See (Gemeinde)

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See
Wappen Österreichkarte
Wappen von See
See (Gemeinde) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 58,10 km²
Koordinaten: 47° 5′ N, 10° 28′ OKoordinaten: 47° 5′ 0″ N, 10° 28′ 0″ O
Höhe: 1056 m ü. A.
Einwohner: 1.253 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 22 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6553
Vorwahl: 05441
Gemeindekennziffer: 7 06 23
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Au 220
6553 See
Website: www.see.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Anton Mallaun (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(13 Mitglieder)

7 FÜR SEE - Bürgermeisterliste Mallaun Anton - FÜR SEE,
2 Starke Seaberinnen und Seaber - Stark,
4 Miteinander - Füreinander

Lage von See im Bezirk Landeck
FaggenFendelsFissFließFlirschGaltürGrinsIschglKapplKaunerbergKaunertalKaunsLadisLandeckNaudersPettneu am ArlbergPfundsPiansPrutzRied im OberinntalSt. Anton am ArlbergSchönwiesSeeSerfausSpissStanz bei LandeckStrengenTobadillTösensZamsTirolLage der Gemeinde See (Gemeinde) im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

See ist eine Gemeinde mit 1253 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Landeck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

See ist der erste Ort am Eingang des Paznaun. Die Grenze im Norden bildet die Trisanna in einer Höhe von rund 1000 Meter über dem Meer. Zum Gemeindegebiet gehören die Täler von Visnitzbach, Grübelebach, Flattbach und Istalanzbach. Die Grenze im Süden bildet der Kamm der Samnaungruppe mit den Gipfeln Grubelekopf (2894 m), Gmaierkopf (2914 m), Hexenkopf (3034 m), Arrezkopf (2845 m), Furgler (3004 m) und Blankakopf (2992 m).

Die Gemeinde hat eine Fläche von 58,1 Quadratkilometer. Davon sind 3 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 27 Prozent Almen, 26 Prozent Wald und 44 Prozent hochalpines Gebiet.[1]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Weilern und Einzelhöfen Gries, Elis, See-Dorf (Kirchstraße), Au, Schusterhaus, Oberhaus, Ahle, Klaus, Winkl, Schnatzerau, Untermaierhof, Maierhof, Pillmahd, Neder, Gande, Feichte, Wald, Kuratl, Platz, Voräule, Habigen, Sesselebene, Trautmannskinden, Moos, Maaß-Hofstattle, Schmittal, Sägenegg, Labebene und Labebener Au.

Angrenzende Siedlungen bilden die Fraktion See der Gemeinde Kappl.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kappl Kappl
Kappl Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Serfaus
Grenzpunkt mit der Schweiz (Gemeinde Samnaun) Spiss Pfunds

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im landesfürstlichen Haupturbar von Tirol von 1406/12 werden unterm Gericht Laudeck zum ersten Mal Abgaben aus der späteren Gemeinde See erwähnt. Im Jahre 1433 erfolgte dann die erste urkundliche Nennung von See im Paznun als „ze dem See in Pacznawn“ (zu dem See in Paznaun). Das Jahr 1549 dürfte dann die Geburtsstunde der Gemeinde See sein. Im Urbar wurde See als "Gmain Nachbarschaft" erwähnt. Durch die Besiedlung von Serfaus und Fiss gehörte die Gemeinde See bis 1791/92 zum Gericht Laudeck (Burg bei Ladis; Gerichtssitz seit dem 16. Jahrhundert in Ried). Seither gehört die Gemeinde See zum Gericht Landeck.

In den Tiroler Freiheitskriegen von 1809 kam es im „Giggler-Tobel“ östlich von See zu einem Gefecht zwischen Bayern und Paznauner Schützen. Dabei hielten 800 Paznauner Schützen 1.500 bayrische Soldaten vom Eindringen ins Tal ab. Eine besondere Rolle spielte dabei der Seer Kurat Stephan „s’Stöffele“ Krismer, der mit circa 120 Seeber Frauen Steinlawinen auf die Angreifer herabdonnern ließ.

Kirchlich gehörte See bis zum Jahr 1630 zur Pfarre Serfaus. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Toten über das Furglerjoch (2748 m) auf den Friedhof der Mutterpfarre Serfaus gebracht werden. Die älteste kirchliche Nachricht über See stammt aus dem Jahr 1445 (erste urkundliche Erwähnung einer Kapelle). Um das Jahr 1582 wurde die Seelsorge See eine Kaplanei und um 1600 dann eine Kuratie. Die heutige Kirche zum „Heiligen Sebastian“ stammt aus den Jahren 1758/59 und wurde seither einige Male restauriert (zuletzt 2003/04). Seit 1891 ist See eine selbständige Pfarre und gehört zum Dekanat Zams.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

See, katholische Pfarrkirche heilige Sebastian
Burg Wiesberg und Trisannabrücke
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in See

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort lebt heute im Wesentlichen vom Tourismus. Die Bergbahnen See erschließen seit 1972 ein Skigebiet, das seinen höchsten Punkt südöstlich der Gemeinde im Kar der Kübelgrube (Bergstation der Versingbahn auf etwa 2450 m Höhe Welt-Icon) erreicht.

Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 156.000 im Jahr 2010 auf 224.000 im Jahr 2019. Im Folgejahr sank diese Zahl vermutlich wegen der COVID-19-Pandemie auf 158.000. Rund sechzig Prozent der Übernachtungen entfallen auf die Winter-, vierzig Prozent auf die Sommersaison.[2][3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 13 Mandataren.

Partei 2016[4] 2010[5][6]
% Mandate % Mandate
Für See - Bürgermeisterliste Mallaun Anton 52,56 7 56,07 8
Miteinander - Füreinander 27,80 4
Starke Seaberinnen und Seaber 19,63 2 23,03 3
Allgemeine Volksliste Stefan Juen 20,90 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von See ist Anton Mallaun.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT See COA.svg

Der Gemeinde wurde 1975 folgendes Wappen verliehen:

Blasonierung: Von Blau und Silber schräg geteilt; in Blau ein silbernes Steinbockgehörn, in Silber fünf blaue Wellenbalken.

Der Name geht zurück auf einen See, der den Talboden im Gebiet der Gemeinde einst bedeckte. Das Gemeindewappen ist in blau-weiß gehalten und zeigt fünf Wellenbalken, die den Namen der Gemeinde versinnbildlichen, und ein Steinbockgehörn, das auf die enge Verbundenheit mit der Gemeinde Serfaus hinweist, dessen Wappen ebenfalls ein Gehörn zeigt.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Anton Mallaun, Bürgermeister von See seit 1989[9]
  • 2019: Hans Schmid (* 1939), Geistlicher[10]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kolp, Othmar: Dorfbuch der Gemeinde See im Paznaun. Diplomarbeit, Universität Innsbruck 2004.
  • Kolp, Othmar: Gemeindebuch See. Hrsg. von der Gemeinde See, Athesia-Tyrolia Druck, See 2008.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: See (Gemeinde) – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde See, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. September 2021.
  2. Ein Blick auf die Gemeinde See, Übernachtungen. Statistik Austria, abgerufen am 1. September 2021.
  3. COVID-19 und die Welt der Arbeit. (PDF) United Nations, Juni 2020, abgerufen am 1. September 2021.
  4. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 1. September 2021.
  5. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 1. September 2021.
  6. Gemeinderatswahlen 2010. Gemeinde See, abgerufen am 1. September 2021 (österreichisches Deutsch).
  7. Gemeinderat. Gemeinde See, abgerufen am 1. September 2021 (österreichisches Deutsch).
  8. Gemeindewappen. Gemeinde See, abgerufen am 1. September 2021 (österreichisches Deutsch).
  9. https://www.tt.com/artikel/15926599/dorfchef-wird-in-see-auch-ehrenbuerger, abgerufen am 30. Mai 2020.
  10. https://www.meinbezirk.at/landeck/c-leute/pater-hans-schmid-neuer-ehrenbuerger-der-gemeinde-see_a3689403, abgerufen am 11. Juni 2020.