kika (Möbelhaus)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
kika MöbelhandelsgesmbH.

Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1973
Sitz OsterreichÖsterreich St. Pölten, Österreich
Leitung Reinhold Gütebier
Mitarbeiterzahl kika/Leiner-Gruppe:
5600 Mitarbeiter in Österreich,
weitere 1600 in Osteuropa[1]
Umsatz rund eine Milliarde Euro
Branche Möbeleinzelhandel
Website www.kika.at

Die kika Möbelhandelsgesellschaft m.b.H. ist ein österreichisches Möbeleinzelhandelshaus mit Sitz in St. Pölten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973 eröffnete Herbert Koch, Schwiegersohn von Rudolf Leiner Junior, das erste kika-Einrichtungshaus am Kreilplatz in Wien-Heiligenstadt. Das Konzept („Cash und Carry“, die Selbstabholung) war in Österreich neu und erfolgreich. Aus dem anfänglichen Mitnahmemarkt ist inzwischen ein „Full-Service“-Einrichtungshaus mit einem breiten Angebots- und Leistungsspektrum entstanden, das vom Einstiegspreissegment bis zu Hochwertsortimenten reicht.

18 Leiner- und 32 kika-Einrichtungshäuser wurden seit den Unternehmensgründungen auf dem österreichischen Markt eröffnet. Im Jahr 2000 wurde die Expansion mit der Vertriebsschiene kika international fortgesetzt. Der Expansionsschwerpunkt liegt dabei auf den zentral- und osteuropäischen Märkten. Derzeit gibt es sieben Standorte in Ungarn, sechs in Tschechien, vier in der Slowakei, drei in Kroatien, sowie einen in Rumänien. Das im Juni 2005 in Prag eröffnete kika-Möbelhaus ist mit über 31.000 m² das größte Möbelhaus Tschechiens. Im April 2006 wurde das erste kika-Einrichtungshaus in Kroatien in Zagreb eröffnet. Es ist das größte Möbel-/Einrichtungshaus in Kroatien. Im Dezember 2008 wurde das erste kika-Einrichtungshaus in Bukarest/Rumänien eröffnet.

Mit „k-Franchise“ fungierte kika außerdem als Franchisegeber und eröffnete unter anderem zwei Einrichtungshäuser in Riad und Dhahran in Saudi-Arabien. Diese Franchiseaktivitäten wurden zwischenzeitlich jedoch beendet.

Die Handelskette wurde im Jahr 2005 als bester Onlineshop Österreichs gekürt.

Vom Logistikcenter in St. Pölten, das knapp 100.000 m² Lagerfläche und 30.000 Regalstellplätze aufweist, werden alle kika-Einrichtungshäuser beliefert. Pro Monat werden im Durchschnitt 41.000 m³ Ware ausgeliefert.

Das Unternehmen befindet sich seit Herbst 2013 vollständig im Besitz des südafrikanischen Steinhoff-Konzerns, der das Unternehmen zum Preis von 375 Millionen Euro gekauft hatte.[2]

Im Februar 2017 gibt es 21 Lipo-Standorte als Teil der Steinhoff-Gruppe in der Schweiz. Mit März 2017 wurden die zwei ersten Märkte der Diskontlinie „Lipo“ in Österreich eröffnet.[3] Diese zwei Filialen sollen mit einer Entscheidung vom März 2018 wieder geschlossen werden.

Die Möbelhandelsgruppe kika/Leiner/Lipo mit Sitz in St. Pölten erklärte am 19. März 2018, ihre Standortüberprüfung abgeschlossen zu haben. 46 der insgesamt 50 Standorte der Gruppe bleiben bestehen. Vier, für die keine Zukunft gesehen wird, werden geschlossen: die Lipo-Standorte in Ansfelden und Langenzersdorf, die Leiner-Filiale in Bruck an der Mur sowie ein kika-Standort in Wolfsberg (Kärnten). Die Restrukturierung betrifft auch die Lieferantenbeziehungen, das Warenwirtschaftssystem, die EDV und die Abläufe in den Servicelagern. Der Betrieb sieht eine positive Zukunft, erst Mitte März ist eine dritte Filiale in Prag eröffnet worden.[4]

Nach „Turbulenzen“ beim Mutterkonzern Steinhoff stieg Anfang Juni 2018 eine Kreditversicherung ab und drohte laut KSV kika/Leiner mit der Auszahlungspflicht des Urlaubsgelds Ende Juni 2018 die Insolvenz. Nachdem XXXLutz als Interessent für eine Übernahme kolportiert wurde, verlautete am 14. Juni 2018, dass die Signa Holding des Tiroler Immobilieninvestors René Benko die Möbelkette Kika/Leiner von Steinhoff kaufen werde.[5] Nachdem der Kauf von der Wettbewerbsbehörde – vorzeitig – genehmigt wurde, wurde der Kauf rechtsgültig.[6]

Am 16. August 2018 wurde bekannt, dass zwei weitere kika-Fillialen schließen müssen, in Vösendorf (Niederösterreich) und Spittal an der Drau (Kärnten). Durch die Schließungen werden laut einem Bericht der Presse bis zu 1100 Mitarbeiter gekündigt.[7][8]

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Unternehmen (Leiner und kika) beschäftigt etwa 7700 Mitarbeiter.
  • Gemeinsam mit den Möbelhäusern der Leiner Gruppe hat der Konzern einen Umsatz von 1,265 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Kika-Einrichtungshäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kika in Dornbirn

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kika Standorte in Österreich 2019:[9]

Kika-Filialen 2019[9]

Andere europäische Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kika in Prag
Kika in Netanja

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kika (Möbelhaus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gertrud Hussla: Karstadt-Eigner René Benko übernimmt Steinhoff-Tochter. In: Handelsblatt. 14. Juni 2018, abgerufen am 1. Dezember 2018.
  2. EU-Kommission: Steinhoff darf Kika/Leiner übernehmen | EUWID Möbel. In: euwid-moebel.de, 5. November 2013, abgerufen am 1. Dezember 2018.
  3. Kika/Leiner startet in Österreich Diskontlinie Lipo. In: diepresse.com, 16. Februar 2017, abgerufen 20. März 2018.
  4. Kika/Leiner: Vier Standorte schließen, 46 bleiben. In: orf.at, 20. März 2018, abgerufen 20. März 2018.
  5. Rene Benkos Signa kauft kika/Leiner. In: orf.at, 14. Juni 2018, abgerufen 15. Juni 2018.
  6. kika/Leiner: Wettbewerbsbehörde gibt Kauf frei. In: orf.at, 9. Juli 2018, abgerufen am 9. Juli 2018.
  7. Kika/Leiner baut über 1000 Jobs ab. In: news.ORF.at. 16. August 2018 (orf.at [abgerufen am 16. August 2018]).
  8. Harter Sparkurs bei kika/Leiner. 16. August 2018 (orf.at [abgerufen am 16. August 2018]).
  9. a b Standorte. In: kika.at. Abgerufen am 6. März 2019.