Kommissar für Wettbewerb

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Der Kommissar für Wettbewerb ist ein Mitglied der Europäischen Kommission und zuständig für kommerziellen Wettbewerb, Unternehmensfusionen und Anti-Kartell-Gesetzgebung.

Die ihm unterstehende Generaldirektion Wettbewerb hat weitreichenden Einfluss sowohl bei der Genehmigung von Subventionen durch Mitgliedstaaten als auch bei der Fusions- und Monopolkontrolle. Davon sind auch multinationale Unternehmen betroffenen, die ihren Sitz nicht in der EU haben, aber auf dem Europäischen Binnenmarkt aktiv sind. In der Vergangenheit wurden Fusionen wie z. B. der US-amerikanischen Unternehmen General Electric und Honeywell unterbunden sowie Bußgelder bis über eine Milliarde Euro verhängt, etwa gegen Microsoft (insgesamt 1,7 Mrd €), Intel (1,06 Mrd. €), ThyssenKrupp (478 Mio €) oder Siemens (419 Mio €).[1] Da die Europäische Kommission in der Wettbewerbspolitik sehr weitreichende Kompetenzen hat, gilt das Amt als ein Schlüsselressort.

Der Sitz (der Generaldirektion Wettbewerb) befindet sich seit 2013 im Tour Madou in Brüssel. Als Kommissarin für Wettbewerb amtiert in der Kommission Juncker seit November 2014 Margrethe Vestager.

Bisherige Amtsinhaber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommissar Amtszeit Staat nationale Partei europäische Partei /
politische Richtung
Margrethe Vestager seit 2014 DanemarkDänemark Dänemark RV ALDE
Joaquín Almunia 2010–2014 SpanienSpanien Spanien PSOE SPE
Neelie Kroes 2004–2010 NiederlandeNiederlande Niederlande VVD ELDR
Mario Monti 1999–2004 ItalienItalien Italien parteilos
Karel Van Miert 1993-1999 BelgienBelgien Belgien SP SPE
Leon Brittan 1989–1993 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Conservative Party ED
Peter Sutherland 1985–1989 IrlandIrland Irland FG EVP
Frans Andriessen 1981–1985 NiederlandeNiederlande Niederlande CDA EVP
Raymond Vouel 1976–1981 LuxemburgLuxemburg Luxemburg LSAP SPE
Albert Borschette 1970-1976 LuxemburgLuxemburg Luxemburg parteilos
Maan Sassen 1967–1970 NiederlandeNiederlande Niederlande KVP christdemokratisch
Hans von der Groeben 19591967 DeutschlandDeutschland Deutschland CDU nahestehend christdemokratisch

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Intel kündigt Berufung gegen EU-Geldbuße an. Heise Zeitschriftenverlag, abgerufen am 13. Mai '09.