Karl Eduard Claussen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karl Eduard Claussen auf einem Wahlplakat zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1979
Karl Eduard Claussen auf einem Wahlplakat zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1967

Karl Eduard Claussen (* 20. September 1930 in Kappeln; † 5. Oktober 2012 in Bargteheide) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1971 bis 1979 Sozialminister, von 1979 bis 1983 Justizminister und von 1983 bis 1988 Innenminister des Landes Schleswig-Holstein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur absolvierte Claussen ein Studium der Rechtswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und der Universität Hamburg. Seit 1952 war er Mitglied des Corps Teutonia Marburg.[1] Er bestand 1954 das Referendar- und 1959 das Assessorexamen.

1959/60 war er Anwalts- und Notarassessor in Flensburg. 1960 trat er als Regierungsassessor in die Verwaltung des Landes Schleswig-Holstein.[2] Nach dem Ende seiner Tätigkeit als Landesminister war er seit 1988 bis zu seinem Tod als Rechtsanwalt in Bargteheide zugelassen und tätig.[3]

Claussen war mit Helga geb. Wünsche verheiratet und hatte zwei Töchter und zwei Söhne.[2]

An seinem 80. Geburtstag wurde er Ehrenbürger der Stadt Bargteheide.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1957 war er Mitglied der CDU. Von 1973 bis 1985 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Stormarn und gehörte gleichzeitig dem Landesvorstand der CDU in Schleswig-Holstein an.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claussen war von 1966 bis 1967 Abgeordneter im Kreistag des Kreises Stormarn. Von 1967 bis 1996 gehörte er dem Landtag von Schleswig-Holstein an. Claussen war 1988 und 1992 über die Landesliste, sonst stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Stormarn bzw. Stormarn-West (1967) in den Landtag eingezogen.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1962 bis 1971 war er Bürgermeister von Bargteheide.

Nach der Landtagswahl 1971 wurde Claussen am 24. Mai 1971 als Sozialminister in die von Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg geführte Landesregierung des Landes Schleswig-Holstein berufen. Nach der Landtagswahl 1979 wurde er am 29. Mai 1979 zum Justizminister ernannt. Nachdem Stoltenberg zum Bundesminister der Finanzen ernannt und der bisherige Innenminister Uwe Barschel zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden war, übernahm Claussen ab 15. Oktober 1982 zusätzlich die kommissarische Leitung des Innenministeriums. Nach der Landtagswahl 1983 wurde er schließlich am 13. April 1983 zum Innenminister ernannt. Dieses Amt behielt er auch nach dem Rücktritt Uwe Barschels am 2. Oktober 1987 in der von Henning Schwarz geleiteten geschäftsführenden Landesregierung. Nach der Landtagswahl 1988, bei der die SPD die absolute Mehrheit erreichte, schied Claussen am 31. Mai 1988 aus der Landesregierung aus.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 171, 1443
  2. a b Hans Erich de Wyl (Hg.): Blaubuch des Corps Teutonia Marburg 1825 bis 2000. Marburg 2000
  3. Homepage der Kanzlei Claussen & Partner

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]