Liezen

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Dieser Artikel behandelt eine österreichische Gemeinde. Zum ungarischen Maler siehe Alexander von Liezen-Mayer.
Liezen
Wappen von Liezen
Liezen (Österreich)
Liezen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 91,73 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 14° 14′ OKoordinaten: 47° 34′ 0″ N, 14° 14′ 0″ O
Höhe: 664 m ü. A.
Einwohner: 8.181 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 8940
Vorwahl: 03612
Gemeindekennziffer: 6 12 59
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
8940 Liezen
Website: www.liezen.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Hakel (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
13
6
3
2
1
13 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Liezen im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming) Gröbming (Expositur Gröbming) Haus (Expositur Gröbming) Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming) Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming) Öblarn (Expositur Gröbming) Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming) Schladming (Expositur Gröbming) Sölk (Expositur Gröbming) Admont Aigen im Ennstal Altaussee Altenmarkt bei Sankt Gallen Ardning Bad Aussee Bad Mitterndorf Gaishorn am See Grundlsee Irdning-Donnersbachtal Landl Lassing Liezen Rottenmann Sankt Gallen (Steiermark) Selzthal Stainach-Pürgg Trieben Wildalpen Wörschach SteiermarkÜbersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Rathaus von Liezen
Rathaus von Liezen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Liezen mit Blick auf Grimming,
S. Kölbl, lith. 1830

Liezen ist eine Stadt mit 8181 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Steirischen Ennstal und Hauptstadt des Bezirks Liezen, des größten Bezirks Österreichs. Liezen ist eine Industrie- und Verwaltungsstadt. Behörden, die in Liezen ihren Sitz haben, sind unter anderem das Finanzamt und die Bezirkshauptmannschaft Liezen (mit politischer Expositur in Gröbming), die Baubezirksleitung, das Bezirksgericht (Gerichtsbezirk Liezen) sowie das Vermessungsamt.

Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist Liezen seit 2015 mit der Gemeinde Weißenbach bei Liezen zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde führt den Namen Stadtgemeinde Liezen weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liezen ist eine alte Bergbau- und Industriestadt, von der jedoch leider nur mehr sehr wenige alte Gebäude vorhanden sind. Vor allem der Hauptplatz besteht nur mehr aus neuen Gebäuden. Früher war die etwa zehn Kilometer südlicher gelegene historische Stadt Rottenmann Verwaltungssitz. Liezen liegt am Nordrand des Ennstales, etwa einen Kilometer vom hochwassergefährdeten Ufer der Enns entfernt. In der Talweitung zu Füßen des Pyhrnpasses, der die Kalkalpen nach Oberösterreich überquert, mündet von Norden der Pyhrnbach in die Enns. Direkt stromaufwärts liegt der Stadtteil (am gleichnamigen Gewässer), der mit Liezen räumlich zusammengewachsen ist. Außerdem ist Liezen ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Der ebene Talboden des Ennstals ist hier zwei bis drei Kilometer breit und teilweise sumpfig: Westlich der Doppelstadt liegt das etwa zwei Quadratkilometer große Wörschacher Moos, im Osten das Selzthaler Moos.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liezen besteht aus vier Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (Einwohner und Fläche: Stand 1. Jänner 2015[3][4]):

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In römischer Zeit war an der über den Pyhrnpass führenden Straßenverbindung die Poststation Stiriate angelegt worden, der als letzte Rast- und Umspannstation für die Pferdefahrzeuge der damaligen Zeit vor oder nach dem Pyhrnpass eine besondere Bedeutung zukam. Von hier weg führten Straßen westwärts über das Ennstal und das Ausseerland nach der römischen Stadt Iuvavum (Salzburg), nach Osten in Richtung Admont, nach Norden zur nächsten Station „Gabromagum“ (auch „Gabromagis“ genannt) bei Windischgarsten. Die Straße führte vom Triebener Tauernpass über „Surontio“, über Burgfried-Lassing (spätere Reichsstraße am Südhang der Burg Strechau) und über die Senke im östlichen Teil des Mitterberges ins Ennstal. Diese Poststation, von der sich Funde römischer Zeit, darunter Inschriftensteine, erhalten haben, bildete zugleich den Ausgangspunkt der späteren Siedlung.[5]

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung von Liezen erfolgte um 1130 in einem Güterverzeichnis des Stiftes Admont unter dem slawischen Namen Luecen, was „feuchte Wiese“ oder „Moor“ bedeutet. Die dem heiligen Veit geweihte Kirche des Dorfes ist erstmals um 1160 erwähnt, das Patrozinium verweist auf eine Missionsbeziehung zum Prager Veitsdom.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Ortes war zum einen dessen Lage am Pyhrn-Pass, zum andern der seit dem 13. Jahrhundert nachweisbare Eisenerzabbau am Salberg. Die oberhalb Liezens an der Roten Wand sichtbaren Eisenerzvorkommen hatten zur Entstehung einer Drachensage geführt, die auch im späteren Stadtwappen thematisiert wurde.

Im ausgehenden 15. Jahrhundert erfolgte ein spätgotischer Neubau der Kirche, die erst um 1600 den Rang einer eigenständigen Pfarrkirche erhielt. Wegen der Türkenbedrohung im ausgehenden Mittelalter wurde die Kirche zugleich mit einem Tabor umgeben.[6] Die Filialkirche Liezen wurde 1515 dem Stift Rottenmann inkorporiert, erst 1614 wurde die zwischenzeitlich evangelisch gewordene Kirche zur selbständigen katholischen Pfarre erhoben.[7] Die nach der Pestepidemie von 1714/15 als barocker Vierkonchenbau errichtete Kalvarienbergskirche am Salberg besitzt im Innern eine Kreuzigungsgruppe des Bildhauers Balthasar Prandstätter aus Judenburg. Westlich des Ortes entstand um 1600 das Renaissance-Schloss Grafenegg, das schließlich nach wechselhaftem Schicksal 1982 abgerissen wurde.[8] Seit dem 17. Jahrhundert besaß Liezen faktisch Marktfunktionen, obgleich eine eigentliche Marktrechtsverleihung nicht stattgefunden hat.

19. und frühes 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die entscheidende Wende in der Stadtentwicklung Liezens vollzog sich mit der Revolution von 1848, die die bestehenden grundherrlichen Verhältnisse beendete. Liezen erhielt 1850 eine Gemeindevertretung[9] und wurde 1866 Sitz der Bezirkshauptmannschaft.[10] Vor allem aber war die Zeit ab 1850 für Liezen geprägt durch die wirtschaftliche Entwicklung zum Industrieort für die Eisenverhüttung.[11] Josef Pesendorfer (1791–1856) – an ihn erinnert das in Gusseisen hergestellte Pesendorfer-Kreuz von 1827 – gründete 1853 die (1893 stillgelegte) Amalienhütte unterhalb des Pyhrn-Passes.[12] Im Jahre 1873 erhielt Liezen mit dem Bahnhof Selzthal-Liezen an der Kronprinz-Rudolf-Bahn, und 1875 mit einem eigenen Bahnhof an der neuen Verbindungsbahn von Selzthal nach Bischofshofen, der Giselabahn, Anschluß an das bestehende Schienennetz.[13] Als Folge dieser Anbindung wurde das wegen seiner Lage gerühmte Liezen zunehmend ein beliebter Ferienort.[14] Der Abbruch des historischen Bahnhofsgebäudes von 1875 erfolgte 2016.

Zu den wichtigsten Persönlichkeiten Liezens im späteren 19. Jahrhundert gehörte der Wiener Industrielle und Mäzen Nikolaus Dumba, der für sein soziales und wirtschaftliches Engagement für den Ort 1870 die Ehrenbürgerwürde verliehen erhielt.[15] Während das im Stil des Historismus erbaute Jagdschloss, das er sich 1874/75 hier durch den Wiener Architekten August Krumholz errichten ließ, 1960 abgebrochen wurde, hat sich die benachbarte „Kleine Villa Dumba“ erhalten.[16] Zu den Künstlern, die als Gäste der Familie Dumba in Liezen weilten, gehörten u.a. Rudolf von Alt[17], Gottfried Seelos und Karl Pischinger, der hier verstarb.[18]

Um die Wende zum 20. Jahrhunderts präsentierte sich Liezen als ein aufstrebender Ort, was in der intensiven Bautätigkeit Ausdruck fand. 1881 erfolgte der Neubau eines Schulgebäudes nach Plänen des Admonter Baumeisters Luigi Franz.[19] Das Schulgebäude wurde 1960 unter Verlust seines architektonischen Charakters „modernisiert“. Bereits um 1900 hatte sich Liezen – erfolglos – um die Anerkennung als Marktgemeinde bemüht und ein repräsentatives Rathaus, zugleich Sitz der Bezirkshauptmannschaft, errichtet, 1902–1904 entstand das Gerichtsgebäude an der Ausseer Straße. 1911–12 wurde auch die spätgotische Pfarrkirche um einen neugotischen Chorbau nach Entwurf des Linzer Dombaumeisters Matthias Schlager erweitert, wofür der spätmittelalterliche Tabor niedergelegt wurde. In der Zwischenkriegszeit nahm die wirtschaftliche Entwicklung Liezens eine eher zögerliche Entwicklung. 1925 wurde von den Brüdern Vasold die Alpenländische Kunstkeramik Liezen begründet, die bis 1960 bestand und neben Gebrauchskeramik auch anspruchsvolle kunstgewerbliche Arbeiten produzierte.[20]

"Stadt Liezen"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erhebung Liezens zur Stadt im Jahre 1947 erfolgte aufgrund des Wirtschafts- und Bevölkerungszuwachses vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Rahmen der Forcierung der Rüstungsindustrie nach dem Anschluss Österreichs war 1939 durch August Schmid-Schmidsfelden die Schmidhütte Liezen begründet worden.[21] Westlich des Ortsgebiets entstand eine Südtiroler-Siedlung. 1954 übernahm die VOEST die inzwischen verstaatlichte Hütte, die aber infolge des Noricum-Skandals abgestoßen und seit 1994 als Maschinenfabrik Liezen und Gießerei weitergeführt wurde.

Im Anschluss an die Stadterhebung nahm Liezen eine städtebauliche Entwicklung, die mit einem großen Verlust an historischer Bausubstanz verbunden war. Der letzte Rest des mittelalterlichen Tabors, das alte Schulhaus, wurde 1983 abgebrochen. Im Gegenzug entstand um 1960 ein von zwei Hochbauten markierter Hauptplatz mit einheitlicher Platzrandbebauung im Stil des Funktionalismus. Finanzamt und Arbeitsamt erhielten 1980 einen gemeinsamen Neubau im Stil des Brutalismus.

Anlässlich der Stadterhebung war 1947 die evangelische Kirche von Admont, zu deren Sprengel Liezen gehörte, in den Rang einer eigenständigen Pfarrkirche erhöht worden. Die Errichtung der Auferstehungskirche in Liezen erfolgte in den Jahren 1957–59, nach dem Zubau des Gemeindezentrums wurde der Amtssitz des Pfarrers von Admont nach Liezen verlegt.[22]

In jüngerer Zeit verlagerte sich das geschäftliche Zentrum zunehmend nach Süden an die als Umgehungsstraße gebaute Bundesstraße 320.

Aus Anlass der 70-Jahr-Feier der Stadt Liezen wurde im Juni 2017 am Eingang des Ortskerns eine monumentale Metallskulptur des Wappentiers der Stadt, des Lindwurms, von der Bildhauerin Naira Boesch-Geworkian aufgestellt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
47,12 %
(-5,13 %p)
24,65 %
(-2,97 %p)
11,70 %
(+3,62 %p)
7,70 %
(-1,93 %p)
6,58 %
(n. k.)
2,26 %
(-0,16 %p)
LIEB
Franz
2010

2015


Die inzwischen erfolgte Gemeindezusammenlegung wurde im Wahlergebnis nachvollzogen.

Bürgermeister ist der Oberstudienrat[23] Rudolf Hakel (SPÖ). Vizebürgermeister sind Roswitha Glashüttner (SPÖ) und Rudolf Mayer (ÖVP).

Der Gemeindevorstand wird durch den Finanzreferent Albert Krug (SPÖ) und den Stadtrat Herbert Waldeck (SPÖ) ergänzt. Amtsdirektor ist Mag. Helmut Kollau.

Gemeinderat: Im 25 Sitze umfassenden Liezener Gemeinderat sind nach den Gemeinderatswahlen von 2015 fünf Fraktionen vertreten:

Liste der Bürgermeister von Liezen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ab 1900[24]
Amtszeit Name Beruf Partei
15.12.1900–
09.08.1912
Gustav Größwang jun.
09.12.1912–
19.06.1915
Carl Dobler Uhrmachermeister
20.06.1915–
01.07.1919
Heinrich Kogler Glasermeister
02.07.1919–
26.09.1919
Johann Schlamadinger Fleischhauermeister
und Gastwirt
27 09.1919–
15.08.1932
Richard Steinhuber Bahnmeister
16.08.1932–
12.03.1938
Anton Hasner Dachdecker- und
Splenglermeister
Vaterländische
Front
13.03.1938–
29.11.1938
Josef Wulz Kaufmann NSDAP
30.11.1938–
13.03.1945
Roman Holzer Direktor NSDAP
14.03.1945–
08.05.1945
Hans Wolf Schuldirektor NSDAP
14.08.1945–
27.05.1946[A 1]
Ludwig Comai Gemeindesekretär
28.05.1946–
19.02.1950
Franz Wimmler Maurerpolier SPÖ
20.02.1950–
03.05.1950
Hans Hennelotter Betriebsleiter SPÖ
04.05.1950–
06.04.1953
Harold Mezler-Andelberg Rechtsanwalt ÖVP
07.04.1953–
10.05.1965
Karl Wimmler Schlossermeister FPÖ
11.05.1965–
18.09.1971
Johann Voglhuber Volksschuldirektor SPÖ
23.11.1971–
30.11.1987
Heinrich Ruff Dreher SPÖ
10.12.1987–
02.01.2000
Rudolf Kaltenböck Kammerangestellter SPÖ
02.01.2000–
amtierend
Rudolf Hakel Lehrer SPÖ
  1. Eingesetzt durch die Besatzungsmacht
Bürgermeister bis 1900[24]
Amtszeit Name Beruf
20.07.1850–
06.03.1861
Anton Galler
07.03.1861–
09.10.1867
Gustav Größwang sen. Apotheker
10.10.1867–
06.02.1871
Franz Hackl Gastwirt
07.02.1871–
24.02.1874
Ferdinand Vasold Kaufmann
28.02.1874–
03.12.1875
Anton Hinterschweiger Gastwirt und
Realitätenbesitzer
04.12.1875–
29.11.1876
Gustav Größwang sen. Apotheker
30.11.1876–
30.05.1884
Leopold von Sölder Rechtsanwalt
31.05.1884–
13.04.1890
Theodor von Steinberg Rechtsanwalt
14.04.1890–
22.12.1891
Carl Keller Brauereibesitzer und
Gastwirt
23.12.1891–
07.08.1896
Carl Dobler Uhrmachermeister
08.08.1896–
15.10.1899
Gustav Größwang jun. Apotheker
16.10.1899–
14.12.1900
Michael Matlschweiger Gastwirt

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

bis 2014
ab 2015

Die Steiermärkische Landesregierung hatte der Stadt Liezen mit Beschluss vom 4. September 1947 das Recht zur Führung eines Stadtwappens verliehen, die Blasonierung lautete:

„In einem roten Schilde erscheint ein sich zweimal windender, ungeflügelter, mit einem Rückenkamme versehener, goldene Flammen speiender, grünlichgrauer, golden bewehrter Lindwurm mit goldenen Augen. Den Schildesfuss durchzieht eine goldene Zinnenmauer mit fünf schwarzen Toröffnungen. Auf dem Hauptrande des von einer ornamentierten, bronzefarbenen Randeinfassung umgebenen Schildes ruht eine silberfarbene Mauerkrone mit drei sichtbaren Zinnen.“

Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren die Wappen der fusionierten Gemeinden mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 20. Februar 2015.[25]
Die neue Wappenbeschreibung lautet:

„In rotem Schild eine mit unregelmäßiger Silhouette bis ins Schildhaupt ragende silberne Felswand, belegt mit einem abwärts gekehrten grünen, sich zweimal krümmenden und rot feuerspeienden Lindwurm.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Grafenegg um 1830, Abriss vor Unterschutzstellung 1982
Häuserzeile am Phyrnbach, 1909
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Liezen
Bauwerke in Liezen
  • Pfarrkirche hl. Veit
  • Kalvarienbergkirche
  • Evangelische Pfarrkirche
  • Alte Schmiede, Rainstorm Nr. 7
  • Gassner-Mühle Untergayer, 18. Jahrhundert
  • Rathaus
  • Pesendorfer-Kreuz
Bauwerke in Pyhrn
  • Meilenstein Zu den drei Kaisern
Bauwerke in Reithtal
  • Kalvarienbergkapelle
  • Pfarrkirche Liezen
    Bildstock zu Nicolaus Dumba, Am Salberg
  • Kreuzweg, Arzbergweg
  • Turmruine der sog. „Oberen Klause“, mit ihr konnte man das Tal sperren und so einen Zugang nach Admont verhindern.

Die sog. „Untere Klaus“ befindet sich auf der anderen Talseite östlich von Selzthal.

Veranstaltungen
  • Alle zwei Jahre wird der „Internationale Wettbewerb für Violoncello“ ausgetragen.
  • Im Kulturhaus Liezen finden immer wieder regionale Kunsttreffen statt.
  • Der „Liezener Musikfrühling“ setzt auf ein Nebeneinander von Jazz-, Schlager- und klassischer Musik. Im Sommer findet unter anderem die „Liezener Musiknacht“ statt.
  • Das Motorradtreffen findet jedes Jahr im SC Stadion statt.
  • Im Süden der Stadt, südlich der Enns, stehen zwei Denkmäler des Zweiten Weltkrieges.
  • Im seitlichen Kirchenaufgang befinden sich zwei beschriftete Steine aus der ehemaligen Römersiedlung Liezen.
Veranstaltungsorte
  • Kulturhausplatz
  • Alpenbad
  • Bahnhofweg (Fußgängerzone)
  • Kulturhaus
  • Ennstalhalle
  • Hauptplatz
  • Altes Kino (Theater)
  • Einkaufszentrum "Arkade"
  • SC Stadion
  • Birkenstadion
  • Starmovie
  • Kletterhalle (cityrock)
  • Discothek BASE
  • Einkaufszentrum Liezen - ELI

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fußball
    • Der WSV Liezen (Werksportverein Liezen) spielt in der 8.-höchsten Spielklasse Österreichs
    • Der SC Liezen (Sport Club Liezen) spielt in der 4.-höchsten Spielklasse Österreichs und besitzt in Kooperation mit der NSG Liezen eine 2. Kampfmannschaft die unter dem Namen SG Liezen in der 8.-höchsten Spielklasse Österreichs spielt.
    • Beide Teams zusammen ergeben in der Jugend die NSG Liezen.
  • Leichtathletik
    • Seit 1925 findet jährlich am ersten Sonntag im August das Bergturnfest Liezener Hütte mit leichtathletischen Wettbewerben in 1.767 m Höhe statt.
  • Motorsport
    • MSV Liezen
    • WSV Liezen
  • Volleyball
    • Der VBC Gabriel Stainach-Irdning spielt in der zweithöchsten Liga Österreichs und spielt seine Heimspiele in der Ennstalhalle.
  • Klettern
    • Seit November 2008 existiert in Liezen ein 900 m² großes Kletterzentrum das vom Liezener Alpenverein geführt wird.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Betrieb in Liezen ist die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Liezen vor dem Abbruch

Liezen ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Straßenverkehr. Die Ennstal Straße B 320, eine Hauptverbindung zwischen der Steiermark und Salzburg, geht hier in die Pyhrn Autobahn A 9 über. Eine seit Jahrzehnten geplante leistungsfähige Umfahrungsstraße, die sogenannte „Ennsnahe Trasse“, ist nach wie vor heftig umstritten, nicht nur bei Naturschützern, sondern auch bei den Wirtschaftstreibenden der Stadt, die Nachteile durch die Umfahrung befürchten.

Die Straße über den Pyhrnpass B 138, die hier von der Ennstalstraße abzweigt, stellt die Verbindung zum unmittelbar an die Gemeinde angrenzenden Bundesland Oberösterreich her. Der Großteil des Schwerverkehrs wird aber durch den mautpflichtigen Bosrucktunnel der Pyhrn Autobahn A 9 abgewickelt.

Der Bahnhof Liezen, welcher an der Ennstalbahn liegt, ist regelmäßiger Halt der Intercity-Verbindungen zwischen Graz und Salzburg beziehungsweise Innsbruck. Der zuletzt 2009–10 umgebaute Bahnhof Liezen[26] wurde 2016 abgerissen. Ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt befindet sich im nahe gelegenen Selzthal.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1. April 1999 sendet auch Radio FREEQUENNS 100,8 – das freie Radio im Ennstal aus Liezen. Radio FREEQUENNS 100,8 gestaltet 24 Stunden am Tag ein Radioprogramm. Vor allem Jugendliche nutzen den öffentlichen Zugang des freien Radios, gestalten ihre eigenen Sendungen, erlernen digitale Schnitttechnik. Das Programm wird nicht durch Werbung unterbrochen.
  • Einige Regionalzeitungen haben in Liezen ihren Sitz, wie zum Beispiel die Liezener Bezirksnachrichten und die Ennstaler Woche. Weiters gibt es ein Regionalbüro der Kleinen Zeitung.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Liezen befinden sich folgende Bildungseinrichtungen:

  • Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule (BHAK/BHAS) Liezen
  • Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BBAKIP)
  • Volksschule Liezen
  • Neue Mittelschule Liezen
  • Sonderschule Liezen
  • Volkshochschule der steirischen Arbeiterkammer
  • Bildungszentrum Liezen des Berufsförderungsinstituts Steiermark
  • Wirtschaftsförderungsinstitut Liezen
  • Musikschule Liezen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter von Liezen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Liezen verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Liezen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 6 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  3. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  4. Katastralgemeinden Stmk. 2015 (Excel-Datei, 128 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  5. Wolfgang Flecker: Archäologische Funde im Gemeindegebiet von Liezen. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 41, März 2010.
  6. Helmut J. Mezler-Andeberg: Von der Dorfkirche zur Stadtpfarre. In: Marlies Raffler (Hrsg.): Liezen – Festschrift anläßlich des Jubiläums 50 Jahre Stadt Liezen. Liezen, 1997, S. 75–97.
  7. Josef Schmidt: Die Pfarre Liezen im Zeitenwandel. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 45f., März/Juni 2012.
  8. Gerwald Mitteregger: Glück und Ende von Grafenegg im Ennstal. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 39, September 2010.
  9. Rudolf Pelzer: 150 Jahre Gemeindevertretung. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 1, März 2001.
  10. Wolfgang Flecker: Vom Dorf zur Bezirksstadt. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 50, Juni 2013.
  11. Ernst Kepplinger: Erzabbau und Eisengewinnung. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 4, Dezember 2001.
  12. Ernst Kepplinger: Erz und Eisen. Das Wirken des Gewerken Josef Pesendorfer in Liezen. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 5, März 2002.
  13. Klaus Reisinger: Liezen als Drehscheibe des internationalen Verkehrs. Von der „Via Norica“ zur „Pyhrnautobahn“ . In: Marlies Raffler (Hg.): Liezen – Festschrift anläßlich des Jubiläums 50 Jahre Stadt Liezen. Liezen, 1997, S. 119.
  14. Marlies Raffler: „Eines der größten und schönsten Dörfer des Landes …“. Liezen als Reiseziel. In: Marlies Raffler (Hrsg.): Liezen – Festschrift anläßlich des Jubiläums 50 Jahre Stadt Liezen. Liezen, 1997, S. 125–134.
  15. Rudolf Polzer und Wolfgang Flecker: Nikolaus Dumba, Jagdherr und Mäzen. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 7, September 2002.
  16. Johann Josef Böker: Die Kleine Dumba-Villa in Liezen. In: Liezen im Zeitspiegel, Folge 6, März 2015.
  17. Adolf Schachner: „Alt, aber gut“. In: Liezen im Zeitwandel, Folge 44, Dezember 2011.
  18. Gerwald Mitteregger: Carl Pischinger, Tier- und Landschaftsmaler. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 43, September 2011.
  19. Hannelore Sommer: Die Volksschule in Liezen. In: Liezen im Zeitspiegel. Folge 14, März 2017.
  20. Wolfgang Flecker: Die Liezener Keramik. In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 19, September 2005.
  21. Rolf Schretthammer: Die Hütte Liezen. In: Marlies Raffler (Hrsg.): Liezen – Festschrift anläßlich des Jubiläums 50 Jahre Stadt Liezen. Liezen, 1997, S. 167–170; Adolf Schachner: Von der Schmidhütte zur Maschinenfabrik . In: Liezen im Zeitenwandel, Folge 35f., September/ Dezember 2009.
  22. Johannes Hanek: Die evangelische Gemeinde in Liezen. In: Marliese Raffler (Hrsg.): Liezen. Festschrift anläßlich des Jubiläums 50 Jahre Stadt Liezen. Liezen 1997, S. 347–351.
  23. Stadt Liezen. Abgerufen am 18. November 2013.
  24. a b Stadtgemeinde Liezen: Bisherige Liezener Bürgermeister, abgerufen am 3. Februar 2012
  25. 28. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. Februar 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Stadtgemeinde Liezen (politischer Bezirk Liezen), abgerufen am 19. Februar 2016
  26. Kleine Zeitung – Eröffnung neuer Bahnhof Liezen, abgerufen am 12. Dezember 2010