Kabinett Hoegner II

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Kabinett Hoegner II
Sechste Bayerische Staatsregierung
Wilhelm Hoegner
Ministerpräsident Wilhelm Hoegner
Wahl 1954
Legislaturperiode 3.
Bildung 14. Dezember 1954
Ende 8. Oktober 1957
Dauer 2 Jahre und 298 Tage
Vorgänger Kabinett Ehard III
Nachfolger Kabinett Seidel I
Zusammensetzung
Partei(en) SPD, BP, FDP und BHE
Repräsentation
Landtag
121/204

Das Kabinett Hoegner II bildete vom 14. Dezember 1954 bis zum 8. Oktober 1957 (geschäftsführend bis 16. Oktober 1957) die Staatsregierung des Freistaates Bayern. Obwohl bei der Wahl zum 3. Bayerischen Landtag am 28. November 1954 die CSU (83 Sitze) mit deutlichen Abstand vor der SPD (61 Sitze) stärkste Kraft im Landtag wurde, gelang Wilhelm Hoegner die Bildung einer SPD-geführten Viererkoalition mit den übrigen im Landtag vertretenen Parteien Bayernpartei (BP), Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) und FDP. Die Viererkoalition verfügte damit über 121 der 204 Sitze im Landtag. Nach der Bundestagswahl am 15. September 1957 konnte die CSU zuerst den GB/BHE, dann auch die Bayernpartei zum Austritt aus der Koalition bewegen.[1] Ministerpräsident Hoegner trat am 8. Oktober 1957 von seinem Amt zurück und seinem Kabinett folgte am 16. Oktober 1957 das Kabinett Seidel I.

Bemerkenswert am Kabinett Hoegner II war, dass es bislang in der Geschichte Bayerns die einzige gewählte Regierung war, die von der SPD bzw. von einer anderen Partei als der CSU geführt wurde.

Amt Name Partei Staatssekretäre
Ministerpräsident Wilhelm Hoegner SPD Albrecht Haas (Leiter der Staatskanzlei)
Stellvertreter des Ministerpräsidenten Joseph Baumgartner BP
Inneres August Geislhöringer BP Ernst Vetter
Justiz Fritz Koch SPD Kurt Eilles
Finanzen Friedrich Zietsch SPD Joseph Panholzer
Wirtschaft und Verkehr Otto Bezold FDP Willi Guthsmuths
Landwirtschaft und Forsten Joseph Baumgartner BP Erich Simmel
Unterricht und Kultus August Rucker parteilos Hans Meinzolt
Arbeit und Soziale Fürsorge Walter Stain GB/BHE Karl Weishäupl

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chronik (S. 121)