–Wald ist Teil der Mittellandstrasse, einer Verbindung quer durch den Kanton, die ab 1853 erstellt bzw. ausgebaut wurde.[33][34]

Die Trogenerbahn nahm ihren Betrieb 1903 auf. Schon 1872 hatte es den Vorschlag gegeben, eine Bahn von St. Gallen nach Gais mit einem Abzweiger in Teufen nach Speicher und Trogen zu bauen, 1897 das Projekt mit einer Bahn von St. Gallen über Speicherschwendi nach Trogen. Die heutige Linienführung über die Vögelinsegg stammte vom Zürcher Ingenieur Charles Du Riche-Preller.[35] 2006 ging die Trogenerbahn in der Fusion zu den Appenzeller Bahnen auf. Seit der Eröffnung der Durchmesserlinie 2018 ist die Bahnstrecke Appenzell–St. Gallen–Trogen durchgehend.

Von Trogen führen Postautolinien nach Teufen und über Wald oder Oberegg nach Heiden.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Trogen präsentiert sich in ihrem Logo als «Kulturdorf im Appenzellerland». Die Gemeinde steht im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz, erwähnt werden dort das Ensemble am Landsgemeindeplatz, aber auch weitere Häuserzeilen und das Pestalozzidorf.[36] Auf der Homepage der Gemeinde wird ein Verzeichnis der Kulturschaffenden im Dorf geführt.[37]

Die Rudolf und Gertrud Bünzli-Scherrer Stiftung (kurz Bünzli-Stiftung) wurde im Jahre 1988 gegründet, ein Jahr nach Gertrud Bünzli-Scherrers Tod. Sie war eine engagierte Einwohnerin von Trogen, die auch durch ihren Einsatz für das Frauenstimmrecht Bekanntheit erlangte. Zudem war sie Mitbegründerin des Deutschschweizer Konsumentinnenforums. Die Stiftung unterstützt unter anderem kulturelle Veranstaltungen im Interesse der Gemeinde Trogen.[38]

Museen und Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zentrale Informationsstelle zum Jahrhundert der Zellweger im Waschhäuschen am Landsgemeindeplatz

Jahrhundert der Zellweger entstand auf Initiative der Gemeinde Trogen und der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden. Das 2014 ins Leben gerufene Vermittlungsangebot mit Ausstellung und Hörpfaden ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, die Geschichte der Textilhandelsfamilie Zellweger im 18. und 19. Jahrhundert kennenzulernen und die Zellweger-Paläste inklusive Kirche am Landsgemeindeplatz zu besuchen.[39]

Das Schützenmuseum Trogen unter dem Dach des Zellweger'schen Doppelpalasts am Landsgemeindeplatz dokumentiert die 400-jährige Geschichte des Schiesswesens im Appenzellerland. Es wurde vom Kantonalschützenverein Appenzell Ausserrhoden gegründet und wird von einem Verein geführt.

Die Avantgarde-Künstlerin Sophie Taeuber-Arp (1889–1943) hat ihre Kindheit und Jugend in Trogen verbracht. Anlässlich ihres 80. Todestags 2023 hat eine Interessengemeinschaft die Trogener Jahre der Künstlerin aufgearbeitet, eine Veranstaltungsreihe organisiert, den Wartesaal im Bahnhof mit altem Bildmaterial gestaltet und eine dokumentarische Webseite erarbeitet.[40]

Literatur und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Trogen gibt es drei Lesegesellschaften: die Kronengesellschaft (gegründet 1844 als Lesegesellschaft zum Schäfle, ab 1907 dann Kronengesellschaft[41]), die Lesegesellschaft Bach (gegr. vor 1876) und die Lesegesellschaft Eugst (gegr. vor 1923). Die Lesegesellschaft zum Hirschen (gegr. 1829) ist nicht mehr aktiv. Lesegesellschaften betrieben Volksaufklärung mit Vorträgen und zirkulierenden Lesemappen. Häufig vertraten sie auch politische Anliegen der Dorfteile. Die Kronengesellschaft organisiert bis heute regelmässig kulturelle Anlässe.

Die Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden befindet sich im Gemeindehaus und im Fünfeckpalast am Landsgemeindeplatz. Sie entstand aus den Privatbibliotheken von Johann Conrad Honnerlag (1777–1838), Johann Jakob Frei (1789–1852) und Johann Caspar Zellweger-Gessner (1768–1855). 1896 übernahm der Kanton Appenzell Ausserrhoden den Bestand und gründete die Kantonsbibliothek. Sie ist eine wissenschaftliche Bibliothek und sammelt Publikationen, die einen thematischen Bezug zum Kanton aufweisen oder eine Urheberschaft im Kanton haben.[42] 1995 gab es den Vorschlag, die Bücherstube von Speicher als Freihandabteilung in die Kantonsbibliothek zu integrieren. Dagegen wehrten sich die Speicherer erfolgreich. Die Publikumsbibliothek Speicher Trogen befindet sich heute im Obergeschoss der Druckerei Lutz in Speicher und wird von einem Verein getragen.[43]

Die Autorin Helen Meier (1929–2021) hat viele Jahre und bis zu ihrem Tod in Trogen gewohnt. Sie arbeitete als Sonderschullehrerin in Heiden und wurde mit ihrem späten Erstling «Trockenwiese» 1984 als Schriftstellerin bekannt. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen und Theaterstücke.[44][45]

Peter Morger (1955–2002) war Journalist, Dichter und «Lüüriker». Auf seinen Erstling «Notstrom» (1980) folgten Veröffentlichungen in Standardsprache und Mundart. Morger war der Initiant des Robert Walser-Literaturpfads in Herisau.[46]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gründeten der Musiker Rudolf Lutz und der Unternehmer Konrad Hummler die J.S. Bach-Stiftung. Ihre Idee war es, das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs in der Reformierten Kirche Trogen aufzuführen. Seit 2006 wird fast monatlich eine Kantate aufgeführt, was bedeutet, dass das Projekt rund 25 Jahre dauern wird. Die musikalische Leitung des Projekts obliegt Rudolf Lutz.[47]

Das Appenzeller Kammerorchester wurde 2007 in der heutigen Form gegründet, Vorgänger waren die Orchester aus Teufen und Herisau.[48] Es ist ein ambitioniertes Laienorchester mit zwanzig bis dreissig Mitgliedern, das mit einem professionellen Dirigenten zwei bis drei Konzertprogramme pro Jahr erarbeitet.

Die Brassband Musikgesellschaft Trogen wurde erstmals 1879 gegründet, seit 1911 besteht sie ohne Unterbruch. Die Brassband zählt rund 30 Mitglieder, sie spielt einen Unterhaltungsabend pro Jahr und gibt verschiedene kleinere Konzerte. Sie nimmt an Wettbewerben und Musikfesten teil.[49]

Der Hackbrettspieler Töbi Tobler interpretiert die Musik für sein Instrument neu und experimentiert mit Klängen und Rhythmen. Er tritt solo und in verschiedenen Formationen auf, zum Beispiel mit dem Bassisten Ficht Tanner als Appenzeller Space Schöttl.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die «Göttliche Ordnung» ist ein Film von Petra Volpe aus dem Jahr 2017. Der Film befasst sich mit der Emanzipation der Frau in der Schweiz und der Einführung des Frauenstimmrechts im Jahre 1971 auf eidgenössischer Ebene. Hauptschauplatz des Films ist die ausserrhodische Gemeinde Trogen, deren Kulisse im Dorfkern seit den 1970er-Jahren unverändert blieb.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landsgemeindeplatz

Der Landsgemeindeplatz ist der zentrale Ort von Trogen. Obwohl sich die Steinhäuser um den Platz nicht massgeblich von Bauten anderer begüterter Familien der Ostschweizer Oberschicht unterschieden, wurden sie schon in der Bauzeit als Paläste bezeichnet. Ihre Anhäufung auf engstem Raum sowie ihre Erstellung innerhalb dreier Generationen zwischen 1747 und 1809 sind aussergewöhnlich. Aufgewachsen oder durch langjährige Aufenthalte in Lyon oder Genua geprägt, haben die Bauherren den Landsgemeindeplatz Trogen in eine südländisch-städtische Piazza verwandelt.[50] Rund um den Landsgemeindeplatz befinden sich:

  • Das Gemeindehaus (Landsgemeindeplatz 1) wurde zwischen 1760 und 1763 von Johannes Grubenmann oder Hans Ulrich Grubenmann für den Kaufmann Jakob Zellweger-Wetter erbaut. Der viergeschossige, klassizistische Bau ist Kreuzgratgewölben mit reichen Rokoko-Stuckaturen von Andreas und Peter Anton Moosbrugger ausgestattet. Im dritten Obergeschoss gibt es einen Fest- und Musiksaal mit Parkett aus Ahorn- und Nussbaumholz. Das Gemeindehaus wurde 1825 der Gemeinde geschenkt. Es war zunächst Pfarrhaus, später Gemeindekanzlei und heute auch Sitz der Kantonsbibliothek.[51]
  • Das Rathaus (Landsgemeindeplatz 2) wurde 1802–1803 erbaut. Bauherren waren Anna Barbara und Jakob Zellweger-Zuberbühler, Baumeister der Gaiser Konrad Langenegger. Die Fassade zum Platz hin ist klassizistisch gestaltet. Im Innern gibt es im ersten Obergeschoss einen Salon mit Parkett und Wandtäfer aus Ahorn und Nussbaum sowie im dritten/vierten Obergeschoss eine Bibliothek mit einer Galerie, die auf Stuckmarmor-Säulen steht. Das Gebäude befindet sich seit 1841 im Besitz des Kantons, die ehemalige Bibliothek wird als Obergerichtssaal genutzt. Bei der Renovation 2013 wurde ein Lift eingebaut.[52]
  • Die «Krone» (Landsgemeindeplatz 3) ist ein Holzgiebelhaus, das im Rokokostil bemalt ist. Es wurde 1727 erbaut, Bauherr war Conrad Zellweger-Tanner.[53] 1810 wurde aus dem Privathaus ein Gasthof.
  • Das Haus am Landsgemeindeplatz 4 war der zweite Steinpalast, erbaut 1760 vermutlich von einem der Baumeister Grubenmann für Conrad Zellweger-Sulser. Der viergeschossige Bau mit dem Rokokoportal und den bemalten Läden besitzt an der Front eine Aufzugslukarne. Die reiche Ausschmückung der Innenräume ist etwas später entstanden und zeigt einen Mischstil von Rokoko und Louis XVI.[54]
  • Die Die reformierte Kirche von 1782 war das letzte Werk des Teufner Baumeisters Hans Ulrich Grubenmann (1709–1783). Die Fassade zum Landsgemeindeplatz ist repräsentativ mit Säulen ausgestaltet. Der schlichte Turm trägt eine Haube. Im Innern gliedert sich die Kirche in Haupt- und Chorraum. Die Decken sind für eine reformierte Kirche ungewöhnlich reich mit Gemälden und Stuckaturen verziert.[55]
  • Der Zellweger'sche Doppelpalast (Landsgemeindeplatz 5 und 6) wurde in den Jahren 1747 und 1787–89 erbaut, vermutlich von Johannes Grubenmann im Auftrag von Johannes Zellweger-Sulser. Nach aussen ist es ein schlichter Steinbau mit verzierten Portalen, im Innern sind die Decken mit Stuckaturen im Régencestil versehen.[56] Der linke Teil ist heute bewohnt. Der rechte Teil gehört dem Kanton Appenzell Ausserrhoden, darin sind das Strassenverkehrsamt, das Amt für Kultur, Pro Senectute und das Schützenmuseum untergebracht.

Das Kinderdorf Pestalozzi ist als Weiler mit modularen Häusern für die Kinder-Familien gestaltet. Die Anlage geht im Wesentlichen auf den Zürcher Architekten Hans Fischli (1909–1989) zurück, der stark vom Bauhaus Dessau geprägt war. Der Kultraum ist ein Werk des Zürcher Architekten Ernst Gisel. Der St.Galler Max Graf entwarf das Oberstufenschulhaus, einen kubischen Betonbau, der von der Architektursprache Max Bills inspiriert ist.[57]

Sport und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der traditionsreichste Sportverein ist der Turnverein Trogen, gegründet 1859. Geturnt wird ausserdem in der Männerriege, der Jugendriege, dem Damen- und dem Frauenturnverein. Obwohl der Skilift Trogen 2018 seinen Betrieb eingestellt hat, gibt es weiterhin zwei Skiclubs im Dorf: den Skiclub Trogen und den Skiclub Gäbris. Weitere Vereine trainieren in folgenden Sportarten: Badminton, Unihockey, Volleyball und Bogenschiessen.[58]

Trogen ist der Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen Richtung Gäbris, Landmark oder Hohe Buche. Zwischen Gais und Trogen gibt es einen Meteo-Wanderweg mit Informationstafeln.

Trogen verfügt über kein Schwimmbad, das Hallenbad befindet sich in Speicher. Früher gab es allerdings einmal ein Freibad unten an der Goldach. Eine private Aktiengesellschaft staute das Wasser der Goldach zu einem grossflächigen Badesee auf, richtete einen Schwimmer- und einen Nichtschwimmerbereich ein – mit Sprungbrett, Wasserschaukel und Paddelbooten. Dazu gab es auch einen Spielplatz, eine Liegewiese und eine Wirtschaft. Eröffnung war im Juli 1930.

Regelmässige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1986 findet am zweiten Adventssamstag der Trogener Adventsmarkt statt. Mit über 50 Marktständen ist er Plattform für den Verkauf von Produkten ausschliesslich aus sozialen Institutionen.[59] Seit 2016 gibt es den Verein Marktfrauen Trogen, der nach dem Vorbild von Märkten in französischen Dörfern von Mai bis September jeden letzten Samstag im Monat auf dem Landsgemeindeplatz einen Krämermarkt organisiert.[60]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Adams (1811–1849), Mathematiker, unterrichtete in Trogen
  • Carl Aeschbacher (1886–1944), Komponist und Chorleiter, Musikdirektor in Trogen
  • Hans Altherr (* 1950), Politiker (FDP), von 1976 bis 1993 Gemeinderat in Trogen, Ständerat
  • Hermann Altherr (1848–1927), Arzt, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Michael Altherr (1681–1735), Landesbauherr, Landammann und Tagsatzungsgesandter, geboren in Trogen
  • Jeannette Altwegg (1930–2021), Eiskunstläuferin, arbeitete als Betreuerin im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen
  • Rudolf am Bach (1919–2004), Pianist und Musikpädagoge, geboren in Trogen als Rudolf Aeschbacher
  • Johannes Baumann (1874–1953), Politiker, Bundesrat, war von 1899 bis 1905 Verhörrichter und Kantonspolizeidirektor in Trogen
  • Alois Emanuel Biedermann (1819–1885), reformierter Theologe, besuchte von 1826 bis 1830 die Kantonsschule in Trogen
  • Maria Bill (* 1948), Schauspielerin und Sängerin, geboren in Trogen
  • Bartholome Bischoffsberger (um 1622–1698), ab 1643 Pfarrer in Trogen, hier verstorben
  • August Blatter (1902–1978), Bildhauer, Maler und Lehrer, geboren in Trogen
  • Elisabeth Bourquin (1930–1995), Malerin der Art brut und Autorin, geboren in Trogen
  • Mark Staff Brandl (* 1955), Künstler und Kunsthistoriker, lebt in Trogen
  • Jakob Bruderer (1821–1884), Unternehmer und Politiker
  • Willi Eugster (* 1948), Pädagoge und Psychologe, leitete von 1985 bis 2013 die Kantonsschule Trogen
  • H. R. Fricker (Hans Ruedi Fricker; 1947–2023), Konzeptkünstler, lebte in Trogen
  • Gustav Gamper (1873–1948), Musiker, Maler und Schriftsteller
  • Johann Jakob Graf (1781–1847), Kaufmann und Textilunternehmer
  • Robert Holzach (1922–2009), Rechtsanwalt und Bankmanager, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Bartholome Honnerlag (1740–1815), Arzt, in Trogen geboren, lebte und wirkte hier und starb in Trogen
  • Gabriela Krapf (* 1973), Musikerin, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Helen Meier (1929–2021), Schriftstellerin, lebte und starb in Trogen
  • Mila Opitz-Altherr (1903–1989), Unternehmerin
  • Elisabeth Pletscher (1908–2003), Medizinische Laborantin, Frauenrechtlerin; verbrachte Kindheit, Jugend und zweite Lebenshälfte in Trogen
  • Marino Pliakas (* 1964), Musiker, geboren in Trogen
  • Ueli Prager (1916–2011), Unternehmer, besuchte von 1929 bis 1935 die Kantonsschule in Trogen
  • Thomas Rau (* 1950), Mediziner, geboren in Trogen
  • Heinz Rutishauser (1918–1970), Mathematiker, unterrichtete bis 1948 in Trogen
  • Emil Schiess (1894–1972), Pädagoge, Unternehmer und Politiker, geboren in Trogen
  • Johann Georg Schläpfer (1797–1835), Arzt und Naturwissenschaftler, geboren in Trogen
  • Matthias Schläpfer (1763–1830), Kaufmann, Unternehmer und Konsul, geboren in Trogen
  • Pelagius Schläpfer (1601–1680), Textilhändler, Landeszeugherr, Landesstatthalter, Tagsatzungsgesandter und Landammann, geboren in Trogen
  • Robert Schläpfer (1923–2001), Sprachwissenschaftler, bürgerberechtigt in Trogen
  • Ulrich Schläpfer (1580–1651), Textilhändler, Landesstatthalter, Landammann und Tagsatzungsgesandter, geboren in Trogen
  • Otto Schmid (1889–1974), Maler, Zeichner und Pädagoge an der Kantonsschule Trogen
  • Hans Konrad Sonderegger (1891–1944), Theologe, Rechtsanwalt und Politiker, besuchte 1907–1911 die Kantonsschule in Trogen
  • Johann Jakob Sonderegger (1838–1905), Pädagoge, Gemeindepräsident, Kantonsrat, Regierungsrat und Nationalrat, geboren in Trogen
  • Bartholome Sturzenegger (1650–1709), Politiker
  • Johann Ulrich Sturzenegger (1785–1842), Publizist, Verleger, Redakteur, Buchdrucker und Politiker
  • Ulrich Sturzenegger (1714–1781), Unternehmer, Kalendermacher und Kommunalpolitiker
  • Sophie Taeuber-Arp (1889–1943), Malerin, Bildhauerin und Tänzerin, aufgewachsen in Trogen
  • Johann Georg Gustav Tobler (1769–1843), Pädagoge und Schriftsteller, geboren in Trogen
  • Johann Heinrich Tobler (1777–1838), Dichter und Komponist, geboren in Trogen
  • Otto Tobler (1879–1946), Jurist und Pionier des Natur- und Heimatschutzes, geboren in Trogen
  • Titus Tobler (1806–1877), Arzt und Palästinaforscher, besuchte die Kantonsschule in Trogen
  • Emil Walser (1909–1972), Komponist und Volksmusiker, lebte in Trogen
  • Johanna Weise (1928–2023), deutsch-schweizerische Kostümbildnerin, wohnte in Trogen
  • Ernst Wildi (1878–1939), Rektor der Kantonsschule Trogen von 1904 bis 1937, lebte in Trogen im Honnerlagschen Doppelpalast
  • Ursula Wolf-Zellweger (1735–1820), Stifterin der Gemälde in der reformierten Kirche von Trogen und in Trogen verstorben
  • Norbert Zeilberger (1969–2012), österreichischer Musiker, wirkte im Rahmen der J. S. Bach-Stiftung in Trogen, daselbst verstorben
  • Zellweger (16.–18. Jahrhundert), Textilhandelsfamilie mit Zweig in Trogen
  • Bartholome Zellweger (1625–1681), Landessäckelmeister, Landesstatthalter und Tagsatzungsgesandter
  • Conrad Zellweger-Rechsteiner (1630–1705), Textilunternehmer, Ratsherr und Regierungsmitglied
  • Conrad Zellweger-Tanner (1659–1749), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Regierungsmitglied und Landammann
  • Eduard Zellweger (1901–1975), Jurist, Politiker und Diplomat, bürgerberechtigt in Trogen
  • Johann Caspar Zellweger (1768–1855), Kaufmann, Gelehrter und Philanthrop
  • Johannes Zellweger-Sulser (1695–1774), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Landeshauptmann und Landammann
  • Jakob Zellweger-Hünerwadel (1805–1873), Arzt, Ratsherr, Gemeindehauptmann, Landesstatthalter, Landammann, Tagsatzungsgesandter und Obergerichtspräsident
  • Jakob Zellweger-Zuberbühler (1770–1821), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Grossrat, Landeszeugherr, Landammann, Tagsatzungsgesandter und Diplomat
  • Johannes Zellweger-Hirzel (1730–1802), Kaufmann, Textilunternehmer, Ratsherr, Gemeindeschreiber und Landesfähnrich
  • Laurenz Zellweger (1692–1764), Schweizer Aufklärer, Arzt und Mitbegründer der Helvetischen Gesellschaft
  • Ulrich Zellweger (1804–1871), Bankier, Publizist und Mitgründer der Basler Missions-Handlungs-Gesellschaft
  • Sebastian Zuberbühler (1809–1868), Pädagoge, geboren in Trogen, war dort zeitweise Lehrer

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Zellweger: Der Dorfplatz in Trogen. Geschichte der Familie Zellweger. Autorisierter Druck aus: Appenzeller Sonntagsblatt. F. Meili, Trogen 1954.
  • Oskar Wohnlich: Trogen. 2., von Walter Schläpfer überarbeitete Auflage. Haupt, Bern 1971.
  • Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser Verlag, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 97.) S. 23–170. Digitalisat.
  • Hansjörg Werder: Zur Aktualdynamik der Kulturlandschaft des Appenzeller Mittellandes. (Publikation der Ostschweizerischen Geographischen Gesellschaft, Heft 1). St. Gallen, 1984.
  • Heidi Eisenhut: «Wunderlich kommt mir die Baute vor.» Der Fünfeckpalast in Trogen und die Familie Zellweger. Appenzeller Verlag, Schwellbrunn 2019, ISBN 978-3-85882-819-4.
  • Heidi Eisenhut, Moritz Flury-Rova, Vreni Härdi, Jürg Zürcher: Der Landsgemeindeplatz Trogen. (= Schweizerischer Kunstführer. Serie 109, Nr. 1094–105). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2021, ISBN 978-3-03797-751-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Trogen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Generalisierte Grenzen 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 7. September 2023.
  2. Generalisierte Grenzen 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 7. September 2023.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2022. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2022 zusammengefasst. Abruf am 5. September 2023
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2022. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2022 zusammengefasst. Abruf am 5. September 2023
  5. Gemeinde Trogen: Zahlen/Fakten. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  6. Thomas Fuchs: Trogen. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 25. Januar 2024.
  7. Heidi Eisenhut, Moritz Flury-Rova, Vreni Härdi: Der Landsgemeindeplatz Trogen. In: Gemeinde Trogen und Kanton Appenzell Ausserrhoden (Hrsg.): Schweizerische Kunstführer. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2021, ISBN 978-3-03797-751-4.
  8. René Hornung: Veredelter Platz. In: Hochparterre. 36. Jg., Nr. 6–7, 2023, S. 57.
  9. Thomas Fuchs: Trogen. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 25. Januar 2024.
  10. Gemeinde Trogen: Energiedorf Trogen. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  11. 1667–1950 siehe: Thomas Fuchs: Trogen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. November 2013, abgerufen am 5. Juni 2019.
  12. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden (CSV-Datensatz). (CSV) In: Bundesamt für Statistik. Bundesamt für Statistik, 2019, abgerufen am 7. Juli 2022.
  13. Gemeinderat Trogen
  14. Mitglieder des Kantonsrates
  15. Kanton Appenzell Ausserrhoden: Themenblatt 131 "Stimmrecht in den Gemeinden" (Art. 105 KV). 13. Juni 2019, abgerufen am 5. Juli 2022.
  16. Jahrhundert der Zellweger. Abgerufen am 2. Februar 2024.
  17. Christine König: Nachhaltig gut. In: Appenzeller Kalender. Band 301, 2022, S. 53–59, doi:10.5169/seals-965640.
  18. Gemeinde Trogen: Informationen. Abgerufen am 2. Februar 2024.
  19. Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6, S. 103 (Digitalisat).
  20. Schule Trogen. Abgerufen am 2. Februar 2024.
  21. Johannes Schläpfer: Ond zTroge machids gschydi Lüt. 200 Jahre Kantonsschule Trogen. Appenzeller Verlag, Schwellbrunn 2021, ISBN 978-3-85882-849-1, S. 15–79.
  22. Kantonsschule Trogen: Über uns. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  23. Hans Heierli: 75 Jahre Kantonsschulverein Trogen 1913–1988. Schläpfer & Co., Herisau 1988 (38 Seiten).
  24. Tipiti: Gesamtschule Trogen. Abgerufen am 2. Februar 2024.
  25. Matthias Weishaupt: «Lindenbühl» in Trogen: Bierbrauerei, Webanstalt, Grand-Hôtel, Landsitz, Ferien- und Bildungshaus. In: Appenzeller Kalender. Band 284, 2005, S. 61–66, doi:10.5169/seals-377267.
  26. Zeitzeugnisse: Spital Trogen. Abgerufen am 2. Februar 2024.
  27. Christina Weder: Eine Liebe auf den zweiten Blick: Das alte Spital in Trogen wird zum Palais bleu. In: Appenzeller Zeitung. 4. August 2006, S. 35.
  28. Zeitzeugnisse: Sophie Taeubers Kinderjahre in Trogen. Abgerufen am 8. Februar 2024.
  29. Andrea Weibel: Kinderdorf Pestalozzi. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 26. März 2015.
  30. Stiftung Kinderdorf Pestalozzi: Was wir tun. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  31. J. Böni: Das Kinderdorf Pestalozzi, Trogen. In: Appenzellische Jahrbücher. Band 74, 1946, S. 61–66, doi:10.5169/seals-277399.
  32. Werkheim Neuschwende Trogen. Abgerufen am 2. Februar 2024.
  33. Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6, S. 63–66 (Digitalisat).
  34. Peter Eggenberger: Seit 150 Jahren gute Strassen im Appenzellerland. In: Appenzeller Kalender. Band 290, 2011, S. 69–71, doi:10.5169/seals-515298.
  35. Ernst B. Leutwiler: Aus der Chronik der Trogener Bahn. 1978.
  36. Eidgenössisches Departement des Innern: ISOS Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz. Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden. Bundesamt für Bauten und Logistik, Bern 2008, S. 183–204.
  37. Trogen: Künstler/Kunstschaffende. Abgerufen am 8. Februar 2024.
  38. Bünzli-Scherrer-Stiftung. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  39. Jahrhundert der Zellweger. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  40. Trogen um 1900 mit Sophie Taeuber. Abgerufen am 8. Februar 2024.
  41. Johannes Schläpfer: Jubiläumsschrift: Kronengesellschaft 9043 Trogen seit 1844. Verlag nicht ermittelbar, Trogen 1994 (48 Seiten).
  42. Heidi Eisenhut und Lino Pinardi: Appenzeller Gedächtnis I: Die Kantonsbibliotheken. In: Appenzellische Jahrbücher. Band 145, 2018, S. 250–260, doi:10.5169/seals-813185.
  43. Martin Hüsler: Dem Buch ein sicherer Ort: 50 Jahre Bibliothek Speicher Trogen. Druckerei Lutz, Speicher 2010 (28 Seiten).
  44. Rosmarie Zeller: Helen Meier. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 8. Februar 2024.
  45. Charles Linsmayer: Helen Meier (Nachruf). In: Appenzellische Jahrbücher. Band 148, 2021, S. 202–203.
  46. Peter Surber: Peter Morger, Trogen (1955–2002) (Nachruf). In: Appenzellische Jahrbücher. Band 130, 2002, S. 203.
  47. J.S. Bach Stiftung: Über uns. Abgerufen am 4. Juli 2022.
  48. Appenzeller Kammerorchester: Dokumente zur Geschichte. Abgerufen am 8. Februar 2024.
  49. Brassband MG Trogen: Geschichte. Abgerufen am 8. Februar 2024.
  50. Heidi Eisenhut, Moritz Flury-Rova, Vreni Härdi: Der Landsgemeindeplatz Trogen (= Schweizerische Kunstführer. Serie 109, Nr. 1094–1095). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2021, ISBN 978-3-03797-751-4.
  51. Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6, S. 89–102 (Digitalisat).
  52. Hochbauamt Appenzell Ausserrhoden: Rathaus Trogen: Optimierung und Erneuerung. Appenzeller Medienhaus, Herisau 2013 (36 Seiten).
  53. Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6, S. 134–136 (Digitalisat).
  54. Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6, S. 136–141 (Digitalisat).
  55. Bernhard Anderes: Die Pfarrkirche Trogen (= Schweizerische Kunstführer. Serie 52, Nr. 118). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1992.
  56. Eugen Steinmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden, Band 2: Der Bezirk Mittelland. Birkhäuser, Basel 1980, ISBN 3-7643-1174-6, S. 124–130 (Digitalisat).
  57. Ueli Habegger: Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen Kanton Appenzell Ausserrhoden (= Schweizerische Kunstführer. Serie 107, Nr. 1061). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2020.
  58. Trogen: Vereine. Abgerufen am 24. Januar 2024.
  59. Trogener Adventsmarkt. Abgerufen am 5. Juli 2022.
  60. Krämermarkt zum ersten. Abgerufen am 5. Juli 2022.