Kroatische Sozial-Liberale Partei

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Hrvatska socijalno-liberalna stranka
HSLS.svg
Partei­vorsitzender Darinko Kosor
Gründung 20. Mai 1989
Gründungs­ort Zagreb
Haupt­sitz Trg Nikole Šubića Zrinskog 17/1
10000 Zagreb
Jugend­organisation Mladi hrvatski liberali
Aus­richtung konservativer Liberalismus
Farbe(n) Gelb
Internationale Verbindungen Liberal International (LI)
Europapartei ALDE
Website http://www.hsls.hr

Die Kroatische Sozialliberale Partei (HSLS) (kroat. Hrvatska socijalno-liberalna stranka) ist eine konservativ-liberale Partei in Kroatien. Sie war bis 2014 Mitglied der Liberale Internationale und ist Mitglied der Europäischen Liberalen. Parteivorsitzende ist Darinko Kosor, über viele Jahre hatte Dražen Budiša den Vorsitz inne.

Neuere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die HSLS wurde am 20. Mai 1989 nach dem Zweiten Weltkrieg als erste demokratische Partei Kroatiens gegründet.[1] Zunächst lautete die offizielle Bezeichnung Hrvatski socijalno-liberalni savez. Sie war bei den ersten freien Wahlen 1990 Teil der Koalition des Volkseinvernehmens (kroat. Koalicija narodnog sporazuma). Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 1992 wurde die HSLS zur führenden Oppositionspartei[1] und blieb dies bis in die späten 1990er Jahre. Die HSLS war der schärfste Kritikerin der kriegerischen Bosnien-Politik der kroatischen Regierung während des Bosnienkriegs.[1] 1997 verließ ein Teil der Mitglieder die Partei und gründete die Liberale Partei (LS).

1998 wurde eine dauerhafte Koalition mit der Sozialdemokratischen Partei Kroatiens (SDP) gebildet, welche die Wahlen zwei Jahre später gewann. Die damalige HDZ-Regierung wurde abgewählt und durch diese Koalition mit vier anderen Parteien ersetzt.

Nach einer weiteren Parteispaltung 2002, als die LIBRA gebildet wurde, verließ die HSLS die Regierung. Bei den Parlamentswahlen am 23. November 2003 stimmten 4 % der Wähler für die Koalition von HSLS und DC (Demokratisches Zentrum), was 3 von 151 Mandaten einbrachte; zwei Sitze im Parlament fielen an die HSLS. Die HSLS unterstützte die Regierung unter Ivo Sanader.

Nach den Kommunalwahlen 2005 wurde die Liberale Partei (LS) wieder mit der HSLS vereint. Seit Januar 2006 ist die gesamte Parteistruktur der LS in die HSLS integriert. Đurđa Adlešić übernahm den Parteivorsitz von Ivan Čehok als Vorsitzende der wiedergeeinten Partei. Sie ist zugleich Bürgermeisterin der Stadt Bjelovar.

Im März 2007 kündigte die Partei an, in einer Koalition mit der Kroatischen Bauernpartei (HSS) bei den Parlamentswahlen im Herbst 2007 anzutreten. Nach den Parlamentswahlen im Herbst 2007 hatten die Oppositionsparteien an Stimmen hinzugewonnen. HSLS und HSS erreichten zusammen acht Abgeordnete. Eine Regierungsbildung schien zunächst schwierig. Die HDZ brauchte einen weiteren Koalitionspartner für eine Regierungsmehrheit und konnte sich nicht länger auf ihre vorherige Minderheitsregierung stützen, worauf sich nach Parteigesprächen die bisher oppositionelle Sozialliberale Partei einließ.[2]

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arno Weckbecker und Frank Hoffmeister, Die Entwicklung der politischen Parteien im ehemaligen Jugoslawien, 1997 (ISBN 3-486-56336-X), S. 181ff

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Arno Weckbecker,Frank Hoffmeister: Die Entwicklung Der Politischen Parteien Im Ehemaligen Jugoslawien. Oldenbourg, München 1997. S. 181f.
  2. net.hr Sanader sastavlja Vladu (kroatisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]