Joachim Fernau

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Joachim Fernau (* 11. September 1909 in Bromberg, Deutsches Reich; † 24. November 1988 in Florenz) war ein deutscher Journalist, Kriegsberichterstatter der Waffen-SS, Bestseller-Autor, Maler und Kunstsammler. Ein Teil seiner Werke erschien unter dem Pseudonym John Forster.

Joachim Fernaus Grab auf dem Bogenhausener Friedhof in München

Leben und Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernaus Vater war Beamter in Bromberg in der Provinz Posen. Die Familie zog 1919 nach Worms[1] und 1920 nach Schlesien. Nach dem Abitur im Jahr 1929 am evangelischen Humanistischen Gymnasium in Hirschberg studierte Fernau an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin Philosophie und Geschichte, ohne ein Examen abzulegen. Er arbeitete in Berlin als auf Sportreportagen spezialisierter freier Journalist vor allem für den Ullstein Verlag und für die Telegraphen-Union. In Berlin lernte Fernau Gabriele Kerschensteiner kennen, Enkelin des Pädagogen Georg Kerschensteiner, die er 1943 heiratete. Während der Olympischen Sommerspiele 1936 veröffentlichte der Reichssportverlag vom 21. Juli bis zum 19. August insgesamt 30 Ausgaben der „Olympia-Zeitung“, die über die aktuellen Olympia-Ereignisse berichteten. Einer der sechs verantwortlichen Redakteure für die regimekonforme Berichterstattung war Fernau.[2]

SS-Kriegsberichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Fernau 1939 zum Wehrdienst einberufen worden war, wurde er nach eigenen Angaben zur Waffen-SS versetzt.[3] Die Rekrutierung von Fachpersonal für Propagandakompanien (PK) erfolgte auf Vorschlag des Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in Abstimmung mit militärischen Behörden.[4] Seit Frühjahr 1940 war Fernau in SS-PK, der späteren SS-Standarte Kurt Eggers, im Frontpropagandaeinsatz. Er erreichte den Rang eines SS-Obersturmführers.[5] 1942 und 1943 berichtete er von der Ostfront. Fernaus Kriegsberichte wurden in zentralen Propagandamedien des Regimes wie Das Reich,[6] Völkischer Beobachter oder Das Schwarze Korps veröffentlicht.

Fernau war Spezialist für Durchhalteartikel, die die Bereitschaft zur Kriegsverlängerung und den Glauben der Bevölkerung an eine positive Kriegswende, den sogenannten Endsieg, fördern sollten. So veröffentlichte er kurz nach der strategischen Niederlage der Wehrmacht bei Stalingrad am 4. April 1943 unter dem Obertitel Die Wende im Osten den Artikel Ungewissheit und Sieg in der Zeitung Das Reich, in dem er die Anfang März 1943 erfolgte Rückeroberung von Charkow durch die Waffen-SS-Einheit Leibstandarte SS Adolf Hitler heroisierend schilderte. Er begann mit „Die SS lag starr wie eine Barriere vor den sowjetischen Heerhaufen“ und endete mit „[…] der Feind flieht! Der Augenblick ist da; die große Wendung! Es ist kein Zweifel mehr! Endlich, endlich!“[7]

Alliierte Militärparade am Pariser Arc de Triomphe nach Befreiung von Paris am 26. August 1944. Ende August publizierte der in Frankreich weilende Fernau seinen bekanntesten Durchhaltetext, mit dem Ziel, die Resistance zu schwächen. Er wurde nicht nur im Völkischen Beobachter verbreitet.

Im Frühjahr 1944 wurde Fernau nach Frankreich versetzt. Unmittelbar nach der alliierten Landung am 6. Juni 1944 in der Normandie verfasste er für Radio Paris die Ansprache Das Geheimnis der letzten Kriegsphase. Er erklärte: „Der Sieg ist wirklich ganz nahe.“ Der Text erschien im Völkischen Beobachter vom 30. August 1944 und wurde in weiteren Zeitungen nachgedruckt und breit rezipiert. Die Journalistin Ursula von Kardorff notierte am 5. September 1944 in ihr Tagebuch die große Aufregung, die der Artikel des „PK-Manns“ Fernau wegen des Versprechens einer Wunderwaffe ausgelöst habe, mit der ganz England „in die Luft gesprengt“ werden könne.[8] Der Artikel sei „überall im Umlauf“, „er wanderte tagelang von Hand zu Hand, und hier wurde er sogar den höheren Klassen in der Schule vorgelesen“ schrieb am 12. September 1944 Filmproduzent Ludwig Metzger an Ministerialrat Hans Fritzsche vom Propagandaministerium.[9] Nachgedruckt wurde er etwa in: Feldblatt Posen. Zeitung des Wehrkreises XXI.[10] Der PK-Berichterstatter Georg Schmidt-Scheeder erinnerte sich, dass im Februar 1945 ein Waffen-SS-Soldat ihn in einer aussichtslosen Lage mit Hilfe dieses Artikels auf eine angeblich bevorstehende Kriegswende einstimmte.[11]

Der deutsch-jüdische Philologe Victor Klemperer kommentierte in einem Tagebucheintrag vom 1. September 1944 den am 29. August auch in der Dresdner Zeitung erschienenen Artikel, dem er eine in derselben Ausgabe erschienene Meldung über die „gänzliche Aufgabe von Paris“ gegenüberstellt. Klemperer äußert in seiner Notiz Zweifel am Wahrheitsgehalt des fernauschen Artikels. Er kritisierte die von Fernau ausgegebene Parole als Durchhaltephrase: „Das ist das tollste, was man sich bisher geleistet. Populär geheimnisvoll. […] Immerhin: mit der Parole Zeit gegen Raum u. mit den geheimnisvollen Waffen hält man das Volk bei der Stange.“[12]

Joseph Goebbels schätzte die Wirkung in einem Tagebucheintrag vom 16. September 1944 distanzierter ein: „[…] im Volke dagegen ist der Unmut und die Depression weiter am wachsen. […] Sehr viel Unheil hat der schon häufiger angeführte Artikel von Fernau angerichtet. Das Volk hat sich vorgestellt, daß wir in kürzester Zeit eine völlige Wendung des Kriegsbildes, vor allem durch unsere neuen Waffen, herbeiführen würden, und fühlt sich jetzt in seinen Hoffnungen direkt betrogen.“[13]

Auch von alliierten Staaten wurden die Artikel Fernaus zur Kenntnis genommen. Daniel Lerner, der in den Jahren 1944–1945 Chefredakteur der Psychological Warfare Division (Division psychologischer Kriegführung) des SHAEF und danach in der Nachfolgeorganisation Geheimdienstchef der Information Control Division der OMGUS (1945–1946) war, wertete Fernaus Durchhalteartikel aus.[14] Im Februar 1945 kam Fernau in ein Lazarett nach Baden-Baden.

1945–1988[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende der NS-Zeit ging Fernau nach München, um dort als freier Schriftsteller und Journalist zu arbeiten. Zwischenzeitlich arbeitete er als Redakteur in Stuttgart.

In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde 1946 Fernaus zusammen mit Kurt Kayser und Johannes Paul verfasstes Afrika wartet. Ein kolonialpolitisches Bilderbuch (1942) auf die Liste der aus den Bibliotheken auszusondernden Literatur aufgenommen. Die Liste stellte Bücher zusammen, „die faschistischen oder militaristischen Inhalt haben, politische Expansionsgedanken enthalten, die nationalsozialistische Rassenlehre vertreten oder sich gegen die Alliierten“ wendeten.[15]

1952 erschien im Verlag Gerhard Stalling Deutschland, Deutschland über alles …, sein meistverkauftes Buch. Er publizierte zahlreiche weitere Bücher – unter anderem Die Genies der Deutschen oder Rosen für Apoll, einige davon Bestseller. Fernaus Gesamtauflage in den 1950er bis 1970er Jahren lag bei mehr als zwei Millionen Exemplaren. Seine Schriften sind Sachbücher zur Geschichte und werden der trivialen Unterhaltungsliteratur zugeordnet.[16]

1954 erschien unter dem Pseudonym „John Forster“ ein „heiterer Band mit Flucht-Abenteuern deutscher Kriegsgefangener: ‚Heldentum nach Ladenschluß‘“ (Der Spiegel).[17] Ab 1955 wurden vier Episoden unter Mitwirkung von Erik Ode, Wolfgang Becker, Harald Juhnke, Wolfgang Wahl, Ed Tracey verfilmt.[18] Der Spiegel bemerkt 1956 in einer Filmkritik zum vierten Teil des damaligen Kassenschlager: „Der nationalgesinnte Zuschauer kann sich trotz der ins Halbkomische gezogenen Niederlage daran erlaben, daß ein deutscher Mann doch jeden Sieger überlistet, daß die Russen keine Wasser-Klosetts kennen und die Eingeborenen Afrikas mit den Deutschen gegen die Engländer zusammenhalten.“[19] Der Filmkritiker Uwe Nettelbeck kontextualisiert die vier Filme in der Zeit 1967 mit der Wiederbewaffnung. Es handle sich um „Kriegsfilme“, „Goebbels hätte seine helle Freude daran gehabt“: „Die alten Nazi-Offiziere wurden reingewaschen. Man brauchte sie. Der Trick war durchsichtig: Nur der Führer hatte Schuld, und da ein rechter Krieg mit Politik ohnehin nichts zu schaffen hat, war es nicht der Armee anzukreiden, daß sie für eine schlechte Sache gekämpft hat. Sie war auch plötzlich wieder ein lustiger Haufen, bei dem man was lernen und was erleben kann.“[20]

Fernaus Buch Und sie schämeten sich nicht … wurde 1958 veröffentlicht. Der Inhalt ist laut Klappentext „die zweitausendjährige Geschichte der Liebe in Deutschland sozusagen von Arminius bis Adenauer“.[21] Es wurde 1968 unter dem Titel Komm nur, mein liebstes Vögelein verfilmt. "Inhalt: 2000 Jahre deutscher Sittengeschichte im Spiegel der weitestgehend witz- und ironiefreien Sexwelle der 60er/70er."[22]

1959 wies Ascan Klée Gobert in einem Leserbrief an Die Welt auf die NS-Vergangenheit von Fernau hin.[23] Seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kam es zu vermehrter Kritik an Fernaus Haltung zum Nationalsozialismus. Otto Köhler schrieb 1966 eine Satire für pardon, in der er einen fiktiven Dialog zwischen Goebbels und Fernau wiedergab: Goebbels habe Fernau den Auftrag zu einem großen historischen Werk über Deutschland gegeben, das (so die Satire Köhlers) erst nach 1945 habe erscheinen können. Zu diesem Zeitpunkt war Köhler der zitierte Artikel im Völkischen Beobachter noch unbekannt.[24] 1967 ordnete Peter Wapnewski den „Endsieg-Text“ aus dem Völkischen Beobachter in der Wochenzeitung Die Zeit in das Werk Fernaus ein. Günter Scholdt zählt die von Wapnewski betriebene Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Fernaus zu den beispielhaften öffentlichen Kontroversen, die der Demokratisierung der deutschen Nachkriegsliteratur bewirkten.[25] Wapnewski hatte diesen Fernau-Artikel vor Kriegsende gelesen. Nun bewertete er ihn als „schändlichsten Durchhalteartikel dieses Krieges“. Er forderte Fernau auf, „das Handwerk des Schreibens zu lassen, die Kunst der Prophetie aufzugeben, vor der Geschichtsdeutung zu kapitulieren, das eigne Volk mit Bestandsaufnahmen künftig zu verschonen“.[26] „Unbildung“, „schauderhaften Geschmack“, „Instinktlosigkeit“ und „Geschichtsfälschung“ warf Wapnewski Fernau vor.

Fernau antwortete in der Zeit, Propaganda sei nun eben sein Auftrag gewesen, und führte aus: „Das liegt nur 23 Jahre zurück. Aber wenn man jemand ‚fertig’ machen will, muss man weit ausholen, nicht wahr? […] Berufsverbot, Bücher verbrennen – oh pardon, jetzt bin ich aus Gründen der Ähnlichkeit in die falsche Spalte gekommen. Mein armer, mein furchterregend-deutscher Richter!“[27] Er wies alle Vorwürfe zurück, er habe „niemals gehetzt und nie ein verherrlichendes Wort über den Nationalsozialismus […] geschrieben.“ Und zwar, obwohl er „nicht freiwillig“ geschrieben habe, sondern gleichsam kriegszwangsverpflichtet gewesen sei.[28] Der Sinn seines Endsieg-Appells sei gewesen, den französischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung zu schwächen, den er als „Terror“ im „Partisanengebiet“ bezeichnete. Die Vorstellung von einem baldigen Kriegsende sollte durch die Behauptung der Fähigkeit zur Kriegsverlängerung erschüttert werden.[28] Im Übrigen möge man ihn in Ruhe lassen.[28] Verweise auf Wapnewski finden sich in der Folge in vielen Texten, die sich mit Fernau auseinandersetzen.

Disteln für Hagen erschien in der ersten Auflage 1966 bei Herbig. Sybil Gräfin Schönfeldt rezensierte es im gleichen Jahr für Die Zeit:

„Diese ‚Bestandsaufnahme der deutschen Seele‘ (so der Untertitel) findet in jenem Wagnerschen Opern-Walhall statt, das den Nazis schon so gut gefallen hatte, wie es den heutigen Bundesrepublikanern behagt: Heldischer Donnerschlag in sagenhafter Ferne klingt immer gut. Fernau ist recht, was Wagner billig war. Warum soll die deutsche Seele auch aus den Materialien der Gegenwart erklärt werden? Die Nibelungen, die gar keine ‚Deutschen‘ gewesen sind, die Schauplätze des Nibelungenliedes, die zum größten Teil garnicht [sic] in jenem Gebiet liegen, das seit 1870 Deutschland hieß, sind ja viel dekorativer und formbarer. […] Fernau seziert also der Deutschen Seele, indem er das Nibelungenlied nacherzählt und mit Zwischenbemerkungen interpretiert. Das klingt amüsant und liest sich so weg. Die pausenlos knatternden Kabarett-Gags lähmen allmählich das kritische oder gar historische Gefühl.“[29]

Michael Schulte schrieb 1970 in der FAZ zu Fernaus Werk Brötchenarbeit, einer Zusammenstellung von Feuilletons und Filmdrehbüchern: „was sich hier unter dem Deckmantel spritziger Plauderei an reaktionärem Gedankengut verbirgt, ist schwer erträglich“.[30] Ekkehardt Rudolf rezensierte in der evangelisch-konservativen Wochenzeitung Christ und Welt 1971 Fernaus Buch Cäsar läßt grüßen. Nach ausführlicher Zitierung kommentierte er: „In diesen Zitaten steckt eine Gesinnung, die reaktionär zu nennen euphemistisch wäre: mir erscheint sie antidemokratisch und demagogisch. Fast überflüssig zu sagen, daß zwischen den Zeilen ein Bekenntnis zum Führerprinzip ablesbar ist.“[31] 1977 erschien Rolf Beckers Rezension von Fernaus Halleluja. Die Geschichte der USA im Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Becker macht „völkisch-bildungsbürgerliche Ressentiments“ aus: „So wie Fernau hier […] die amerikanische Indianervernichtung beschreibt und Hitler streift, ist wohl klar, wo die größeren Verbrechen zu sehen sind. Deutschland, so läßt er durchblicken, war an beiden Weltkriegen unschuldig. Was zwischen 1914 und 1945 geschah, ist ihm schlicht ‚Der dreißigjährige Krieg gegen Deutschland‘. Und eine Verpflichtung zur ‚Vergangenheitsbewältigung‘ kann man sich nur ‚einbilden‘ – sie führe dazu, daß die Deutschen (wie auch die Amerikaner) ‚sich entsprechend idiotisch benehmen‘.“[32]

Kritisiert wurde die politische Ausrichtung seiner Darstellungen. So beschrieb das Killy Literaturlexikon ihn 1989 als „umstritten“. In seinen Büchern finde sich „eine latente völkisch-nationale Geschichtskonzeption“. Exemplarisch sei sein Buch Deutschland, Deutschland über alles. Von Arminius bis Adenauer. Er bemühe sich „um des Lesers Einverständnis im Sinne eines ‚gesunden Volksempfindens‘“. Er biete einen „historischen Bilderbogen“ an, der „rassistische und antidemokratische Stereotype subtil bestätigt“. „Unterschwellig provoziert diese suggestive Erzählstrategie ein Bedauern über den Verlust des nationalen Mythos vom Großdeutschen Reich.“[33]

Ähnlich urteilte 1973 die Literaturwissenschaftlerin Christa Bürger: „Deutschland, Deutschland über alles […] stellt insofern einen neuartigen Versuch der ‚Geschichtsschreibung‘ dar, als der Autor es versteht, eine reaktionäre, ja faschistoide Konzeption witzig vorzutragen.“ Die „faschistischen Tendenzen des Autors“ zeigten sich „an vielen Stellen“. Das beinhalte als „politische Tendenz des Buches“ die „Ablehnung der Demokratie“. Generell charakterisiere sein Buch „die These von der Verschwörung des Auslands gegen Deutschland, die Ideologie der großen historischen Persönlichkeit, die Abwertung sozialer und demokratischer Prinzipien und Errungenschaften, die Verharmlosung der Naziverbrechen, ein undifferenzierter Kulturpessimismus, Rassismus etc. – in einer harmlos witzigen Aufmachung“. Seine Ironie diene als Mittel zur Verbreitung „reaktionärer Ideologien“. Mit diesem Angebot entspreche Fernau dem Erwartungshorizont „in den kleinbürgerlichen Mittelschichten“. Die Aussage bezog sich auf die von der NS-Erlebnisgeneration bestimmte postnationalsozialistische Gesellschaft.[34]

Ein Verteidiger Fernaus war der rechtskonservative Publizist Armin Mohler, ein dezidierter Gegner des Liberalismus.[35] Mit einer Metapher aus dem Bereich des Militärwesens beschrieb er 1979 die Kritik als Reaktion einer „den Markt überwachenden Garde unserer Literaturkritiker“, die bis dahin „aus allen Rohren gegen Fernau“ geschossen habe. Kritik habe „seinen Erfolg beim Publikum“ indessen „nicht verhindern können“.[27] Späterhin werde Fernau aber „ein Platz in der deutschen Geistes- und Seelengeschichte sicher“ sein.

Fernau schrieb auch Lyrik (Suite Nr. 1). Mit dem Gedichtband habe Fernau, so Der Spiegel, „den modernistischen ‚Mördern der deutschen Lyrik einen Kartätschenschuß nachsenden‘ wollen.“ (Zitat im Zitat: Fernau) Die Deutsche Zeitung stellte fest, er „hätte doch lieber zur Artillerie gehen sollen“.[36]

Postume Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Publizisten Otto Köhler[37] und Hans Sarkowicz[38] beschrieben in den Jahren 1994 und 1995 kritisch die NS-Propagandatätigkeit Fernaus im Nationalsozialismus und setzten sie in Beziehung zu seinen Nachkriegspublikationen und der Politik seiner Verleger.

Die Germanistin und Mediävistin Nine Miedema interpretiert 1999 Fernaus Darstellung des Hagen in Disteln für Hagen. Bestandsaufnahme der deutschen Seele als unangemessen.

„Fernau missbraucht den mittelalterlichen Erzählstoff, um seine Deutung des Menschen, speziell des Deutschen zu geben, wie dieser angeblich immer schon gewesen sei. Dies irritiert bei Fernau vor allem deswegen, weil er (trotz seiner dem Mittelalter unangemessenen Interpretation des Textes) mehrfach gegen ‚die‘ Germanisten polemisiert und vorgibt, er sei der erste, der das ‚Nibelungenlied‘ richtig verstehe.“[39] „Er [Fernau] möchte, daß Hagen nicht als ,der letzte, der aufrecht stehend fällt‘ betrachtet wird, sondern als derjenige, der aus Haß und aus Neid vernichtet, aus Unfähigkeit, Siegfried in seiner Überlegenheit zu akzeptieren; er versteht Hagen als ‚das Prinzip selbst. Er lebt in der reinen, der tödlichen leeren Ideologie.‘“[40]

Miedema verweist im Anschluss darauf, dass Hagens Gegenspieler Siegfried in der NS-Rezeption als der deutsche Held schlechthin galt, was bis zur Dolchstoßlegende gereicht habe.[41] Fernau habe bei der Beschreibung Hagens auch dessen äußere Erscheinung als Gegenbild zu Siegfried benutzt: „… die Lippen [Hagens] noch halb geöffnet, so daß man die Reihen seiner kleinen Rafferzähne sehen konnte“.[42]

In einem Rückblick auf die 1970er Jahre beschrieb Jessica Gienow-Hecht 2006 in der American Historical Review Fernau als damals „Deutschlands polemischsten konservativen Kritiker“ und als Apokalyptiker. Sein Buch Halleluja. Die Geschichte der USA nannte sie als Beispiel für damaligen westdeutschen Antiamerikanismus und zitierte die Fernau-Prognose, ein „Sieg“ des „Amerikanismus“ werde „die menschliche Rasse auslöschen“.[43] In einem 2013 in den USA erschienenen Aufsatz über „Deutsche Heimat“ in Afrika gilt er der Autorin Willeke Sandler unter Verweis auf das 1942 veröffentlichte Buch Afrika wartet als Beispiel kolonialistischer NS-Sicht auf den Kontinent und seine Bewohner,[44] und eine im Jahr darauf erschienene Bachelor-Arbeit, die die von Fernau mitverantwortete Offizielle Olympia Zeitung von 1936 untersuchte, kommt zu dem Fazit, dass ihr Inhalt sich danach bemaß, die Bevölkerung „zu manipulieren und nationalsozialistisch zu indoktrinieren“, was Regimetreue der Macher voraussetze.[45]

Nicht nur die politische Dimension der Bücher Fernaus wird kritisiert, sondern auch die ästhetische. Der Literaturwissenschaftler Thomas Anz bescheinigt 2008 Fernaus War es schön in Marienbad. Goethes letzte Liebe von 1982, es handle sich um „Klassikerheldenverklärungskitsch aus der Tradition des 19. Jahrhunderts“.[46]

Soweit eine wertschätzende Aufmerksamkeit erkennbar ist, kommt sie heute nur noch vom rechten Rand des politischen Spektrums. Zu seinem 100. Geburtstag 2009 erlebte Fernau im rechtsextremen Spektrum eine Renaissance.[47] In der Zeitschrift Sezession des neurechten Instituts für Staatspolitik, dessen ideologischer Bezugspunkt nach einer Analyse des Bundesfamilienministeriums „die antidemokratische, antiegalitäre und antiliberale ‚konservative Revolution‘“ ist,[48] beklagte 2009 Martin Lichtmesz, dass Fernau „vergessen“ und nur mehr ein „verschworener Kern“ von Lesern verblieben sei.[49] In der von André Lichtschlag herausgegebenen Netzzeitschrift „eigentümlich frei“, die ein Bündnis radikal libertärer und nationalkonservativer Kräfte anstrebt und die Nähe zum Rechtsextremismus sucht,[50] bedauerte 2010 ein Beitrag, zwar sei Fernau „anspruchsvolle Literatur“, jedoch „aus dem Gedächtnis der Nation … fast vollständig verschwunden“.[51]

Der NS- und Antisemitismusforscher Wolfgang Benz bekräftigt aus der nichtliterarischen Perspektive: Fernau, SS-Kriegsberichterstatter und Autor von Durchhalteartikeln, sei „auch nach 1945 rechts außen“ geblieben.[52]

Kunstsammler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernau betätigte sich auch als Kunstsammler. 1996 vermachte seine Witwe Gabriele Fernau im Rahmen einer Schenkung der Klassik Stiftung Weimar sechzehn Alte-Meister-Bilder des 14. bis 17. Jahrhunderts. Die künftigen Exponate sollten nach und nach restauriert und im Weimarer Stadtschloss ausgestellt werden.[53] Angesichts der Fernau-Kritik erklärte die Stiftung zur Übernahme der Exponate, es gehe ihr nicht darum, den Schriftsteller Fernau zu adeln, sondern den Exponaten „einen würdigen Rahmen“ zu geben.[54] Die 2005 als „Sammlung Fernau“ ausgestellten Arbeiten wurden inzwischen in die vorhandenen Bestände altdeutscher und niederländischer Malerei eingeordnet.[55] Eine „Sammlung Fernau“ existiert nicht mehr in den Beständen der Stiftung.[56]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Afrika wartet. Ein kolonialpolitisches Bilderbuch. Hrsg. mit Kurt Kayser & Johannes Paul. Rütten & Loening, Potsdam 1942. Hrsg. im Auftrag des 1936 gegründeten Reichskolonialbundes.[57]
  • Das Geheimnis der letzten Kriegsphase. In: Völkischer Beobachter. Nr. 243 vom 30. August 1944. S. 2.
  • unter Pseudonym John Forster: Geheimnis im Moor: Ein ungewöhnlich spannender Kriminalroman. Kauka Verlag, München 1950[58]
  • „Deutschland, Deutschland über alles …“ Von Arminius bis Adenauer. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg 1952.
  • Abschied von den Genies. Die Genies der Deutschen und die Welt von morgen. Stalling, Oldenburg 1953 (später veröffentlicht als Die Genies der Deutschen).
  • Fibel der Demokratie. Ein Buch für solche, die viel fragen, und solche, die viel antworten müssen. Lange, Duisburg 1953.
  • Und sie schämeten sich nicht. Herbig, Berlin 1958.
  • Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen. Herbig, Berlin 1961. (Viele weitere Auflagen, 32. Aufl. Herbig 2007.)
  • Weinsberg oder Die Kunst der stachligen Liebe. Herbig, Berlin 1963.
  • Disteln für Hagen. Bestandsaufnahme der deutschen Seele. Herbig, Berlin 1966. (12. Aufl. Herbig 2009).
  • Der Gottesbeweis. Econ, Düsseldorf 1967.
  • Brötchenarbeit. Herbig, Berlin u.a. 1970.
  • Cäsar lässt grüßen. Die Geschichte der Römer. Herbig, Berlin u.a. 1971.
  • Ein Frühling in Florenz. Roman, Herbig, München u.a. 1973.
  • Halleluja. Die Geschichte der USA. Herbig, München/Berlin 1977; viele weitere Auflagen, 8. erweiterte Herbig 2004, ISBN 3-7766-2159-1.
  • Die Gretchenfrage. Variationen über ein Thema von Goethe. München u.a. 1979, ISBN 3-7766-0895-1.
  • Sprechen wir über Preußen. Die Geschichte der armen Leute. Herbig, München u.a. 1981. ISBN 3-7766-1146-4.
  • War es schön in Marienbad. Goethes letzte Liebe. Herbig, München u.a. 1982, ISBN 3-7766-0895-1.
  • Guten Abend, Herr Fernau. Herbig, München u.a. 1984, ISBN 3-7766-1321-1.
  • Und Er sah, daß es gut war. Das Alte Testament erzählt. München u.a. 1989, ISBN 3-7766-1582-6. (postum erschienen).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rolf Bothe und Armin Mohler: Joachim Fernau, der Schriftsteller als Maler. Kunstsammlungen zu Weimar, Weimar 1998.
  • Christa Bürger: J. Fernau, Deutschland, Deutschland über alles … Entmythologisierung als Ideologie. In: Textanalyse und Ideologiekritik. Zur Rezeption zeitgenössischer Unterhaltungsliteratur. Athenäum, Frankfurt am Main 1973, S. 92–118.
  • Volker Busch: Fernau, Joachim. In: Walther Killy (Hrsg.): Literaturlexikon. 15 Bände. Bertelsmann, Gütersloh/München 1988–1991.
  • Gustav René Hocke: Schriftsteller und Maler Joachim Fernau. Sein malerisches Werk. Limes, Wiesbaden 1976, ISBN 3-8090-2098-2.
  • Otto Köhler: Das Geheimnis der letzten Kriegsstunde – Hitlers Wunderwaffe: Joachim Fernau. In ders.: Unheimliche Publizisten. Droemer Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80071-3, S. 102–119 (Behandelt besonders die Kontinuität in Fernaus Publizistik vor und nach dem Nationalsozialismus).
  • Armin Mohler: Autorenportrait Joachim Fernau. In: Criticón. 7 (1971), S. 140.
  • Hans Sarkowicz: Herbert Fleissners erster großer Coup: Herbig und der Bestseller-Autor Joachim Fernau. In ders: Rechte Geschäfte. Der unaufhaltsame Aufstieg des deutschen Verlegers Herbert Fleissner. Eichborn, Frankfurt a.M. 1994, ISBN 3-8218-0458-0, S. 25–28.
  • Peter Wapnewski: Mit dem anderen Auge. Erinnerungen. Berlin-Verlag, Berlin 2005 (S. 119 ff), ISBN 3-8270-0380-6.
  • Götz Kubitschek/Erik Lehnert: Joachim Fernau. Leben und Werk in Texten und Bildern. Verlag Antaios, Schnellroda 2009, ISBN 978-3-935063-34-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archivalien in öffentlichen, wissenschaftlich geführten Archiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Fernau: Disteln für Hagen, Herbig 1966, 2. Absatz, 1. Satz.
  2. Maxime Bethke, Die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin im Zeichen der Propaganda? Eine Analyse der Offiziellen Olympia Zeitung, 2014,siehe: [1].
  3. Fernau, Joachim (1992). In dem Haus auf dem Berge. München: Herbig. S. 194.
  4. Miriam Y. Arani: Fotografien der Propagandakompanien der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg als Quellen zu den Ereignissen im besetzten Polen 1939–1945. In: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 60 (2011) H. 1, hier S. 8.
  5. Erich Schmidt-Eenboom, Geheimdienst, Politik und Medien: Meinungsmache Undercover, Werder 2004, S. 107.
  6. Norbert Frei/Johannes Schmitz: Journalismus im Dritten Reich. München 1989 S. 112.
  7. Vgl.: Hans Dieter Müller (Hrsg.), Facsimile Querschnitt durch Das Reich. Scherz Verlag, München 1964.
  8. Ursula von Kardorff: Berliner Aufzeichnungen aus den Jahren 1942 bis 1945. München 1962. nach: Köhler, S. 105.
  9. Joseph Wulf: Kultur im Dritte Reich. Presse und Funk. Frankfurt a. M. 1989, S. 385 f.
  10. 6. Jg. Nr. 37. Posen 8. September 1944. S. 1f., nach: Achim Kilian: Mühlberg 1939–1948, Böhlau Verlag, Köln/Weimar 2001, S. 154. Siehe auch: Börsenblatt, Köhler S. 105.
  11. Köhler, S. 111.
  12. Victor Klemperer: Die Tagebücher 1933–1945, Kommentierte Gesamtausgabe. Herausgegeben von Walter Nowojski, Mitarbeit: Christian Löser. Aufbau Verlag Berlin 1999, 138, 1164. Digitale Ausgabe auf CD ROM: Digitale Bibliothek, Bd. 150, Direct Media, Berlin 2007, S. 3983 f.
  13. Elke Fröhlich (Hrsg): Die Tagebücher von Joseph Goebbels. München, New Providence, London, Paris 1995. Bd. 13, S. 493, weitere Einträge zu Fernau sind in der Langausgabe der Tagebücher laut Personenregister nicht enthalten.
  14. Das Verzeichnis des von ihm gesammelten Materials ist online verfügbar. [2] (PDF; 211 kB) im gesammelten deutschen Propagandamaterial findet sich auch: Fernau: „The mystery of the present phase of the war“ (#750).
  15. Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Liste der auszusondernden Literatur. Vorläufige Ausgabe, Berlin: Zentralverlag, 1946
  16. Christa Bürger, Textanalyse als Ideologiekritik. Zur Rezeption zeitgenössischer Unterhaltungsliteratur, Frankfurt a. M. 1973, passim.
  17. [3]
  18. [4]
  19. [5]
  20. [6]
  21. Liebe nach jeder Façon. In: Die Zeit vom 30. Oktober 1958.
  22. http://www.filmgalerie-berlin.de/cgi-bin/film.pl?filmId=11594&listId=91
  23. [7]
  24. Köhler S. 102.
  25. Günter Scholdt: Emigration und literarische Wertung, in: Matthias Beilein, Claudia Stockinger, Simone Winko (Hrsg): Kanon, Wertung und Vermittlung: Literatur in der Wissensgesellschaft, Walter de Gruyter 2012, S. 138
  26. Peter Wapnewski: Joachim Fernau und die deutsche Seele. In: Die Zeit, Nr. 5/1967. Fortsetzungen in Nr. 5: Das Glück, keine Schlitzaugen zu haben, Gewürzt mit einem Quentchen Sex.
  27. a b Ansgar Lange: „Buchvorstellung: Wer ist Joachim Fernau?“, in: Eigentümlich frei, 23. März 2010.
  28. a b c Köhler S. 112.
  29. Sybil Gräfin Schönfeldt: Disteln, die nicht weh tun. Joachim Fernau, das Nibelungenlied und unsere deutsche Seele. In: Die Zeit vom 2. Dezember 1966.
  30. Michael Schulte: Braune Brötchen. In: FAZ vom 9. Juni 1970, S. 21.
  31. Hans Sarkowicz: Herbert Fleissners erster großer Coup: Herbig und der Bestseller-Autor Joachim Fernau. In ders: Rechte Geschäfte. Der unaufhaltsame Aufstieg des deutschen Verlegers Herbert Fleissner. Eichborn, Frankfurt a.M. 1994, ISBN 3-8218-0458-0, S. 27.
  32. Rolf Becker: Deutsche Seele. Joachim Fernau: „Halleluja. Die Geschichte der USA“. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1977, S. 158–161 (online 29. August 1977).
  33. Volker Busch: Fernau, Joachim, in: Walter Killy (Hrsg.): Literaturlexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache, Bd. 3, Gütersloh/München 1989, S. 357 f.
  34. Christa Bürger: Textanalyse als Ideologiekritik. Zur Rezeption zeitgenössischer Unterhaltungsliteratur. Frankfurt a. M. 1973, S. 93, 95, 96, 103.
  35. Gunther Nickel: Zum 80. Geburtstag des streitbaren Publizisten Armin Mohler. In: Die Welt. vom 12. April 2000.
  36. Nur noch Sieg. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1967, S. 142–144 (online 29. Mai 1967).
  37. Otto Köhler: Unheimliche Publizisten. Die verdrängte Vergangenheit der Medienmacher. München 1994, passim.
  38. Hans Sarkowicz: Rechte Geschäfte. Der unaufhaltsame Aufstieg des deutschen Verlegers Herbert Fleissner. Frankfurt a. M. 1994, passim.
  39. Nine Miedema: Das „Nibelungenlied“. Eine Einführung zu einem „natz=jonalen Eh=Poss“. In: Volker Honemann, Tomas Tomasek: Germanistische Mediävistik. LIT Verlag, Münster 1999, S. 147–176, hier S. 171
  40. Nine Miedema: Das „Nibelungenlied“. Eine Einführung zu einem „natz=jonalen Eh=Poss“. In: Volker Honemann, Tomas Tomasek: Germanistische Mediävistik. LIT Verlag, Münster 1999, S. 147–176, hier S. 170.
  41. Nine Miedema: Das „Nibelungenlied“. Eine Einführung zu einem „natz=jonalen Eh=Poss“. In: Volker Honemann, Tomas Tomasek: Germanistische Mediävistik. LIT Verlag, Münster 1999, S. 147–176, hier S. 171.
  42. Nine Miedema: Das „Nibelungenlied“. Eine Einführung zu einem „natz=jonalen Eh=Poss“. In: Volker Honemann, Tomas Tomasek: Germanistische Mediävistik. LIT Verlag, Münster 1999, S. 147–176, hier S. 169 f.
  43. Jessica C. E. Gienow-Hecht: Always Blame the Americans: Anti-Americanism in Europe in the Twentieth Century (Memento vom 15. Mai 2007 im Internet Archive), The American Historical Review, Oktober 2006, S. 1067–1091.
  44. Willeke Sandler, Deutsche Heimat in Afrika. Colonial Revisionism and the Construction of Germanness through Photography. In: Journal of Women’s History, Volume 25, Number 1, Spring 2013. Ähnlich auch in Willeke Sandler: 'Here Too Lies Lebensraum': Colonial Space as German Space. In: Claus-Christian W. Szejnmann, Maiken Umbach: Heimat, Region, and Empire: Spatial Identities under National Socialism. Palgrave Macmillan 2012, S. 158.
  45. Maxime Bethke, Die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin im Zeichen der Propaganda? Eine Analyse der Offiziellen Olympia Zeitung, 2014, siehe: [8].
  46. Thomas Anz: Ein gekränkter Mann. Anmerkungen zu Martin Walsers artifiziellem Goethe-Roman. In: Die Zeitschrift literaturkritik.de (Online-Ausgabe: ISSN 1437-9317; Print-Ausgabe: ISSN 1437-9309) Nr. 4 vom April 2008 [9]
  47. Robert Andreasch: "Ungewöhnliche Geschichtsschreibung". Die Renaissance von Joachim Fernau. In: Der Rechte Rand 121, Nov./Dez. 2009.
  48. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.), BIK Netz. Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus, Glossar, Artikel „Institut für Staatspolitik“, siehe: [10].
  49. Martin Lichtmesz, Hinter den Masken, unter der Narrenkappe: Joachim Fernau, in: Sezession Nr. 32, Oktober 2009, S. 40. PDF unter [11].
  50. Karin Priester, Libertarier, Rechtspopulisten, Rechtsextreme: fließende Grenzen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, hrsg. von der Bundeszentrale für politische Bildung, 28. Oktober 2010, siehe: [12].
  51. Ansgar Lange, Wer ist Joachim Fernau? Zwei Bände erinnern an einen vergessenen Bestsellerautor, 23. März 2010, siehe: [13].
  52. Wolfgang Benz, Mitläufer und Hauptschuldige — Facetten des politischen Engagements im nationalsozialistischen Staat, in: NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter. Dokumentation der Fachtagung 14. und 15. März 2013 im Hessischen Landtag, Wiesbaden 2014, S. 65–75, hier S. 71, siehe: [14].
  53. Ausstellungsankündigung.
  54. Radio Lotte Weimar, 12. August 2005, siehe: [15].
  55. „Sammlung Fernau im Weimarer Schlossmuseum“, in: [16].
  56. Siehe Angaben der Klassik Stiftung Weimar zu den von ihr betreuten Sammlungen: [17].
  57. Willeke Sandler, Deutsche Heimat in Afrika Colonial Revisionism and the Construction of Germanness through Photography. In: Journal of Women’s History, Volume 25, Number 1, Spring 2013.
  58. Rolf Kaukas Verlag war zu diesem Zeitpunkt in München ansässig: Sächsische Biographie Lemma Rolf Kauka