Knüllwald

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Wappen Deutschlandkarte
Knüllwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Knüllwald hervorgehoben

Koordinaten: 51° 0′ N, 9° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 100,67 km2
Einwohner: 4364 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 34593
Vorwahlen: 05685, 05681, 05686, 06677Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HR, FZ, MEG, ZIG
Gemeindeschlüssel: 06 6 34 011
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
34593 Knüllwald
Website: www.knuellwald.de
Bürgermeister: Jürgen Roth (UKW)
Lage der Gemeinde Knüllwald im Schwalm-Eder-Kreis
KasselLandkreis FuldaLandkreis Hersfeld-RotenburgLandkreis KasselLandkreis Marburg-BiedenkopfLandkreis Waldeck-FrankenbergVogelsbergkreisVogelsbergkreisWerra-Meißner-KreisKnüllwaldHomberg (Efze)FrielendorfSchwarzenborn (Knüll)Neukirchen (Knüll)OberaulaOttrauSchrecksbachWillingshausenSchwalmstadtGilserbergJesbergNeuentalBad ZwestenBorken (Hessen)MorschenMalsfeldWabern (Hessen)Felsberg (Hessen)SpangenbergMelsungenKörleGuxhagenEdermündeGudensbergNiedensteinFritzlarKarte
Über dieses Bild
Knüllwald bei Nenterode

Knüllwald ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knüllwald liegt im Knüllgebirge zwischen den Flüssen Efze und Beise südlich von Kassel. Mit einem Gemeindegebiet von 10.053 ha, davon über 60 % bewaldet, belegt Knüllwald einen der vorderen Plätze unter den flächengrößten Kommunen in Hessen.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knüllwald grenzt im Norden an die Gemeinde Malsfeld, im Osten an die Gemeinden Morschen (beide im Schwalm-Eder-Kreis), Alheim und Ludwigsau, im Süden an die Gemeinde Neuenstein (alle drei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und die Stadt Schwarzenborn, sowie im Westen an die Stadt Homberg (Efze) (beide im Schwalm-Eder-Kreis).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den 16 Ortsteilen Appenfeld, Berndshausen, Ellingshausen, Hausen, Hergetsfeld, Lichtenhagen, Nausis, Nenterode, Niederbeisheim, Oberbeisheim, Reddingshausen, Remsfeld (Sitz der Gemeindeverwaltung), Rengshausen, Schellbach, Völkershain und Wallenstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bildung der Großgemeinde Knüllwald im Rahmen der Gebietsreform in Hessen geschah in zwei Etappen. Zum 31. Dezember 1971 hatten sich die Gemeinden Appenfeld, Ellingshausen, Hergetsfeld, Oberbeisheim, Reddingshausen, Remsfeld, Schellbach, Völkershain und Wallenstein freiwillig zur neuen Gemeinde Knüllwald zusammengeschlossen.[3] Kraft Landesgesetz kamen zum 1. Januar 1974 die Gemeinden Berndshausen, Niederbeisheim und Rengshausen zur Großgemeinde Knüllwald.[4][3] Damit wurde eine der größten Flächengemeinden Hessens geschaffen. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Knüllwald wurden Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.

Seit 1998 ist die Großgemeinde Dömsöd (Ungarn) die Partnergemeinde von Knüllwald.[5]

Seit Oktober 2019 betreibt „Amazon Logistics“ in Knüllwald ein Verteilzentrum.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Knüllwald 4537 Einwohner. Nach dem Lebensalter waren 678 Einwohner unter 18 Jahren, 1761 zwischen 18 und 49, 1068 zwischen 50 und 64 und 1029 Einwohner waren älter.[7] Unter den Einwohnern waren 101 (2,2 %) Ausländer, von denen 51 aus dem EU-Ausland, 27 aus anderen Europäischen Ländern und 21 aus anderen Staaten kamen.[8] (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 5,6 %.[9]) Die Einwohner lebten in 1998 Haushalten. Davon waren 540 Singlehaushalte, 576 Paare ohne Kinder und 669 Paare mit Kindern, sowie 180 Alleinerziehende und 33 Wohngemeinschaften. In 396 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 1221 Haushaltungen lebten keine Senioren.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knüllwald: Einwohnerzahlen von 1973 bis 2020
Jahr  Einwohner
1973
  
5.248
1975
  
5.159
1980
  
5.234
1985
  
5.290
1990
  
5.463
1995
  
5.323
2000
  
5.135
2005
  
4.928
2010
  
4.612
2011
  
4.537
2015
  
4.508
2020
  
4.377
Quelle(n): Hessisches Statistisches Informationssystem[9]; Zensus 2011[8]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1987: 4145 evangelische (= 85,5 %), 435 katholische (= 9,0 %), 265 sonstige (= 5,5 %) Einwohner[10]
• 2011: 3447 evangelische (= 76,0 %), 358 katholische (= 7,9 %), 732 sonstige (= 13,1 %) Einwohner[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1993 werden in Hessen die Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt.[11] Seit 2017 ist Jürgen Roth (UKW) Bürgermeister in Knüllwald.[11]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[12] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[13][14][15]

Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2021
Stimmenanteil in %
Wahlbeteiligung 59,7 %
 %
50
40
30
20
10
0
37,7
(−11,6)
28,1
(n. k.)
19,9
(−6,7)
14,4
(−6,1)
n. k.
(−3,6)
2016

2021

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Gut für Knüllwald
c Unabhängige Knüllwälder Wählergemeinschaft
Sitzverteilung
    
Insgesamt 23 Sitze
  • SPD: 9
  • GUT: 6
  • UKW: 5
  • CDU: 3
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 37,7 9 49,3 11 57,1 13 52,6 12 58,6 18
GUT Gut für Knüllwald[16] 28,1 6
UKW Unabhängige Knüllwälder Wählergemeinschaft 19,9 5 26,6 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 14,4 3 20,5 5 31,6 7 31,9 7 29,0 9
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 3,6 1 6,9 2 6,0 2 5,7 2
FDP Freie Demokratische Partei 4,4 1 5,2 1
FWG Freie Wählergemeinschaft 4,3 1
F.D.P.-FWG Freie Bürgerliste F.D.P. – FWG 6,7 2
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 59,7 61,0 60,3 59,3 66,5

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgruine Wallenstein
  • Wehrkirche Berndshausen: erbaut 1729, renoviert 1962
  • Kirche Niederbeisheim: erbaut 1775, renoviert 1963
  • Kirche Oberbeisheim: erbaut 1720, Taufstein, renoviert 1971
  • Kirche Remsfeld: gotische Kirche mit spätgotischem Chor, einem spätgotischen Wandtabernakel und einem Taufstein
  • Kirche Reddingshausen: erbaut 1600, Fachwerk, Malereien. Die Kirche wurde 1953 renoviert. Seit 2007 erste Radfahrerkirche Hessens direkt am R 17
  • Kirche Schellbach: erbaut im 15. Jahrhundert, renoviert 1966/67
  • Kirche Völkershain: erbaut 1575, renoviert 1955 und 1971

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Knüllwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2021 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeindeporträt Knüllwald
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 391–393.
  4. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 12 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  5. Gemeinde Knüllwald - Dömsöd. Abgerufen am 7. Januar 2021.
  6. Amazon Logistics stellt neues Verteilzentrum in Knüllwald vor,auf lokalo24.de
  7. a b Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 36 und 92, archiviert vom Original am 5. Dezember 2020;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de
  8. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit (Gruppen):  Knüllwald. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im April 2022.
  9. a b Hessisches Statistisches Informationssystem (Memento des Originals vom 11. September 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de In: Statistik.Hessen.
  10. a b Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,0 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 96, archiviert vom Original am 25. September 2021;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de
  11. a b Bürgermeister-Direktwahlen in Knüllwald. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  12. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  13. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  14. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  15. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  16. Internetauftritt Gut für Knüllwald e. V.