Liezen

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Dieser Artikel behandelt eine österreichische Gemeinde. Zum ungarischen Maler siehe Alexander von Liezen-Mayer.
Liezen
Wappen von Liezen
Liezen (Österreich)
Liezen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 91,72 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 14° 14′ OKoordinaten: 47° 34′ 0″ N, 14° 14′ 0″ O
Höhe: 664 m ü. A.
Einwohner: 8.086 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 8940
Vorwahl: 03612
Gemeindekennziffer: 6 12 59
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
8940 Liezen
Website: www.liezen.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Hakel (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
13
6
3
2
1
13 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Liezen im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming) Gröbming (Expositur Gröbming) Haus (Expositur Gröbming) Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming) Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming) Öblarn (Expositur Gröbming) Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming) Schladming (Expositur Gröbming) Sölk (Expositur Gröbming) Admont Aigen im Ennstal Altaussee Altenmarkt bei Sankt Gallen Ardning Bad Aussee Bad Mitterndorf Gaishorn am See Grundlsee Irdning-Donnersbachtal Landl Lassing Liezen Rottenmann Sankt Gallen (Steiermark) Selzthal Stainach-Pürgg Trieben Wildalpen Wörschach SteiermarkÜbersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
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Rathaus von Liezen
Rathaus von Liezen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Liezen mit Blick auf Grimming,
S. Kölbl, lith. 1830

Liezen ist eine Stadt mit 8086 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im steirischen Ennstal (Österreich) und Hauptstadt des Bezirks Liezen, des größten Bezirks Österreichs. Liezen ist eine Industrie- und Verwaltungsstadt. Behörden, die in Liezen ihren Sitz haben, sind unter anderem das Finanzamt und die Bezirkshauptmannschaft Liezen (mit politischer Expositur in Gröbming), die Baubezirksleitung, das Bezirksgericht (Gerichtsbezirk Liezen) sowie das Vermessungsamt.

Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist Liezen seit 2015 mit der Gemeinde Weißenbach bei Liezen zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde führt den Namen Stadtgemeinde Liezen weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liezen ist eine alte Bergbau- und Industriestadt, von der jedoch leider nur mehr sehr wenige alte Gebäude vorhanden sind. Vor allem der Hauptplatz besteht nur mehr aus neuen Gebäuden. Früher war die etwa zehn Kilometer südlicher gelegene historische Stadt Rottenmann Verwaltungssitz. Liezen liegt am Nordrand des Ennstales, etwa einen Kilometer vom hochwassergefährdeten Ufer der Enns entfernt. In der Talweitung zu Füßen des Pyhrnpasses, der die Kalkalpen nach Oberösterreich überquert, mündet von Norden der Pyhrnbach in die Enns. Direkt stromaufwärts liegt der Stadtteil (am gleichnamigen Gewässer), der mit Liezen räumlich zusammengewachsen ist. Außerdem ist Liezen ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Der ebene Talboden des Ennstals ist hier zwei bis drei Kilometer breit und teilweise sumpfig: Westlich der Doppelstadt liegt das etwa zwei Quadratkilometer große Wörschacher Moos, im Osten das Selzthaler Moos.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liezen besteht aus vier Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (Einwohner und Fläche: Stand 1. Jänner 2015[3][4]):

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namenentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luecen → Lueczen → Luzin → Liuzen → Luetze → Luetzen → Lietzen → Liezen
  • Luecen bedeutet „nasse Wiese“

Stiriate (Römer)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als letzte Rast- und Umspannstation für die Pferdefahrzeuge der damaligen Zeit vor oder nach dem Pyhrnpass kam diesem „Stiriate“ eine besondere Bedeutung zu. Von hier weg führten Straßen westwärts über das Ennstal und das Ausseerland nach der römischen Stadt Juvavum (Salzburg), nach Osten in Richtung Admont, nach Norden zur nächsten Station „Gabromagum“ (auch „Gabromagis“ genannt) bei Windischgarsten.
  • Die Straße führte vom Triebener Tauernpass über „Surontio“, über Burgfried-Lassing (spätere Reichsstraße am Südhang der Burg Strechau) und über die Senke im östlichen Teil des Mitterberges, die im Volksmund nach einem dort stehenden Bildstock des Heiligen Jakob, der „Jockerl“ genannt wird, ins Ennstal.

Drachen-Sage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  • Diese berichtet, dass noch im 12. Jahrhundert eine römische Stadt auf dem Brunnfeld gestanden sein soll. Ein Erdbeben habe das Felsgestein an der Roten Wand zusammengeschüttelt, sodass es ins Tal herabstürzte und dieses verschüttete. Dies ist eine reine Legende, die sich geologisch widerlegen lässt. Es hat vom Norden - dem Bereich der „roten Wand“ wohl tatsächlich ein Felssturz stattgefunden, der aber vor etwa 10 000 Jahren abgelaufen sein muss. Auf den angeblich betroffenen Flächen des Brunnfeldes bis zum Kornbauer haben sich mächtige Braunerdeböden gebildet, was wohl kaum im tausend Jahren möglich wäre! Dazu ergänzt die Sage, wie sie uns mündlich überliefert wurde, dass in der Roten Wand ein Drachen hauste, der diesen Felssturz verursacht haben soll. Im Stadtwappen ist dieser Drachen grün auf rotem Hintergrund dargestellt.
  • Eine andere Auslegung berichtet, dass dieses furchtbare Ungetüm beim „Gsengleggn“ in der Roten Wand gelebt haben soll. Der Hahn des Hainzlebner-Bauern habe sich dorthin verirrt und sei vom Drachen gefressen worden. Dadurch gestärkt, sei dann dieses Untier ausgebrochen und habe damit den Felssturz verursacht.
  • Die Sage weiß aber auch, dass jene „Stadt“ bis zum „Weißen Kreuz“ an der Ausseerstraße gereicht haben soll. Beim Grafenkreuz im Oberdorf und in der Nähe des Kornbauernhofes (heute Salzstraße 12) sollen Heidentempel oder vielleicht eine alte Kirche gestanden haben. Wahrscheinlich waren dies alte Heidentempel oder nur Bilder heidnischer Götter. So ist es zu erklären, dass dort Überbleibsel der Römerzeit noch länger bestanden. Dafür gibt es aber keinerlei Belege. Der einzige Fund aus der Römerzeit im Bereich Liezen ist ein im Portal der Pfarrkirche eingemauerter Straßenstein. Eine weitere, ähnlich glaubwürdige Legende berichtet vom verschwinden eines Vorsteckers (Eisenstange, mit der Löcher für die „Hiefler“ zum Heu trocknen vorgestochen wurden) in Boden des Brunnfeldes. Er soll in den Kamin eines dort verschütteten Hauses gestürzt sein. Auch das wieder ein weiterer Beleg für die naive Gutgläubigkeit der mündlichen Überlieferung der ansässigen Bevölkerung.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
47,12 %
(-5,13 %p)
24,65 %
(-2,97 %p)
11,70 %
(+3,62 %p)
7,70 %
(-1,93 %p)
6,58 %
(n. k.)
2,26 %
(-0,16 %p)
LIEB
Franz
2010

2015

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Die inzwischen erfolgte Gemeindezusammenlegung wurde im Wahlergebnis nachvollzogen.

Bürgermeister ist der Oberstudienrat[5] Rudolf Hakel (SPÖ). Vizebürgermeister sind Roswitha Glashüttner (SPÖ) und Rudolf Mayer (ÖVP).

Der Gemeindevorstand wird durch den Finanzreferent Albert Krug (SPÖ) und den Stadtrat Herbert Waldeck (SPÖ) ergänzt. Amtsdirektor ist Mag. Helmut Kollau.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 25 Sitze umfassenden Liezener Gemeinderat sind nach den Gemeinderatswahlen von 2015 fünf Fraktionen vertreten:

Liste der Bürgermeister von Liezen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ab 1900[6]
Amtszeit Name Beruf Partei
15.12.1900–
09.08.1912
Gustav Größwang jun.
09.12.1912–
19.06.1915
Carl Dobler Uhrmachermeister
20.06.1915–
01.07.1919
Heinrich Kogler Glasermeister
02.07.1919–
26.09.1919
Johann Schlamadinger Fleischhauermeister
und Gastwirt
27 09.1919–
15.08.1932
Richard Steinhuber Bahnmeister
16.08.1932–
12.03.1938
Anton Hasner Dachdecker- und
Splenglermeister
Vaterländische
Front
13.03.1938–
29.11.1938
Josef Wulz Kaufmann NSDAP
30.11.1938–
13.03.1945
Roman Holzer Direktor NSDAP
14.03.1945–
08.05.1945
Hans Wolf Schuldirektor NSDAP
14.08.1945–
27.05.1946[A 1]
Ludwig Comai Gemeindesekretär
28.05.1946–
19.02.1950
Franz Wimmler Maurerpolier SPÖ
20.02.1950–
03.05.1950
Hans Hennelotter Betriebsleiter SPÖ
04.05.1950–
06.04.1953
Harold Mezler-Andelberg Rechtsanwalt ÖVP
07.04.1953–
10.05.1965
Karl Wimmler Schlossermeister FPÖ
11.05.1965–
18.09.1971
Johann Voglhuber Volksschuldirektor SPÖ
23.11.1971–
30.11.1987
Heinrich Ruff Dreher SPÖ
10.12.1987–
02.01.2000
Rudolf Kaltenböck Kammerangestellter SPÖ
02.01.2000–
amtierend
Rudolf Hakel Lehrer SPÖ
  1. Eingesetzt durch die Besatzungsmacht
Bürgermeister bis 1900[6]
Amtszeit Name Beruf
20.07.1850–
06.03.1861
Anton Galler
07.03.1861–
09.10.1867
Gustav Größwang sen. Apotheker
10.10.1867–
06.02.1871
Franz Hackl Gastwirt
07.02.1871–
24.02.1874
Ferdinand Vasold Kaufmann
28.02.1874–
03.12.1875
Anton Hinterschweiger Gastwirt und
Realitätenbesitzer
04.12.1875–
29.11.1876
Gustav Größwang sen. Apotheker
30.11.1876–
30.05.1884
Leopold von Sölder Rechtsanwalt
31.05.1884–
13.04.1890
Theodor von Steinberg Rechtsanwalt
14.04.1890–
22.12.1891
Carl Keller Brauereibesitzer und
Gastwirt
23.12.1891–
07.08.1896
Carl Dobler Uhrmachermeister
08.08.1896–
15.10.1899
Gustav Größwang jun. Apotheker
16.10.1899–
14.12.1900
Michael Matlschweiger Gastwirt

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

bis 2014
ab 2015

Die Steiermärkische Landesregierung hatte der Stadt Liezen mit Beschluss vom 4. September 1947 das Recht zur Führung eines Stadtwappens verliehen, die Blasonierung lautete:

„In einem roten Schilde erscheint ein sich zweimal windender, ungeflügelter, mit einem Rückenkamme versehener, goldene Flammen speiender, grünlichgrauer, golden bewehrter Lindwurm mit goldenen Augen. Den Schildesfuss durchzieht eine goldene Zinnenmauer mit fünf schwarzen Toröffnungen. Auf dem Hauptrande des von einer ornamentierten, bronzefarbenen Randeinfassung umgebenen Schildes ruht eine silberfarbene Mauerkrone mit drei sichtbaren Zinnen.“

Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren die Wappen der fusionierten Gemeinden mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 20. Februar 2015.[7]
Die neue Wappenbeschreibung lautet:

„In rotem Schild eine mit unregelmäßiger Silhouette bis ins Schildhaupt ragende silberne Felswand, belegt mit einem abwärts gekehrten grünen, sich zweimal krümmenden und rot feuerspeienden Lindwurm.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Grafenegg um 1830, Abriss vor Unterschutzstellung 1982
Häuserzeile am Phyrnbach, 1909
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Liezen
Bauwerke in Liezen
  • Pfarrkirche hl. Veit
  • Kalvarienbergkirche
  • Evangelische Pfarrkirche
  • Alte Schmiede, Rainstorm Nr. 7
  • Gassner-Mühle Untergayer, 18. Jahrhundert
  • Rathaus
  • Pesendorfer-Kreuz
Bauwerke in Pyhrn
  • Meilenstein Zu den drei Kaisern
Bauwerke in Reithtal
  • Kalvarienbergkapelle
  • Pfarrkirche Liezen
    Bildstock zu Nicolaus Dumba, Am Salberg
  • Kreuzweg, Arzbergweg
  • Turmruine der sog. „Oberen Klause“, mit ihr konnte man das Tal sperren und so einen Zugang nach Admont verhindern.

Die sog. „Untere Klaus“ befindet sich auf der anderen Talseite östlich von Selzthal.

Veranstaltungen
  • Alle zwei Jahre wird der „Internationale Wettbewerb für Violoncello“ ausgetragen.
  • Im Kulturhaus Liezen finden immer wieder regionale Kunsttreffen statt.
  • Der „Liezener Musikfrühling“ setzt auf ein Nebeneinander von Jazz-, Schlager- und klassischer Musik. Im Sommer findet unter anderem die „Liezener Musiknacht“ statt.
  • Das Motorradtreffen findet jedes Jahr im SC Stadion statt.
  • Im Süden der Stadt, südlich der Enns, stehen zwei Denkmäler des Zweiten Weltkrieges.
  • Im seitlichen Kirchenaufgang befinden sich zwei beschriftete Steine aus der ehemaligen Römersiedlung Liezen.
Veranstaltungsorte
  • Kulturhausplatz
  • Alpenbad
  • Bahnhofweg (Fußgängerzone)
  • Kulturhaus
  • Ennstalhalle
  • Hauptplatz
  • Altes Kino (Theater)
  • Einkaufszentrum Arkade
  • SC Stadion
  • Birkenstadion
  • Starmovie (neues Kino)
  • Kletterhalle (cityrock)
  • Discothek Bollwerk
  • 2016 wird ein neues Einkaufszentrum errichtet es heißt ELI.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fußball
    • Der WSV Liezen (Werksportverein Liezen) spielt in der 8.-höchsten Spielklasse Österreichs
    • Der SC Liezen (Sport Club Liezen) spielt in der 4.-höchsten Spielklasse Österreichs und besitzt in Kooperation mit der NSG Liezen eine 2. Kampfmannschaft die unter dem Namen SG Liezen in der 8.-höchsten Spielklasse Österreichs spielt.
    • Beide Teams zusammen ergeben in der Jugend die NSG Liezen.
  • Leichtathletik
    • Seit 1925 findet jährlich am ersten Sonntag im August das Bergturnfest Liezener Hütte mit leichtathletischen Wettbewerben in 1.767 m Höhe statt.
  • Motorsport
    • MSV Liezen
    • WSV Liezen
  • Volleyball
    • Der VBC Gabriel Stainach-Irdning spielt in der zweithöchsten Liga Österreichs und spielt seine Heimspiele in der Ennstalhalle.
  • Klettern
    • Seit November 2008 existiert in Liezen ein 900 m² großes Kletterzentrum das vom Liezener Alpenverein geführt wird.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Betrieb in Liezen ist die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Liezen

Liezen ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Straßenverkehr. Die Ennstal Straße B 320, eine Hauptverbindung zwischen der Steiermark und Salzburg, geht hier in die Pyhrn Autobahn A 9 über. Eine seit Jahrzehnten geplante leistungsfähige Umfahrungsstraße, die sogenannte „Ennsnahe Trasse“, ist nach wie vor heftig umstritten, nicht nur bei Naturschützern, sondern auch bei den Wirtschaftstreibenden der Stadt, die Nachteile durch die Umfahrung befürchten.

Die Straße über den Pyhrn-Pass B 138, die hier von der Ennstalstraße abzweigt, stellt die Verbindung zum unmittelbar an die Gemeinde angrenzenden Bundesland Oberösterreich her. Der Großteil des Schwerverkehrs wird aber durch den mautpflichtigen Bosrucktunnel der Pyhrn Autobahn A 9 abgewickelt.

Der Bahnhof Liezen, welcher an der Ennstalbahn liegt, ist regelmäßiger Halt der Intercity-Verbindungen zwischen Graz und Salzburg beziehungsweise Innsbruck. Der Bahnhof Liezen wurde 2009 bis 2010 und auf aktuellem Stand gebracht.[8] Ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt befindet sich im nahe gelegenen Selzthal.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1. April 1999 sendet auch Radio FREEQUENNS 100,8 – das freie Radio im Ennstal aus Liezen. Radio FREEQUENNS 100,8 gestaltet 24 Stunden am Tag ein Radioprogramm. Vor allem Jugendliche nutzen den öffentlichen Zugang des freien Radios, gestalten ihre eigenen Sendungen, erlernen digitale Schnitttechnik. Das Programm wird nicht durch Werbung unterbrochen.
  • Einige Regionalzeitungen haben in Liezen ihren Sitz, wie zum Beispiel die Liezener Bezirksnachrichten und die Ennstaler Woche. Weiters gibt es ein Regionalbüro der Kleinen Zeitung.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Liezen befinden sich folgende Bildungseinrichtungen:

  • Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule (BHAK/BHAS) Liezen
  • Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BBAKIP)
  • Volksschule Liezen
  • Neue Mittelschule Liezen
  • Sonderschule Liezen
  • Volkshochschule der steirischen Arbeiterkammer
  • Bildungszentrum Liezen des Berufsförderungsinstituts Steiermark
  • Wirtschaftsförderungsinstitut Liezen
  • Musikschule Liezen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter von Liezen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Liezen verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Liezen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 6 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  3. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  4. Katastralgemeinden Stmk. 2015 (Excel-Datei, 128 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  5. Stadt Liezen. Abgerufen am 18. November 2013.
  6. a b Stadtgemeinde Liezen: Bisherige Liezener Bürgermeister, abgerufen am 3. Februar 2012
  7. 28. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. Februar 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Stadtgemeinde Liezen (politischer Bezirk Liezen), abgerufen am 19. Februar 2016
  8. Kleine Zeitung – Eröffnung neuer Bahnhof Liezen, abgerufen am 12. Dezember 2010