Kauns

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Kauns
Wappen von Kauns
Kauns (Österreich)
Kauns
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 8,25 km²
Koordinaten: 47° 5′ N, 10° 41′ OKoordinaten: 47° 4′ 40″ N, 10° 41′ 26″ O
Höhe: 1050 m ü. A.
Einwohner: 496 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6526
Vorwahl: 05472
Gemeindekennziffer: 7 06 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kauns 107
6526 Kauns
Website: www.kauns.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Huter (Gemeinschaftsliste Kauns, ÖVP)
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)
11 Gemeinschaftsliste Kauns (ÖVP)
Lage der Gemeinde Kauns im Bezirk Landeck
Faggen Fendels Fiss Fließ Flirsch Galtür Grins Ischgl Kappl Kaunerberg Kaunertal Kauns Ladis Landeck Nauders Pettneu am Arlberg Pfunds Pians Prutz Ried im Oberinntal St. Anton am Arlberg Schönwies See Serfaus Spiss Stanz bei Landeck Strengen Tobadill Tösens Zams TirolLage der Gemeinde Kauns im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf das Dorfzentrum von Kauns
Blick auf das Dorfzentrum von Kauns
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kauns ist eine Gemeinde mit 496 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kauns liegt an der Einmündung des Kaunertals aus den Ötztaler Alpen in das obere Inntal oberhalb von Prutz.

Vom Talkessel mit dem Faggenbach erstreckt sich das Gemeindegebiet den Berghang entlang zur Nachbargemeinde Kaunerberg und umfasst einen Teil des vorderen Kaunertals.

Der Ort liegt am Fuß des mächtigen Kaunergrats und ist Mitglied im Verein Naturpark Kaunergrat. Der Naturpark unterhält auf 7700 Hektar Fläche ein Schutzgebiet für die Ur-Biene "Braunelle". Diese seltene Bienenart zeichnet sich besonders durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen den kalten Winter im Gebirge aus. Von 1000 in Österreich beheimaten Völkern leben derzeit (2015) 400 in Kauns im Schutzgebiet Kaunergrat.[1][2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Faggen Kaunerberg
Prutz Nachbargemeinden
Fendels Kaunertal

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: "In Silber ein grün gezinntes Winkelschildhaupt und ein aus dem grünen ausgebogenen Schildfuß wachsender schwarzer Bär."

Die Zinnen im Wappen erinnern im Dreieck zusammenlaufend an Schloss Berneck. Im Volk ist der Name als "Bäreneck" gedeutet worden. Daher führten die Herren von Berneck im Mittelalter einen Bären in ihrem Wappen. Der grüne Schildfuß versinnbildlicht den romanischen Ortsnamen Kauns, der als "Mulde" oder "Wiege" zu übersetzen ist.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Berneck

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als "Chunes" datiert auf das Jahr 1120. Ab dem Jahr 1749 wurde Kauns als selbständige Steuergemeinde geführt.[4]

Das Schloss Bernegg (auch Berneck) liegt östlich vom Dorfzentrum an der Kante einer 130 m zum Faggenbach abfallenden Felswand und ist eine um 1200 gebaute Burganlage. Der deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. kaufte es 1501 als Standquartier für die Gämsen- und Steinbockjagd in den umliegenden Revieren. Seit 1976 wird die völlig verfallene Anlage originalgetreu restauriert und ist zu besichtigen.

Kauns war ursprünglich Teil des Gerichtsbezirks Ried in Tirol und wurde nach dessen Auflösung 1978 Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kauns

Die zahlreichen Dorfbrände haben nur wenige Häuser überstanden, eines davon ist der Schlosshof mit Bemalungen aus der Zeit um 1650.

Die Pfarrkirche ist dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Der Kirchenbau wurde mehrmals umgestaltet. Im 15. Jahrhundert wurde der romanische Vorgängerbau durch einen spätgotischen Neubau ersetzt. Der Turm erinnert an die romanische Kirche wurde allerdings im Jahr 1892 erhöht. Die Barockisierung ist aufgrund einer Weihe für das Jahr 1761 belegt.[5]

Am Ortseingang steht die Schranzkapelle mit einem Kruzifix, welches vermutlich von Andreas Kölle stammt. Die Kapelle wurde als Dank für die überstandene Pest im Jahr 1639 von Michael Schranz gestiftet.[6][7]

Der "Kaunerberger Wasserweg" führt durch das Gemeindegebiet von Kauns. Dieser folgt einem Bewässerungskanal, welcher mit Fördermitteln des Marshallplans finanziert wurde und in den Jahren 1947 bis 1954 erbaut wurde.[8] In Teilen folgt der Steig dem Wallfahrtsweg nach Kaltenbrunn im Kaunertal.[9] Im Süden von Kauns schließt der "Szegediner Luis Steig" an den Wasserweg an.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kauns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tiroler Tageszeitung. Abgerufen am 15. April 2016.
  2. Naturpark Kaunergrat. Abgerufen am 15. April 2016.
  3. Gemeinde Kauns. Abgerufen am 15. April 2016.
  4. Mag. Michael Fritz. Abgerufen am 15. April 2016.
  5. Gemeinde Kauns. Abgerufen am 15. April 2016.
  6. Adi Spraber. Abgerufen am 15. April 2016.
  7. Dekanat Prutz. Abgerufen am 15. April 2016.
  8. Mag. Wolfgang Morscher. Abgerufen am 15. April 2016.
  9. Tourismusverband Kaunertal. Abgerufen am 15. April 2016.
  10. Open Street Maps. Abgerufen am 15. April 2016.