Kaunertal (Gemeinde)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kaunertal
Wappen von Kaunertal
Kaunertal (Gemeinde) (Österreich)
Kaunertal (Gemeinde)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Hauptort: Feichten
Fläche: 193,51 km²
Koordinaten: 47° 2′ N, 10° 45′ O47.03333333333310.751287Koordinaten: 47° 2′ 0″ N, 10° 45′ 0″ O
Höhe: 1287 m ü. A.
Einwohner: 599 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 3,1 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6524
Vorwahl: 05475
Gemeindekennziffer: 7 06 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Feichten im Kaunertal 141
6524 Kaunertal
Website: www.kaunertal.eu
Politik
Bürgermeister: Josef Raich (Heimatliste)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
5 Heimatliste, 3 Einheitsliste, 3 Lebenswertes Kaunertal
Lage der Gemeinde Kaunertal im Bezirk Landeck
Faggen Fendels Fiss Fließ Flirsch Galtür Grins Ischgl Kappl Kaunerberg Kaunertal Kauns Ladis Landeck Nauders Pettneu am Arlberg Pfunds Pians Prutz Ried im Oberinntal St. Anton am Arlberg Schönwies See Serfaus Spiss Stanz bei Landeck Strengen Tobadill Tösens Zams TirolLage der Gemeinde Kaunertal (Gemeinde) im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Kaunertal im Winter
Kaunertal im Winter
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kaunertal ist eine Gemeinde mit 599 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im gleichnamigen Tal im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kaunertal nimmt das gesamte Gebiet des schmalen und kargen hinteren gleichnamigen Tals ein und erstreckt sich in mehreren Weilern und Höfen entlang der Straße durch das Tal. Der Hauptort ist Feichten auf 1287 m.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Kaltenbrunn, Nufels, Platz, Loch, Boden, Vergötschen, Unterhäuser, Mühlbach, Feichten, Bödele, Ögg, Grasse und Wolfskehr.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Fendels, Graun im Vinschgau, Kaunerberg, Kauns, Pfunds, Ried im Oberinntal, St. Leonhard im Pitztal, Sölden, Tösens, Prutz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kaunertal (Gemeinde)

Die Wallfahrtskirche Kaltenbrunn liegt im vorderen Teil des Tals auf 1260 m Höhe. Im Jahr 1272 soll hier der Ritter Erbo Schenkenberg als Buße für einen Mord eine Kapelle errichtet haben. Ein Gnadenbild aus dem 14. Jahrhundert machte sie zur Wallfahrtsstätte der Landsknechte. Sie beherbergt Altarfiguren aus der Zeit um 1720 und ein Kruzifix aus 1697.

Das Talmuseum im Ortsteil Platz zeigt als Heimatmuseum Gegenstände der alten Lebens- und Wirtschaftsformen, eine Mineraliensammlung, Exponate zu Bergbau und Alpinismus sowie die transportable Werkstatt eines Wanderschusters.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Einen allmählichen wirtschaftlichen Aufschwung nahm die Gemeinde erst Ende der 1950er Jahre. Im hintersten Kaunertal ist der zwischen 1961 und 1964 angelegte, 6 km lange Gepatsch-Stausee, der auch vom Taschachbach im hinteren Pitztal Wasser erhält und dessen Wasser über eine 13,2 km lange Druckwasserleitung nach Prutz im Inntal zum Krafthaus geführt wird.

Das Gletscherskigebiet Kaunertal Gletscher (Kaunertaler Gletscherbahn) im hinteren Kaunertal mit der Erschließung des Weißseeferners, welches seit 1982 über die mautpflichtige Kaunertaler Gletscherstraße erreichbar ist, brachte weitere wirtschaftliche Impulse für die Gemeinde. Heute ist das Skigebiet gemeinsam mit dem Skigebiet Fendels organisiert. Ein weiterer Verbund ist der Gletscherpark Imst–Pitztal–Kaunertal (mit der Region Imst–Gurgltal) rund um den Naturpark Kaunergrat.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaunertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien